<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228</id><updated>2012-01-10T19:17:16.975+01:00</updated><category term='Empfehlung'/><category term='Mist'/><title type='text'>Blog Viva la Teheranità!</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>85</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-3312084869111163232</id><published>2012-01-08T19:48:00.011+01:00</published><updated>2012-01-10T19:17:16.980+01:00</updated><title type='text'>"Dabei schreiben wir doch schon 1806!"</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-TWRiyRZi4Cs/TwnlT6kn2rI/AAAAAAAAAYs/pnaEuO1il1A/s1600/Mashrooteh.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5695335334089841330" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 299px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-TWRiyRZi4Cs/TwnlT6kn2rI/AAAAAAAAAYs/pnaEuO1il1A/s400/Mashrooteh.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Wenn der Zug der Geschichte in den Abgrund führt, wie Benjamin meint, dann haben die Revolutionen im Iran nicht die Norbremse gezogen, sie sind, im Gegenteil, aufs Gas gestiegen.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Kämpfer der konstituionellen Revolution im Iran, 1905 bis 1911&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein vor kurzem aus Teheran nach Wien emigrierter Freund - nennen wir ihn Kave - schloß einen Bericht über seine erste Begegnung mit dem Rassismus hierzulande mit den Worten: &lt;em&gt;Das es so etwas noch gibt. Dabei schreiben wir doch schon 2011!&lt;/em&gt; Ich mußte an eine Szene aus der Verfilmung von Jane Austens &lt;em&gt;Sense and Sensibilty&lt;/em&gt; denken, in der einer der Protagonisten, ähnlich empört wie mein Freund aus Teheran, ausruft: &lt;em&gt;Dabei schreiben wir doch schon 1806!&lt;/em&gt; – woraufhin im Kino gelacht wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wären wir Teheraner nicht überaus höflich, und wäre mir der österreichische Rassismus aus eigener Erfahrung nicht allzu bekannt – ich hätte über das &lt;em&gt;Doch-schon-2011&lt;/em&gt; meines Freundes genauso gelacht wie über das &lt;em&gt;Doch-schon-1806&lt;/em&gt; im Kino. Das Gelächter über das &lt;em&gt;Doch-schon-1806&lt;/em&gt; im Kino hatte sich natürlich auf die Jahreszahl 1806 bezogen, wohingegen mein - aus Rücksicht unterdrücktes - Lachen über das &lt;em&gt;Doch-schon-2011&lt;/em&gt; meines Freundes mit dem &lt;em&gt;Doch-schon&lt;/em&gt; zu tun gehabt hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hätte ich meine Rücksichtnahme beiseite geschoben und tatsächlich gelacht, hätte ich (nachdem ich fertig gelacht hätte) meinen belesenen und politisch interessierten Freund gefragt, wie er denn nach der iranischen Erfahrung der letzten einhundert Jahre an ein solches &lt;em&gt;Doch-schon&lt;/em&gt; überhaupt glauben könne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es nämlich ein Land gibt, das geeignet wäre, einen an diesem &lt;em&gt;Doch-schon&lt;/em&gt; - am Gedanken also, es würde auf der Welt von Jahr zu Jahr freier, brüderlicher und gerechter, zugehen - irre werden zu lassen, ist es der Iran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor einhundert Jahren erkämpften sich iranische Kaufleute, Handwerker, Intellektuelle, aber auch Teile des Klerus und der Aristokratie, während der blutigen, sogenannten konstitutionellen Revolution, 1905 bis 1911, ein Parlament und eine demokratische Verfassung nach belgischem Vorbild. Dabei kämpften und siegten sie gegen die absolut herrschenden &lt;em&gt;Kajaren&lt;/em&gt;–Kaiser und ihrem Verbündeten, dem zaristischen Russland. Frauen(rechtlerinnen) spielten bei dieser - überwiegend säkularen - Revolution übrigens eine herausragende Rolle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter der &lt;em&gt;Pahlevi&lt;/em&gt;-Dynastie (1925 bis 1979), die die Kajaren ablöste, blieb die konstitutionell-demokratische Verfassung in Kraft. De facto waren die Pahlevi-Kaiser aber Dikatoren, und ihre Regime repressiver als die zum Teil schwachen Kajaren-Kaiser. Eine Ausnahme bildeten die Jahre 1941 bis 1953, die wohl demokratischste Periode in der Geschichte Irans, an deren Ende ein weiterer revolutionärer Schub stand: Die Bewegung zur Verstaatlichung des iranischen Erdöls, die mit dem Namen des damaligen Premierministers, &lt;em&gt;Mohammad Mossadegh&lt;/em&gt;, verbunden ist. 1953 wurde Mossadegh gestürzt - danach begann die Diktatur des zweiten und letzten Pahlevi-Kaisers.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1979 kam es zur Islamischen Revolution – die entgegen anderslautender Gerüchte das Prädikat islamisch durchaus zurecht trägt, war sie doch von Anfang islamisch geprägt. Dennoch zielte die Mehrheit der Revolutionäre auf eine gerechtere und freie Gesellschaft. Was herauskam, ist bekannt. Nicht genug, daß die iranische Gesellschaft nicht freier wurde; daß Freiheiten, die es unter dem letzten Kaiser noch gab, etwa das Recht der Frauen auf Scheidung, oder das Sorgerecht für geschiedene Frauen, um nur zwei Beispiele zu nennen, abgeschafft wurden - in der Islamischen Republik erlebten die Iraner(innen) gänzlich neue - bzw. seit langem unbekannt gewesene - Dimensionen der Unfreiheit: Kopftuchzwang, die Todesstrafe für Homosexuelle, Steinigung bei außerehelicher Liebe, die Todesstrafe für den Abfall vom Islam, die Entrechtung hundertausender Angehöriger religiöser Minderheiten und anderes mehr. Unfreiheiten, die man sich im Iran der 1950er und 1960er Jahre nicht hätte vorstellen können, zum Teil vielleicht nicht einmal zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts, zur Zeit der konstitutionellen Revolution.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier liegt allerdings eine doppelte Unvorstellbarkeit vor: Daß ein Ehemann in der Islamischen Republik seine Ehefrau, die er beim Ehebruch erwischt hat, ohne Strafverfolgung befürchten zu müssen, töten kann, 9-jährige Mädchen hingegen strafmündig sind – das hätte sich vor einhundert Jahren eine Frauenrechtlerin der konstitutionellen Revolution nicht vorstellen können. Umgekehrt können wir im Jahre 2011 uns nicht vorstellen, daß es Frauenrechtlerinnen im Iran vor einhundert Jahren überhaupt gab.&lt;br /&gt;Wie wir uns ohnehin nicht vorstellen können, daß es in einem Land, in dem sich 1979 eine islamische Revolution ereignete, 1905 bis 1911 eine demokratisch-liberale stattgefunden haben soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Revolutionen sind für Marx die Lokomotiven der Weltgeschichte, die deren Grundtendenz zum Fortschritt – jenes &lt;em&gt;Doch-schon&lt;/em&gt; meines Freundes Kave – noch beschleunigen sollen. Die iranische Erfahrung scheint Marx, und Kave, aber krass zu widersprechen. Und sie befindet sich dabei in allerbester Gesellschaft: Seit Jahren wird die Rede von der &lt;em&gt;Revolution als Lokomotive&lt;/em&gt; fast nur mehr im Zusammenhang mit dem Widerspruch zitiert, die sie beim Literaturkritiker und Philosophen Walter Benjamin erfahren hat:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Marx sagt, die Revolutionen sind die Lokomotiven der Weltgeschichte. Aber vielleicht ist dem gänzlich anders. Vielleicht sind Revolutionen der Griff des in diesem Zuge reisenden Menschengeschlechts nach der Notbremse.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anders als für Marx ist für Benjamin Geschichte die Stätte des Unheils,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;eine einzige Katastrophe, die unablässig Trümmer auf Trümmer häuft&lt;/em&gt;,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und wenn denn geschichtlicher Fortschritt für Benjamin überhaupt einen Sinn hat, dann als ein Fortschreiten der Herrschenden von einem Sieg zum nächsten. So gesehen sollten uns Revolutionen nicht die Befreiung &lt;em&gt;in&lt;/em&gt; der Geschichte bescheren, sondern die Erlösung &lt;em&gt;von&lt;/em&gt; ihr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wird diese Geschichtstheorie Benjamins der iranischen Erfahrung gerechter als diejenige von Marx, und meines Freundes Kave? Was Marx‘ Geschichts-Optimismus - und Kaves &lt;em&gt;Doch-schon&lt;/em&gt; – betrifft, bzw. Benjamins radikalen Pessimismus, scheint dies der Fall zu sein. Was vor einhundert Jahren so hoffnungsvoll begann, mit einem für ein islamisches Land des Jahres 1905 &lt;em&gt;unmöglichen&lt;/em&gt; demokratischen Aufbruch, endete mit einem &lt;em&gt;Im-Grunde-Unmöglichen&lt;/em&gt; anderer Art: Der Islamischen Republik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Rolle der Revolutionen scheint Benjamin aber, zumindest was den Iran anbelangt, ebenso falsch einzuschätzen wie Marx. In den letzten einhundert Jahren scheint es im Iran nach jeder revolutionären Anstrengung &lt;em&gt;noch schlimmer&lt;/em&gt; geworden zu sein. Die konstitutionelle Revolution mündete in die Diktatur des ersten, die Bewegung zur Verstaatlichung des Erdöls in die Diktatur des zweiten Pahlevi-Kaisers. Und die islamische Revolution in ein Mörderregime, das uns an das Universum eines perversen Fantasy-Autors erinnert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn der Zug der Geschichte in den Abgrund führt, wie Benjamin meint, dann haben die Revolutionen im Iran nicht die Notbremse gezogen, sie sind, ganz im Gegenteil, aufs Gas gestiegen. Das drängt sich zumindest im Fall der islamischen Revolution auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-3312084869111163232?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/3312084869111163232/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=3312084869111163232' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3312084869111163232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3312084869111163232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2012/01/wir-schreiben-schon-1806.html' title='&quot;Dabei schreiben wir doch schon 1806!&quot;'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-TWRiyRZi4Cs/TwnlT6kn2rI/AAAAAAAAAYs/pnaEuO1il1A/s72-c/Mashrooteh.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-7595767655025399879</id><published>2011-12-11T19:01:00.009+01:00</published><updated>2011-12-11T20:21:18.508+01:00</updated><title type='text'>Wunderland 36</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-yQ3923xhuDo/TuTxVSgkxuI/AAAAAAAAAYg/VPoQoyNxLVc/s1600/begehbarer-Kleiderschrank.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5684933977696421602" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 267px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-yQ3923xhuDo/TuTxVSgkxuI/AAAAAAAAAYg/VPoQoyNxLVc/s400/begehbarer-Kleiderschrank.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;„&lt;em&gt;Gefällt er Dir?&lt;/em&gt;, fragte der Militärschneider.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl ich ein ‚Mädchen‘ war, oder auf dem Weg zu einem solchen, dachte ich, daß er wissen wollte, ob ich Paskarani als Sänger, resp. Schauspieler mochte, was ich verneinte, weil ich weder Teheraner Lieder noch Teherano-Western mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Paskarani steht zwar nicht auf ‚Mädchen‘ wie Euch&lt;/em&gt;, sagte der Militärschneider – und erst da kapierte ich, was er mit der Frage, ob mir Paskarani gefiel, gemeint hatte; daß Paskarani nicht auf ‚Mädchen wie uns‘ stand, verletzte mich übrigens, obwohl ich ihn als Schauspieler, wie gesagt, und Sänger nicht mochte, und sich seine Ablehnung von ‚uns Mädchen‘ nicht auf mich persönlich bezog, und ich mich ohnehin nicht als ‚Mädchen‘ fühlte, und mich zur Teilnahme an der Mädchenweihe nur bereit erklärt hatte, um das Lager verlassen zu können - &lt;em&gt;Paskarani steht zwar nicht auf ‚Mädchen‘ wie Euch, aber darum geht es hier nicht&lt;/em&gt;, der Militärschneider sah mich erwartungsvoll an.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nein&lt;/em&gt;, sagte ich.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ich kannte mich nicht aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Paskarani ist verheiratet&lt;/em&gt;, sagte der Scheider, &lt;em&gt;und er hat eine Affäre&lt;/em&gt;. &lt;em&gt;Eine Studentin und Mitarbeiterin seines Teams&lt;/em&gt;“, der Junge wandte sich an mich, „Paskarani hatte für das Präsidentenamt der klerikalen Republik kandidiert. Er galt als linksliberal. Die Wahlen sollten ein halbes Jahr nach jenem Gespräch mit dem Militärschneider stattfinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;So weit ich weiß&lt;/em&gt;, sagte der Militärschneider, &lt;em&gt;ist die Geliebte unsere Agentin, aber ich bin mir nicht sicher. Wie auch immer - sie wird kooperieren. Paskarani hat ein Appartement in Nord-Teheran, wo die beiden sich treffen. Wir wissen, daß er immer nur im Dunkeln Sex hat. Und immer nur im Schlafzimmer&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wovon reden Sie überhaupt&lt;/em&gt;, sagte ich, oder wollte ich sagen. Es irritierte mich übrigens, daß der Militärschneider mit seiner phrygischen Mütze und den Folianten auf dem Tisch, &lt;em&gt;Sex &lt;/em&gt;gesagt hatte, und nicht etwa &lt;em&gt;Liebe&lt;/em&gt;. Auf meine Frage - falls ich sie wirklich gestellt haben sollte - reagierte er nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;An das Schlafzimmer schließt ein großer begehbarer Schrank an. Darin wartest Du. Kurz nachdem der Sex begonnen hat, verläßt das Mädchen unter irgendeinem Vorwand das Schlafzimmer, um in das Badezimmer zu gehen, und vom Badezimmer, das durch eine Tür ebenfalls mit dem begehbaren Kleiderschrank verbunden ist, in eben diesen. Dort löst Du sie ab und gehst über das Badezimmer in das Schlafzimmer, wo Paskarani glauben wird, Du seiest das Mädchen. Du wirst Dich nach Möglichkeit so positionieren, daß er nicht gleich merkt daß Du … kein richtiges Mädchen bist, das werden wir natürlich üben, und die Zeit, die er braucht, bis er es merkt, nützen wir, um Euch zu filmen&lt;/em&gt;. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Als er das sagte, lächelte der Schneider wie ein gütiger Vater“.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-7595767655025399879?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/7595767655025399879/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=7595767655025399879' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7595767655025399879'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7595767655025399879'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/12/wunderland-36.html' title='Wunderland 36'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-yQ3923xhuDo/TuTxVSgkxuI/AAAAAAAAAYg/VPoQoyNxLVc/s72-c/begehbarer-Kleiderschrank.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-8582555861834150092</id><published>2011-12-09T15:22:00.007+01:00</published><updated>2011-12-09T16:12:51.195+01:00</updated><title type='text'>„Geben Sie mir eine Katze“ - von Vladimir Vertlib</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-0Comyopl0eE/TuIai5oKiiI/AAAAAAAAAYU/-3xJyCPPXQI/s1600/Leningrad.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5684134866582145570" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 284px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-0Comyopl0eE/TuIai5oKiiI/AAAAAAAAAYU/-3xJyCPPXQI/s400/Leningrad.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Auschwitz, die Wannsee-Konferenz, Warschau, Stalingrad, Dresden oder Hiroshima stehen im kollektiven Bewusstsein für Rassenwahn, Massenmord, Zerstörung und das Grauen des Krieges. Aber Leningrad? Was sollte dort gewesen sein? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der folgende Artikel meines Freundes, des Schriftstellers &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Vladimir Vertlib&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;, beschäftigt sich mit der blutigsten Stadtbelagerung der Geschichte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es muss fast auf den Tag genau vor 70 Jahren gewesen sein, als eine junge Frau meinen Großeltern erzählt hat, dass ihr Sohn im Sterben liege. Meine Großeltern könnten ihm aber vielleicht das Leben retten, sagte sie, denn sie habe gehört, sie besäßen noch eine Katze. Alle anderen Bewohner der Stadt hätten ihre Hunde und Katzen schon aufgegessen. „Geben Sie mir die Katze, damit mein Sohn nicht verhungert“, bat die Frau. „Die Katze ist seine letzte Chance.“ Der Sohn der jungen Frau war ein Mitschüler meines Onkels. Mein Onkel war damals zehn, seine kleine Schwester – meine Mutter - knapp vier Jahre alt.&lt;br /&gt;Meine Großmutter wollte die Katze nicht hergeben, drängte die Frau aus der Wohnung und schlug die Tür zu. „Doch sie ging nicht weg“, erzählte mir meine Mutter Jahrzehnte später, „sondern kniete draußen im Korridor vor unserer Wohnungstür und heulte und bettelte so lange, bis sich deine Großmutter schließlich doch bereit erklärte, ihr die Katze zu schenken.“ Meine Mutter erinnert sich noch, wie die Katze sich zu verstecken versuchte, so, als wüsste sie, was ihr bevorstand, und wie man ihr nachjagte, wie man sie einfing und in einen Polsterüberzug steckte. Das Kind überlebte. Es ist seltsam, dass mich von allen Blockadegeschichten, die mir meine Eltern erzählt haben, gerade diese besonders erschüttert hat. Vielleicht war das Grauen der anderen Szenen zu unmittelbar, die Dimension zu groß, um sie als Nachgeborener, der die Zeit nicht selbst erlebt hat, emotionell fassen zu können.&lt;br /&gt;Die nüchternen Fakten: Im September 1941 wurden die Stadt Leningrad (heute wieder St. Petersburg) und einige umliegende Dörfer von der deutschen Wehrmacht im Süden und der finnischen Armee im Norden umzingelt und konnten fortan nur über den Ladoga-See mit Schiffen – im Winter, wenn der See zugefroren war, auch mit Lkw – notdürftig versorgt werden. Erst im Jänner 1943 wurde der Blockadering an einer Stelle durch die Rote Armee gebrochen. Die Belagerung der Stadt durch die Wehrmacht dauerte jedoch noch ein weiteres Jahr an. Nach neuesten Schätzungen verhungerten oder starben damals an den Folgen der Unterernährung etwa 750.000 Leningrader Zivilisten, ein Drittel der Bevölkerung, die meisten davon zwischen Dezember 1941 und Mai 1942. Ungefähr 17.000 kamen durch Fliegerangriffe und den permanenten Artilleriebeschuss ums Leben. Hunderttausende Soldaten der Roten Armee wurden bei der Verteidigung der Stadt getötet. Damit gilt die Leningrader Blockade als die wahrscheinlich blutigste Belagerung einer Stadt überhaupt.&lt;br /&gt;Viele Menschen, vor allem Kinder, wurden 1942 über den Ladoga-See aus der Stadt gebracht. So auch meine Eltern und Großeltern. Durch eine Verkettung glücklicher Zufälle hatten sie die schlimmsten Hungermonate überlebt, mussten aber fortan unter den Traumata der Belagerung und den Folgen des Hungers leiden – Folgewirkungen, die in der Sowjetunion gar nicht oder nur mangelhaft aufgearbeitet werden konnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Bombardierung und Abriegelung&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hitler hatte geplant, Leningrad dem Erdboden gleichzumachen und seine Einwohner zu vertreiben oder zu liquidieren. Nachdem die Einnahme der ehemaligen russischen Hauptstadt im Herbst 1941 gescheitert war, beschränkte sich die deutsche Armee hauptsächlich auf die Bombardierung und hermetische Abriegelung der Region. Das „logistische Problem mit der Zivilbevölkerung“ würde sich dadurch von selbst lösen. „In Anbetracht des Kräfteverbrauchs von Leningrad wird die Lage bis auf Weiteres gespannt bleiben, bis der Hunger als Bundesgenosse wirksam wird“, schrieb der Chef des deutschen Generalstabs des Heeres, Generaloberst Franz Halder. Übergabeangebote nach der Einkreisung der Stadt seien abzulehnen, lautete der Befehl. Auf diese Weise werde „ein großer Teil der Bevölkerung zugrunde gehen“, meinte Generalfeldmarschall von Brauchitsch, „aber doch wenigstens nicht unmittelbar vor unseren Augen“.&lt;br /&gt;Nach dem Krieg wurde die Blockade von der sowjetischen Propaganda zur „heldenhaften Abwehrschlacht“ der Bevölkerung von Leningrad gegen den faschistischen Aggressor stilisiert. Die wenig heroischen Seiten wurden dabei verschwiegen: die Inkompetenz der sowjetischen Führung, deren falsche Entscheidungen das Einkreisen der Stadt erst ermöglicht hatten, das Chaos der ersten Kriegsmonate, die Ungerechtigkeiten bei der Zuteilung von Lebensmitteln, Diebstahl, Mord und Kannibalismus und vor allem der permanente Terror gegen vermeintliche „Volksfeinde“, der in der belagerten Stadt sogar noch intensiviert wurde.&lt;br /&gt;Die Verlogenheit der sowjetischen Historiografie war wenig überraschend. Was meine Eltern hingegen verblüffte, nachdem sie die Sowjetunion verlassen hatten, war das völlige Unwissen, das in Österreich über die Blockade, über ihre Täter und Opfer, die Initiatoren und den Ausgang herrschte. Auschwitz, die Wannsee-Konferenz, Warschau, Stalingrad, Dresden oder Hiroshima stehen im kollektiven Bewusstsein für Rassenwahn, Massenmord, Zerstörung und das Grauen des Krieges. Aber Leningrad? Was sollte dort gewesen sein? Allenfalls brachten einige Menschen diese Stadt mit der Oktoberrevolution in Verbindung. Und wo waren die ehemaligen Angehörigen der Wehrmacht, die selbst an der Belagerung teilgenommen hatten? Sie schwiegen wahrscheinlich noch verbissener als alle anderen.&lt;br /&gt;Auch in anderen Ländern, in Deutschland, Großbritannien oder in den USA, wussten eigentlich nur Experten über die Leningrader Blockade Bescheid. Es gab spannendere und wichtigere Themen als ein paar hunderttausend verhungerte russische Zivilisten. War deren Schicksal nicht einfach „nur“ eine tragische Folge des Frontverlaufs? Erst in den letzten Jahren ist das Interesse an dieser „Episode“ des Krieges gestiegen. Neben Fernseh- und Radiosendungen ist auch außerhalb Russlands eine Reihe von Büchern über die Blockade erschienen. Das mit Abstand beste davon hat nun die renommierte britische Historikerin und Journalistin Anna Reid geschrieben. Der englische Originaltitel, „Leningrad. Tragedy of a City under Siege, 1941–44“, ist weniger griffig, wird aber dem Inhalt und dem Ton des umfassenden Berichts sehr viel besser gerecht als der Titel der deutschen Ausgabe, „Blokada“. Der Originaltitel steht in seiner Mischung aus Anschaulichkeit und historischer Seriosität, Einfühlsamkeit und Sachlichkeit in guter Tradition der angelsächsischen Geschichtsschreibung.&lt;br /&gt;Reid setzt einen klaren Schwerpunkt: Sie beleuchtet hauptsächlich die Ereignisse auf der russischen Seite der Front. Auch wenn an einigen Stellen die Aktionen der deutschen Wehrmacht, die zynischen Überlegungen der Generäle und manche Kommentare einfacher Soldaten wiedergegeben werden, so sind es vor allem russische Archive, die Reid durchforstet hat, russische Zeitzeugen, die sie zu Wort kommen lässt. Dabei stand ihr das umfangreiche, in Sowjetzeiten unter Verschluss gehaltene Material zur Verfügung, zum Beispiel die Protokolle der Gespräche Stalins mit seinen Generälen (darunter viele hysterische Meldungen und widersprüchliche Befehle) oder die peinlichen Auftritte von Parteibonzen, insbesondere jene von Andrej Schdanow, dem Leiter der Leningrader Parteiorganisation, der in seiner „tragikomischen Amtszeit Schostakowitsch auf dem Klavier politisch korrekte Melodien vorklimperte“. Vor allem, so Reid, „betätigte er sich als Massenmörder“, war er doch für die Leningrader Säuberungen von 1937 bis '39 zuständig gewesen.&lt;br /&gt;Als die Sowjetunion 1941 von Hitlerdeutschland angegriffen wird, hat das Land gerade die furchtbarsten Zeiten politischen Terrors hinter sich. Kaum eine Familie, die nicht einen Angehörigen unter den Hingerichteten oder im Lager hat. Olga Berggolz etwa, die während der Blockade durch ihre Gedichte, die im Rundfunk gesendet werden und den Menschen viel Kraft zum Durchhalten geben, berühmt wird. Sie hat ihren Mann verloren. Er ist 1938 exekutiert worden. Ihr selbst wurde „im Gefängnis am Liteiny-Prospekt in den Bauch getreten, bis sie eine Fehlgeburt erlitt“. Danach ist sie freigelassen und rehabilitiert worden. Ihr zweiter Mann verhungert während der Blockade. Ihr Vater wird aufgrund seiner deutschen Herkunft nach Sibirien deportiert.&lt;br /&gt;Zu den Zigtausenden Leningradern, die in den ersten Kriegsmonaten vom NKWD als „sozial fremde Elemente“ verhaftet werden, gehört auch der exzentrische Autor Daniil Charms, der heute als Klassiker der Avantgarde gilt. Er stirbt während der Blockade im Gefängnis. Warum wurde gerade er festgenommen? „Vielleicht nur deshalb“, heißt es, „weil er einen komischen Hut trug.“&lt;br /&gt;Einige Gegner des Regimes halten die Deutschen für „Befreier“. Diese Illusion wird rasch zerstört. Flüchtlinge aus den besetzten Gebieten erzählen von Demütigungen, Misshandlungen und Massenerschießungen. Am 22.Juni 1941, in den ersten 24 Kriegsstunden, melden sich rund 100.000 Leningrader freiwillig zur Armee, „lange bevor die Bürokratie sie einberufen konnte“. Die Katastrophe können sie allerdings nicht abwenden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Mit Zellulose aus Fichtenspänen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenige Monate später sind die meisten von ihnen tot oder in Gefangenschaft, und die Essensration für Kinder (wie damals meine Eltern), nicht berufstätige Erwachsene und Büroangestellte beträgt in Leningrad seit dem 20. November 125 Gramm Brot am Tag – drei dünne Scheiben, die neben Mehl auch Leinsamen und hydrolisierte Zellulose aus Fichtenspänen enthalten. Arbeiter und Soldaten erhalten etwas mehr. Es ist der Beginn der schlimmsten Hungerzeit, ein „Sturz in den Trichter“, wie sich der russische Historiker Sergej Jarow ausdrückt.&lt;br /&gt;Für Anna Reid war die Stadt damals „ein an Goya gemahnendes Schlachtfeld“, in dem die meisten Errungenschaften der Zivilisation untergegangen waren. „Gebäude brannten tagelang, ohne dass sich jemand um sie kümmerte, ausgezehrte Leichen lagen verstreut auf den Straßen“, berichtet Reid. Wer keine guten Beziehungen oder keine Wertsachen besaß, die er gegen Lebensmittel tauschen konnte, hatte kaum eine Chance zu überleben. Nur die Parteisekretäre, Direktoren und Geheimdienstleute brauchten nicht zu hungern. „Speisen waren in der Sowjetunion stets ein Mittel zur Nötigung und zur Belohnung der Bevölkerung gewesen“, schreibt Reid. Führungskräfte erhielten in der „klassenlosen Gesellschaft“ sogar ganz offiziell höhere Lebensmittelzuteilungen.&lt;br /&gt;Die eindrücklichsten und berührendsten Passagen in Reids Buch sind die vielen Zitate aus Interviews, Tagebüchern oder Erinnerungen, die die Autorin mit Bedacht ausgewählt, zu einem plastischen Kaleidoskop zusammengefügt und manchmal auch kritisch kommentiert hat. Wer das Buch gelesen hat, wird eine Ahnung davon bekommen, wie es damals wirklich gewesen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anna Reid: &lt;em&gt;Blokada&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Belagerung von Leningrad, 1941 bis 1944. Aus dem Englischen von Bernd Rullkötter. 560S., geb., €35 (Berlin Verlag, Berlin)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Copyright: &lt;em&gt;Vladimir Vertlib&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-8582555861834150092?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/8582555861834150092/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=8582555861834150092' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/8582555861834150092'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/8582555861834150092'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/12/geben-sie-mir-eine-katze.html' title='„Geben Sie mir eine Katze“ - von Vladimir Vertlib'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-0Comyopl0eE/TuIai5oKiiI/AAAAAAAAAYU/-3xJyCPPXQI/s72-c/Leningrad.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-5169891790562148141</id><published>2011-12-03T12:57:00.021+01:00</published><updated>2011-12-09T16:12:05.998+01:00</updated><title type='text'>Teheran</title><content type='html'>&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5682211403163588450" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 276px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-p6JCd_QurN8/TttFKmA9V2I/AAAAAAAAAYI/whD09Eufcyo/s400/Canada%2BDry.jpg" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Das Licht auf &lt;em&gt;Giws &lt;/em&gt;Glatze macht seine Kopfhaut strahlen. Sein Gesicht ist ein hautfarbener Schuh, mit farblosem Spezialwachs geputzt. Wenn er dienstags und freitags im Café &lt;em&gt;Columbia &lt;/em&gt;sitzt, ist der Giw ein Glanzpaket. &lt;em&gt;Ich sag’s Euch Burschen, ein Wahnsinn ist das, was in Teheran passiert&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Mal die Woche sitzt Giw im Columbia-Café. Wenn ihm &lt;em&gt;Arman &lt;/em&gt;und ich gegenübersitzen, pendeln sein Blicke wie ein &lt;em&gt;Pfidschipfeile&lt;/em&gt; zwischen unseren Gesichtern. &lt;em&gt;Meine&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Herren, was in Teheran passiert ist eine Wucht&lt;/em&gt;. Wenn er &lt;em&gt;Wucht&lt;/em&gt; sagt, schlägt Giw mit seinem rechten Handrücken auf seine Linke. Die Hohlseiten seiner Hände sind rundlich gewölbte Pakete. Mit Einschnürungen dazwischen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vater, in seinem Büro sitzend, schweigt. Ich gehe im Vorraum, von dem aus drei Türen in andere Büroräume führen, auf und ab. Immer wieder komme ich in Vaters Zimmer und beobachte ihn beim Schweigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Auto, auf der Fahrt von Teheran nach &lt;em&gt;Ghaswin&lt;/em&gt;, wird der Vater sagen: Wenn ich nicht &lt;em&gt;Baha’i&lt;/em&gt; wäre, würde ich ein Maschinengewehr nehmen und kämpfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Jakominiplatz in Graz sehe ich die Studenten aus Teheran im Hungerstreik. Es wird 1978 sein. &lt;em&gt;Abt&lt;/em&gt;, mein Kamerad vom Gymnasium, wird neben mir stehen, und schauen. Ich werde erregt und verwirrt sein. Alles was mit Teheran zu tun hat, erregt und verwirrt mich. Ich weiß nicht, ob ich den Schah mag, oder die Linken. Vielleicht mag ich den Schah, weil er mir leid tut. Ich denke, er ist traurig und sensibel. Aber dem &lt;em&gt;Dariusch&lt;/em&gt; - meinem Kollegen von der Deutschen Schule Teheran - sein Vater, der Unfallchirurg, sagt, daß dem Schah sein Geheimdienst die schlimmsten Verbrechen verübt. Dem Dariusch sein Vater muß die Gefolterten wieder herrichten, daß man sie weiterfoltern kann. Die Toten würde man in Hubschrauber packen und über der Salzwüste abwerfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kenne die Salzwüste aus dem Sachkundeunterricht der Fräulein &lt;em&gt;Greiner &lt;/em&gt;in der &lt;em&gt;Deutschen Schule Teheran&lt;/em&gt;. Sie ist ein großes, grauhaariges Fräulein mit einem roten Gesicht. Fräulein Greiner ist eine alte Jungfer. Aber wir lieben sie, weil sie alle paar Wochen ein paar von uns zum Steine-Sammeln ins Gebirge mitnimmt. Die Greiner werde ich fünf Jahre nach der Revolution bei einem Klassentreffen in &lt;em&gt;Hunsrück&lt;/em&gt;, im Saarland, wiedersehen. Sie wird sich nicht so begeistert zeigen wie ich. Sie wird sich kaum an mich erinnern. Dann wird sie erzählen, daß Teheran ein Paradies war. Sie sei im ganzen Land herumgereist. Nie sei sie als Frau belästigt worden. Die anderen lachen verhalten und ich lache mit. Die Greiner ist dicker geworden, und wirkt athletisch. &lt;em&gt;Ich werde mir ein schwarzes Kopftuch kaufen, es muß doch eine Möglichkeit geben, wieder hinunterzufahren&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abt und ich spazieren am Jakominiplatz an den Studenten entlang. Sie liegen auf Feldbetten, und sind vermummt. Sie protestieren gegen den Schah und sein Regime, weil die Polizei gegen Teilnehmer am islamischen Opferfest gewaltsam vorgegangen ist. Einige Studenten haben Bärte. &lt;em&gt;Sie sind Kommunisten&lt;/em&gt;, erkläre ich dem Abt. &lt;em&gt;Sie benützen den Islam, um die Massen zu mobilisieren, aber sie sind&lt;/em&gt; Atheisten &lt;em&gt;und &lt;/em&gt;Kommunisten. Ich bin fünfzehn und altklug. &lt;em&gt;Foad&lt;/em&gt;, mein Oheim, wird sagen: &lt;em&gt;Die Studenten schummeln. Sie essen heimlich&lt;/em&gt;. Er kenne sich da aus. &lt;em&gt;Mina&lt;/em&gt;, die Frau des Proleten &lt;em&gt;Peyman&lt;/em&gt; wird sagen: &lt;em&gt;Und wenn sie die beste Weltanschauung der Welt hätten, gegen den Schah und seine Weltklasse-Armee haben Sie keine Chance.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuhause habe ich gelernt, daß Politik das größte Übel sei. &lt;em&gt;Wir Baha’i mischen uns nicht in die Tagespolitik&lt;/em&gt;, sagt der Vater. &lt;em&gt;Wir wollen den Weltfrieden&lt;/em&gt;, sagt die Mutter, &lt;em&gt;die Politik entzweit die Menschen und ist dreckig&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Studenten am Jakominiplatz tragen Bärte. Keine Hippie-Bärte, sondern islamische. Einige Studentinnen tragen das Kopftuch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Teheran existiert nicht, sage ich Giw. Es gibt keine Zeit, in die ich Teheran ansiedeln kann. Es gibt eine Zeit in der ich in Teheran angesiedelt wurde. Und es gibt eine Zeit, in der ich aus Teheran abgesiedelt wurde. Aber in der Zeit, in der ich in Teheran war, war ich nicht ich. Und in der Zeit, wo ich ich war, war ich nicht in Teheran. Also bin ich nie in Teheran gewesen. Also existiert Teheran nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Aber Du hast Teheran in Dir&lt;/em&gt;, sagt Giw. &lt;em&gt;Du hast Teherans Geräusche, und Stimmungen, und Gerüche in Dir&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber welche Stelle meines Leibes oder meiner Seele enthält Teheran?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Teheran ist eine Fläche, aber mit zunehmendem Norden hebt Teheran vom Boden ab, und steigt an, bis es sich im kahlen und kühlen &lt;em&gt;Elbursgebirge&lt;/em&gt; verliert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Giw seine Glatze ist kahl, aber nicht kühl. Niemals hat Giw einen kühlen Kopf gehabt. Seit er denken kann, ist der Giwkopf heiß gewesen. In den Siebzigern ging es, mit heißem Kopf und heißem Herzen, gegen die Imperialisten und Kapitalisten, und gegen den Schah.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damals sang Giw abends, vor dem Einschlafen, ein Lied, das hatte keine bestimmte Melodie. Die Melodie war mal laut und rauh, wie eine Melodie in aller Herrgottsfrühe, zum Aufstehen, mal sehr leise wie das Nachklingen eines Wimmerns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Lied war kein Lied. Es war die Melodie zu einem Gedicht, das jemand auf die Innenseite von Lenins &lt;em&gt;Was tun?&lt;/em&gt; - in persischer Übersetzung - geschrieben hatte, und es handelte vom &lt;em&gt;Damawand&lt;/em&gt;, dem Hausberg von Teheran.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ey Dive sepide Pay dar Band,&lt;br /&gt;Ey Gonbade Giti, ey Damawand&lt;br /&gt;As sim be sar jeki Kolahchud,&lt;br /&gt;S’Ahan be Mian jeki Kamarband ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damawand, Du weißer gefesselter Dämon,&lt;br /&gt;Du silberne Kuppel der Welt -&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Erinnerung enthält keinen Damawand von Teheran aus, aber das Elbursgebirge am Abend. Von der Alten Schemiran-Straße zweigt eine Straße nach Gholhak ab, deren Namen ich nicht erinnere. An der Gabelung steht die gigantisch große Reklametafel von&lt;em&gt; Canada Dry&lt;/em&gt;. Grün-weiß-rot leuchtet das Signet des Sprudelgetränks. Dahinter die Lichter der Bergstation Totschal, weiße, blaue und grüne Punkte auf dem Elbursmassiv, auf dem halben Weg in den Himmel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der &lt;em&gt;Keyhan&lt;/em&gt; berichtet, der geistliche Führer des Landes ginge &lt;em&gt;in aller Herrgottsfrühe&lt;/em&gt; Bergsteigen. Am 6. August 1992 haben seine Häscher in aller Herrgottsfrühe den Sänger und Showmaster &lt;em&gt;Farokhzad&lt;/em&gt; umgebracht. Vom Farokhzad heißt es, er sei schwul gewesen. Bei einem Konzert im Parkhotel, in Wien, sagte er, man hätte ihm, bei einem Abendessen, sechs Mal dem selben Arzt, vorgestellt, einem Frauenarzt. Ich mag schwul sein, sagte er, aber eine Frau bin ich nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Farokhzad haben sie in seiner Wohnung in Bonn umgebracht. Da war etwas mit einer Badewanne, ich weiß es nicht mehr. Im Teheran der Schah-Zeit erzählten sie einen Witz über ihn. Der Geheimdienst lädt drei Sänger, die &lt;em&gt;Giti&lt;/em&gt;, den &lt;em&gt;Aref&lt;/em&gt; und den Farokhzad, vor. Die drei werden in ein Wartezimmer gesetzt. Als erster wird Aref aufgerufen. Eine Stunde später kommt er in das Wartezimmer zurück. Er windet sich vor Schmerzen. Was haben sie Dir getan?, fragen die anderen. Sie haben mir eine &lt;em&gt;Pepsi&lt;/em&gt;-Flasche in den Arsch gesteckt. Dann ist Giti dran. Zwei Stunden später kommt sie zurück. Auch sie windet sich vor Schmerzen. Was haben sie mit Dir gemacht? &lt;em&gt;Coca Cola&lt;/em&gt;, schluchzt sie. Dann ist Farokhzad an der Reihe. Drei Stunden später kommt er aus dem Untersuchungsbüro. Und? Was haben sie mit Dir gemacht? Und an dieser Stelle muß dieser Witz mißlingen, weil er zum Gelingen voraussetzt, daß der Leser mit einem Werbespot des Teheraner Fernsehens der siebziger Jahren vertraut ist. Ein Werbespot, bei dem junge Menschen in einem Garten dicht nebeneinander stehen und tanzen. In der Mitte tanzt eine junge Frau, mit langen schwarzen, leicht gewellten Haaren. Sie singen: „Conodo Derei, da-là-la-la dà-la-la-la, Conodo Derei, da-là-la-la dà-la-la-la, Conodo Derei, da-là-la-la dà-la-la-la, Conodo Derei dà-là-la-la dà-la-la-la.“ Es ist eine Werbung für Canada Dry, nur daß Teheraner sich schwer tun, zwei Konsonanten hintereinander auszusprechen. Auch sprechen sie manche A‘s wie ein O aus.&lt;br /&gt;Der Farokhzad des Witzes tanzt genau so wie das Mädchen mit den langen schwarzen, leicht gewellten Haaren. Er macht dieselben kreisenden Handbewegungen. Es sind die Handbewegungen einer Zauberin. Sein kleiner Finger bewegt sich wie der Stab eines Dirigenten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwanzig Jahre später wird Farokhzad vom Geheimdienst der Islamischen Republik heimgesucht. Ich weiß nichts über seinen Tod. Ich habe ihn 1991 im Parkhotel in Wien gesehen. Da ging er tänzelnd durch die Reihen der aufgeputzten persischen Menschen. Sein Arsch wackelte in der Horizontalen. Er sprach von seiner Schwester &lt;em&gt;Furugh&lt;/em&gt;, der Lyrikerin, die auch damals schon lange tot war, und die ich, ohne zu wissen warum, &lt;em&gt;die Ingeborg Bachmann Teherans&lt;/em&gt; nenne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Gonah kardam,&lt;br /&gt;Gonahi por se Lesat,&lt;br /&gt;dar Aghuschi ke garm o ataschin bud&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sündigte, hach welche Lust,&lt;br /&gt;In seinen heißen Armen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Schwester Furugh, sagte Farokhzad, hätte ihm einmal geschrieben, er solle ja nicht Showmaster werden. So etwas in Teheran zu machen, sei Scheiße. Dann sang er ein Lied von Hildegard Knef, und behauptete, Kultur bestünde nicht nur im Lesen der Dichter, sondern zeige sich auch in der Art, wie man in der Nase bohre. Dann sang er ein patriotisches Lied.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Iran, Iran marze porgohar&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Iran, Land der Schätze …&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei reckte er die Fäuste in die Höhe. Wie ein Recke, dachte ich. Und: Was der alles ist: Showmaster, Kulturtheoretiker, Schwuler, Sänger, Polit-Aktivist, Patriot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Es rühme sich nicht der, der seine Heimat liebt, sondern der, der die ganze Menschheit liebt&lt;/em&gt;, heißt es in den heiligen Texten der Baha’i. &lt;em&gt;Der Himmel hat überall die gleiche Farbe&lt;/em&gt;, sagt Mutter. Ich bin mit ihr von Teheran nach Graz gekommen. Graz schmeckt mir nicht. Eine Woche nach unserer Ankunft, gehe ich mit meinem Oheim &lt;em&gt;Foad&lt;/em&gt; ins Akademische Gymnasium, zum Direktor. Er ist ein netter Herr mit Anzug, Mascherl und Brille. Früher ist er Foads Französisch-Lehrer gewesen. Später wird er der Großvater seiner eigenen Kinder, indem er eine um Jahre jüngere Französin heiratet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor ich das Büro des Direktors betrete, gehe ich durch die Gänge der Schule. Das Innere des altehrwürdigen Gebäudes weckt in mir Erinnerungen an einen Film, den es nie gegeben hat. Der Film – aber es handelt sich eher um eine Fernsehserie -, spielt in einer altehrwürdigen Schule, in einem altehrwürdigen Land, in einer Anstalt, in der es &lt;em&gt;Disziplin&lt;/em&gt; gibt, aber auch &lt;em&gt;Abenteuer&lt;/em&gt;. Die Deutsche Schule in Teheran erscheint mir, als ich durch die hohen, altehrwürdigen Gänge des Akademischen Gymnasiums gehe, nie wirklich gewesen zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einmal im Herbst sitze ich in unserem Klassen-Container, im oberen Teil der Deutschen Schule, gleich neben dem großen Swimmingpool. Ich mache aus meiner Hand einen Trichter, und lege die andere Hand als Deckel darauf. Wenn ich den Deckel öffne und schließe, entsteht ein Rauschen, wie das Rauschen, wenn man eine Muschel ans Ohr hält. Das Rauschen begleitet meine Stimme beim Lesen eines Gedichtes im Deutsch-Lesebuch, in dem es um die Stimmung in einer verlassenen Baracke am Arsch der Welt geht. Ich stelle mir eine Zeit vor, in der die Deutsche Schule leer und verlassen sein wird. Als besonders verlassen stelle ich mir eine Ecke hinter dem großen Backsteingebäude vor, in dem das Sprachlabor untergebracht ist. Die Ecke ist voller verrottender Gegenstände - Kästen, Ordner, Schreibtischschubladen, Atlanten, Fernsehmonitore, Zeitschriften, Stofffetzen. Ich stelle mir vor, meine Freunde, der &lt;em&gt;Daniel&lt;/em&gt;, der &lt;em&gt;Dariusch&lt;/em&gt;, der &lt;em&gt;Parvis&lt;/em&gt;, der &lt;em&gt;Sassan&lt;/em&gt;, sind alle verschwunden, so wie überhaupt alle Menschen der Schule. Ich bin allein. Ich fühle mich eigenartig. Schlecht und gut, gut und traurig, traurig und stark und frei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Direktor des Grazer Gymnasiums sieht mich bekümmert an. &lt;em&gt;Wir werden Dich erst mal als außerordentlichen Schüler einstufen. Wenn Du die Anforderungen nicht schaffst, wirst Du ein Jahr zurückgestuft. Du siehst mich so bekümmert an&lt;/em&gt;, sagt er, &lt;em&gt;das muß ja nicht sein. Wenn Du die Anforderungen schaffst, geht alles in Ordnung&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kolleritsch, der Deutschlehrer, lobt meinen Stil. Ich habe Dir jetzt einen Vierer gegeben. Wegen der Fehler. Aber dein Text ist &lt;em&gt;schön&lt;/em&gt;. Er liest meinen Aufsatz vor, damit sie sehen, wie &lt;em&gt;schön&lt;/em&gt; Deutsch sein kann. Ich habe von einem Landhaus am Rande von Teheran geschrieben. Ein Landhaus am Rande von Teheran hat es aber nicht gegeben. Es hat einen Garten gegeben, mit einem Häuschen in der Ecke, in &lt;em&gt;Shian&lt;/em&gt;. Jedoch war es nicht wirklich ein Garten. Verglichen mit den Gärten in Graz war Shian kein Garten. Die Erde war trocken und blaß, und die Bäume dünn. Auch das Landhaus war, verglichen mit den Häusern in und in der Umgebung von Graz, nicht wirklich ein Haus. Ein Häuschen am Rande von Teheran, in den Siebzigern, ist etwas anderes, als ein Haus mit ländlich steirischer Fassade. Das Häuschen in Shian sah aus wie ein kleines, weißes Raumschiff. Wenn es warm ist, lege ich mich auf dem mit Teer beschichteten Dach. Das Grundstück liegt bei den Shian-Hügeln, mit ihrem schütterem Baumwuchs. Irgendwo dort oben soll die Villa eines Geheimdienst-Offiziers sein. Der Vater sagt, die Villa sei in Wahrheit eine Funkzentrale der SAVAK. Ich denke, daß es in Wahrheit um Außerirdische geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jeden Freitag gibt es im Fernsehen die Serie &lt;em&gt;Boschghab Parandeh&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Die Fliegende Untertasse&lt;/em&gt;. Die Hauptrolle spielt ein Mann mit einer glatten blonden Frisur, und Stirnfransen. Er leitet eine Militäranlage gegen UFO’s, die die Erde bedrohen. Seine Kommandozentrale ist als Filmstudio getarnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich an Shian denke, denke ich an &lt;em&gt;Hadige&lt;/em&gt;. Die Landschaft in Hadige ist ähnlich der Landschaft um Shian. In Hadige finden im Sommer Baha’i-Jugendlager statt. Knapp vor Hadige haben sie einen Vergnügungspark mit Autodroms und einem Karussel gebaut. Der Vergnügungspark paßt nicht zu Hadige. In Hadige ist alles heilig. Morgens um sechs ist Morgenandacht im &lt;em&gt;Amphitheater&lt;/em&gt;. Das Amphitheater ist eine Art Hörsaal mit abfallenden Sitzrängen. Unten steht links ein Rednerpult und rechts ein &lt;em&gt;Yamaha&lt;/em&gt;-Klavier. Im persischen schreibt man Amphitheater &lt;em&gt;Amfi Ta’atr&lt;/em&gt; und spricht es so aus, wie man es schreibt. In Graz lerne ich im Lateinunterricht, was ein Amphitheater in Wirklichkeit war, und welche Funktion es in der Antike hatte. Im Amfi Ta’atr von Hadige ist um 6.45 die Morgenandacht zu Ende. Zum Abschluß wird immer das selbe Lied gesungen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ey Djawanane Dore jasdani&lt;br /&gt;Ey schoma Kache Solh ra bani&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jugend der göttlichen Ära,&lt;br /&gt;Wegbereiter des Friedensreiches ...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann geht es zur Morgengymnastik ins Freie. Nach dem Frühstück gibt es im Amfi Ta’atr Vorlesungen. Die Redner sprechen über die Psychologie der Geschlechter und die Weltfriedensordnung. In der Nacht liegen wir in Stockbetten und träumen von den Mädchen im gegenüberliegenden Schlaftrakt. &lt;em&gt;Armagan&lt;/em&gt;, mein pubertierender Cousin, nimmt vor der Morgenandacht die persische Ausgabe von Erich Fromms &lt;em&gt;Die Kunst des Liebens&lt;/em&gt; zur Hand - das Buch wird in Hadige als Lehrbuch verwendet, um uns Baha’i-Jugendlichen eine fromme und zugleich moderne Haltung zur Liebe zu vermitteln - und sucht nach sexuellen Inhalten. Er sitzt mit sabberndem Mund auf dem Bett und liest vor: &lt;em&gt;Das Wesen der Liebe besteht in Hingabe&lt;/em&gt;. &lt;em&gt;Hingabe&lt;/em&gt;, wiederholt er, und strahlt. Seine Hände formen Halbkugeln, die sich hin und her bewegen, als umfaßten und schüttelten sie die Brüste einer Frau.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachts schlafen wir nicht. In einem Raum neben dem großen Schlafsaal treffen sich die älteren Jungen um ordinäre Witze auszutauschen. Es geht immer um die männlichen Bewohner der Hafenstadt &lt;em&gt;Rascht&lt;/em&gt;, die regelmäßig von ihren Frauen beschissen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Roland Kraut&lt;/em&gt;, ein blonder, schnauzbärtiger, österreichischer Bekannter der Eltern, sagt, es gebe Menschen, die nur darauf warten würden, daß jemand einen ordinären Witz erzählt. Sobald das passiere, erzählten sie einen ordinären Witz nach dem anderen. Niemals würde ein solcher Mensch mit dem Erzählen ordinärer Witze beginnen. Zuerst sei er &lt;em&gt;zurückhaltend und höflich&lt;/em&gt;, dann ließen er die Sau raus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Menschen aus Teheran, sagt Hilfspfleger Reini vom Landesnervenkrankenhaus Graz, sind außergewöhnlich &lt;em&gt;zurückhaltend und höflich&lt;/em&gt;. Im Café Columbia, habe er Gelegenheit, Menschen aus Teheran zu studieren. Wenn er &lt;em&gt;die Menschen aus Teheran&lt;/em&gt; sagt, meint der Reini den Giw. Die Menschen aus Teheran seien irgendwie anders, als die Menschen von Graz. Dabei zuckt Reini kurz mit dem Kopf. Seine Stimme ist hell, wie sein Gesicht, so daß er unmöglich aus Teheran sein könnte, weil die Menschen in Graz glauben, daß die Menschen aus Teheran niemals hell sein könnten, was aber nicht stimmt. Der Reini schaut dem Teheraner Liedermacher &lt;em&gt;Farhad&lt;/em&gt; ähnlich, der das populäre Lied &lt;em&gt;Freitags&lt;/em&gt; gesungen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Djom’e waghte raftane,&lt;br /&gt;Mosseme Del kandane,&lt;br /&gt;Khandjar az Poscht misane,&lt;br /&gt;Unke hamrahe mane&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dare as Abre sia Chun mitscheke&lt;br /&gt;Djom’eha Chun djaje Barun mitscheke&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Freitags ist es Zeit zu gehen,&lt;br /&gt;Freitags reiß Dein Herz aus&lt;br /&gt;Der hinter mir rammt mir ein Messer in den Rücken&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus der schwarzen Wolke regnet es Blut&lt;br /&gt;Freitags gibt es Blut statt Regen&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Haut des Teheraner Liedermachers ist nicht dunkler als die des Hilfspflegers Reini, aber sein Haar. Der Hilfspfleger Reini war, bevor er Hilfspfleger in der Heilanstalt wurde, Elektriker. Als wir beide, er als Hilfspfleger, ich als Arzt, auf der Geriatrischen arbeiteten, eröffnete er mir, daß er einmal im Irak gewesen sei, in &lt;em&gt;Basra&lt;/em&gt;. Basra liegt im Süden des Irak, an der Grenze zu Persien. Vor dreihundert Jahren gehörte es Persien. Reini behauptet, Basra hätte in den siebziger Jahren, als er dort auf Montage gewesen sei, dem Iran gehört. &lt;em&gt;Es hat dem Schah gehört&lt;/em&gt;, sagt er.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Reini liest im Café Columbia Zeitungen, auch deutsche. Er ist ein feiner Mensch, der seine leichte Marke langsam raucht. Im Café Columbia sitzend, kneift er das linke Auge zu, und neigt den Kopf weit nach links, so daß es weh tun müßte. Bei der Supervision hat er viel zu sagen. Er spricht langsam. Zwischen den Sätzen schaut er an uns vorbei, in die Luft. Schwester &lt;em&gt;Berta&lt;/em&gt; sagt, der Reini sei &lt;em&gt;ein g‘spüriger Mensch&lt;/em&gt;. &lt;em&gt;Seine Frau ist Stationsschwester, im LKH, auf der Neuro. Sie ist fett und ungepflegt, aber tüchtig. Früher war sie hübscher. Der Reini ist ein Feschak. Schaut aus wie ein Grieche&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kriege zwischen den Griechen und Persern interessieren meine Kameraden in Graz ganz besonders. Der &lt;em&gt;Liebmann&lt;/em&gt;, ein dunkelblonder Dünner, hält unaufgefordert ein Referat über die Perserkriege. Die &lt;em&gt;Gudrun&lt;/em&gt;, eine der rundlichen &lt;em&gt;Hammerl&lt;/em&gt;-Zwillinge ruft unaufgefordert in sein Referat hinein, es sei nur gerecht, daß die Griechen gewonnen hätten, sie seien gescheiter gewesen. Liebmann behauptet, daß &lt;em&gt;Xerxes&lt;/em&gt;, der Perserkönig, das Meer hätte auspeitschen lassen, weil es so stürmisch gewesen sei, daß die persische Flotte nicht ablegen konnte. Der Liebmann hat mit dem Abt einen Geheimbund gegründet. Jeder in der Klasse hat einen Codenamen erhalten. Meiner ist Xerxes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Sommer fliege ich mit den Eltern von Graz nach Teheran. 1974 ist das Dach des Teheraner Flughafens eingestürzt, der Flughafen selbst schaut jetzt aus wie ein Bahnhof, aber der Parkplatz davor ist noch der selbe. Ich stehe auf dem Parkplatz und atme. Die Abgase in Teheran, sage ich der Mutter, riechen anders als die Abgase in Graz. Die Mutter warnt mich vor den Abgasen in Teheran. Es gibt Tage, an denen das Radio alte und kranke Menschen davor warnt, das Haus zu verlasen. Ich bin seit zwei Jahren nicht in Teheran gewesen. Wir übernachten in der Wohnung eines Onkels in Nordteheran. Am nächsten Tag gehe ich allein in die Stadt. Ich bin vierzehn. Aber es gibt keine Stadt, so wie es in Graz eine Stadt gibt. Es gibt den Autoverkehr, einen Park, die Kanäle neben den Straßen, die orangen Taxis, die Maisverkäufer. Später fahre ich jeden Tag mit dem Taxi in die Wohnung einer Verwandten, um auch in den Ferien Klavier zu üben. &lt;em&gt;Straßnig&lt;/em&gt;, meine Klavierlehrerin von der Grazer Landesmusikschule hat dieselbe Frisur wie der Hauptdarsteller des UFO-Films, und ist streng. Sie ist unzufrieden mit mir. Ich sei nicht motiviert, und ihr Vorgänger hätte meine Handhaltung ruiniert. Die Straßnig möchte aus ihrem Sohn einen Klaviervirtuosen machen. Es heißt, ihre Musikerziehung sei &lt;em&gt;extremistisch&lt;/em&gt;. Ich erzähle ihr, daß der &lt;em&gt;Werner&lt;/em&gt;, ein Schulkamerad, den sie kennt, politisch &lt;em&gt;sehr rechts&lt;/em&gt; sei, und sich immer mit dem politisch &lt;em&gt;sehr linken&lt;/em&gt; Deutschlehrer streite. Die Straßnig meint, alles Extreme sei ihr zuwider, am liebsten seien ihr &lt;em&gt;Mitteldinger&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Falter&lt;/em&gt;, der Geschichtelehrer im Grazer Gymnasium kommt aus Siebenbürgen. Als wir die Perserkriege durchnehmen, erzählt er, es habe ihm einmal ein Perserteppich in der Auslage von &lt;em&gt;Reyhanis&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Teppichgeschäft&lt;/em&gt; besonders gefallen. Er habe hineingefragt, was der Perserteppich koste. Der Verkäufer habe ihn angeschaut, dann den Teppich, dann wieder den Falter, und gesagt, der Teppich sei für den Falter zu teuer. Er koste hunderttausend Schilling. Der Falter schaut jetzt mich an und erwartet, daß ich etwas sage. &lt;em&gt;Hunderttausend ist nicht viel. Es gibt teurere&lt;/em&gt;. Dem Falter gefällt meine Antwort nicht. &lt;em&gt;Hunderttausend ist teuer genug. Über die teureren wollen wir nicht reden&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Falter ist auch Geographie-Lehrer. Er holt mich zur Landkarte des Orients und fragt, warum der Schah und seine OPEC den Ölpreis nicht noch höher ansetzen, als sie es ohnehin schon tun. Mir fällt nichts ein. &lt;em&gt;Weil sie dann das Erdöl nicht absetzen könnten?&lt;/em&gt;. Nein, sagt Falter, weil dann auch die Erdölprodukte teurer würden, die sie importieren müssen. Der Falter strahlt wie der Farokhzad im Canada-Dry-Witz. Er hat demonstrieren können, daß er, was Persien betrifft, gescheiter ist als ich, aber auch, daß der Westen gescheiter ist als Persien. Weil Persien bloß den Rohstoff produziert und der Westen die Produkte, die Persien wieder importieren muß. Erdöl sei ein Bodenschatz, sagt der Falter. Jedoch müsse man als Land klug damit umgehen, damit man später nicht das &lt;em&gt;Nachsehen&lt;/em&gt; habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Gasthäusern ist es mit dem Vater peinlich. Immer will er alle Bestellungen unter Kontrolle haben. Wenn er fragt, &lt;em&gt;Was können Sie uns empfehlen?&lt;/em&gt;, lacht er nach jedem Wort. Wenn der Vater mit einer Kellnerin flirtet, und sie sich wegdreht, ohne es wahrgenommen zu haben, und geht, denke ich immer: Er hat das Nachsehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Perser, sagt der Liebmann, hätten bei der Seeschlacht von Salamis das Nachsehen gehabt. Ich denke, die Perserkriege sind lange her. Die Perser von damals haben mit den Persern von heute nichts zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Deutschen Schule, erzählt die Persisch-Lehrerin, Frau &lt;em&gt;Andonian&lt;/em&gt;, von &lt;em&gt;Ariobarsan&lt;/em&gt;, einem Feldherrn, der gegen Alexander einen Guerillakrieg führte. Seine Männer postierten sich auf den beiden Seiten einer Schlucht, durch die das Heer Alexanders durchmußte, und bewarfen es mit Steinen. Nur durch einen Verrat, so Andonian, hätten Alexanders Spione die Positionen der Perser erfahren, und diese bei einem nächtlichen Angriff massakriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Kreuz&lt;/em&gt;, der einzige Zeuge Jehova der Klasse, ist mein Freund, weil wir beide nicht katholisch sind. Er hat immer einen blauen Pullover mit V-Ausschnitt an, und darunter ein weißes Hemd. Die anderen sagen: Der Vater vom Kreuz ist wegen des Kirchenbeitrags Zeuge Jehovas. Warum, frage ich, mußte der Vater vom Kreuz Zeugen Jehovas werden, um keinen Kirchenbeitrag zu zahlen? Hätte es nicht gereicht, wenn er aus der Kirche ausgetreten wäre? Ich stelle die Frage nur mir, nicht den anderen, weil ich mir denke, so dumm können die anderen nicht sein, daß sie sich das, was ich mir denke, nicht auch denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Teheran sagen sie, die Baha'i würden bei ihren Zusammenkünften einen Tee ausschenken, der Dich in eine besondere Stimmung versetzt. Dann würden Orgien gefeiert. Auch sagen sie, daß bei den Zusammenkünften der Baha'i plötzlich das Licht ausgehe. Dann würden Orgien gefeiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl der Kreuz ein Jehova ist, rauft er, und erzählt ordinäre Witze. Einmal kommt er in Rage und tritt gegen einen Sessel, der zusammenbricht. Die anderen sagen: Jehova hat seinem &lt;em&gt;Haxn&lt;/em&gt; Kraft gegeben. Ich mag nicht, wenn sie &lt;em&gt;Haxn&lt;/em&gt; sagen, aber wenn sie &lt;em&gt;Jehova hat seinem &lt;/em&gt;Bein&lt;em&gt; Kraft gegeben &lt;/em&gt;gesagt hätten, hätte es mir auch nicht gefallen. Das Steirische ist lässig, und widerwärtig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um mitreden zu können, mußt Du steirisch lernen, sagt &lt;em&gt;Hormos&lt;/em&gt;, der Radiologe, der Ex-Studienkollege der Mutter. Es geht Dir schlecht, weil Du immer zuhause bei der Mutter bist. Damit es Dir gut geht, mußt Du &lt;em&gt;in&lt;/em&gt; sein. Damit Du &lt;em&gt;in&lt;/em&gt; bist, mußt Du Anschluß finden. Damit Du Anschluß findest, mußt Du steirisch reden. Damit Du steirisch lernst, mußt Du fortgehen. Damit Du fortgehen kannst, mußt Du zur Tanzschule. Sonntags mußt Du Flipper spielen. Am besten geh zum Alpenverein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Teheran bin ich auch nicht sportlich gewesen. Beim Skikurs, breche ich mir das linke Bein. Man transportiert mich mit einem Schlitten ins Tal. Das gebrochene Bein wird in eine aufblasbare Plastikschiene gesteckt. &lt;em&gt;Sühnholz&lt;/em&gt;, unser liebenswürdiger Klassenvorstand, nimmt mich in seinem VW-Bus mit nach Teheran , zu den Eltern. Ich versuche tapfer zu sein, aber in der Ambulanz des Krankenhauses muß ich weinen. Der Sühnholz versucht mich zu trösten, indem er erzählt, daß Stalingrad viel schlimmer gewesen sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1998 wird der Giw außer sich sein. Er wird es nicht fassen können, daß Persien die WM-Qualifikation geschafft haben wird. Als das persische Team - in Australien - gegen Australien 2:2 spielt, schreien die persischen Jugendlichen in die australischen Kameras:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Iran mire - Faranse!&lt;br /&gt;Iran mire - Faranse!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Iran geht nach - Frankreich!&lt;br /&gt;Iran geht nach - Frankreich!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich träume, daß die Bevölkerung Teherans von Teheran abgesiedelt, und in Frankreich angesiedelt wird. Unter dem &lt;em&gt;Arc de Triomphe&lt;/em&gt; gibt es ein Gelage. Die abgesiedelten Teheraner picknicken auf Teppichen und Decken. Die Stimmung ist gut. Aber viele protestieren. Sie wären lieber nach Amerika abgesiedelt worden. Ich stelle mich auf ein Podest, unter dem Arc de Triomphe, und halte eine Rede. Ich erkläre, daß Frankreich besser sei als Amerika. Vor hundert Jahren, bei der konstitutionellen Revolution in Teheran, sei die französische Revolution das große Vorbild gewesen. Die Revolutionäre hätten von dem &lt;em&gt;Großen Französischen Volk&lt;/em&gt; gesprochen. Die Franzosen wüßten, wie man lebt und liebt. Außerdem seien sie bessere Fußballer als die Amis.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim WM-Spiel Persien gegen die USA ist der &lt;em&gt;Fernsehpfarrer Paterno&lt;/em&gt; Gast im Sportstudio des österreichischen Fernsehens. Er atmet schwer und hat dunkelrote Äderchen im Gesicht. In der Pause sagt Paterno, die Perser würden sich irrsinnig anstrengen, aber die Amerikaner seien besser. Bisher hätten die Amerikaner Pech gehabt. Er würde für ihren Sieg beten. Giw meint, es sei schon ein Wunder, daß im Universum des Paterno auch für den Fußball Platz sei. Man könne nicht auch noch erwarten, daß im Universum des Pater Paterno die Vorstellung enthalten sei, daß ein Land wie Persien Fußball spielen könne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Paterno ist Vorarlberger. Seine Vorfahren sind aus Italien. Beim Spiel Italien gegen Österreich, ist Paterno für Österreich. Der Paterno, meint Giw, wird seine Fußballkompetenz wohl gewinnbringend in seine Pfarrgemeinde eingebracht haben. Die Pfaffen in Teheran hätten keine Fußballkompetenz. In Frankreich hätten die persischen Fußballer die halbe Nacht vor dem Spiel mit Jugoslawien beten müssen, so daß sie beim Spiel müde gewesen seien. Der Paterno würde nicht wissen, wie schwer es die persischen Fußballer unter der Fuchtel von Paternos persischen Kollegen hätten. Der Islam sei schlecht für den Fußball.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als &lt;em&gt;Khomeini&lt;/em&gt; an die Macht kommt, setzt sich Giw, obwohl Atheist und Kommunist, für ihn ein. Bei einem Abendessen im Beisein meiner Großmutter Tuba, verkündete er, Khomeini sei ein Patriot erster Klasse, auch wenn er einen Turban trage und in Ghom sitze. Meine Großmutter Tuba fragt ihn, ob er, als Anhänger Khomeinis, auch faste und bete. Der Giw lacht über die Frage der Großmutter und scheint verlegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damals, sagt Giw - jetzt, im Café Columbia -, damals wäre es ein leichtes gewesen, meiner Großmutter beizubringen, daß es gar kein Widerspruch sei, Kommunist und Atheist und zugleich für Khomeini zu sein. Dennoch hätte er es vorgezogen, der Großmutter gegenüber so zu tun, als ob er um eine Antwort verlegen wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt ist der Giw, so wie alle Teheraner in Graz, gegen die Islamisten, die in Teheran herrschen. Dienstags und Freitags, im Columbia Café, erklärt er mir und dem Arman, was in Teheran passiert. Giw ist seit dreißig Jahren nicht mehr in Teheran gewesen. Dennoch ist er der größte Experte für Teheran. Jede Woche bekommt er Zeitungen und Magazine aus Teheran. Meistens per Post. Reisende bringen ihm Bücher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich sag’s Euch&lt;/em&gt;, sagt Giw, &lt;em&gt;ein Wahnsinn ist das, was in Teheran passiert&lt;/em&gt;. &lt;em&gt;Zweidrittel der Teheraner sind jünger als Dreißig. Das sind die Kinder der Revolution, die werden die Revolution fressen&lt;/em&gt;. Der Giw hat schon mehrere Zweigelt intus. Der Glanz seiner Glatze wird wärmer. &lt;em&gt;Der&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Khatami&lt;/em&gt;, sagt Giw, &lt;em&gt;ist ein Großer. Er weiß, was er tut. Man muß langsam vorgehen&lt;/em&gt;, sagt Giw, mit Bestimmtheit, und bewegt seine Hände, die er parallel zueinander hält, von oben nach unten. &lt;em&gt;In Teheran gehen die Uhren anders als in Graz. Erst passiert lange nichts. Dann aber alles&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wenn im Frühjahr Khatami die Parlamentswahlen gewinnt, wird das Prinzip der Geistlichen Führung aus der Verfassung gestrichen. Dann wird Teheran frei sein. Dann werden wir einreisen und im Land bleiben dürfen. Dann werden die Teheraner so unbekümmert und frei sein wie die Menschen ...&lt;/em&gt; An dieser Stelle unterbricht sich der Giw, weil er sagen will: &lt;em&gt;Dann werden die Teheraner so unbekümmert und frei sein, wie die Menschen in Graz&lt;/em&gt;. Aber das kann er nicht sagen, weil er sich in Graz nie frei und unbekümmert gefühlt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schweige, wenn Giw dienstags und freitags im Café Columbia über Teheran spricht, und schaue auf seine Hände, deren Hohlseiten rundlich gewölbte Pakete sind. Mit Einschnürungen dazwischen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-5169891790562148141?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/5169891790562148141/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=5169891790562148141' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/5169891790562148141'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/5169891790562148141'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/12/teheran.html' title='Teheran'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-p6JCd_QurN8/TttFKmA9V2I/AAAAAAAAAYI/whD09Eufcyo/s72-c/Canada%2BDry.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-2806748938444167134</id><published>2011-11-27T16:10:00.007+01:00</published><updated>2011-11-28T11:43:45.934+01:00</updated><title type='text'>Wunderland 35</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-ULIAE_qC9WU/TtJVvKkucjI/AAAAAAAAAX8/DWr97hIYnfE/s1600/Kokoschka%252C%2BMahler.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5679696348848222770" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 293px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-ULIAE_qC9WU/TtJVvKkucjI/AAAAAAAAAX8/DWr97hIYnfE/s400/Kokoschka%252C%2BMahler.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Oskar Kokoschka, Selbstbildnis mit Geliebter (1913)&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Da dämmerte es uns, wie mächtig der Militärschneider war, den wir für einen Clown gehalten hatten. Einmal ließ er mich in sein Büro kommen, das unordentlich und elegant war, wie das Atelier eines Künstlers. Er empfing mich sitzend, an einem länglichen Tisch, auf dem sich Modemagazine stapelten sowie Aktenordner, die aber nicht aussahen wie Aktenordner, sondern wie Folianten. Einen der Folianten öffnete er, und begann zu lesen, d.h. er murmelte, und das Murmeln war bei genauerem Hinhören ein Singen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sie beschäftigen sich mit Freud&lt;/em&gt;, sagte er, und lächelte, gütig und ein wenig dümmlich. Ich sah, daß er eine Wollmütze trug, und schon alt war, eine Schlafmütze oder die phrygische Mütze der Jakobiner und der Magier im alten Teheran, und statt Angst zu empfinden, empfand ich Mitleid und Sympathie, wie für Vater. Eine Zeit lang wurde er wieder ganz unverständlich. Dann sagte er: &lt;em&gt;Das gefällt mir&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Was?&lt;/em&gt;, fragte ich, woraufhin er wieder ganz unverständlich wurde, und hin und wieder schmunzelte.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Was gefällt Ihnen?&lt;/em&gt;, fragte ich.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Daß Du diesem Pfaffen die Leviten gelesen hast&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;Er meinte offenbar die Episode in der Buchhandlung.&lt;br /&gt;- &lt;em&gt;Gehören Sie nicht zu den religiösen Faschisten?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Der Militärschneider lachte. &lt;em&gt;I wo. Zu den&lt;/em&gt; religiösen &lt;em&gt;jedenfalls nicht&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;- &lt;em&gt;Aber – zum Apparat der klerikalen Republik?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;- &lt;em&gt;Das wohl. Das hat aber mit Religion nichts zu tun. Wenn Du es genau wissen willst, Junge: Ich scheiße sowohl auf den Gott als auch auf die Religion Teherans&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;Dann fragte er nach meinem Berufswunsch. Da ich noch immer unter dem Eindruck des Gebäudes des &lt;em&gt;Instituts für Religionssexologie&lt;/em&gt; stand, sagte ich wahrheitsgemäß: &lt;em&gt;Architekt&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Da kann ich Dir helfen&lt;/em&gt;, sagte der Militärschneider, der, wenn er mit uns ‚Mädchen‘ sprach, immer zwischen dem &lt;em&gt;Du&lt;/em&gt; und dem &lt;em&gt;Sie&lt;/em&gt; wechselte, &lt;em&gt;wir haben die besten Kontakte zu den Universitäten in Amerika. Und in Paris. Und in den Deutschsprachigen Bergen. Ich werde mich um das Stipendium kümmern. Und um die Sicherheit Deiner Eltern. Du kennst ja die Gerüchte&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;Er meinte die Grüchte über die Repressalien, die den Angehörigen jener Lagerbewohner drohten, die sich, ohne ein Entlassungszertifikat erhalten zu haben, aus dem Lager entfernten.&lt;br /&gt;Das irritierte mich. Ich hatte die Professorin und Feministin so verstanden, daß die Teilnahme am &lt;em&gt;Mädchenweihe&lt;/em&gt;-Projekt den Erhalt eines Entlassungszertifikates ersetzte, und daß man - hatte man sich entschlossen, sich von den religiösen Faschisten zum ‚Mädchen‘ machen zu lassen - das Lager verlassen konnte, ohne Konsequenzen für seine Angehörigen befürchten zu müssen. Offenbar reichte die Teilnahme an der &lt;em&gt;Mädchenweihe&lt;/em&gt; aber nicht. Sie wollten noch etwas anderes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Militärschneider zeigte mir eine Schwarzweiß- und eine&lt;br /&gt;Farbfotografie, die beide den selben Mann zeigten. Auf dem Farbbild war er als Cowboy auf einem Pferd zu sehen. Auf dem Schwarzweißbild trug er einen Trilby-Hut, saß im Führerhaus eines LKW‘s, und hatte, wie beim Singen, den Mund offen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Paskarani&lt;/em&gt;, schoß es aus mir, als handelte es sich um einen Quiz. Paskarani“, der Junge wandte sich wieder an mich, „&lt;em&gt;Paskaran-e-i&lt;/em&gt; eigentlich - aber in der Umgangssprache lassen wir das &lt;em&gt;e&lt;/em&gt; gerne weg -, war der beliebteste Schauspieler und Sänger unter dem Kaiser. Bekannt wurde er durch eine Reihe von populären &lt;em&gt;Teherano-Western&lt;/em&gt; sowie als Sänger klassisch-teheranischer Lieder.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;In den Filmen spielte er immer den brutalen Bösewicht, v.a. im Umgang mit Frauen. Das hat aber seiner Popularität bei den Frauen von Teheran keinen Abbruch getan, im Gegenteil wurde er, und wird er noch immer, von den Teheranerinnen verehrt wie ein Gott. In einem Interview für das Zweite Teheraner Fernsehen antwortete er auf die Frage, wie er es erkläre, daß ihn ausgerechnet die Frauen, die er in seinen Filmen auf das brutalste mißhandle, so liebten, mit den Worten: &lt;em&gt;Oskar Kokoschka: Mörder, Hoffnung der Frauen&lt;/em&gt;, und verweigerte jede weitere Antwort. Seitdem nennt man ihn in Teheran &lt;em&gt;Oskar, der Mörder&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Revolution der religiösen Faschisten ging &lt;em&gt;Oskar, der Mörder&lt;/em&gt; in die Politik. Wie es hieß, mit der Begründung, daß er als brutaler Bösewicht besser in der Politik der klerikalen Republik Teheran aufgehoben sei als im Film, denn - im Unterschied zu den Filmen unter dem Kaiser - sind die Filme unter den religiösen Faschisten bekanntlich frei von Sex und Gewalt. &lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Gefällt er Dir?&lt;/em&gt;, fragte mich der Militärschneider.&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-2806748938444167134?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/2806748938444167134/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=2806748938444167134' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/2806748938444167134'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/2806748938444167134'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/11/wunderland-35.html' title='Wunderland 35'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-ULIAE_qC9WU/TtJVvKkucjI/AAAAAAAAAX8/DWr97hIYnfE/s72-c/Kokoschka%252C%2BMahler.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-1991766343577458110</id><published>2011-11-12T16:40:00.013+01:00</published><updated>2011-11-15T15:38:47.127+01:00</updated><title type='text'>Wunderland 34</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-9_RQSrSzdrw/Tr6TlZ2S4GI/AAAAAAAAAXw/rnMzUtQxJBw/s1600/Mode.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5674134851336462434" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 265px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-9_RQSrSzdrw/Tr6TlZ2S4GI/AAAAAAAAAXw/rnMzUtQxJBw/s400/Mode.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;em&gt;Alles wird von der Mode geregelt&lt;/em&gt;, sagte der Militärschneider&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt;"Zehn Tage später hatte ich den ersten Teil meines Trainings beendet, und durfte das Lager, oder mußte es, verlassen. Ich marschierte mit anderen Kandidaten der &lt;em&gt;Mädchenweihe&lt;/em&gt; zu jener Schleuse, die wir nach einem halben Tagesmarsch erreichten. Unsere Trainer – Visagisten, Kleidermacher, Psychoanalytiker, ein Masseur sowie die Professorin und Teheraner Feministin höchstpersönlich – hatten uns empfohlen, uns nach dem Betreten der Schleuse die Augen zu verbinden, was wir auch taten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Abschied von der Professorin und Teheraner Feministin gestaltete sich ganz &lt;em&gt;unzeremoniös&lt;/em&gt;, wie man in den Bergen gesagt haben würde, noch unzeremoniöser gestaltete sich der Abschied von dem Mädchen“, der Junge schaute, ganz angestrengt, in sein Bier, als könnte er im Bier seine Vergangenheit sehen, „als sich das Mädchen auf den Weg in das Lager machte, d.h. in das Zentrum des Lagers, hatten wir überhaupt nicht an Abschied gedacht, und schon gar nicht für immer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man brachte uns Kandidaten, mit verbundenen Augen, in die besagte Kaserne in Nord-Teheran, in dem das Pilotprojekt stattfinden, und welches das erste der Mädchenhäuser beherbergen sollte - dazu kam es aber nicht.&lt;br /&gt;In der Kaserne ging es wie in einer Kaserne zu, mit Tagwachen, Stockbetten, Schlafsälen, und Spinden, die man regelmäßig inspizierte. Außer uns ‚Mädchen‘ gab es nur ‚Trainer‘, die Soldaten zu sein schienen, sie trugen jedenfalls Uniformen, auch wenn ihr Benehmen alles andere als soldatisch erschien. Mal feierten sie - teils für sich, teils mit uns – die Nacht, oder mehrere Nächte hindurch, tanzten, sangen, und sauften vor allem, und kifften auf Teufel komm raus. Es gab das Gerücht, daß sie, wenn sie für sich feierten, die besten Huren Teherans kommen ließen. Daß sie die Huren vor uns geheim hielten, war wohl ihrem Bemühen geschuldet, unsere keimende Identität als Mädchen nicht zu gefährden. Dann legten sie wieder die scheußlichste &lt;em&gt;Kasernenpedanterie&lt;/em&gt; an den Tag, und drohten bei der geringsten Unordnung in unseren Spinden mit grausamen Strafen durchwegs körperlicher Natur, aber sie rührten uns niemals an, als wären wir schon Mädchen, die man mit Zartgefühl zu behandeln hat, und die man notfalls bedrohen, aber nicht anfassen darf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch verfügten die ‚Trainer‘ in unserer Kaserne über keine der Kompetenzen der Trainer im Lager. Weder gab es Psychoanalytiker unter ihnen, noch Kleidermacher, noch Visagisten, oder doch einen Kleidermacher, den sie &lt;em&gt;Militärschneider&lt;/em&gt; nannten, und der wie der schnauzbärtige Athletische aussah (der nun mein Kurs- und Schlafsaal-Kollege war) ohne aber athletisch zu sein. Der Militärschneider hatte den Auftrag Uniformen für uns zu entwerfen, welche zwar einerseits - weiß Gott warum - als Militäruniformen erkennbar sein sollten, sich andererseits aber von den Militäruniformen der ‚Trainer‘ unterscheiden sollten. Das alles wußten wir, weil uns der Militärschneider regelmäßig in &lt;em&gt;Werkstattgesprächen&lt;/em&gt;, wie er sie nannte, Einblicke in seine Arbeit zu geben versuchte. Er saß in einer Art Klassenzimmer auf einem Tisch, neben sich einen Stapel Modezeitschriften aus Teheran und Paris. Wir hegten den Verdacht, daß er vom Schneidern und von der Mode keine Ahnung hatte, aber er redete viel, und schien belesen zu sein. &lt;em&gt;Alles wird von der Mode geregelt&lt;/em&gt; war sein Lieblingszitat, das er einem Pariser Schriftsteller des 17. Jahrhunderts zuschrieb. Und am Ende eines jeden Werkstattgesprächs mußten wir ihm die folgenden Zeilen oder Verse nachsagen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Es gibt keine Mode außer der Mode&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beständig in der Unbeständigkeit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vollkommen in der Unvollkommenheit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Macht der Modische, was die Anderen machen, um anders zu sein als die Anderen &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Zeilen oder Verse nannten meine Mit-Kandidaten das &lt;em&gt;Bekenntnis des Militärschneiders&lt;/em&gt; resp. das &lt;em&gt;Mode&lt;/em&gt;-&lt;em&gt;Gebet&lt;/em&gt;, und als einer der Kameraden sich über das &lt;em&gt;Mode&lt;/em&gt;-&lt;em&gt;Gebet &lt;/em&gt;einmal lustig machte, wurde uns tags darauf mitgeteilt, daß wir nach dem Aufstehen und vor dem zu Bett gehen das &lt;em&gt;Mode&lt;/em&gt;-&lt;em&gt;Gebet &lt;/em&gt;aufzusagen hatten, so wie wir im Lager nach dem Aufstehen und vor dem zu Bett sagen mußten, daß wir es liebten, Mädchen zu sein. Da dämmerte es uns, wie mächtig der Militärschneider war, den wir für einen Clown gehalten hatten". &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-1991766343577458110?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/1991766343577458110/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=1991766343577458110' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1991766343577458110'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1991766343577458110'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/11/wunderland-34.html' title='Wunderland 34'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-9_RQSrSzdrw/Tr6TlZ2S4GI/AAAAAAAAAXw/rnMzUtQxJBw/s72-c/Mode.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-6099290493644682634</id><published>2011-10-29T20:09:00.021+02:00</published><updated>2011-10-30T10:20:55.130+01:00</updated><title type='text'>Wunderland 33</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-sUqD8YKwD8g/TqxGeloLkhI/AAAAAAAAAXg/RDnG2hlGauk/s1600/Eurythmie%2Bf%25C3%25BCr%2BM%25C3%25A4dchen1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5668983522263274002" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 266px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-sUqD8YKwD8g/TqxGeloLkhI/AAAAAAAAAXg/RDnG2hlGauk/s400/Eurythmie%2Bf%25C3%25BCr%2BM%25C3%25A4dchen1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-qVO-QQTDIeU/TqxBim1E_7I/AAAAAAAAAXU/ygebQCzFGjg/s1600/Eurythmie%2Bf%25C3%25BCr%2BM%25C3%25A4dchen.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Eurythmie für Mädchen &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Du mußt nach Hause?&lt;/em&gt;, fragte die Professorin und Teheraner Feministin. Sie wußte also, daß ich, als ich aus der Telefonzelle gerannt war, &lt;em&gt;Ich muß nach Hause &lt;/em&gt;gerufen hatte. Das Mädchen sah mich an, ernst und besorgt, wie die Professorin und Feministin, die ihre Frage wiederholte. Ich schüttelte den Kopf, als wollte ich &lt;em&gt;Nein&lt;/em&gt; sagen, sagte aber: &lt;em&gt;Ja&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Es gibt nur einen Weg&lt;/em&gt;, sagte die Professorin, &lt;em&gt;das Lager zu verlassen, ohne dabei seine Angehörigen zu gefährden&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Mädchenweihe?&lt;/em&gt;, fragte ich. &lt;em&gt;Ja&lt;/em&gt;, sagte die Professorin. &lt;br /&gt;Ich dachte an den Athletischen und den Schmächtigen, und an den Schlager &lt;em&gt;Weil ich ein Mä-he-dchen bin&lt;/em&gt;, und wie der Athletische in die Knie gegangen war, aus Verzweiflung, es nicht zu schaffen, ein Mädchen zu sein - der Athletische war ein &lt;em&gt;sissy boy&lt;/em&gt;“, der Junge wandte sich an mich, „unsere Mutter hatte Amerikanistik studiert, und wir hatten zuhause lauter amerikanische Bücher. Ich glaube, ich kenne &lt;em&gt;sissy boy&lt;/em&gt; aus den Büchern der Mutter; der Athletische war ein &lt;em&gt;sissy&lt;/em&gt;-, resp. ein &lt;em&gt;pussy boy&lt;/em&gt; – und ich sollte ebenfalls einer werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens beschäftigte mich die Frage, wie denn die Kooperation zwischen den Sexologen innerhalb und den reformierten Faschisten außerhalb des Lagers bei der Mädchenweihe funktionieren sollte. Ich habe es niemals erfahren. Auch nicht während meines, resp. nach meinem Training, das am selben Tag -“,&lt;br /&gt;„Du hast es also gemacht?“, fragten der Grobe und der Feine unisono, das Gesicht des Groben war rot, das des Feinen blaß. Der Junge ignorierte sie.&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;„Ich begann mein Training noch am selben Tag, einen Crash-Kurs mit Einheiten wie&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;Welcher Mädchentyp bist Du?&lt;br /&gt;Ayurveda- und Thai-Massage&lt;br /&gt;Mein Körper und ich&lt;br /&gt;Die Psychologie des Mädchens (ohne besondere Berücksichtigung der Moral)&lt;br /&gt;Eurthythmie für Mädchen&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/em&gt;- und praktische Übungen in Bekleidung, Kosmetik, Körperhaltung sowie im Tanzen, Flirten, Verführen und Sex.“ „Und Sex?“, fragten der Feine und der Grobe unisono. Der Junge ignorierte sie wieder. „Nach dem Aufstehen und vor dem zu Bett gehen mußte ich mir vor dem Spiegel sagen, daß ich ein Mädchen sei, oder, daß ich es liebte, ein Mädchen zu sein, ich weiß es nicht mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später sollte ich erfahren, daß es die Mädchenhäuser in Wirklichkeit gar nicht gab, weder damals noch später, d.h. es gab ein geheimes Pilotprojekt, in einem Militärgebäude im Norden von Teheran, darauf hatte die Professorin sich wohl bezogen, als sie meine Frage, ob es Mädchenhäuser schon gäbe, mit &lt;em&gt;Ja&lt;/em&gt; beantwortet hatte. Aber die 'Mädchen' in diesem Pilotprojekt wurden – auch das sollte ich später erfahren – von den reformierten religiösen Faschisten, d.h. von der sogenannten &lt;em&gt;Geheimdienst-Fraktion&lt;/em&gt; der reformierten religiösen Faschisten zweckentfremdet“.&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-6099290493644682634?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/6099290493644682634/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=6099290493644682634' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6099290493644682634'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6099290493644682634'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/10/wunderland-33.html' title='Wunderland 33'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-sUqD8YKwD8g/TqxGeloLkhI/AAAAAAAAAXg/RDnG2hlGauk/s72-c/Eurythmie%2Bf%25C3%25BCr%2BM%25C3%25A4dchen1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-5308850564980721330</id><published>2011-10-16T19:59:00.010+02:00</published><updated>2011-10-16T20:22:41.115+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 32</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-X4LIksGSnfs/Tpsb0c0iFpI/AAAAAAAAAW4/lMpulTjskrQ/s1600/Sitzende%2BFrau%2Bmit%2Bangezogenen%2BKnien.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5664151544252208786" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 255px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-X4LIksGSnfs/Tpsb0c0iFpI/AAAAAAAAAW4/lMpulTjskrQ/s400/Sitzende%2BFrau%2Bmit%2Bangezogenen%2BKnien.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Julianne Moore als Egon Schieles &lt;em&gt;Sitzende Frau mit hochgezogenem Knie &lt;/em&gt;(1917)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Der Vergleich der Kniekehle des Gottes der Religion Teherans mit der eines &lt;em&gt;köstlichen Mädchens&lt;/em&gt; sowie die Tatsache, daß in einem Epos der Religion Teherans ein Mann einen anderen küßt, und riecht, und liebkost, und dieses Küssen, und Liebkosen, und Riechen eines Mannes - und noch dazu Gottes - sowie das Trinken seines Körperschweißes zum Sieg im Heiligen Krieg führen, das alles brachte uns, sagte die Professorin und Feministin, auf den Gedanken, daß es in der Religion Teherans möglich sein müßte, aus Männern Mädchen zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So entstand - in Kooperation mit den reformierten religiösen Faschisten – das &lt;em&gt;Projekt Mädchenweihe&lt;/em&gt;: Männer, die den Glauben haben, oder den Wunsch verspüren, ein Mädchen zu sein, oder weder den Glauben haben noch den Wunsch verspüren, aber ein Zubrot verdienen wollen, können sich nach Absolvierung von psychologischen und physiologischen Tests einem Training unterziehen, und werden nach dessen erfolgreichem Abschluß in einer Zeremonie im Beisein von Klerikern, Theologen und Juristen der reformierten Faschisten zu Mädchen geweiht. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die ‚Mädchen‘ stünden, so die Professorin, in eigens eingerichteten &lt;em&gt;Mädchenhäusern&lt;/em&gt; zur - legalen - Ausübung der gleichgeschlechtlichen Liebe zur Verfügung, und für die Inanspruchnahme ihrer Liebesdienste entrichteten die Klienten eine Summe, deren größerer Teil an geistliche Einrichtungen der reformierten religiösen Faschisten ginge, der kleinere an das ‚Mädchen‘.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Ich fragte, ob es solche Mädchenhäuser schon gebe? &lt;em&gt;Ja&lt;/em&gt;, sagte die Professorin, und daß es bei deren Auswahl unerheblich sei, ob die Männer feminine Merkmale aufwiesen, seien es körperliche oder seelische, oder nicht. Als sie das sagte, sah sie mich an, und wieder schien sie mir ernst, und besorgt - seit der Episode mit dem Athletischen, im Innenhof, und während sie uns die &lt;em&gt;Mädchenweihe&lt;/em&gt; erklärte, war sie nämlich wieder heiter gewesen, wie immer.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-5308850564980721330?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/5308850564980721330/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=5308850564980721330' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/5308850564980721330'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/5308850564980721330'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/10/wunderland-32.html' title='Wunderland 32'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-X4LIksGSnfs/Tpsb0c0iFpI/AAAAAAAAAW4/lMpulTjskrQ/s72-c/Sitzende%2BFrau%2Bmit%2Bangezogenen%2BKnien.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-7272605511525101594</id><published>2011-10-08T18:01:00.012+02:00</published><updated>2011-10-15T13:21:29.451+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 31</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-crJ3LJDL-oY/TpB0LKgcClI/AAAAAAAAAWw/L-2jUjA3J-s/s1600/Golem.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5661152466752506450" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 290px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-crJ3LJDL-oY/TpB0LKgcClI/AAAAAAAAAWw/L-2jUjA3J-s/s400/Golem.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;... und offenbart sich einer Gruppe von Teheraner Feldherren in seinem göttlichen Glanz ...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während uns die Professorin und Feministin über weitere Aspekte der &lt;em&gt;Teheraner Tempel-Masturbation&lt;/em&gt; in Kenntnis setzte, nahm ich einen athletischen, hochgewachsenen Mann wahr, neben einem kleinen, schmächtigen. Wir standen auf der Wiese des schönen Gartens im Innenhof des Instituts. Die beiden schienen in ein Gespräch verwickelt, zugleich hatten sie die Professorin im Auge, als erwarteten sie ihre Aufmerksamkeit. Der Athletische, der auf einmal zu singen begann, zuerst leise, dann lauter, bis die Professorin und Teheraner Feministin verstummte, hatte einen für Süd-Teheran typischen Schnauzbart und sang einen Schlager aus Süd-Teheran, in dem die Vorteile eines Daseins als Mädchen beschrieben werden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Komm doch mal rüber, Mann,&lt;br /&gt;Und setz Dich&lt;br /&gt;Zu mir hin&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil ich ein Mä-he-dchen bin&lt;br /&gt;Weil ich ein Mä-he-dchen bin&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Keine Widerrede Mann,&lt;br /&gt;Weil ich ja sowieso gewinn&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil ich ein Mä-he-dchen bin&lt;br /&gt;Weil ich ein Mä-he-dchen bin&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[…]&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mitten im Schlager unterbrach sich der Athletische und sagte mit einer klaghaften, fast weinerlichen Stimme: &lt;em&gt;Ich kann das nicht. Ich schaff das nicht. Ich kann das nicht.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Aber Du &lt;/em&gt;willst &lt;em&gt;es&lt;/em&gt;, sagte oder fragte der Schmächtige, und legte ihm den Arm um die Schultern. Daraufhin ging der Athletische in die Knie und begann zu weinen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wann hat sie ihre Weihe?&lt;/em&gt;, fragte die Professorin und Feministin, ging zum Weinenden und flüsterte ihm, ohne auf eine Antwort zu warten, ins Ohr.&lt;br /&gt;Ich schaute auf das Mädchen, das mir zu verstehen gab, daß die Professorin und Teheraner Feministin mir schon alles erklären würde – so deutete ich zumindest ihre Blicke und die ein wenig nervösen Bewegungen ihres Kopfes - sagte ich übrigens, daß sie hübsch war?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Später, beim Tee, auf der Dachterrasse des Instituts, erklärte uns die Professorin die seltsame Szene. Beim Studium von Phänomenen wie der Tempel-Masturbation war den Forschern des Instituts die Idee gekommen, daß auch andere sexuelle Probleme der Religion und Gesellschaft Teherans auf ähnliche Weise zu lösen sein müßten, wie es bei der Tempel-Masturbation der Fall war. Indem sich nämlich, sagte die Professorin und Teheraner Feministin, &lt;em&gt;die Religion selbst austrickst&lt;/em&gt;. Die Wissenschaftler hatte dabei in erster Linie an das größte, wie die Professorin sagte, sexuelle, religiöse und gesellschaftliche Problem Teherans gedacht – die gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Teheraner Männern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unsere Studien, sagte die Professorin und Feministin, brachten uns zu der Überzeugung, daß wenn das Masturbationsproblem in der Teheraner Religion durch die Einführung von Gutscheinen in den Griff zu bekommen war, es eine ähnliche Lösung auch für die Männerliebe geben müßte“, der Junge wandte sich an mich, „In Teheran droht Männern bei gleichgeschlechtlicher Liebe die Exekution, und nach der Exekution die Hölle der Teheraner Religion.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Lektüre der &lt;em&gt;Filnameh&lt;/em&gt;“, der Junge wandte sich wieder an mich, „zu Deutsch &lt;em&gt;Das Buch der Elefanten&lt;/em&gt; - eines Epos aus der Frühzeit der Teheraner Religion - war eine Mitarbeiterin der Professorin dann auf eine bemerkenswerte Passage gestoßen: Einmal als die Anhänger der Religion Teherans im Kampf gegen die Ungläubigen in Bedrängnis geraten, kommt der Gott der Teheraner Religion &lt;em&gt;als Recke mit dem stärksten, schönsten und vollkommensten Körper&lt;/em&gt; auf die Welt, um dem Heer der Religion Teherans beizustehen. Eines nachts lüftet er das Geheimnis und offenbart sich einer Gruppe von Teheraner Feldherren in seinem göttlichen Glanz - woraufhin sich diese zu Boden werfen und ihm zunächst die Füße, dann die Unterschenkel, die Kniekehlen, die Oberschenkel, die Hüften, den Bauch, die Brust, die Schultern, den Hals und den Mund küssen, und indem sie den Duft seines Körpers riechen, resp. seinen Schweiß trinken, geraten sie in eine Trance. Der Schweiß und der Körpergeruch des Gottes der Religion Teherans wirken als &lt;em&gt;militärische Droge&lt;/em&gt;, unter deren Einfluß am Morgen des folgenden Tages die besagten Feldherren das Heer der Religion Teherans zum Endsieg über den Feind führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Das Buch der Elefanten&lt;/em&gt;, so die Professorin, beschreibe den Geruch und die Form der Kniekehle des Gottes der Teheraner Religion &lt;em&gt;als köstlicher als die Kniekehle des köstlichsten Mädchens&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-7272605511525101594?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/7272605511525101594/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=7272605511525101594' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7272605511525101594'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7272605511525101594'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/10/wunderland-31.html' title='Wunderland 31'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-crJ3LJDL-oY/TpB0LKgcClI/AAAAAAAAAWw/L-2jUjA3J-s/s72-c/Golem.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-7066574557471763911</id><published>2011-09-25T19:10:00.018+02:00</published><updated>2011-09-26T04:58:42.597+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-TLGV_AeNk2U/Tn9jM-TQTgI/AAAAAAAAAWo/cq0VtBr0nMQ/s1600/Opiumh%25C3%25B6hle.jpg"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5656348731533970946" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 309px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-TLGV_AeNk2U/Tn9jM-TQTgI/AAAAAAAAAWo/cq0VtBr0nMQ/s400/Opiumh%25C3%25B6hle.jpg" border="0" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family:georgia;font-size:100%;"&gt;E&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;inmal sagte der rechte Abschaum&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;em&gt;Daham statt Islam&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da sagten meine linken Freunde&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Islam ist nicht unser Feind&lt;/em&gt;!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Und auch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und gerade&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die FeministInnen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter ihnen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;Vielmehr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Freund&lt;/em&gt;! &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;Und im übrigen&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;Gibt es ihn nicht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;DEN Islam&lt;/em&gt;!&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:georgia;font-size:100%;"&gt;Ich wollte sagen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und sagte es doch nicht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;em&gt;War da nicht einer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der sagte etwas von&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kreatur&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seufzer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Opium&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Volk&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber seine Bücher finde ich nicht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Internet nicht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nicht in der Stadt&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:georgia;font-size:100%;"&gt;Und die Erinnerung, Ach, &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Betrügt mich seit Jahren &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;Vielleicht &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;font-size:100%;"&gt;War alles &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Ganz anders&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:georgia;font-size:100%;"&gt;Ungewiss ist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was wäre&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hätte der Abschaum&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Erdäpfelsalat statt Patriarchat&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gesagt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob dann meine linken Freunde&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Und auch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und gerade&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die FeministInnen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter ihnen)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Das Patriarchat ist nicht unser Feind&lt;/em&gt;!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gesagt hätten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und gesagt hätten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:georgia;"&gt;&lt;em&gt;Im übrigen gibt es das gar nicht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;DAS Patriarchat&lt;/em&gt;?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-7066574557471763911?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/7066574557471763911/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=7066574557471763911' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7066574557471763911'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7066574557471763911'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/09/einmal-sagte-der-rechte-abschaum-islam.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-TLGV_AeNk2U/Tn9jM-TQTgI/AAAAAAAAAWo/cq0VtBr0nMQ/s72-c/Opiumh%25C3%25B6hle.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-7670074772881833373</id><published>2011-09-25T17:28:00.004+02:00</published><updated>2011-09-25T17:40:11.412+02:00</updated><title type='text'>Zumalia</title><content type='html'>&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5656321240605276642" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-5gw9UaorWbk/Tn9KMynGOeI/AAAAAAAAAWg/wiZpaX0Buyk/s400/Alle%2BMenschen%2Bsan%2Bma%2Bzwider.jpg" border="0" /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Bin ich Rassist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich sage&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich hasse die Österreicher&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum bricht ihm aber&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Herz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn er die Österreicher ohnehin hasst&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn im &lt;em&gt;13 A&lt;/em&gt; sich niemand neben ihn setzt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumal wenn er unrasiert ist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumal er eh Platzangst hat&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumal er als Unrasierter nicht schlimmer ausschaut&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumal vielleicht weniger schlimm&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumal er Österreicher neben sich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rein körperlich schon&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht aushalten würde&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumal&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumal&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er kommt aus Zumalia&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich aber&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich hasse &lt;strong&gt;Österreich&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;strong&gt; &lt;/strong&gt;sage&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weniger rassistisch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder: &lt;em&gt;Die Österreicher stinken aus dem Gesicht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sag lieber nix&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber eines muß man schon sagen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je ausgedehnter der Hass&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Desto weniger&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist der Hassende Rassist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich hasse die Österreicher&lt;/em&gt; - Rassist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich hasse die Europäer&lt;/em&gt; – kein Rassist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und schon gar nicht sind diejenigen Rassisten, die sagen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich hasse die Amerikaner&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(Sondern Anti-Imperialisten)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am besten: &lt;em&gt;Alle Menschen san ma zwider, I mechts in die Goschn haun&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gilt auch das Umgekehrte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Je weniger man hasst, desto weniger ist man Rassist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beispielweise&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich hasse alle Österreicher&lt;/em&gt; – Rassist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich hasse alle Wiener&lt;/em&gt; - kein Rassist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hasse Dich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und mich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Na eben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Epilog – oder Weitere Möglichkeiten, die da wären:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle Frauen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle Männer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gott&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Welt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;A propos Gott&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich im &lt;em&gt;13A&lt;/em&gt; auf einmal aufstehe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Absolvierung eines Kurses am liturgischen Institut&lt;br /&gt;versteht sich&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;und den Hass gegen Österreich predige&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschluß sprechen wir&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oder singen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsam und innig&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Kollektengebet&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oration"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;http://de.wikipedia.org/wiki/Oration&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-7670074772881833373?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/7670074772881833373/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=7670074772881833373' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7670074772881833373'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7670074772881833373'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/09/zumalia.html' title='Zumalia'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-5gw9UaorWbk/Tn9KMynGOeI/AAAAAAAAAWg/wiZpaX0Buyk/s72-c/Alle%2BMenschen%2Bsan%2Bma%2Bzwider.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-7017317154384503962</id><published>2011-09-22T16:11:00.012+02:00</published><updated>2011-09-22T16:36:57.342+02:00</updated><title type='text'>"I'm starting to think, that the Left might actually be right." (Charles Moore, The Daily Telegraph)</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-a6ual2fDNJs/TntCMgplrII/AAAAAAAAAWY/KpM6QkG9hCU/s1600/rechts%2Bund%2Blinks.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5655186539784023170" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 266px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-a6ual2fDNJs/TntCMgplrII/AAAAAAAAAWY/KpM6QkG9hCU/s400/rechts%2Bund%2Blinks.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;strong&gt;Einmal waren die Linken links &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;strong&gt;Und die Rechten rechts. &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;strong&gt;Später wurden die Linken immer rechter. &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;strong&gt;Da sagten die Rechten: "Die Linken haben recht!"&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;strong&gt;Wie recht sie hatten.&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-7017317154384503962?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/7017317154384503962/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=7017317154384503962' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7017317154384503962'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7017317154384503962'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/09/im-starting-to-think-that-left-might.html' title='&quot;I&apos;m starting to think, that the Left might actually be right.&quot; (Charles Moore, The Daily Telegraph)'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-a6ual2fDNJs/TntCMgplrII/AAAAAAAAAWY/KpM6QkG9hCU/s72-c/rechts%2Bund%2Blinks.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-655126539136810415</id><published>2011-09-17T17:45:00.014+02:00</published><updated>2011-11-20T14:19:32.111+01:00</updated><title type='text'>Wenn man stirbt, ist man auf facebook noch lange nicht tot</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-egLgklw9XDA/TnTBARh2GpI/AAAAAAAAAWQ/I4ZULkGPZcs/s1600/Beratungsstelle%2B1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5653355642706336402" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 280px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-egLgklw9XDA/TnTBARh2GpI/AAAAAAAAAWQ/I4ZULkGPZcs/s400/Beratungsstelle%2B1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;... &lt;em&gt;nennen sie mich in der Beratungsstelle&lt;/em&gt; Professor Freud.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich hörte, daß sie sich aus dem Fenster gestürzt hat, dachte ich an Sex.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht an Sex im Sinne von Sex.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was langweilig wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil ich ein Mann bin, denke ich, wenn ich einer Frau begegne, immer an Sex.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Genau genommen habe ich, daß sie sich aus dem Fenster gestürzt hat, nicht gehört, sondern ich schaute, nachdem sie sich eine Zeit lang nicht gerührt hatte, auf ihre facebook-Seite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn sie nicht potthäßlich ist, denke ich, weil ich ein Mann bin, wenn ich einer Frau begegne, immer an Sex.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich hörte, daß sie sich aus dem Fenster gestürzt hat, dachte ich an Sex, nicht im Sinne von Sex, was langweilig wäre, sondern an den Sex, an den ich gedacht hatte, als sie mir das erste Mal begegnet war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Obwohl ich weder studiert noch eine Psychoanalyse gemacht habe, nennen sie mich in der Beratungsstelle &lt;em&gt;Professor Freud&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Er kennt die Theorie&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genau genommen begegnete sie mir das erste Mal schriftlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf facebook.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Beratungsstelle ist eine Sex-Beratungsstelle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Neurotiker beraten Perverse&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ich sie auf facebook kennengelernt hatte, nicht im wirklichen Leben (in welchem Fall ich, weil sie potthäßlich war, nicht an Sex gedacht hätte) und da aus ihrem Profilfoto nicht hervorgegangen war, daß sie, resp. wie häßlich sie war, dachte ich, als sie mir das erste Mal begegnete (schriftlich/auf facebook) natürlich an Sex.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Beratungsstelle schicken sie mir die Schwierigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neulich kam ein Pferdeliebhaber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nein, &lt;/em&gt;sie &lt;em&gt;kannte ich privat&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich die Augen zumache, muß ich mich zwingen, ihren dicken Körper zu sehen, wie er sich auf die Fensterbank hievt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um nicht als sexfixiert zu gelten, sage ich, wenn ich erzähle, daß ich auf facebook eine Frau kennengelernt habe (im Frühjahr), die sich aus dem Fenster gestürzt hat (im Herbst), sie sei potthäßlich gewesen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was sie auch war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist das &lt;em&gt;Über-Ich&lt;/em&gt; keine neurotische sondern eine perverse Instanz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sagt &lt;em&gt;Zizek&lt;/em&gt;, der sich in der Theorie genauso auskennt wie ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter den Worten in den Dokumentationen der Beratungsstelle ist &lt;em&gt;Über-Ich&lt;/em&gt; das am häufigsten vorkommende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor sie sich aus dem Fenster gestürzt hat, wollte sie mit mir, der ich die Theorie kenne, über den &lt;em&gt;Todestrieb&lt;/em&gt; sprechen. Auch sie kannte die Theorie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich – wie für &lt;em&gt;Zizek&lt;/em&gt; - hat der &lt;em&gt;Todestrieb&lt;/em&gt; nichts mit dem Tod zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hätte ich ihr sagen sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß sie sich aus dem Fenster gestürzt hat, steht auf ihrer facebookseite&lt;em&gt; und ist für Frauen untypisch&lt;/em&gt;, sage ich.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Nicht in Wien&lt;/em&gt;, sagt die Suizid-Supervisorin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man stirbt, ist man auf facebook noch lange nicht tot.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Solange Sie dem Pferd nichts tun&lt;/em&gt;, sage ich dem Pferdeliebhaber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der lacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn sich eine Frau aus dem Fenster stürzt, ist es eine &lt;em&gt;Niederkunft&lt;/em&gt;, sagt die Suizid-Supervisorin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Unterschied zu mir, und zu &lt;em&gt;Zizek&lt;/em&gt;, ist sie eine echte Psychoanalytikerin.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-655126539136810415?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/655126539136810415/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=655126539136810415' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/655126539136810415'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/655126539136810415'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/09/wenn-du-stirbst-bist-du-auf-facebook.html' title='Wenn man stirbt, ist man auf facebook noch lange nicht tot'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-egLgklw9XDA/TnTBARh2GpI/AAAAAAAAAWQ/I4ZULkGPZcs/s72-c/Beratungsstelle%2B1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-7765700902524097766</id><published>2011-09-03T20:16:00.007+02:00</published><updated>2011-09-04T14:54:39.503+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 30</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-b4XUGKz1bQM/TmJwskqTm0I/AAAAAAAAAWI/tG3JOdtsPto/s1600/Masturbationsschein.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5648200793733700418" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 252px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-b4XUGKz1bQM/TmJwskqTm0I/AAAAAAAAAWI/tG3JOdtsPto/s400/Masturbationsschein.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Masturbations-Gutschein&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;„Das Gebäude, durch das die Professorin und Teheraner Feministin uns führte, beeindruckte mich. Ich beschloß Architekt zu werden. Seit meiner Einlieferung hatte ich nacheinander Musiker, Komponist - und unter dem Eindruck der Professorin und Teheraner Feministin – Feminist werden wollen“. Ich fragte mich, ob der Junge, wenn er &lt;em&gt;Teheraner Feministin&lt;/em&gt; sagte, eine Feministin meinte, die zufällig aus Teheran stammt, oder ob sich der Teheraner Feminismus vom Feminismus der Deutschsprachigen Berge unterscheide.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Während uns die Professorin und Teheraner Feministin durch das Gebäude führte, erzählte sie uns die Geschichte des Instituts. Schon vor der Revolution hatte sich ein Zirkel von Sexologen, Soziologen und Psychoanalytikern über einen Widerspruch in der Religion Teherans Gedanken gemacht. Auf der einen Seite, so die Professorin und Feministin, scheint die Religion Teherans den Sex zu verdammen, ja austrotten zu wollen“, der Junge wandte sich an mich, „seit der Revolution wurden Hunderttausende in Teheran wegen sexueller Delikte verhaftet, interniert, angeklagt, gefoltert, vergewaltigt, gehenkt. Und sei es wegen Verstößen gegen die Bekleidungsvorschriften. Auf der anderen Seite sei die Teheraner Religion &lt;em&gt;von Sexualität durchtränkt&lt;/em&gt; wie keine andere, so die Professorin und Teheraner Feministin, deshalb müsse man den Begründer der Religion Teherans einen &lt;em&gt;Triebtheoretiker&lt;/em&gt; nennen. Trieb&lt;em&gt;täter&lt;/em&gt;, sagte das Mädchen. Bekannt seien, so die Professorin, ohne auf den &lt;em&gt;Triebtäter&lt;/em&gt; des Mädchens überhaupt einzugehen, bekannt seien die Anleitungen für alle Arten des sexuellen Verkehrs in Teheraner theologischen Werken“. „&lt;em&gt;Anleitungen für alle Arten des sexuellen Verkehrs&lt;/em&gt;“, sagte der Feine, „heißt im Übrigen das bekannteste Werk des bekanntesten Theologen Teherans, &lt;em&gt;Ali Jalali&lt;/em&gt;“. Es war, seit der Junge vom Klo zurück war, das erste Mal, daß der Feine überhaupt etwas sagte. Der Junge sah ihn nicht an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nach der Revolution, als die Faschisten sich nicht nur politischer Gruppen, sondern auch Künstlern und Wissenschaftlern aller Art zu entledigen begannen, hatten sich die Mitglieder jenes Zirkels im Lager wiedergefunden, und um dem besagten Widerspruch in der Religion Teherans nachzugehen, gründeten sie, unter der Federführung der Professorin und Feministin, das &lt;em&gt;Teheraner Institut für Teheraner Religionssexologie&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sagte ich schon, daß das Lager, resp. das Gelände des Lagers vor der Revolution jener Glaubensgemeinschaft gehörte, die seit der Revolution von den Faschisten verfolgt wird? Die Glaubensgemeinschaft hatte das Gelände und dessen Gebäude als eine Sommerschule für ihre jüngeren AnhängerInnen benützt. Nach und nach hätte die Sommerschule in eine Universität umgewandelt werden sollen. Auch das futuristische und weiße Gebäude, in dem das Teheraner Institut für Religionssexologie untergebracht war, hatten die“, der Junge wandte sich an mich, „in Teheran als progressiv und sehr gebildet geltenden AnhängerInnen jener Glaubensgemeinschaft errichtet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Gründung des &lt;em&gt;Teheraner Instituts für Teheraner Religionssexologie &lt;/em&gt;schien den WissenschaftlerInnen des Zirkels, die sich im Lager wiedergefunden hatten, umso dringlicher. Nach der Revolution herrschte ein sexuell repressives Regime über eine sexuell, so die Professorin, &lt;em&gt;hyperaktive &lt;/em&gt;Gesellschaft, was nach Auffassung der Religionssexologen - wenn für das sexuelle Problem der Religion Teherans keine Lösung gefunden werden konnte - zu einer Katastrophen führen mußte.&lt;br /&gt;Die ReligionssexologInnen hatten nun die These entwickelt, daß die Lösung des sexuellen Problems der Religion Teherans in der Religion Teherans selbst liege. Ausgehend von dem besagten Widerspruch zwischen den sexualfeindlichen und den sexualfreundlichen – oder, wie die Professorin sich ausdrückte, &lt;em&gt;perversen &lt;/em&gt;- Elementen in der Teheraner Religion, war den Religionssexologen aufgefallen, daß unter bestimmten Umständen bestimmte Akte, die der Religion Teherans im allgemeinen als verboten und anstößig gelten, von der Religion Teherans selbst auf einmal als erlaubt, ja als &lt;em&gt;heilig&lt;/em&gt; angesehen werden. Zum Beispiel die &lt;em&gt;Tempel-Masturbation&lt;/em&gt;“. Der Junge wandte sich an mich. „Es gibt zwar in der Religion Teherans keine Tempel, nur Bethäuser, dennoch hat sich bei uns in den Deutschsprachigen Bergen der Ausdruck &lt;em&gt;Tempel-Masturbation&lt;/em&gt; eingebürgert. Die Masturbation ist in der Teheraner Religion streng verboten, und Masturbierenden Teheranern, sofern sie AnhängerInnen der Religion Teherans sind, droht die Todesstrafe, resp. die Hölle. Jedoch können junge Teheraner Männer gegen Entrichtung einer Summe an Institutionen des Klerus &lt;em&gt;Masturbations-Gutscheine&lt;/em&gt; erwerben. Deren Besitz berechtigt für einen – der Höhe der entrichteten Summe proportionalen – Zeitraum zur Masturbation, sofern diese vom Rezitieren bestimmter Passagen der heiligen Texte der Religion Teherans begleitet wird. Rezitation und begleitende Masturbation werden in der Regel in einem Bethaus und in Anwesenheit von Geistlichen absolviert, gerne aber auch zuhause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-7765700902524097766?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/7765700902524097766/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=7765700902524097766' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7765700902524097766'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7765700902524097766'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/09/wunderland-30.html' title='Wunderland 30'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-b4XUGKz1bQM/TmJwskqTm0I/AAAAAAAAAWI/tG3JOdtsPto/s72-c/Masturbationsschein.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-4021434656357502796</id><published>2011-08-25T19:21:00.021+02:00</published><updated>2011-11-20T14:16:54.945+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-UrcBkYymsuI/TlaFHW_8aYI/AAAAAAAAAWA/PVt7ouhjn-I/s1600/D%25C3%25BCfte%2BGottes%2B4.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5644845544434854274" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 129px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-UrcBkYymsuI/TlaFHW_8aYI/AAAAAAAAAWA/PVt7ouhjn-I/s400/D%25C3%25BCfte%2BGottes%2B4.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-XlhaGYgeot4/TlaE6dynfJI/AAAAAAAAAV4/YUtJHlPKuAI/s1600/D%25C3%25BCfte%2BGottes.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5644845322919705746" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 311px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-XlhaGYgeot4/TlaE6dynfJI/AAAAAAAAAV4/YUtJHlPKuAI/s400/D%25C3%25BCfte%2BGottes.jpg" border="0" /&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;strong&gt;Die Düfte Gottes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zeit seines Lebens wird &lt;em&gt;Dimpfelmoser&lt;/em&gt; den Namen des Wachtmeisters in einem Kinderbuch tragen, das bei uns sehr beliebt, im Ausland aber auch nicht unbekannt ist.&lt;br /&gt;Hinzu kommt:&lt;br /&gt;- Betritt, eines Nachmittags, die Polizeiwachstube im Wohnbezirk.&lt;br /&gt;- Gibt an, es sei ihm als er, am Vormittag bei strahlendem Wetter, im Strandkorb, im Städtischen Freibad, eingenickt sei, &lt;em&gt;sein Glauben abhanden gekommen&lt;/em&gt;. Er glaube an ein Diebstahlsdelikt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein gesamtes&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BIO-PSYCHO-SOZIALES&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ist im Autobus der Linie &lt;em&gt;13 A&lt;/em&gt; der Wiener Linien enthalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BIO: Slavoj Zizek, Slowene und schwitzender Philosoph, der Einzige, den heutzutage zu lesen sich lohnt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PSYCHO: While watching PSYCHO* for the 20th time, I noticed the scene of Marion driving in the night on her escape from Phoenix … what we perceive here is a smile of a deeply PERVERSE SATISFACTION ... So, in a way, even before actually meeting him, MARION ALREADY BECOMES NORMAN … THIS IS CALLED TRUE LOVE IN THEORY. **&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- SOZIALES: Glücklich sind wir nur, wenn wir glücklicher als die anderen, die anderen unglücklicher sind als wir. Und weil unser Glück sich über das Unglück der anderen definiert, kann Glück nicht allgemein sein - an Sozialismus ist nicht zu denken, sagt die Frau, Buchhändlerin, blond, Anfang Dreißig, Frisur und Bekleidung wie in den Fünfzigern, die den Bürger des besagten Landes, männlich, schwarzhaarig, asthenisch, erwürgt hat, bei der anschließenden Pressekonferenz.&lt;br /&gt;Hinzu kommt:&lt;br /&gt;Erstochen (mit dem Hirschfänger). (Mit der Kettensäge) zerlegt. Arme (2), Rumpf (1), Beine (2), Kopf (1), Nase (1). Im Ganzen sieben. Im Autobus. Am Vormittag. Bei strahlendem Wetter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gesetz des &lt;em&gt;Casanova&lt;/em&gt; ist die Sieben die Zahl der Rache.&lt;br /&gt;Will er eine bestrafen,&lt;br /&gt;- schickt er sieben e-mails,&lt;br /&gt;- versucht er unbedingt, mit sieben ihrer Freundinnen zu kopulieren.&lt;br /&gt;- verabreicht sieben mal sieben Hiebe, mit dem Dreikant-Lineal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hat er sie verlassen, denn als Casanova muß er ständig verlassen, ist dennoch &lt;em&gt;er&lt;/em&gt; verwundet. Um sie wiederzugewinnen, kontaktiert er sie sieben Mal. Dann nie wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die er verlassen hat, kommen nicht wieder. Von den sieben verfällt ihm kaum eine. Die sich weigern, machen sich wiederum schuldig, und gehören bestraft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;BIO: Wenn es im &lt;em&gt;13 A&lt;/em&gt; &lt;em&gt;stinkt&lt;/em&gt;, glaube ich immer, ich sei die Quelle. Wegen des Migrationshintergrunds.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit Dimpfelmoser sein Glauben abhanden gekommen ist, wundert er sich. Oder ihn nichts mehr. Von seinem Nachbarn, dem Casanova, ist er überzeugt, er hätte, entgegen wiederholter Beteuerung, einen Glauben.&lt;br /&gt;Mehr noch: Aus einer &lt;em&gt;Gier&lt;/em&gt; heraus hätte er ihm, Dimpfelmoser, als er, Dimpfelmoser, im Liegestuhl, auf dem Balkon, eingenickt sei, seinen Glauben gestohlen (Casanova und Dimpfelmoser sind Balkonnachbarn) und das obwohl der Glaube Casanovas ungleich stärker sein müßte, glaubt Dimpfelmoser, als sein eigener, ihm abhanden gekommener. Denn Casanova kommt aus dem besagten Land.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotzdem er den Namen des Wachtmeisters des beliebten Kinderbuches trägt, hat Dimpfelmoser sich in Polizeisachen für untalentiert erklärt. Jetzt entdeckt er &lt;em&gt;den Inspektor in sich&lt;/em&gt;. Er nimmt Casanovas Observierung auf. Eine Herausforderung, denn Casanova kennt Dimpfelmosers Gesicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem Café, dessen spärliche Beleuchtung Dimpfelmosers Absichten entgegenkommt (um unerkannt zu bleiben, trägt Dimpfelmoser Sonnenbrille, Detektiv-Kappe und Schnauzbart-Attrappe) sieht er den Casanova einen Papiersack übernehmen, und aus dem Papiersack etwas entnehmen - schwarze oder braune durch einen Faden miteinander verbundene Kugeln, soweit im spärlichen Licht des Cafés zu erkennen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dimpfelmoser ist überzeugt: Casanova ist jetzt im Besitz eines weiteren Glaubens - eines Glaubensartikels zumindest. Es reicht ihm. Die Phase der Observation ist vorüber. Als Casanova das Kaffeehaus verläßt, folgt ihm Dimpfelmoser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumal im Autobus sei der Geruch des Glaubens des besagten Landes &lt;em&gt;nicht zu ertragen&lt;/em&gt;, sagt die Frau, Anfang Dreißig, die den Bürger des besagten Landes, männlich - siehe oben, in der Pressekonferenz. Ungleich stärker als der Glaubensgeruch hierzulande. Seit Jahren habe sie eine therapieresistente Geruchsallergie, sagt die Frau, &lt;em&gt;Renate Schöngeist&lt;/em&gt;, Buchhändlerin, Frisur und Bekleidung - siehe oben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dimpfelmoser folgt Casanova. In der Einkaufsstraße geraten sie in eine Demo - gegen die Tat der Buchhändlerin Schöngeist. Vor BuchhändlerInnen und Schöngeistigen haben die Menschen aus dem besagten Land jetzt Angst. Die Demo erklärt sich mit dem Glauben der Menschen des besagten Landes solidarisch. D.h.: mit dem Geruch jenes Glaubens. Denn erwürgt, und erstochen, und zerteilt, wurde der Mann aus Gründen der Geruchsallergie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Zeitung hat Dimpfelmoser gelesen: Ein Parfumproduzent, ebenfalls solidarisch, hat ein Solidaritäts-Parfum produziert: &lt;em&gt;Die Düfte Gottes&lt;/em&gt; - der Geruch des Gottes des Glaubens des besagten Landes. Entlang der Einkaufsstraße sind Kuben aufgestellt, um die Kuben herum Liegestühle. Die Kuben produzieren &lt;em&gt;Die Düfte Gottes&lt;/em&gt;. Auf den Liegestühlen liegen Demonstranten mit Trockenhauben, nur daß die Trockenhauben den Kopf, wie bei Astronauten, ganz umschließen. Über Schläuche wird &lt;em&gt;Die Düfte Gottes &lt;/em&gt;in die Astronautenhauben geleitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;SOZIAL: Wegen des &lt;em&gt;Migrationshintergrunds&lt;/em&gt; glaube ich immer, ich sei die Quelle, wenn es im &lt;em&gt;13 A &lt;/em&gt;stinkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dimpfelmoser kann Casanova leicht folgen. Die Reihen der Demonstranten sind ja nicht dicht. Casanova wird von einer Gruppe Frauen umringt, später heißt es: Es waren sieben. Die Frauen kreischen, ob freudig oder aus Empörung ist unklar, und beginnen zu tanzen. Für den Tanz fehlen Dimpfelmoser die Worte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei genauem Hinschauen haben die Frauen Auren. Orange, rote, grüne. Alle DemonstrantInnen haben jetzt Auren. Dimpfelmoser denkt: &lt;em&gt;exotisch&lt;/em&gt;. Die Düfte Gottes versetzt sie in Trance. Manche singen, im Liegen, die Einkaufsstraße ist mit Heiligenscheinen gepflastert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PSYCHO: Wegen des Migrationshintergrunds &lt;em&gt;glaube &lt;/em&gt;ich immer, wenn es im &lt;em&gt;13 A&lt;/em&gt; stinkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei heften sich an den Casanova. Ob sie ihn festhalten oder sich zärtlich anschmiegen, ist nicht zu entscheiden. Zerren ihn zu einem der Kuben. Dem Gesichtsausdruck Casanovas ist nichts zu entnehmen. Legen ihn auf einen Liegestuhl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sieben Frauen umschreiten den Liegestuhl. Sagen: &lt;em&gt;God, O God!&lt;/em&gt; Sind es Amerikanerinnen? Drei knien neben dem Casanova und halten ihn. An Armen und Beinen. Setzen ihm die Astronautenhaube auf. Die Düfte Gotte umströmt sein Gesicht als Wolke. Seinem Gesichtsausdruck ist nichts zu entnehmen. &lt;em&gt;God, O God!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die DemonstrantInnen singen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;em&gt;Wir alle&lt;br /&gt;glauben&lt;br /&gt;an &lt;/em&gt;Trat-ra&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;Ram-Dada&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;(&lt;em&gt;Trat-ra &lt;/em&gt;steht stellvertretend für den Namen des Gottes des Glaubens der Mehrheit der Menschen des besagten Landes)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;PSYCHO: Wegen des Migrationshintergrunds &lt;em&gt;glaube&lt;/em&gt; ich immer, wenn es im &lt;em&gt;13 A&lt;/em&gt; stinkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gesetz des Casanova existiert eine Rache, von der er nichts weiß.&lt;br /&gt;Im besagten Land haben sie einen Vater erschlagen, der den Gott des besagten Landes verflucht. Eine Mutter gefoltert, die hatte ein Buch gelesen.*** Eine Schwester vergewaltigt. Einen Bruder.&lt;br /&gt;Hinzu kommt: Zum Krüppel geschlagen.&lt;br /&gt;Im besagten Land herrscht der Gott des besagten Landes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dimpfelmoser – seit er &lt;em&gt;den Inspektor in sich&lt;/em&gt; entdeckt hat, ein guter Beobachter - beobachtet wie Casanova den Kopf zu schütteln beginnt. Nicht wie die Demonstranten in Trance, sondern irgendwas stimmt nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne Kaftanstrengung hat sich Casanova von den Frauen gelöst. Er steht. Eine Zeit lang. Dann geht er. Die Trockenhaube hat er noch auf, Röhre und Kubus schleift er hinter sich her. Die Röhre reißt. Aus dem lecken Kubus strömt &lt;em&gt;Die Düfte Gottes&lt;/em&gt;. Eine Demonstranten-Traube umschwirrt den Kubus und inhaliert enthusiasmiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die grüne Wolke um Casanovas Kopf wird braun. Erst hellbraun dann dunkel. Später heißt es, er hätte erbrochen. Man nimmt ihm die Haube ab. Er brüllt. Als wäre er Demonstrant. Casanova hat noch nie demonstriert. Nur gefickt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wegen den Frauen hat Casanova den Akzent des besagten Landes. Noch immer. &lt;em&gt;Gott&lt;/em&gt;, brüllt er. Im Akzent des besagten Landes: &lt;em&gt;Got&lt;/em&gt;. Oder besser: &lt;em&gt;Kot&lt;/em&gt;. Casanova hebt seine Hände, und hält sie als würde eine jede eine Brust umfassen, und bewegt sie, als käme etwas wichtiges. Brüllt aber immer nur: &lt;em&gt;Got&lt;/em&gt;. Oder besser: &lt;em&gt;Kot&lt;/em&gt;. Und: &lt;em&gt;Geruch&lt;/em&gt;. Oder &lt;em&gt;Ruch&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;Der Prediger des &lt;em&gt;13 A&lt;/em&gt; ist dem Akzent nach eindeutig. Ungarn. Auf einmal erhebt er sich. Man ist überrascht und schreckt sich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wird Casanova abgeführt?&lt;br /&gt;Gelyncht?&lt;br /&gt;In die Anstalt?&lt;br /&gt;Vor Gericht?&lt;br /&gt;Und Dimpfelmoser?&lt;br /&gt;Wie fühlt er sich?&lt;br /&gt;Besucht er ihn? Im Gefängnis?&lt;br /&gt;In der Anstalt? Schreitet er endlich zur Tat? Für geistig Abnorme? Rechtsbrecher?&lt;br /&gt;Wie wird die Anklage lauten?&lt;br /&gt;Und: Was wird eigentlich aus den Gottes-Perlen? Die Kugeln, Sie wissen schon, die Casanova im spärlich beleuchteten Café -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Prediger des &lt;em&gt;13 A&lt;/em&gt; ist dem Akzent nach aus Ungarn. Auf einmal erhebt er sich. Man ist überrascht und schreckt sich womöglich. Er könnte ein Kontrolleur sein. Aber sein Gesicht ist sanft, wie der Mond, der scheint nur am Abend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;em&gt;Beachten Sie die Bibel.&lt;br /&gt;Brechen Sie nicht Ihre Ehe.&lt;br /&gt;Beachten Sie nicht Ihres Nächsten Weib, Ochsen, Magd. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Mädchen, stehend, (wäre es denn sinnvoll, würde an dieser Stelle etwas über ihr Äußeres stehen) dreht sich halb zu mir um: &lt;em&gt;Im &lt;/em&gt;Trat-ra, sie sagt den Namen des Buches des Gottes des Glaubens der Mehrheit der Menschen des besagten Landes, &lt;em&gt;im &lt;/em&gt;Trat-ra &lt;em&gt;steht das eh alles auch&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil natürlich überhaupt nichts davon im &lt;em&gt;Trat-ra &lt;/em&gt;steht, dem Buch des Gottes des Glaubens der Mehrheit der Menschen des besagten Landes, will ich ihr widersprechen. Unhübsch ist sie ja nicht. Sie hat mich angesprochen, weil sie an meinen, und ihren, Migrationshintergrund glaubt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ansonsten ist zum Glauben zu sagen, was &lt;em&gt;Adorno &lt;/em&gt;gesagt hat, daß Glauben nur das heißt, was angenommen wird, ohne daß es in Vernunft sich begründet. ****&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich aber glaube: Ohne Bezugnahme auf Texte von Philosophen kommt ein literarischer heutzutage nicht aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber nicht daß Du glaubst, das verhieße was Gutes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;________________________________________________&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* PSYCHO wie im Deutschen auszusprechen - wie bei &lt;em&gt;Psycho&lt;/em&gt;path oder &lt;em&gt;Psycho&lt;/em&gt;therapeut. Nicht wie im Englischen - um einer Verwechslung mit dem homophonen Namen einer Uhrenmanufaktur mit Firmensitz in Fernost (Umsatz 1,3 Mrd.€) vorzubeugen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;** Slavoj Zizek. IS THERE A PROPER WAY TO REMAKE A HITCHCOCK FILM?&lt;br /&gt;http://www.lacan.com/hitch.html&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*** Alexander Tisma. Die Schule der Gottlosigkeit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;**** Theodor W. Adorno. Kants Kritik der reinen Vernunft, Frankfurt 1995&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-4021434656357502796?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/4021434656357502796/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=4021434656357502796' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/4021434656357502796'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/4021434656357502796'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/08/die-dufte-gottes.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-UrcBkYymsuI/TlaFHW_8aYI/AAAAAAAAAWA/PVt7ouhjn-I/s72-c/D%25C3%25BCfte%2BGottes%2B4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-1125946605493320669</id><published>2011-08-24T11:58:00.015+02:00</published><updated>2011-08-24T16:18:29.016+02:00</updated><title type='text'>Benjamins Thesen. Zu Band 19 der Kritischen Gesamtausgabe*</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-JJg7Br9kmlY/TlTe-qhMn_I/AAAAAAAAAVw/dxpiUdQtakI/s1600/Schachspielautomat%2BBaron%2BKempelen.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5644381401148858354" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 349px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-JJg7Br9kmlY/TlTe-qhMn_I/AAAAAAAAAVw/dxpiUdQtakI/s400/Schachspielautomat%2BBaron%2BKempelen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der folgende – sehr erhellende – Artikel, den er mir nach der Lektüre meines Artikels „Emma und die Revolution im Iran“ (ebenfalls in diesem blog) zugeschickt hat, stammt aus der Feder von Prof. Dr. Helmut Dahmer, Soziologe, langjähriger leitender Redakteur der psychoanalytischen Monatszeitschrift &lt;em&gt;Psyche&lt;/em&gt; und Spiritus rector des Zirkels &lt;em&gt;Kritische Freunde der Freud’schen Psychoanalyse&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;Helmut Dahmer lebt als freier Publizist in Wien. Veröffentlichungen u. a. "Libido und Gesellschaft" (1973, 1982), "Pseudonatur und Kritik" (1994), "Soziologie nach einem babarbarischen Jahrhundert"&lt;br /&gt;(2001), "Divergenzen" (2009).&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Vergangenes historisch artikulieren heißt […], sich einer Erinnerung bemächtigen, wie sie im Augenblick einer Gefahr aufblitzt“, schrieb der Mitte März 1933 aus Hitlerdeutschland nach Paris geflohene Philosoph und Literaturkritiker Walter Benjamin in der sechsten seiner achtzehn Thesen „Über den Begriff der Geschichte“. Nach dem Verlust der Publikationsmöglichkeiten bei deutschen Zeitungen und Verlagen in dürftigen Verhältnissen lebend, in steter Sorge um das Stipendium, das er von dem in die USA emigrierten (Frankfurter) „Institut für Sozialforschung“ erhielt, arbeitete Benjamin in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre vor allem an einer großen Studie über Baudelaire und (im Zusammenhang damit) an seinem unvollendet gebliebenen „Passagen-Werk“ . Der kampflose Sieg Hitlers über die deutsche Arbeiterbewegung und die Verleugnung dieser Niederlage durch die stalinisierte Komintern, der „Große Terror“ in der Sowjetunion mit den Moskauer Schauprozessen gegen die alten Bolschewiki, der Niedergang der „Volksfront“ in Frankreich und die Niederlage der Republikaner im spanischen Bürgerkrieg machten die Hoffnung des Emigranten auf eine europäische Arbeiterrevolution, die einen zweiten Weltkrieg verhindern könnte, zunichte. 1937/38 begann er, sich der „theoretischen Armatur“ zu vergewissern, die seinen historischen Arbeiten (über das deutsche Trauerspiel der Barockzeit und die Kunstkritik der deutschen Romantik) ebenso wie seinem ‚work in progress’ (der „Passagenarbeit“) zugrunde lag. In der Folge des Hitler-Stalin-Pakts vom 23. August 1939, der Hitler die Möglichkeit gab, halb Polen zu besetzen und sodann in rascher Folge auch Dänemark, Norwegen, die Niederlande und Belgien, geriet Benjamin – wie viele andere deutsche Flüchtlinge in Frankreich – in einen tödlichen Malstrom. Zunächst wurde er ins Olympia-Stadion von Colombes (bei Paris) beordert, das als Sammelplatz für „feindliche Ausländer“ diente, dort zehn Tage lang festgehalten und dann für drei Monate in einem anderen Auffanglager (in einem heruntergekommenen Schloß bei Nevers) interniert. Als er, gesundheitlich angeschlagen, Ende November endlich nach Paris zurückkehren konnte und seine Arbeit in der Nationalbibliothek wieder aufnahm, blieb ihm noch ein gutes halbes Jahr, ehe die deutschen Truppen (am 14. 6. 1940) Paris besetzten. Benjamin floh rechtzeitig mit Zehntausenden südwärts, über Lourdes nach Marseille. Max Horkheimer und anderen Freunden gelang es schließlich, ihn mit den erforderlichen Papieren auszustatten, die es ihm ermöglichen sollten, den Menschenfängern „Vichy“-Frankreichs und der Gestapo zu entkommen und über Franco-Spanien die Vereinigten Staaten zu erreichen. Doch der Alkalde von Port Bou, das Benjamin mit einer kleinen Gruppe von Flüchtlingen nach einem beschwerlichen Fußmarsch erreicht hatte, drohte, sie über die Grenze zurückzuschicken. Daraufhin endete Benjamin in der Nacht vom 26. auf den 27. September 1940 sein Leben mit Hilfe von Morphium-Tabletten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seine „Geschichtsphilosophischen Thesen“ nahm er Bruchstücke aus früher geschriebenen, veröffentlichten und unveröffentlicht gebliebenen Texten ebenso wie Zitate aus neueren Lektüren auf. Ihre definitive Gestalt erhielten sie erst in den Monaten, die auf den Schock des Hitler-Stalin-Paktes und der Internierung folgten, also zwischen Dezember 1939 und Mai 1940. Benjamin sorgte dafür, daß dies „Vermächtnis“ – das Legat einer „geschlagenen Gene-ration“ – in unterschiedlichen Versionen an einige wenige gute Freunde ging: Ein Exemplar erreichte über Hannah Arendt Theodor W. Adorno, ein anderes übermittelte seine Schwester Dora Benjamin mit Hilfe von Martin Domke eben-falls Adorno; der für Gershom Scholem bestimmte Text ging verloren, und das von Georges Bataille (mit anderen Manuskripten Benjamins) in der „Bibliothèque Nationale“ versteckte „Handexemplar“ der Thesen übergab dessen Witwe erst 1981 unter dem Siegel der Verschwiegenheit Giorgio Agamben...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Benjamin markierte drei Grundfehler „unserer linken Führer“: ihren Fort-schrittsoptimismus, das Vertrauen auf ihre „Massenbasis“ und „ihre servile Ei-nordnung in einen unkontrollierbaren Apparat“. Besonders dem „frömmelnden Optimismus“ galt (wie er Mitte Dezember 1939 an Horkheimer schrieb) sein „unerbittlicher Haß“. Einflußreiche Historiker des 19. Jahrhunderts wie Leopold von Ranke oder Fustel de Coulanges hatten die Geschichtsschreibung dem Modell der Naturwissenschaft anzunähern gesucht. „Geschichte“ imaginierten sie als eine Kette von Ereignissen, die in einer leeren, homogenen Zeit aufei-nander folgen und sich dann nacherzählen lassen. Benjamin schrieb, bei der Einfühlung dieser Historiker in vergangene Epochen handele es sich allemal um eine Identifikation mit den Siegern, und diese sei eine Folge von „Herzens-trägheit“ (acedia), nämlich der Weigerung, sich der namenlosen Fronsklaven, der Unterlegenen, der Opfer der Kultur zu erinnern und deren Perspektive ein-zunehmen. Unter dem Einfluß neukantianischer Philosophen (wie Paul Natorp und Karl Vorländer) zeichneten sozialdemokratische Ideologen (Benjamin nennt unter anderen Josef Dietzgen und Robert Schmidt) ein Bild der historischen Entwicklung, auf dem diese einer Rolltreppe glich, die die Menschheit langsam, aber unaufhaltsam ihrem „Ideal“, der Zukunftsgesellschaft, näherbrachte. Angesichts der Katastrophen seit 1914, der Greuel des Faschismus und des Umschlags der russischen Revolution in eine despotische Schreckensherrschaft plädierte Benjamin, der in den Thesen als der „historische Materialist“ (oder „Dialektiker“) auftritt, für einen radikalen Bruch mit der Vorstellung von Geschichte und Geschichtsschreibung, wie sie dem Historismus ebenso wie dem Vulgärmarxismus der Sozialdemokraten zugrunde lag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Die Gegenstände, die die Klosterregel den Brüdern zur Meditation anwies“, schrieb er, „hatten die Aufgabe, sie der Welt und ihrem Treiben abhold zu ma-chen. Der Gedankengang, den wir hier verfolgen, ist aus einer ähnlichen Be-stimmung hervorgegangen. Er beabsichtigt in einem Augenblick, da die Politi-ker, die solange das große Wort geführt haben, am Boden liegen und ihre Niederlage mit dem Verrat an der eigenen Sache bekräftigen, das politische Weltkind aus den Netzen zu lösen, mit denen sie es umgarnt hatten.“ (X. These)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seinen „Brüdern“ im Geiste und in der Politik riet Benjamin, radikal mit liebge-wordenen Denkgewohnheiten zu brechen und ein neuartiges Geschichtsverständnis – das Faschismus wie Stalinismus Rechnung trägt – demjenigen ent-gegenzusetzen, an dem die (von ihm nicht genannten) Partei-Führer und -Ideologen festhielten, die aus ihren Niederlagen nichts gelernt hatten. In seinen Thesen umriß er die ihm vorschwebende gründliche Revision des vulgarisierten, konformistisch gewordenen historischen Materialismus. Weder Max Horkheimer, noch Gretel Adorno mochte er sie in ihrer provisorischen Fassung vorlegen, schon gar nicht wollte er sie veröffentlicht sehen. Er fürchtete das „enthusiastische Mißverständnis“ und hatte bei der Redaktion mindestens einer der überlieferten sechs Varianten auch die (französische) Zensur im Sinn. So ließ er fort, was er bei den wenigen guten Freunden, die seinen Text lesen sollten, glaubte voraussetzen zu können. Dieser elliptische („knappe“, „redu-zierte“) und darum enigmatische Charakter seiner Thesen hat, seit sie (1942 beziehungsweise 1950) veröffentlicht wurden, nicht wenig zu Fehldeutungen beigetragen. Günther Stern-Anders hielt sie (laut Brecht) für „dunkel und ver-worren“, Brecht selbst aber (1941) für „klar und entwirrend“; Adorno und Hork-heimer sahen, daß Benjamins „letzte Konzeption“ ihren eigenen Intentionen nahekam, bemängelten aber „eine gewisse Naivität in den Partien, in denen von Marxismus und Politik die Rede ist“, beziehungsweise die allzu „unverhüllte“ Terminologie. Hannah Arendt und Heinrich Blücher wiederum hielten die Thesen für eine Art Abrechnung mit der Philosophie Horkheimers und Adornos, und Arendt fürchtete gar, diese „Schweinebande“ werde den Text „einfach un-terschlagen“: „Die werden sich rächen, wie sich Benji im Grunde durch Schrei-ben dieser Sache gerächt hat.“ Jüngst noch meinte ein Rezensent, vor vier, fünf Jahrzehnten habe Benjamins „rätselhafte Orakelrede“ als eine Art „heiliger Text“ gegolten, nun aber – in der neuen Edition – erwiesen sich seine Thesen als ein weit überschätzter, widersprüchlicher und „diffuser Komplex von Papieren“.&lt;br /&gt;Die früheste (H. Arendt übergebene) wie die späteste Fassung der Thesen (in Benjamins „Handexemplar“) nimmt im Druck nur 12 oder 13 Seiten ein. In dem von Gérard Raulet herausgegebenen Band 19 der Kritischen Gesamt-ausgabe der Werke und des Nachlasses von Benjamin umfassen die sechs verschiedenen, chronologisch angeordneten Versionen der Thesen (samt Faksimiles) etwa 100 Druckseiten. Sie werden ergänzt durch 50 Seiten Ben-jaminscher Entwürfe, und darauf folgt erst der Kommentar, der (31 Briefe aus den Jahren 1940-1967 eingeschlossen) 200 Seiten umfaßt. Vor dem Hintergrund all’ dieser Materialien wird deutlich, warum Benjamins Reflexionen schon bei den ersten Lesern so unterschiedliche Reaktionen hervorriefen. Der Versuch, den gesamten Thesen-Komplex, wie ihn die neue Edition präsentiert, aus den Fragmenten, die Benjamin seinen Freunden übermittelt hatte, zu erschließen, mußte scheitern. Denn Benjamin hatte gerade diejenigen Notate, in denen er das „Programm“ der Thesen formulierte , zurückbehalten (oder schon im Entwurf gestrichen), so als folge er der Maxime „Das Beste, was du wissen kannst, darfst du den Buben doch nicht sagen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst die Reunion der verstreuten Versionen und Entwürfe zeigt, daß es sich bei den Thesen um die Disposition zu einem theologisch-politischen Traktat handelt. Dessen Thema ist die ausstehende Revolution, eine, die dem ruinösen „Fortschritt“, wie er im Rahmen von Ausbeutungsverhältnissen gedeiht, „Trümmer auf Trümmer häuft“ und Massaker auf Massaker, ein Ende setzt. Der Leser meint, einem Gespräch der unterschiedlichen Personen beizuwohnen, die Walter Benjamin in sich vereinigte, oder hört aus diesem Symposion die einander widerstreitenden Stimmen seiner Freunde Bertolt Brecht und Gershom Scholem heraus. Auch andere seiner literarischen Favoriten kommen zu Wort: Marcel Proust bringt die Lehre von der unwillkürlichen Erinnerung einer verlorenen Zeit als einer „Jetztzeit“ ein, Schlegel und Novalis mahnen, „wir sind auf der Erde erwartet worden“, und Franz Kafka gibt zu bedenken: „Die frohe Botschaft, die der Historiker der Vergangenheit mit fliegenden Pulsen bringt, kommt aus einem Munde, der vielleicht schon im Augenblick, da er sich auftut, ins Leere spricht“…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das Subjekt historischer Erkenntnis ist die kämpfende, unterdrückte Klasse selbst“, heißt es (im Anschluß an Georg Lukács) in der XII. These. Der revolutionäre Historiker ist deren Mandatar. Im Unheil der Gegenwart manifes-tiert sich ihm die Quintessenz (oder „Abbreviatur“) der gesamten Klassenge-schichte. Wo andere dem technischen Fortschritt huldigen, erblickt er dessen Nachtseite, den gesellschaftlichen Rückschritt. Wo andere die Kulturgüter feiern, erinnert er sich mit Grausen der Generationen von Fronarbeitern, die ver-nutzt wurden, um sie zu schaffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit Rosa Luxemburg (im Text ist von „Spartacus“ die Rede) erkennt Benjamin in der Katastrophe die wahre „Daseinsform“ des Kapitalismus , in der vermeintlichen Ausnahme die Regel. Weder die Führer, Ideologen und Anhänger der sozialdemokratisch-reformistischen noch die der stalinisierten kommunistischen Parteien haben dem sich gewachsen gezeigt; ihr Fort-schrittsoptimismus schlug sie mit Blindheit. 1914 wie 1933 und 1939 wurden sie von den „Ereignissen“ überrascht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Benjamin war – wie Sigmund Freud – vor allem am „Problem der Erin-nerung (und des Vergessens)“ interessiert, und wie dieser überzeugt, daß stets das Beste vergessen wird, das nämlich, was, zur Erinnerung gebracht, aus dem Irrgarten des Seelen- und Soziallebens herausführen kann. In scheinbar aussichtslosen Situationen erschließt oft nur der Rückweg einen Ausweg. So drängen sich Individuen wie Kollektiven in Augenblicken äußerster Gefährdung unwillkürlich Erinnerungsbilder (Szenen) aus ihrer Geschichte auf. Ein verborgener – ebenso bedrückender wie befreiender – Zusammenhang zwischen einer bestimmten historischen Situation und der aktuellen wird plötzlich kenntlich und eröffnet dem Mann der Feder wie dem Mann der Tat eine „revolutionäre Chance im Kampfe für die unterdrückte Vergangenheit“ und gegen eine Zukunft, die ihr gleicht. Vergangenheit und Gegenwart finden zu einer flüchtigen, höchst bedeutsamen Konstellation zusammen. So war, schreibt Benjamin, für Robespierre und die Seinen das antike Rom „eine mit &amp;gt;Jetztzeit&amp;lt; geladene Vergangenheit“, und so verstanden sich (fügen wir hinzu) die Bolschewiki als neue Jakobiner (und fürchteten einen russischen „Thermidor“). Benjamin, der historische Materialist, holte sich bei Fortschritts-Skeptikern (wie Baudelaire), utopischen Sozialisten (wie Fourier) und intransigenten Revolutionären (wie Blanqui) Rat, vor allem aber bei Marx selbst, dessen kritische Begriffe von Arbeit, Natur und klassenloser Gesellschaft er sich zu eigen machte. Im Hintergrund der modernen Konzeptionen der Weltgeschichte steht noch immer die Heilsgeschichte. „Marx hat in der Vorstellung der klassenlosen Gesellschaft die Vorstellung der messianischen Zeit säkularisiert“, schrieb Benjamin im Handexemplar seiner Thesen. Eben dies haben die Marx-Epigonen verdrängt. Die „messianische“ Zeit beginnt, wenn der Krieg aller gegen alle entbehrlich wird und die „freie Assoziation der Produzenten“ aufhört, ihre Naturbasis zu verwüsten. Der „Messias“ aber wird erst kommen, wenn wir ihn nicht mehr brauchen. Die klassenlose Gesellschaft wird von leidenden und denkenden Menschen herbeigeführt; sie löst die blutige Ära der Klassengesellschaften ab. Daran muß das Denken und Handeln der Revolutionäre sich messen lassen. Denn daß alles so weitergeht wie jetzt und immer schon, ist die eigentliche Katastrophe. War die Geschichte der Klassenkämpfe eine endlose Folge von Massakern, so kommt alles darauf an, diese verhängnisvolle „Kontinuität“ aufzusprengen, also einen „wirklichen Ausnahmezustand“ (Benjamin) herbeizu-führen. „Die klassenlose Gesellschaft ist nicht das Endziel des Fortschritts in der Geschichte sondern dessen so oft mißglückte, endlich bewerkstelligte Unterbrechung.“ Hatte Marx im Rahmen der Eisenbahn-Metaphorik des 19. Jahrhunderts in den Revolutionen noch „Lokomotiven“ gesehen, die den langsamen Zug der gesellschaftlichen Entwicklung beschleunigen können, so hatte Benjamin, ein halbes Jahrhundert später, eine ganz andere Funktion der Revolutionen im Sinn: „Vielleicht sind [sie] der Griff des in diesem Zug reisenden Menschengeschlechts nach der Notbremse.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Benjamins Thesen haben der Lektüre von Trotzkis Revolutionsgeschich-te vielleicht ebensoviel zu verdanken wie der Kabbala. Diese seine „Quellen“ aber teilen inzwischen das Schicksal der Schriften Auguste Blanquis, von dem Benjamin sagte, es sei der „Sozialdemokratie“ gelungen, seinen Namen, „des-sen Erzklang das [19.] Jahrhundert erschüttert hat“, „fast auszulöschen“. In tiefer Vergessenheit harren sie einer Generation, die sie wieder herbeizitiert, weil sie verzweifelt nach einem Ausweg sucht. Denn auch nach dem Untergang Hitlers und Stalins hinterläßt uns der „Fortschritt“ allenthalben verbrannte Erde, Ruinen und Massengräber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;_______________________________________________&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;* Benjamin, Walter (2010): Über den Begriff der Geschichte. Werke und Nachlaß, Kritische Gesamtausgabe, Bd. 19. Herausgegeben von Gérard Raulet. Berlin (Suhrkamp), 380 Seiten, 34.80 Euro.&lt;br /&gt;1) Benjamin (1974): Charles Baudelaire. Ein Lyriker im Zeitalter des Hochkapitalismus. In: Benjamin, Gesam-melte Schriften, Bd. I. 2, Frankfurt, S. 509-690.&lt;br /&gt;2) Benjamin (1982): Das Passagen-Werk. Ges. Schr., Bd. V. 1 und 2, Frankfurt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3) Matz, Wolfgang (2010): „Der Engel der Philologie muß so aussehen.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung, 3. 8. 2010, S. 32.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4) Es handelt sich dabei vor allem um das Konvolut IV mit dem Entwurf einer These XVII a (messianische Zeit und klassenlose Gesellschaft, S. 152 f.) und um die (nur im Handexemplar enthaltene) These XVIII (über Neu-kantianismus und Sozialdemokratie, S. 42 f.).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5) „Der Imperialismus führt […] die Katastrophe als Daseinsform aus der Peripherie der kapitalistischen Entwick-lung nach ihrem Ausgangspunkt zurück. Nachdem die Expansion des Kapitals vier Jahrhunderte lang die Exis-tenz und die Kultur aller nichtkapitalistischen Völker in Asien, Afrika, Amerika und Australien unaufhörlichen Konvulsionen und dem massenhaften Untergang preisgegeben hatte, stürzt sie jetzt die Kulturvölker Europas selbst in eine Serie von Katastrophen, deren Schlußergebnis nur der Untergang der Kultur oder der Übergang zur sozialistischen Produktionsweise sein kann.“ Luxemburg, Rosa ([1915] 1919): Die Akkumulation des Kapitals oder Was die Epigonen aus der Marxschen Theorie gemacht haben. Eine Antikritik. In: Luxemburg (1975): Gesammelte Werke, Bd. 5, Berlin, S. 521.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;6) „Aber das Vergessen betrifft immer das Beste, denn es betrifft die Möglichkeit der Erlösung.“ Benjamin ([1934] 1955): „Franz Kafka. Zur zehnten Wiederkehr seines Todestages.“ In: Benjamin (1977): Ges. Schr., Bd. II.2, Frankfurt, S. 434.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;7) Die Folge dieser Säkularisierung veranschaulichte er in der I. seiner Thesen mit Hilfe einer Parabel: Im 18. Jahrhundert trat der Baron von Kempelen mit einem unschlagbaren Schachspiel-Automaten auf. Es handelte sich dabei um „eine Puppe in türkischer Tracht“, die – wie eine Marionette – von einem „buckligen Zwerg“ mit Hilfe von verborgenen Schnüren gelenkt wurde, der sich im Inneren des Schachtischs verbarg und ein wirklicher Großmeister war. Benjamin schreibt, zum Verhältnis von Puppe und Zwerg finde sich eine Art „Gegenstück in der Philosophie“: Die Puppe „historischer Materialismus“ könne es „ohne weiteres mit jedem aufnehmen, wenn sie die Theologie in ihren Dienst nimmt, die heute bekanntlich klein und häßlich ist und sich ohnehin nicht darf blicken lassen.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;8) Vgl. Kafka, Franz (1953): Hochzeitsvorbereitungen auf dem Lande und andere Prosa aus dem Nachlaß. Ge-sammelte Werke, hg. von Max Brod. („Das dritte Oktavheft“, Eintrag vom 4. 12. 1917.) Frankfurt, S. 90.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;9) „Die Zentralisation der Produktionsmittel und die Vergesellschaftung der Arbeit erreichen einen Punkt, wo sie unverträglich werden mit ihrer kapitalistischen Hülle. Sie wird gesprengt. Die Stunde des kapitalistischen Privat-eigentums schlägt. Die Expropriateurs werden expropriiert.“ Marx, Karl (1867): Das Kapital. Kritik der politi-schen Ökonomie. Marx-Engels-Werke, Bd. 23, Berlin 1962, Kap. 24, S. 791.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;10) „Im übrigen war ich vierzehn Tage ganz im Russischen versunken: ich habe erst die Geschichte der Februar-revolution von Trotzki gelesen und bin jetzt im Begriff, seine Autobiographie zu beendigen. Seit Jahren glaube ich nichts mit so atemloser Spannung in mich aufgenommen zu haben.“ Benjamin an Gretel Karplus, Mitte Mai 1932. In: Benjamin (1998): Gesammelte Briefe, Bd. IV (1931-1934), Frankfurt, S. 97.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-1125946605493320669?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/1125946605493320669/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=1125946605493320669' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1125946605493320669'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1125946605493320669'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/08/benjamins-thesen-zu-band-19-der.html' title='Benjamins Thesen. Zu Band 19 der Kritischen Gesamtausgabe*'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-JJg7Br9kmlY/TlTe-qhMn_I/AAAAAAAAAVw/dxpiUdQtakI/s72-c/Schachspielautomat%2BBaron%2BKempelen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-3609336756043765849</id><published>2011-07-31T12:24:00.017+02:00</published><updated>2011-07-31T14:55:42.509+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 29</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-WuugEhOsj6c/TjUuCNNr5cI/AAAAAAAAAVo/r4lWHN2gzHY/s1600/Wunderland%2BVilla%2BSavoye.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5635461124165723586" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 258px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-WuugEhOsj6c/TjUuCNNr5cI/AAAAAAAAAVo/r4lWHN2gzHY/s400/Wunderland%2BVilla%2BSavoye.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-edRO_u1qD8E/TjUt1e6mseI/AAAAAAAAAVg/NMuOUjHd7gg/s1600/Wunderland%2BVilla%2BSavoye%2BAu%25C3%259Fen.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5635460905579229666" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-edRO_u1qD8E/TjUt1e6mseI/AAAAAAAAAVg/NMuOUjHd7gg/s400/Wunderland%2BVilla%2BSavoye%2BAu%25C3%259Fen.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;Institut &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;für &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Religions-&lt;br /&gt;sexologie &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;"Am Morgen weckte mich das Klingeln an der Tür. Aber ich hatte keine Türglocke. Ich bewohnte eine Mansarde, in einem &lt;em&gt;Portacamp - &lt;/em&gt;habe ich von den ... Wohnverhältnissen im Lager schon erzählt?“, der Junge schaute, fragend, an uns vorbei, draußen dämmerte es. Die Geräusche in der &lt;em&gt;Deutschsprachigen Gemütlichkeit&lt;/em&gt; klangen wie aus der Ferne. „Ich hatte ein Einzelzimmer, hätte aber auch in einer WG wohnen können. Frauen- und Männer-WG's waren damals getrennt, ich weiß aber, daß es nach meiner Zeit gemischte WG's gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stand auf. In meinem Traum war das Klopfen des Mädchens an der Tür der Mansarde der Ton einer Glocke. Wir überquerten ein &lt;em&gt;Pausenhof&lt;/em&gt; genanntes Areal, es war kühl, ein paar machten in Trainingsanzügen Tai-Chi, und setzten uns auf die Terrasse des Speisesaals, vis à vis meines Portacamps, wo es nach Kaffee roch, aber nicht nach dem Filterkaffee von Mutter. Im Lager habe ich das Trinken von &lt;em&gt;Espresso&lt;/em&gt; kennengelernt“, der Junge wandte sich an mich, schaute mich aber wieder nicht an, sondern knapp an mir vorbei, „in Teheran trinken wir Tee, wie in London, obwohl man in London Kaffee trank, lange bevor sich der Tee durchsetzte, was niemand mehr weiß, und in den Kaffehäusern Londons sei im 17. Jahrhundert die Moderne entstanden, behauptete die Professorin und Feminstin, die dafür verantwortlich war, daß die Elite im Lager Kaffee trank, und auf die ich zurückkommen werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich aus der Telefonzelle hinausgerannt war, und gesagt hatte, ich müsse weg, hatte das Mädchen gesagt, ich solle packen. Viel zu Packen war nicht. Ich hatte, als sie mich an der Grenze zwischen dem Park und der Landschaft abgesetzt hatten, nur meine Kleider. Alles andere – zusätzliches &lt;em&gt;Gewand&lt;/em&gt;, wie sie in der Provinz hier sagen, Möbelstücke, Bücher - waren recht unbürokratisch in Depots der zuständigen Wohlfahrtskomitees zu besorgen gewesen. Gegen sechs hatte mich das Mädchen geweckt, kurz darauf hatten wir das Frühstück beendet und in der Caféteria Brot, Wurst, Obst und eine Flasche Bier gekauft, aber &lt;em&gt;gekauft&lt;/em&gt; ist nicht das richtige Wort, denn es gab im Lager kein Geld. Ich ging in mein Zimmer, nahm meinen Rucksack, den ich in der Nacht schon gepackt hatte, dann brachen wir auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war kühl und es roch … wie es am frühen Morgen in Teheran in den Bergen halt riecht. Wir marschierten durch einen Wald, der dichter wurde und auf einmal aufhörte, dann durch eine Landschaft aus Stein, es wurde wärmer, als wir unser Ziel erreicht hatten, war es Mittag und heiß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser Ziel war ein mehrstöckiges, weißes Gebäude, in einem Garten, mitten in der Landschaft aus Stein. Das Gebäude war das Werk eines avantgardistischen, oder futuristischen Architekten, ich kenne mich mit Architekten nicht aus. Es hätte von &lt;em&gt;Le Corbusier&lt;/em&gt; sein können. In Weiß, wie gesagt, mit horizontalen Fenstern, Glasschiebewänden, Betonpfosten, Terrassengarten, Dachgarten usw. Auf einem Schild stand&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;INSITUT FÜR RELIGIONS&lt;strong&gt;SEXOLOGIE&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich las, und lachte, und sagte, es hätte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;INSTITUT FÜR RELIGIONS&lt;strong&gt;SOZIOLOGIE&lt;/strong&gt; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;heißen müssen. &lt;em&gt;Sexologie stimmt schon&lt;/em&gt;, sagte die Professorin und Feministin, die auf einmal neben mir stand, als hätte sie im Garten auf uns gelauert. Ich dachte, ich hätte sie am Vortag im Lager, d.h. im Zentrum des Lagers, denn auch das Gebäude gehörte zum Lager, gesehen. Die Professorin und Feministin hatte ich immer heiter erlebt, und sympathisch, weil sie mir nie arrogant schien, jetzt aber - nicht daß sie arrogant gewesen wäre -, aber als sie uns durch das Gebäude führte, d.h. mich, dem Mädchen, schien das Gebäude vertraut, erschien sie mir ernst, und womöglich besorgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt; &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-3609336756043765849?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/3609336756043765849/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=3609336756043765849' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3609336756043765849'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3609336756043765849'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/07/wunderland-29-institut-fur.html' title='Wunderland 29'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-WuugEhOsj6c/TjUuCNNr5cI/AAAAAAAAAVo/r4lWHN2gzHY/s72-c/Wunderland%2BVilla%2BSavoye.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-9010055916008837797</id><published>2011-07-19T22:35:00.023+02:00</published><updated>2011-07-20T00:12:25.925+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 28</title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-SsHSjO3Ck3g/TiXquYJBc-I/AAAAAAAAAUo/DDU5011HS8A/s1600/Wunderland%2B28.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5631164991571850210" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-SsHSjO3Ck3g/TiXquYJBc-I/AAAAAAAAAUo/DDU5011HS8A/s400/Wunderland%2B28.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Aber es gäbe eine gemeinsame Wurzel des Pornographischen in Adornos Werk und dessen Person ..."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;Das Mädchen und der Professor waren zur selben Zeit in das Lager gebracht worden. Beide waren überzeugt, das Plakat sei ihnen zum Verhängnis geworden – nicht zu Unrecht wie ich annehme -, also jene Zeile, die man als&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;THEODOR a PORNO&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;hätte lesen können. In seiner Verzweiflung hatte der Professor jedem, der ihm im Lager über den Weg gelaufen war, zu erklären versucht, daß &lt;em&gt;Adorno&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Porno&lt;/em&gt; miteinander nichts zu tun gehabt hätten, (obwohl die Mehrheit der Lagerbewohner ihrerseits mit Adorno nichts zu tun gehabt hatte, was sich in Folge, und dank des Professors, aber änderte), daß Adorno Komponist und Philosoph gewesen sei, und folglich für Porno keine Zeit haben konnte, nicht einmal den Jazz hätte er goutiert.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Mit seinen Beteuerungen, daß &lt;em&gt;Adorno&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Porno&lt;/em&gt; miteinander nichts zu tun gehabt hätten, wollte der Professor seine Entlassung aus dem Lager bewirken, resp. die Faschisten veranlassen, ihm den Prozeß zu machen, in der Hoffnung, Adornos und damit seine eigene Unschuld beweisen zu können. Natürlich hätte der Professor das Lager einfach verlassen können, und aus Teheran flüchten, er hätte dann aber mit Repressalien gegen seine Angehörigen zu rechnen gehabt, wie gesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Nachdem er dann aber eine Zeit lang im Lager verbracht, und begonnen hatte, dessen Vorteile zu genießen, wollte der Professor dieses nicht mehr verlassen, und was er am Anfang begehrt hatte - nämlich entlassen zu werden -, &lt;em&gt;fürchtete&lt;/em&gt; er jetzt, zumal er glaubte, daß er mittlerweile in seinen Seminaren und Kursen einem anfangs ratlosen, aber zunehmend enthusiastischen Publikum (der Professor war ja ein begnadeter Redner) die Unschuld Adornos, und damit seine eigene, hinreichend bewiesen hätte. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In einer aufsehenerregenden Rede erklärte er schließlich, daß entgegen seinen bisherigen Behauptungen, &lt;em&gt;Adorno&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Porno&lt;/em&gt; sehr viel miteinander zu tun gehabt hätten, nicht in dem Sinn, daß Adorno ein Pornograph gewesen wäre. Pornographische Schriften hätte er keine verfaßt. Jedoch hätte er - der Professor - es bislang versäumt, seine Zuhörer auf bestimmte Details in Adornos Biographie aufmerksam zu machen. In weiterer Folge war im Zusammenhang mit jener aufsehenerregenden Rede ein Wortspiel entstanden: Der Professor hätte mit der Vorlesung nicht &lt;em&gt;Aufsehen erregen&lt;/em&gt;, vielmehr die – unsichtbaren - &lt;em&gt;Aufseher erregen &lt;/em&gt;wollen. D.h. die Aufseher provozieren, und veranlassen wollen, ihm so lange wie möglich die Entlassung aus dem Lager zu verweigern.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dazu müsse man sagen, sagte das Mädchen, daß im Lager durch die Vorträge des Professors eine große &lt;em&gt;Adorno-Gemeinde&lt;/em&gt; entstanden war, die sich intensiv mit der Neuen Musik und der sogenannten &lt;em&gt;Kritischen Theorie &lt;/em&gt;auseinanderzusetzen begann. Wie man sich vorstellen kann, hatte die Kehrtwendung des Professors diese AnhängerInnen Adornos schockiert, zumal er bei einer anderen Rede einen Schritt weiter ging. Er behauptete, die Details in Adornos Biographie seien keineswegs unbedeutende pornographische Einzelepisoden, sondern Ausdruck von Adornos &lt;em&gt;Person&lt;/em&gt;. Zwar wolle er nicht behaupten, daß - bloß weil Adorno sich pornographisch betätigt habe, und weil diese pornographischen Betätigungen Ausdruck von Adornos Person seien - Adornos &lt;em&gt;Werk&lt;/em&gt; ein pornographisches sei. Aber es gäbe eine gemeinsame Wurzel des Pornographischen in Adornos Werk und dessen Person. An dieser Stelle verwendete das Mädchen den Ausdruck &lt;em&gt;Porno-Biographie&lt;/em&gt;, und lachte, obwohl sie mir sonst, wenn sie vom Professor und Adorno erzählte, traurig erschien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Durch sein Verhalten hatte der Professor nicht nur &lt;em&gt;Die Gemeinde Adornos&lt;/em&gt; vor den Kopf gestoßen, wie sich die Adorno-Gemeinde nun nannte, nach und nach wurde er vom ganzen Lager geächtet, bis er eines Tages verschwand. Allerdings sei der Professor, versicherte das Mädchen, im Lager. Das Lager sei ja groß, der Professor halte sich in einer entlegenen Region auf, oder vielmehr versteckt. Sie stünde mit ihm in Kontakt, und bei bestimmten Anläßen mische er sich auch unter die Lagerbewohner, die ihn jeodch, von Neuankömmlingen abgesehen, nicht einmal ignorierten, wie man in den Deutschsprachigen Bergen gesagt haben würde. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Was die beiden sich widersprechenden Wünsche betraf - im Lager bleiben oder dieses verlassen zu wollen -, ging es mir wie dem Professor. Oder umgekehrt. In dem Sinn, daß ich &lt;em&gt;am Anfang&lt;/em&gt; lieber gestorben wäre, als das Lager zu verlassen. Bis mir Mutter einfiel“. Der Junge schaute zum Groben. Seit er vom Klo zurück war, hatte er, wenn er nicht gerade auf den Boden oder auf den Tisch geschaut hatte, oder ins Bierglas, immer zu mir oder zum Groben geschaut, zum Feinen nicht mehr, „die Mutter mußte ja … Gott habe sie selig … diese Tabletten … es ging mir wie in dem Lied &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;em&gt;Ich möchte am liebsten weg sein&lt;/em&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;em&gt;Und bleibe am liebsten hier&lt;/em&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich war unentschlossen, und - wie man in Bergen hier sagt – &lt;em&gt;unrund&lt;/em&gt;, und sagte es schließlich dem Mädchen. Du mußt zur &lt;em&gt;Telefonzelle&lt;/em&gt;, sagte das Mädchen, so, als handelte es sich bei der Telefonzelle nicht um eine Telefonzelle, sondern um eine Institution. Von einer Telefonzelle im Lager wußte ich nichts. Ich hatte angenommen, daß es keinen direkten Kontakt zwischen dem Lager und der Außenwelt gab. Daß man Briefe schreiben und erhalten konnte, wußte ich zwar – über das dafür zuständige Komitee selbstverständlich -, aber man mußte damit rechnen, daß sie die Briefe abfingen und zensurierten. Das Mädchen wußte, daß ich den Gedanken nicht ertug, sie könnten meine Briefe an Mutter abfangen und zensurieren, daher die Telefonzelle. Sie erwarte mich am Abend, um zehn, vor dem &lt;em&gt;Amphitheater&lt;/em&gt;, es klang wie ein Rendezvous, sie kam mir aber am Abend, um zehn, vor dem Amphitheater, ungewohnt ernst vor. Wir spazierten auf die letzte Terrasse hinauf, zu jener Stelle, an der sie mich am ersten Abend abgesetzt hatten, an der Grenze zwischen dem Park und der kanadischen Landschaft, die ich mittlerweile schon mehrmals aufgesucht hatte, jedesmal in Begleitung des Mädchens, und jedesmal waren wir, nachdem wir die Terrasse erreicht hatten, nach links in einen schütteren Wald eingebogen. Aber jetzt führte sie mich, indem sie mich an der Hand nahm – zum ersten Mal, aber ich spürte, obwohl ich sie begehrte, und nachträglich gesehen, womöglich sogar liebte, keine Erregung -, sie nahm mich also an der Hand, und diesmal führte sie mich nach rechts, auf einen Weg, in einen anderen, dichteren Wald. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Bald hörte der Weg auf, wir begannen uns durch die Bäume zu kämpfen, und weil ich ihre Hand, oder sie meine, nicht loslassen wollte, hätte uns ein Beobachter für zwei ungelenke, sich ständig verrenkende Tänzer halten können. Wir kamen zu einer ungewöhnlich - oder soll ich sagen unheimlich? - hellen Lichtung. Ich schaute hinauf, und sah, zum ersten Mal seit sie mich in das Lager gebracht hatten, den Mond.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Telefonzelle - sie stand mitten in der Lichtung - kam mir auf eine seltsame Weise bekannt vor, als hätte ich sie schon einmal gesehen, in einem amerikanischen Kinofilm, der in Kanada spielt, oder in einem britischen. Aber ich kenne weder einen amerikanischen noch einen britischen Kinofilm, in dem eine Telefonzelle vorkommt - jedenfalls keine in einer Lichtung im Wald - noch überhaupt einen Film, der in Kanada spielt.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In Wahrheit hatte mich die Telefonzelle an eine Telefonzelle in einer Folge einer amerikanischen Serie erinnert. Durch einen Flugzeugabsturz strandet eine Gruppe junger Amerikaner auf einer Insel. Die Insel war früher bewohnt, aber aus irgendeinem, mir nicht mehr erinnerlichen Grund als die jungen Amerikaner dort stranden wieder entvölkert gewesen, oder evakuiert. Die Gebäude und die Infrastruktur der entvölkerten - oder evakuierten - Stadt auf der Insel wirkten wie die Fassaden einer verfallenden Filmstadt. In der Szene, an die mich die Telefonzelle in der Lichtung erinnerte, versucht einer der jungen, auf der entvölkerten - oder evakuierten - Insel Gestrandeten von einer Telefonzelle aus nach Hause anzurufen, obwohl er weiß, oder wissen müßte, daß die Telefonzelle seit langem defekt ist, währenddessen sitzen die anderen Gestrandeten in den Überresten einer Bar. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Die Telefonzelle in der Lichtung war nicht defekt, obwohl sie genauso marod und &lt;em&gt;abgefuckt &lt;/em&gt;aussah, wie die Telefonzelle in der amerikanischen Serie. An ihre Farbe kann ich mich nicht mehr erinnern, es war eine Telefonzelle von einer Art, wie es sie, wenigstens damals, in Teheran nicht gab, am ehesten hätte sie nach London gepaßt, und so gesehen, war sie am ehesten rot. Ich war, soweit ich mich erinnere, am Rand der Lichtung gestanden, und hatte die Telefonzelle angestarrt, als wäre sie etwas Sensationelles, was sie ja tatsächlich auch war, bis mir das Mädchen bedeutete, daß ich hineingehen soll, und mir Glück wünschte - noch bevor ich Gelegenheit hatte, ihrer Anweisung Folge zu leisten -, als stünde ich vor einer gefährlichen Prüfung. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;In der Telefonzelle war ein weißer, an einem Halter befestigter Becher aus Plastik, mit mehreren Münzen. Ich warf eine in den Schlitz, und wählte unsere Nummer, legte aber, bevor es zu läuten begann, wieder auf. Dann probierte ich es nochmal. Mutter war am Apparat, wie immer, auch wenn es ihr schlecht ging.“ Der Grobe nickte, der Feine musterte den Jungen, halb argwöhnisch, wie mir schien, und halb ratlos, „ich wollte mich entschuldigen, daß ich mich so lange nicht gemeldet hatte. Stattdessen sagte ich: &lt;em&gt;Wo bist Du, um Himmels Willen, wo bist Du?&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;em&gt;Beruhige Dich&lt;/em&gt;, sagte Mutter. Aber es war nicht ihre Stimme sondern meine, die ich - nur zu gut - kannte, nur, daß meine Stimme noch mädchenhafter klang als, wie sie in den Bergen hier sagen, ohnehin schon. Ich hatte einmal bei &lt;em&gt;SchülerInnen machen Radio &lt;/em&gt;mitgemacht, einem von der Kaiserin initiierten Projekt, worauf ich sehr stolz war. Mutter hatte die Sendung aufgezeichnet, und ich war über die Mädchenhaftigkeit meiner Stimme entsetzt gewesen. &lt;em&gt;Ich habe&lt;/em&gt;, hörte ich mich sagen, &lt;em&gt;in allen Amts- und Revolutions- und Polizeistuben nach Dir gesucht&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Du kannst Dir nicht vorstellen -&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;em&gt;Ich kann es&lt;/em&gt;, sagte die mädchenhafte Stimme, also meine eigene, am anderen Ende der Leitung. Es reichte mir und ich lief aus der Telefonzelle. Das Mädchen stand rauchend am anderen Ende der Lichtung. &lt;em&gt;Du mußt mir helfen&lt;/em&gt;, sagte ich, &lt;em&gt;ich muß nach Hause&lt;/em&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-9010055916008837797?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/9010055916008837797/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=9010055916008837797' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/9010055916008837797'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/9010055916008837797'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/07/wunderland-28.html' title='Wunderland 28'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-SsHSjO3Ck3g/TiXquYJBc-I/AAAAAAAAAUo/DDU5011HS8A/s72-c/Wunderland%2B28.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-8214520218834926551</id><published>2011-06-10T11:11:00.016+02:00</published><updated>2011-08-31T22:21:45.600+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 27</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Brc9I8VsbyU/TfHgQTQcW0I/AAAAAAAAAUg/cVjCroTdUsM/s1600/Adorno_Theodor.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5616516780959488834" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 313px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-Brc9I8VsbyU/TfHgQTQcW0I/AAAAAAAAAUg/cVjCroTdUsM/s400/Adorno_Theodor.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;... und bei Unkenntnis von &lt;em&gt;Adorno&lt;/em&gt; den Eindruck haben konnte, es würde ein &lt;em&gt;Theodor&lt;/em&gt; genanntes, pornographisches Werk angekündigt ...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„&lt;em&gt;Wie &lt;/em&gt;diese Aktivitäten in eine Bekehrung münden oder zu einer Umerziehung führen sollten, war mir nicht klar. Einer der Lagerbewohner, ein junger Dozent der Sprachwissenschaft, ein &lt;em&gt;Schlaksiger&lt;/em&gt;, wie man in den Bergen hier gesagt haben würde, hatte eine Theorie, &lt;em&gt;Die Theorie des Parvis &lt;/em&gt;genannt, so hieß der Dozent, auf den ich eifersüchtig war, denn das Mädchen, sie hieß übrigens &lt;em&gt;Nika&lt;/em&gt;, nannte ihn ihren Freund. Das Mädchen und der Dozent verbrachten viel Zeit miteinander und es war, soweit ich mich erinnere, das Mädchen, das mir &lt;em&gt;Die Theorie des Parvis &lt;/em&gt;erklärte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Theorie des Parvis&lt;/em&gt; besagte, daß nicht die Lehrveranstaltungen in eine Bekehrung münden oder zu einer Umerziehung führen konnten, sie wurden ja von den Inhaftierten selbst geplant und gestaltet - sondern die Tatsache, daß man als Inhaftierter im Lager studieren und musizieren und leben und lieben konnte, wie man wollte, beeindruckte die Inhaftierten - so das Mädchen, als sie mir die Theorie des Parvis erklärte -, und es käme zu einem &lt;em&gt;Umdenkprozeß&lt;/em&gt;. &lt;em&gt;So schlecht&lt;/em&gt;, würden die Inhaftierten sich denken, &lt;em&gt;kann der religiöse Faschismus nicht sein&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;wenn er seine Feinde so behandelt&lt;/em&gt;, und: &lt;em&gt;Vielleicht ist er gar kein Faschismus&lt;/em&gt;, und nach der Entlassung könnte man sich ja dafür engagieren, ganz Teheran in ein Umerziehungslager der religiösen Faschisten zu verwandeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Manche im Lager verwarfen die Theorie des Dozenten, resp. hielten sie für zu flach. Diese Kritiker teilten sich in zwei Lager. Das eine stellte den Umerziehungscharakter des Lagers ganz in Frage, aber ohne angeben zu wollen, oder zu können, welchem Zweck das Lager sonst dienen sollte. Womöglich, so die Vertreter jenes ersten Lagers der Kritiker des Dozenten, wüßten nicht einmal die Faschisten, warum sie ihre Gegner in ein Lager verschleppten, um ihnen dann dort alle Freiheiten zu geben, und ein sorgenfreies und erfülltes Leben zu ermöglichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für das Wohlbefinden im Lager war tatsächlich gesorgt. Es gab mehrere Wohlfahrtskomitees, oder -kommissionen, ich weiß es nicht mehr, eine Art Lagerbehörde, die sich um die Bedürfnisse der Bewohner kümmerte, Ernährung, Wohnung, Bekleidung usw., alles was in Teheran zu beschaffen war – aber gelegentlich kaufte man auch im Ausland -, Kaffee, Zigaretten, Kaugummis, Computer, Kondome, Bücher und Zeitschriften, Einrichtungsgegenstände, Hifi- und TV-Geräte, auch Unterlagen für Seminare und Kurse, bis hin zu den ausgefallenen Instrumenten – die Kommissionen besorgten fast alles.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich taten die Kommissionen nichts anderes, als Listen von Bedürfnissen zu erstellen, und diese dann an der sogenannten &lt;em&gt;Schleuse&lt;/em&gt; abzugeben. Die Güter wurden von den Faschisten besorgt und, wiederum über die Schleuse, ins Lager geliefert. Mit der Zeit, so das Mädchen, hätte sich ein Schema ergeben. Die Kommisionen deponierten die Listen am Nachmittag in den Schleusen, die Faschisten lieferten in der Nacht, so daß es zwischen den Faschisten und den Lagerbewohnern zu keiner Begegnung kommen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum es für die Erstellung der Listen und ihrer Abgabe an der sogenannten Schleuse dieses ganzen Verwaltungsapparates der Komitees oder Kommissionen bedurfte, konnte mir niemand erklären. Es handelte sich möglicherweise um das, was man in den Deutschsprachigen Bergen &lt;em&gt;Beschäftigungstherapie&lt;/em&gt; nennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Schleuse war eine Garagenhalle an einer langen Ziegelsteinmauer, im Süden des Lagers, wobei ich &lt;em&gt;Süden&lt;/em&gt; nur aus einem vagen Gefühl heraus sage, meine Orientierung ist schlecht. Eines der beiden Tore der Garage öffnete sich zum Lager hin, das andere, gegenüberliegende, nach außen. Die Mauer umschloß im Übrigen nicht das ganze Lagergelände, sondern eben nur jenen 'Süden'. Ich erfuhr - vom Mädchen glaube ich -, daß sich das Lager innerhalb eines Sperrgebietes im Norden von Nord-Teheran befand. Lagerfremde Personen durften das Sperrgebiet nicht betreten, hingegen durften die Lagerbewohner die Sperren zu jeder Tages- und Nachtzeit passieren - wenn sie denn wollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber zurück zu den Theorien des Parvis, resp. zu der ersten Gruppe von dessen Kritikern, die behaupteten, womöglich wüßten nicht einmal die Faschisten, warum sie das Lager errichtet hatten - und es sei daher müßig, sich als Inhaftierter den Kopf für die Inhaftierer zu zerbrechen. Vielmehr sollte man die Freiheit im Lager genießen, so lange es ginge, statt über Dinge zu spekulieren, über die es keine Gewissheit geben könnte usf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite Gruppe der Kritiker des Dozenten war zwar auch der Auffassung, daß der Zweck des Lagers die Umerziehung sei, resp. die Bekehrung, meinte aber, keiner der Lagerinsassen könne so dumm sein - und Parvis selbst sei das beste Beispiel dafür -, jenes vermeintlliche Kalkül der Faschisten &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; zu durchschauen. Auch die Faschisten selbst, so jene Gruppe der Kritiker, könnten doch nicht so dumm sein, die Inhaftierten im Lager für so dumm zu halten, einem solchen Kalkül &lt;em&gt;auf den Leim zu gehen&lt;/em&gt;, wie man in den Deutschsprachigen Bergen gesagt haben würde. Der Umerziehungseffekt habe vielmehr mit einer &lt;em&gt;Eigenschaft des Menschen&lt;/em&gt; zu tun. Die Wortführerin jener Kritikergruppe, eine sympathische und ältere Professorin der Philosophie, und Teheraner Feministin, hat mir jene Eigenschaft einmal zu erklären versucht, ich habe sie aber vergessen, oder seinerzeit schon nicht verstanden. So weit ich noch weiß, hatten die Argumente der Professorin mit der &lt;em&gt;Freiheit&lt;/em&gt; oder der &lt;em&gt;Möglichkeit der Freiheit&lt;/em&gt; zu tun, wie sie sagte. Jetzt fällt mir das Argument - d.h. eines ihrer Argumente fällt mir jetzt wieder ein: Die im Lager herrschende Kombination aus Freiheit und Sorglosigkeit stellte, so die Professorin, nicht nur die Verhältnisse in Teheran auf den Kopf, sie sei auch auf der ganzen Welt einzigartig. Denn die &lt;em&gt;maximale Freiheit &lt;/em&gt;im Lager sei nur möglich angesichts der &lt;em&gt;maximalen Unfreiheit &lt;/em&gt;im Rest-Teheran. Aber die maximale Freiheit, so die Professorin und Feministin, würde über kurz oder lang in eine Sehnsucht nach der maximalen Unfreiheit münden – also eine Sehnsucht nach der Unterwerfung unter dem Gott der Religion Teherans.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch wenn ich die Argumente der Professorin und Feminsitin nicht wirklich verstand – ihre Behauptung, die im Lager herrschende Freiheit und Sorglosigkeit sei weltweit einzigartig gewesen, war richtig, sodaß ich mich fragte, was einen Bewohner des Lagers hätte veranlassen können, dieses je verlassen zu wollen. Man war nirgendwo in Teheran so frei - resp. auf der ganzen Welt -, und solange man seinen MitbewohnerInnen keinen Schaden zufügte, konnte man machen, was immer man wollte, das Nichtstun miteingeschlossen.“&lt;br /&gt;„Dolce far niente“, sagte der Grobe. Sein Gesicht schien ein Genießen auszudrücken, aber auch etwas anderes, womöglich Verachtung.&lt;br /&gt;„Falls ein Bewohner des Lagers etwas zu tun beschloß, oder zu studieren, oder selbst zu unterrichten, brauchte er bloß der zuständigen Kommission seinen Wunsch mitzuteilen, um jede mögliche Unterstützung zu erhalten. Die historischen Instrumente zum Beispiel hatte sich ein Professor gewüncht, ein weltweit anerkannter Theoretiker der &lt;em&gt;Neuen Musik&lt;/em&gt;, den ein trauriges Mißverständnis - oder soll ich sagen ein glückliches? - ins Lager gebracht hatte. Der Professor war Spezialist für Neue Musik, aber liebte es, die neue Musik auf ausgefallenen und alten Instrumenten zu spielen bzw. spielen zu lassen, daher das &lt;em&gt;Clavycytherium&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;die Trompette marine&lt;/em&gt; und das &lt;em&gt;Colascione&lt;/em&gt;. Vor seiner Inhaftierung im Lager hatte er sich das Ziel gesetzt, die Teheraner Massen – und nicht nur die &lt;em&gt;Bildungsbürger&lt;/em&gt;, wie er sagte – für die Neue Musik zu begeistern, weshalb er sich nicht mit den Lehrveranstaltungen auf seiner Universität begnügt hatte, und mit seinen AssistentInnen und StudentInnen auf die Straße gegangen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Situation der Künste nach dem Sieg der Revolution in Teheran kann man mit der Situation der Künste nach dem Sieg der Revolution in Russland vergleichen, da erlebten die Künste einen Aufschwung, der in Teheran aber nur kurz dauerte. Der Professor veranstaltete vor - vor allem aber nach - der Revolution &lt;em&gt;happenings&lt;/em&gt;“, der Junge wandte sich an mich, „ein &lt;em&gt;happening&lt;/em&gt; ist eine oft künstlerische Aktion, bei der versucht wird, das Publikum einzubeziehen, zum Beispiel durch Provokationen.“ Offenbar hielt mich der Junge nicht nur in Sachen Teheran für einen Idioten, sondern generell. Oder er war erregt und verwirrt - obwohl er einigermaßen geordnet erzählte -, und sagte, was immer ihm einfiel.&lt;br /&gt;„Der Professor, ein begnadeter und auch bei der Unterschicht äußerst beliebter Redner, kombinierte bei den happenings Ausführungen über die Theorie der Neuen Musik mit Elementen des Straßentheaters, Video- und Objektinstallationen sowie der Methode der &lt;em&gt;Publikumsbeschimpfung&lt;/em&gt;. Die happenings wurden durch Plakate angekündigt, gestaltet von einer Studentin der Hochschule für Bildende Künste. Bei einem der happenings, das sein letztes sein sollte, behandelte der Professor eine Schrift von &lt;em&gt;Theodor Adorno&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Philosophie der neuen Musik&lt;/em&gt;. Die Studentin hatte die Gewohnheit, die Buchstaben auf den Plakaten - wie es ja jetzt auch in den Deutschsprachigen Bergen üblich geworden ist - zu verschieben und/oder zu verdrehen. So verfuhr sie auch beim Werbeplakat für das happening über Adorno, das in ganz Teheran, wie mir das Mädchen erzählte, affichiert worden war.&lt;br /&gt;Jahre später habe ich erfahren, daß die Plakatkünstlerin niemand anderer war als das Mädchen selbst. Warum sie behauptet hatte, sie wäre wegen Marx in das Lager gebracht worden, weiß ich nicht. Vermutlich schämte sie sich für das besagte Plakat. Die erste Zeile des Plakates lautete: &lt;em&gt;Theodor Adorno&lt;/em&gt;. Die zweite: &lt;em&gt;Philosophie der neuen Musik&lt;/em&gt;. Zwischen dem &lt;em&gt;A &lt;/em&gt;des &lt;em&gt;Adorno &lt;/em&gt;und dessen &lt;em&gt;d &lt;/em&gt;hatte das Mädchen einen ungewöhnlich großen Abstand gelassen, und das &lt;em&gt;d&lt;/em&gt; um etwa 90 Grad verdreht, so daß man das &lt;em&gt;d &lt;/em&gt;mit einiger Phantasie als &lt;em&gt;p&lt;/em&gt; -&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;THEODOR A PORNO&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- lesen, und bei Unkenntnis von Adorno den Eindruck haben konnte, es würde ein &lt;em&gt;Theodor&lt;/em&gt; genanntes, pornographisches Werk angekündigt, was aber weder dem Mädchen aufgefallen war noch dem Professor.“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-8214520218834926551?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/8214520218834926551/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=8214520218834926551' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/8214520218834926551'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/8214520218834926551'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/06/wunderland-27.html' title='Wunderland 27'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-Brc9I8VsbyU/TfHgQTQcW0I/AAAAAAAAAUg/cVjCroTdUsM/s72-c/Adorno_Theodor.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-4952096116042669326</id><published>2011-05-22T22:04:00.014+02:00</published><updated>2011-05-22T22:39:41.132+02:00</updated><title type='text'>Der Heiligenscheinorgasmus im TV</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-DGY9JJZDLyI/Tdlw2dHywWI/AAAAAAAAAUU/b9Y7bLw3X9Y/s1600/HSO%2B216.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5609638891699224930" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-DGY9JJZDLyI/Tdlw2dHywWI/AAAAAAAAAUU/b9Y7bLw3X9Y/s400/HSO%2B216.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der folgende TV-Bericht des Österreichischen Rundfunks (ORF) über die szenisch-musikalische Auführung des &lt;em&gt;Heiligenscheinorgasmus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href="http://tvthek.orf.at/programs/1299-a-viso/episodes/2269167-a-viso/2272229--Heiligenscheinorgasmus"&gt;http://tvthek.orf.at/programs/1299-a-viso/episodes/2269167-a-viso/2272229--Heiligenscheinorgasmus&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ist noch bis 28. Mai 2011 online.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Premiere fand am 21. Mai statt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weitere Aufführungs-Termine: Do, 26. Mai und Fr, 27. Mai&lt;br /&gt;Beginn jeweils 20.00&lt;br /&gt;Ort: echoraum, Sechshauserstr. 66, 1150 Wien&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kartenreservierungen unter: &lt;a href="mailto:heiligenschein@chello.at"&gt;heiligenschein@chello.at&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-4952096116042669326?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/4952096116042669326/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=4952096116042669326' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/4952096116042669326'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/4952096116042669326'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/05/der-heiligenscheinorgasmus-im-tv.html' title='Der Heiligenscheinorgasmus im TV'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-DGY9JJZDLyI/Tdlw2dHywWI/AAAAAAAAAUU/b9Y7bLw3X9Y/s72-c/HSO%2B216.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-4992374659202237291</id><published>2011-05-15T23:04:00.022+02:00</published><updated>2011-07-23T14:04:37.239+02:00</updated><title type='text'>„Atheisten raus aus dem Gemeindebau!“</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-MZAQABu61hU/TdBA7IYgIFI/AAAAAAAAAT8/hCVKOU3QpN0/s1600/gemeindebau.jpg"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5607052920682979410" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 268px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-MZAQABu61hU/TdBA7IYgIFI/AAAAAAAAAT8/hCVKOU3QpN0/s400/gemeindebau.jpg" border="0" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;strong&gt;Weitere Irrungen und &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;Wirrungen &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;in der Islam-Debatte&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt; &lt;strong&gt;(2)&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier die angekündigte Replik auf den ersten Teil von L.O.‘s Kommentar zu &lt;em&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können &lt;/em&gt;(siehe das vorige post).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gilt der Versuchung zu widerstehen, die vielen argumentatorischen und logischen Pannen im Text des Kommentars bloß aufzulisten und zu korrigieren. Denn die Irrungen und Wirrungen in diesem Kommentar sind nicht einfach nur den Idiosynkrasien eines Individuums geschuldet. Sie sind dem aktuellen Islam-Diskurs immanent. Hinter der offenkundigen &lt;em&gt;Unlogik &lt;/em&gt;solcher Kommentare muß die &lt;em&gt;Logik&lt;/em&gt; des aktuellen Islam-Diskurses nachgezeichnet werden. Eines Diskurses, der - angetrieben von hochwirksamen Denkverboten - auf eine Diskurs&lt;em&gt;verhinderung&lt;/em&gt; abzielt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dennoch müssen die zum Teil bizarren Fehlleistungen des Kommentars in einem ersten Schritt benannt und richtiggestellt werden. Erst daran kann eine Fortführung der in &lt;em&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können &lt;/em&gt;begonnenen Kritik an jener Logik der Diskursunterbindung anknüpfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Der erste Teil von &lt;em&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können&lt;/em&gt; gibt nicht, wie der Kommentator vermutet, die &lt;em&gt;Grundlage&lt;/em&gt; für alles Spätere ab. Er soll vielmehr zu einem der Denkfiguren des Textes erst &lt;em&gt;hinführen&lt;/em&gt; - zu jenem des &lt;em&gt;Ersatzdiskurses&lt;/em&gt;. Der Verweis auf den antiarabischen Diskurs im Iran hat die Funktion, dem europäischen Leser - in gebotener Kürze - ein Denkfenster zu öffnen. Der Blick in den fernen iranischen Spiegel soll ihn für die Mechanismen, die den Islam-Diskurs in &lt;em&gt;Europa&lt;/em&gt; steuern, sensibilisieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für die hinführende Funktion dieses Arguments ist es im übrigen irrelevant, wie verbreitet jener Ersatzdiskurs im Iran tatsächlich sein mag. Es geht um das Aufzeigen eines Möglichkeitsfelds (siehe auch die weitere Diskussion über den antiarabischen Diskurs im Iran in den folgenden posts) .&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Im Kommentar heißt es:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Nach Meinung des Verfassers [waren] die Araber“ den Iranern „kulturell weit unterlegen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Verfasser behauptet dies nirgendwo. Es ist der &lt;em&gt;fiktive iranische Gesprächspartner&lt;/em&gt;, der seinen ebenfalls fiktiven europäischen Gesprächspartner „dahingehend aufklärt, daß der kulturell hochstehende Iran im 7. Jahrhundert von den ‚primitiven‘ Arabern erobert wurde“.&lt;br /&gt;Die Rede des fiktiven Iraners von der kulturellen Unterlegenheit der Araber ist für den antiarabischen Diskurs im Iran allerdings repräsentativ. Bezeichnenderweise teilt auch der Kommentator selbst - ein Iraner, der das antiarabische Ressentiment im Iran mit allen möglichen Verrenkungen kleinzureden versucht - diese Meinung. Er schreibt (siehe die folgenden posts in diesem blog): „Die Iraner nahmen, auf wessen [sic] Grund auch immer, Islam an und da sie kulturell und zivilisatorisch den arabischen Nomaden haushoch überlegen waren integrierten sie die neue Religion in ihrer [sic] kulturellen Verdauungssystem“.&lt;br /&gt;Die Frage die man hier an L.O. – sowie an alle Iraner, die einem antiarabischen Diskurs das Wort reden, den antiislamischen Charakter dieses Diskurses aber verleugnen - stellen muß, ist natürlich die folgende: „Wenn denn die Araber den Iranern ‚kulturell und zivilisatorisch haushoch unterlegen waren‘ - wie hast Du’s dann mit dem Islam, der ja (wenn man nicht gerade an seinen göttlichen Ursprung glaubt), genau jenen 'kulturellen und zivilisatorischen Niederungen' entsprungen sein müßte?“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Im Kommentar heißt es: „Nach Meinung des Verfassers […] zwangen [die Araber die Iraner] ihre eigene Religion aufzugeben und zur [sic] Islam zu konvertieren“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch dies wird im &lt;em&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können&lt;/em&gt; nirgends behauptet. Es heißt dort vielmehr: „ … daß die Araber den Iranern den Islam &lt;em&gt;gebracht haben&lt;/em&gt;“. Die Hintergründe der Konversion der Iraner zum Islam (ein langwieriger Prozeß, der bis etwa 900 n.Chr. andauerte) sind komplex und umstritten - sie können jedenfalls nicht auf „Zwang“ reduziert werden. Zumindest nicht auf „Zwang“ im buchstäblichen Sinn, wie wohl verschiedene Formen des Zwangs eine mehr oder weniger große Rolle gespielt haben mögen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die These von der Existenz eines antiarabisch getarnten antiislamischen Diskurses würde im übrigen auch dann nicht an Plausibilität einbüßen, wenn bewiesen wäre, daß die Iraner den Islam ohne jeden direkten oder indirekten (Stichwort: Kopfsteuer) Zwang aus freien Stücken angenommen hätten – eher im Gegenteil. Dies möchte ich anhand eines Vergleiches illustrieren. Nach dem Sieg der islamischen Revolution sprach sich die überwältigende Mehrheit der iranischen Bevölkerung für die Errichtung einer „islamischen Republik“ aus. Viele der damaligen Anhänger dieser islamischen Republik zählen heute zu ihren erbittertsten Gegnern. Die Tatsache, daß sie seinerzeit aus freien Stücken zu Anhängern der Islamischen Republik wurden und zu ihrer Errichtung beigetragen haben, heizt ihre heutige Gegnerschaft gegen das islamische Regime eher noch an, als daß sie diese abmildern würde. Um Mißverständnissen vorzubeugen: Zwischen den beiden Phänomenen - „spätere Enttäuschung über das islamische Regime nach anfänglicher Begeisterung“ einerseits und der „Konvertierung der Iraner zum Islam“ und dem mehr oder weniger verborgenen antiislamischen Diskurs im Iran andererseits - besteht lediglich eine Strukturverwandschaft. Keineswegs soll eine Identität dieser beiden Phänomenbereiche behauptet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Der Kommentator schreibt: „Da er [i.e. der Verfasser von &lt;em&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können&lt;/em&gt; (Anm. von mir)] nun gegen die Gleichung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Islamfeindlichkeit = Rassismus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ins Felde zieht in dem er nolens volens in Islamfeindlichkeit eine kritische [sic] Moment entdeckt und die Gleichung selbst als rassistisch entartet betrachtet, bestätigt er damit seine auf Hegel bezogene Aussage ‚die Sprache aber, würde Hegel sagen (also was wir sagen im Unterschied zu dem, was wir meinen), ist das wahrhaftere‘ - und legitimiert den Diskurs der Islamfeindlichkeit“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für den Kommentator legitimiert also das In-Frage-Stellen der Gleichung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Islamfeindlichkeit = Rassismus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;den Diskurs der Islamfeindlichkeit. Im Klartext heißt das: Die Delegitimierung und Verurteilung der Islamfeindlichkeit hängt für den Kommentator (auch) von dessen Gleichsetzung mit dem Rassismus ab. Die möglichen Hintergründe dieser seltsamen – wenn auch verbreiteten - Denkfigur werden uns noch beschäftigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst interessiert aber etwas anderes: Folgt aus dem Gesagten, daß der Kommentator tatsächlich der Meinung ist, Islamfeindlichkeit &lt;em&gt;sei&lt;/em&gt; eine Form von Rassismus? Müßte man ihn also darüber aufklären, daß dem österreichischen Durchschnittsrassisten, der - Schaum vor dem Mund – ausruft: „Der Moslem erobert den Gemeindebau!“ das Thema Religion in aller Regel genauso „Blunzn“ (österreichischer Dialektausdruck für "egal") ist, wie die Frage, ob es sich bei dem „Moslem“ in der Nachbarschaft, nicht auch um einen ägyptischen Kopten, einen syrischen Katholiken oder einen areligiösen Türken handeln könnte? Daß sich die „Islamfeindlichkeit“ solcher Alltagsrassisten weder aus einem „fanatischen Christentum“ noch auch aus einem „militanten Atheismus“ speist - sonst müßte sich dieser (im ersteren Fall) doch auch über einheimische Atheisten empören. Aber die Parole „Atheisten raus aus dem Gemeindebau!“ ist mir nicht bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Muß man den Kommentator also erst darüber aufklären, daß „Moslem“ in diesem Zusammenhängen nur scheinbar eine religiöse Kategorie ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Muß man nicht. Er scheint es selbst zu wissen. Er schreibt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Religionsfeindlichkeit und insbesondere die Islamfeindlichkeit in diesen Tagen haben nicht einmal den Anschein eines fein und dennoch scharfsinnig geführten kritischen Diskurses. Ihre Sprache ist aufbrausend, hitzig, dreist, provozierend und destruktiv. Und gerade ist diese Sprache prädestiniert für die europäischen Rassisten in ihrem derzeitigen Feldzug gegen Islam und gerade dies bringt die Islamfeindlichkeit ‚so Nah an Rassismus heran‘“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Woran der Kommentator bei dieser Charakterisierung der „Religionsfeindlichkeit und insbesondere Islamfeindlichkeit in diesen Tagen“ gedacht haben mag, und warum er glaubt, die „europäischen Rassisten“ hätten erst auf jene „dreiste Sprache der Religionsfeindlichkeit“ warten müssen, um sich rassistisch artikulieren zu können (zuvor also gewissermaßen sprachlos waren), sagt er nicht. Davon abgesehen sind für ihn – und das geht aus dieser Passage unmißverständlich hervor – Islamfeindlichkeit und Rassismus „zwei verschiedene Paar Schuhe“, auch wenn sie, aus seiner Sicht, "die Dreistigkeit der Religionsfeinde" nahe aneinander gerückt haben mag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kommentator selbst anerkennt die Gleichung Islamfeindlichkeit = Rassismus also keineswegs. Daher bleibt es zunächst unklar, warum er eben diese Gleichsetzung, die er ablehnt, mit immer neuen Verrenkungen verteidigt. Und vor allem: Warum ihn die Kritik an dieser Gleichsetzung und an dessen (kultur)rassistischen Implikationen derart empört - er schreibt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Andererseits verleiht die Gleichung Islamfeindlichkeit = Rassismus [dem] Islam nicht einen ethnisch-rassischen Charakter wie der Verfasser uns weis machen möchte und zwar deshalb nicht, weil die beiden Seiten der Gleichung klar und deutlich sind: Islamfeindlichkeit ist Rassismus. Aus diesem Urteil kann man nicht weithergeholt [sic] ableiten, dass Islam auf Grund dessen notwendig logisch einen ethnisch-rassischen Charakter annimmt. Hier ist die Aussage über die Islamfeindlichkeit getroffen und nicht über Islam als solche [sic]“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Offenbar überzeugt den Kommentator seine eigene Argumentation ("die beiden Seiten der Gleichung sind klar … Islamfeindlichkeit ist Rassismus") aber nicht, denn er muß sie wieder umstoßen und durch eine neue, ganz anders geartete ersetzen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Außerdem gehört die genannte Gleichung wahrscheinlich zu der [sic] AnalogieUrteilen oder Räsonnement par [sic] Analogie wodurch die Gemeinsamkeit oder verbindende Gemeinsamkeit zwischen zwei Dingen zu solchen Äquivalenten führt.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kommentar versäumt es, zu erwähnen, daß die in &lt;em&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können&lt;/em&gt; geleistete Kritik an der Gleichung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Islamfeindlichkeit = Rassismus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;von dem folgenden Satz im Aufruf „Schluß mit der Integrationsdebatte“ ausgeht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Islamfeindlichkeit wird nicht als Rassismus &lt;em&gt;anerkannt&lt;/em&gt;“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Aussage ist unmißverständlich. Wer etwa beklagt, daß die zarathustrische Gemeinde in Österreich nicht als Religionsgemeinschaft anerkannt ist, bringt unmißverständlich zum Ausdruck, daß die Zarathustrier für ihn eine Religionsgemeinschaft &lt;em&gt;sind&lt;/em&gt;. „Religionsgemeinschaft“ ist hier der Oberbegriff in einer Begriffshierarchie, dem der Begriff „zarathustrische Gemeinde“ subsummiert wird. Analog dazu ist für jemanden, der beklagt, daß Islamfeindlichkeit nicht als Rassismus anerkannt ist, Islamfeindlichkeit ganz offensichtlich &lt;em&gt;eine Form des Rassismus &lt;/em&gt;– und nicht „irgendetwas dem Rassismus analoges“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bizarr mutet auch das folgenden bereits zitierte Argument an:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Islamfeindlichkeit ist Rassismus. Aus diesem Urteil kann man nicht weithergeholt [sic] ableiten, dass Islam auf Grund dessen notwendig logisch einen ethnisch-rassischen Charakter annimmt. Hier ist die Aussage über die Islamfeindlichkeit getroffen und nicht über Islam als solche [sic].“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Klartext: Bei der Gleichsetzung von „Feindschaft gegen den Islam“ auf der einen Seite mit der „Feindschaft gegen eine bestimmte Rasse“ auf der anderen Seite, &lt;em&gt;würde es überhaupt nicht um den Islam gehen&lt;/em&gt;. Hier handelt es sich um eine weitere (an dieser Stelle unerwartete) Variante der Abwehrformel „Hat mit dem Islam nichts zu tun!“ - siehe Teil 9 von &lt;em&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Folgt man der Logik des Kommentars („Hier ist die Aussage über die Islam&lt;em&gt;feindlichkeit&lt;/em&gt; getroffen und nicht über den Islam als solchen“), müßte man den Term „Islam “ aus der Gleichung eliminieren. Übrig bliebe entweder die Gleichung:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Feindschaft = Rassismus,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;was heißen könnte: Jegliche Feindschaft gegen jegliches Objekt ist Rassismus. Oder man würde – wenn man auf der anderen Seite der Gleichung den Term „Rasse“ ebenfalls eliminiert - die Gleichung erhalten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Feindschaft = Feindschaft …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Kommentator geht es hier möglicherweise um eine Strukturverwandtschaft zwischen zwei Arten von Feindschaft (der rassistischen und der anti-islamischen), die er aber vom Objekt der jeweiligen „Feindschaftsvarianten“ zu abstrahieren versucht. Das könnte auf einen Satz der folgenden Art hinauslaufen: „Die Intensität der feindseligen Gefühle gegenüber dem Islam ist der Intensität der durch den Rassismus mobilisierten feindseligen Gefühle vergleichbar.“&lt;br /&gt;Davon abgesehen, daß ein solcher - sehr vage formulierter - Satz die konkreten Positionen in der real existierenden Islam-Debatte völlig verfehlen würde (siehe den oben zitierten Satz aus dem Aufruf „Schluß mit der Integrationsdebatte“) müßte hier zunächst einmal geklärt werden, wovon wir denn reden, wenn wir „Religionsfeindschaft“ sagen. Mehr dazu im folgenden post.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der Diskussion um die Gleichung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Islamfeindlichkeit = Rassismus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;geht es aber - und hier betreten wir die angekündigte Ebene der Diskurskritik - um weit mehr als um formallogische Spitzfindigkeiten. Hinter jener hartnäckig vorgebrachten und wütend verteidigten Gleichsetzung steckt eine bestimmte (Diskurs-)Logik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die These, daß die Gleichung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Islamfeindlichkeit = Rassismus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- ungewollt - die Zugehörigkeit zum Islam zu einer rassisch-ethnischen Kategorie erklärt, scheint zunächst bloß auf einer formal-logischen Ebene zuzutreffen. Auf der pragmatischen Ebene des Diskurses hingegen scheint es allen Beteiligten klar zu sein, daß der Islam eine Religion und keine Rasse ist (siehe auch &lt;em&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können &lt;/em&gt;Teil 2). Bloß hat dieses Wissen einen seltsamen Status. Es bleibt über weite Strecken unwirksam. Ähnlich dem Wissen, daß die Fußballmannschaft, die wir bei der Fernsehübertragung anfeuern, uns natürlich nicht hören kann. „Ich weiß zwar, daß sie mich nicht hören können, aber ich muß sie dennoch anfeuern.“ Dieses „Ich weiß zwar, aber dennoch ...“ bezeichnet die Struktur des von Freud beschriebenen Abwehrmechanismus der &lt;em&gt;Verleugnung&lt;/em&gt;, die in den Islam-Debatten auf der ganzen Welt eine zentrale Rolle spielt.&lt;br /&gt;So konstatierten etwa „linke“ österreichische Publizisten, wie Robert Misik oder Georg Hoffmann-Ostenhof, angesichts der Revolutionen in Tunesien und Ägypten „eine Niederlage der Islamkritik“. Die Behauptung, „die Moslems“ bzw. „der Islam“ seien nicht reif für die Demokratie, sei nun eindrucksvoll widerlegt. Seltsam bloß, daß dieselben Kommentatoren nicht müde wurden, zu betonen, daß „der Islam“ bei jenen Revolutionen überhaupt keine oder nur eine marginale Rolle gespielt hätte. Daß hier eine vorwiegend säkulare, an Freiheit, Demokratie und sozialer Gerechtigkeit - und eben nicht an Religion - interessierte Jugend revoltiert hätte u.ä. Die revoltierenden jungen Menschen in Tunesien, Ägypten und anderen arabischen Ländern mochten in der Wahrnehmung westlicher Kommentatoren noch so säkular, westlich und freiheitsliebend etc. erscheinen - zu guter Letzt werden sie dennoch, und auch dort, wo sie Dinge tun, die nach Meinung derselben Kommentatoren „mit dem Islam nichts zu tun haben“, als „Moslems“ wahrgenommen. Von den ägyptischen Kopten, die bei der Revolution ebenso präsent waren wie ihre Mitbürger moslemischen Glaubens, ganz zu schweigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Niemand käme – um ein beliebiges Beispiel zu nennen – auf die absurde Idee, die Demonstranten gegen das Bahnhofsprojekt „Stuttgart 21“ als „christliche Demonstranten“ zu bezeichnen, bloß weil diese Proteste in einem Land stattfanden, dessen Bevölkerung als mehrheitlich christlich gilt. Menschen, die aus Ländern mit mehrheitlich moslemischer Bevölkerung stammen, werden hingegen zuallererst - und zu guter Letzt - auf ihre tatsächliche oder vermeintliche Religionszugehörigkeit reduziert. Zwischen dem „Orientalen“und „seinem“ Islam paßt kein Blatt. Das ist Kulturrassismus im exakten Sinne des Wortes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im nächsten post werde ich die Auseinandersetzung mit der Diskurslogik hinter der Gleichung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Islamfeindlichkeit = Rassismus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;fortsetzten und mich u.a. mit den Begriffen „Religionsfeindschaft“ und „Religionskritik“ befassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-4992374659202237291?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/4992374659202237291/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=4992374659202237291' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/4992374659202237291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/4992374659202237291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/05/atheisten-raus-aus-dem-gemeindebau.html' title='„Atheisten raus aus dem Gemeindebau!“'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-MZAQABu61hU/TdBA7IYgIFI/AAAAAAAAAT8/hCVKOU3QpN0/s72-c/gemeindebau.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-5264701710693162420</id><published>2011-05-08T11:37:00.009+02:00</published><updated>2011-05-16T00:12:01.868+02:00</updated><title type='text'>Weitere Irrungen und Wirrungen in der Islam-Debatte (1)</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-O7fC-SsACxM/TcZlLYlpdDI/AAAAAAAAAT0/EqcVcLosBCQ/s1600/ressentiment-hurts.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5604278032562484274" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 266px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/-O7fC-SsACxM/TcZlLYlpdDI/AAAAAAAAAT0/EqcVcLosBCQ/s400/ressentiment-hurts.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="font-size:85%;"&gt;Unlängst ließ mir L.O., ein iranischer Bekannter, einen kritischen Kommentar zu meinem Essay &lt;em&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können &lt;/em&gt;(siehe die früheren posts auf diesem blog) zukommen, den ich hier etappenweise veröffentlichen - und meinerseits kommentieren möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier der erste Teil von L.O.‘s Kommentar: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;"&lt;em&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können&lt;/em&gt; - ist der Titel Eines Essays, das Sama Maani ins Netz gesetzt hat. Man kann den ersten Teil des Essays, der wohl die Grundlage deren was nachgefolgt sind bildet, in folgenden Punkten Zusammenfassen.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;1. Die Iraner haben ein von hasserfüllten Ressentiment gegenüber Araber&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Dieses Ressentiment richtet sich im Grunde genommen gegen Islam. Nur ist es chiffriert und wird als Ressentiment gegen Araber verkleidet. Dieses verkleidete Ressentiment gegen Islam ist hauptsächlich unbewusst. Der Verfasser betont selber, dass das Essay van Ansichten des in Köln lebender iranischen Intellektueller inspiriert worden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3. Es folgt die Argumentation zur Untermauern der erwähnten Behauptungen: Iran wurde einmal durch Alexander der Großen und einmal in 13. Jahrhundert durch Mongolen erobert, die unsäglichen und unvergleichlichen Leid über Iraner brachten. Dennoch sieht man in Iran weder gegen Griechen noch gegen Mongolen derartiges Ressentiment. Der Grund dafür ist nach Meinung des Verfassers, dass die Araber die kulturell Iraner weit unterlegen waren sie dazu zwangen ihre eigene Religion aufzugeben und zur Islam zu konvertieren. Daher rührt diese Feindseligkeit. Sama Maani würde sie auch als traumatisches Erlebnis in Unterbewusstsein der Iraner bezeichnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;4. In Europa drückt sich der Rassismus in Form der Islamfeindlichkeit aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;5. Aber jene, die diesen Rassismus bekämpfen begehen ein Kardinalfehler in dem sie die Islamfeindlichkeit mit Rassismus gleich setzen und damit jede Islamverneinende Stimme als rassistisch abkanzeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus den gesagten leite ich ab: Verfasser möchte Rassismus verurteilen aber die Islamfeindlichkeit - nicht dezidiert als antiislamischer Diskurs sondern eher als religoinskritischer Stimme - im Schutz nehmen dadurch, dass er die Gleichung Islamfeindlichkeit = Rassismus als falsch und nicht adäquat, aburteilt. In seiner Vorstellung existieren angeblich zwei Arten von Islamfeindlichkeit. Einer davon dient als Maske für den europäischen Rassisten und die andere enthält einen rational kritischen Moment. Vermischt man die beiden Diskurse mit einander, so verleiht man Islam einen ethnisch rassischen Charakter und nimmt den anderen die Möglichkeit einer rationalen Kritik an Islam. Da er nun gegen die Gleichung: Islamfeindlichkeit = Rassismus ins Felde zieht in dem er nolens volens in Islamfeindlichkeit eine kritische Moment entdeckt und die Gleichung selbst als rassistisch entartet betrachtet, bestätigt er damit seine auf Hegel bezogene Aussage „die Sprache aber, würde Hegel sagen( also was wir sagen im Unterschied zu dem, was wir meinen), ist das wahrhaftere“ und legitimiert den Diskurs der Islamfeindlichkeit. Darauf kann man erwidern ,dass jener Diskurs falls er eine religions bzw. islamkritische ist ,grenzt sich von Anfang an von Religionsfeindlichkeit und in diesem Fall von der Islamfeindlichkeit ab und zwar nicht durch Erklärungen sondern durch die Art der Auseinandersetzung, die jeden kritischen Diskurs immanent ist. Religionsfeindlichkeit und insbesondere die Islamfeindlichkeit in diesen Tagen haben nicht einmal den Anschein eines fein und dennoch scharfsinnig geführten kritischen Diskurses. Ihre Sprache ist aufbrausend, hitzig, dreist, provozierend und destruktiv. Und gerade ist diese Sprache prädestiniert für die europäischen Rassisten in ihrem derzeitigen Feldzug gegen Islam und gerade dies bringt die Islamfeindlichkeit „so Nah an Rassismus heran“. Anderseits verleiht die Gleichung&lt;br /&gt;Islamfeindlichkeit = Rassismus Islam nicht einen ethnisch- rassischen Charakter wie der Verfasser uns weis machen möchte und zwar deshalb nicht, weil die beiden Seiten der Gleichung klar und deutlich sind: Islamfeindlichkeit ist Rassismus. Aus diesem Urteil kann man nicht weithergeholt ableiten, dass Islam auf Grund dessen notwendig logisch einen ethnisch-rassischen Charakter annimmt. Hier ist die Aussage über die Islamfeindlichkeit getroffen und nicht über Islam als solche. Außerdem gehört die genannte Gleichung wahrscheinlich zu der AnalogieUrteilen oder Räsonnement par Analogie wodurch die Gemeinsamkeit oder verbindende Gemeinsamkeit zwischen zwei Dingen zu solchen Äquivalenten führt. Sama Maani hat möglicherweise so verfahren: Islamfeindlichkeit = Rassismus. Rassismus ist eine Ideologie, die sich der „angeborene“ Überlegenheit einer Rasse bzw. Ethnie über den anderen Ethnien und Völkerschaften verpflichtet fühlt und daher rassisch bedingt ist, daraus folgt logisch notwendig: Islam ist ethnisch und rassisch bedingt. Es ist so als wolle man aus dem Urteil: die Tür ist offen, „Ofen“ ist ein Heizkörper, schließen: daher sei die Tür ein Heizkörper. So kann man nicht argumentieren. Außerdem fehlt dem Verfasser die Weitsicht zwischen Religionskritik und Religionsfeindlichkeit, zwischen Ablehnung des Islams als persönliche Religion und Islamfeindlichkeit zu unterscheiden und da er vermeintlich den Islam als Religion ablehnt - warum - sei dahin gestellt - sieht er sich berechtigt die Islamfeindlichkeit als „ kritischen Diskurs“ zu legitimieren. Man kann das Phänomen der Religion kritisch durchleuchten und das ist sicherlich gerechtfertigt. Man kann gegen theokratische Herrschaft in jeder Religionsform auch immer die Stimme erheben aber Religionsfeindlichkeit als solche klingt durchaus intolerant und Islamfeindlichkeit in ihrer derzeitigen Gestalt ist nichts anderes als rassistisch getarnter Form des Kulturrassismus". &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;***&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Soweit der erste Teil des Kommentars von L.O., den ich demnächst meinerseits kommentieren werde.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-5264701710693162420?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/5264701710693162420/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=5264701710693162420' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/5264701710693162420'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/5264701710693162420'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/05/islam-debatte-gemischter-satz-oder.html' title='Weitere Irrungen und Wirrungen in der Islam-Debatte (1)'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-O7fC-SsACxM/TcZlLYlpdDI/AAAAAAAAAT0/EqcVcLosBCQ/s72-c/ressentiment-hurts.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-1634160269534679699</id><published>2011-05-05T11:18:00.014+02:00</published><updated>2011-05-07T16:57:02.653+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-4mqXKNO5Khw/TcJtA266SxI/AAAAAAAAATs/sa3yWi-RDe0/s1600/echo_plakat_sama_A_300.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5603160747912350482" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 283px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-4mqXKNO5Khw/TcJtA266SxI/AAAAAAAAATs/sa3yWi-RDe0/s400/echo_plakat_sama_A_300.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Iran – Österreich – Schweiz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Der Heiligenscheinorgasmus&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Text: Sama Maani&lt;br /&gt;Akkordeon: Krassimir Sterev&lt;br /&gt;Konzept: Sama Maani und Andreas Kurz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;21. 26. 27. Mai 2011, Beginn 20.00 Uhr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;e c h o r a u m&lt;br /&gt;A-1150 Wien Sechshauser Straße 66&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sama Maanis Text &lt;em&gt;Der Heiligenscheinorgasmus&lt;/em&gt; erhielt 2004 einen Preis des Literaturwettbewerbs &lt;em&gt;schreiben zwischen den kulturen&lt;/em&gt; und wurde u. a. in der Anthologie &lt;em&gt;best of ten –10 jahre exil-literaturpreise&lt;/em&gt; sowie in der Literaturzeitschrift &lt;em&gt;kolik&lt;/em&gt; veröffentlicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ein sprachlich virtuos gearbeiteter Text, der schonungslos Identitätszuschreibungen in Frage stellt. Im Spiel mit Klischees, deren Doppelbödigkeit durch groteske Überzeichnungen erst erkennbar wird, werden scheinbar die Abgründe der österreichischen, der Schweizer, aber auch der persischen „Seele“ ausgelotet. Doch der aus Persien stammende Protagonist ist genauso ein typischer Österreicher, der die Ressentiments seiner Schweizer Nachbarn auf sich zieht, wie er ein typischer Zuwanderer oder typischer Perser ist, also letztlich überall untypisch und somit wieder sehr gewöhnlich für die heutige Zeit&lt;/em&gt;. Vladimir Vertlib&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Sama Maani&lt;/em&gt; wurde als Kind iranischer Eltern in Graz geboren und wuchs in Österreich,&lt;br /&gt;Deutschland und im Iran auf. Studium der Medizin in Wien und der Philosophie in Zürich. Er arbeitet als Autor, Psychiater und Psychoanalytiker in Wien.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Krassimir Sterev&lt;/em&gt; wurde in Bulgarien geboren und ist seit 2003 Mitglied des Klangforum Wien. Ebenso konzertiert er regelmäßig mit den Wiener Philharmonikern, dem London Philharmonia Orchestra, der musikFabrik, dem Ensemble Nikel Tel Aviv, dem RSO Wien und dem Ensemble PHACE und wirkt auch in zahlreichen Theater- und Tanzproduktionen (u. a. mit Alain Platel) mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;e c h o r a u m&lt;br /&gt;A-1150 Wien Sechshauser Straße 66&lt;br /&gt;Tel 812 02 09 30&lt;br /&gt;www.echoraum.at&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eintritt 10.–/5.–&lt;br /&gt;Kartenbestellungen unter &lt;a href="mailto:heiligenschein@chello.at"&gt;heiligenschein@chello.at&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Am So, 22.Mai, bringt die ORF2-Kultursendung a.viso ab 9.05 einen Bericht über den "Heiligenscheinorgasmus."&lt;br /&gt;&lt;a href="http://tv.orf.at/a.viso/"&gt;http://tv.orf.at/a.viso/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-1634160269534679699?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/1634160269534679699/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=1634160269534679699' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1634160269534679699'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1634160269534679699'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/05/iran-osterreich-schweiz-der.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-4mqXKNO5Khw/TcJtA266SxI/AAAAAAAAATs/sa3yWi-RDe0/s72-c/echo_plakat_sama_A_300.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-7972621211492673943</id><published>2011-04-24T22:50:00.024+02:00</published><updated>2011-04-25T12:58:40.621+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 26</title><content type='html'>&lt;div align="left"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-3xfp5lVQN78/TbSN8I4qfcI/AAAAAAAAATc/o6TQPLWNkc4/s1600/Colascione.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5599256301045185986" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 281px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/-3xfp5lVQN78/TbSN8I4qfcI/AAAAAAAAATc/o6TQPLWNkc4/s400/Colascione.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; „Nach der Vorstellung spazierten das Mädchen und ich durch den Park, es war warm, wir legten uns auf eine Wiese. Das Mädchen gab mir einen &lt;em&gt;joint&lt;/em&gt;, und erklärte, daß es im Lager weder Umerzieher noch Aufseher gäbe, nur Inhaftierte, aber Inhaftierte sei&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;em&gt;Colascione&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;nicht das richtige Wort. Man könnte, wann immer man wollte, das Lager verlassen, aber die Konsequenzen dieses Verlassens seien nicht klar. Es hieße, daß man, wenn man das Lager verlasse und untertauche, von den Faschisten aber aufgegriffen werde, in ein gewönliches Lager komme, was niemand wollte, so das Mädchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fragte, wie das mit der Umerziehung ohne Umerzieher funktionieren sollte, und woher man überhaupt wüßte, daß das Ziel die Umerziehung sei. Die Fragen schienen das Mädchen zu irritieren, das im Übrigen hübsch war. Seit ihrer Ankunft hätten ihr alle gesagt, das Lager sei ein Umerziehungslager der Reform-Faschisten, niemand, sie miteingeschlossen, hätte das je hinterfragt. Wie aber eine Umerziehung ohne Umerzieher funktionieren sollte, hätte sie sich selbst schon gefragt - und warum sich die Faschisten das überhaupt antaten. Wenn sie schon ein Umerziehungslager errichteten, und Menschen in dieses verschleppten, warum keine Umerzieher? Wenn es aber - gegen den äußeren Anschein - sehr wohl Umerzieher geben sollte, so das Mädchen, also als Inhaftierte getarnte Spione, warum dann dieser Aufwand mit der Tarnung, wo doch jeder wüßte, daß er sich in einem Umerziehungslager der religiösen Faschisten befände?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber die Umerziehung könnte auch ohne Umerzieher funktionieren, erklärte das Mädchen. Hin und wieder würden einzelne Lagerbewohner &lt;em&gt;Zertifikate&lt;/em&gt; erhalten, die sie für berechtigt erklärten, das Lager auf der Stelle zu verlassen. Daß manche die Zertifikate erhielten, und andere nicht, könnte man, so das Mädchen, als Hinweis auf das Eintreten eines &lt;em&gt;Umerziehungs-Effektes &lt;/em&gt;interpretieren, der den Erhalt des Zertifikates zur Folge hätte. Im Übrigen drohten einem die Zertifikate für den Fall politischer Aktivitäten nach der Entlassung mit der Einweisung in die berüchtigte Anstalt -“, der Junge nannte einen Namen, ich habe ihn aber vergessen, „in Nord-Teheran. Allerdings sei der Zusammenhang zwischen dem Erhalt des Zertifikates und einem - den Erfolg der Umerziehung belegenden – Verhalten des Inhaftierten oft nicht ersichtlich. Immerhin, so das Mädchen, schienen dem Erhalt des Zertifikates häufig Äußerungen des Betroffenen vorauszugehen, die auf dessen &lt;em&gt;Bekehrung&lt;/em&gt; schließen lassen könnten, resp. könnte man jene Äußerungen – oft aber nur im weitesten Sinn - als Bekehrung zum religiösen Faschismus interpretieren, also zur Religion Teherans.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;'Auf der anderen Seite', sagte das Mädchen, 'müßten die religiösen Faschisten von jenen Äußerungen, die sie - mutmaßlich - als Ausdruck einer Bekehrung interpretieren, irgendwie erfahren, was aber doch wieder heißt, daß es Spione im Lager gibt. Oder sie verschicken die Zertifikate ganz willkürlich'.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir spazierten wieder durch den Park, der in Terrassen angelegt war, auf der höchsten wußte man nicht, ob man sich noch im Park befand oder in der Kanada-Landschaft. Mir war schwindlig. Im Lager, erklärte das Mädchen - mir war schwindlig und ich spürte eine Euphorie, ich wollte nach ihrer Hand greifen, tat es aber nicht -, im Lager, erklärte das Mädchen, hätte das Jahr drei Epochen‚ wir befänden uns in der ersten, &lt;em&gt;Kirschblüte &lt;/em&gt;genannten. Jede Epoche hätte ein Thema, das aktuelle lautete &lt;em&gt;Wege aus der Moderne&lt;/em&gt;. Der Betrieb im Lager war nämlich dem einer Universität nachempfunden. Es gab eine Unzahl Veranstaltungen - Seminare, Vorlesungen, Praktika, Privatissimma, aber auch praktische Projekte und Kurse, in denen man z.B. Instrumente lernen konnte, auch ganz ausgefallene, wie das &lt;em&gt;Colascione&lt;/em&gt;, ein historisches Zupfinstrument aus Unteritalien, oder die &lt;em&gt;Tromba marina&lt;/em&gt;, in den Deutschsprachigen Bergen auch &lt;em&gt;Trumscheit&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Nonnengeige&lt;/em&gt; genannt. Wer wollte, konnte auch das Bauen dieser Instrumente erlernen, und ganz andere Dinge, wie Tontechnik, Töpfern, Tischlerei, die Kunst des Marionettentheaters; es gab eine Filmwerkstatt, die sie damals gerade aufbauten, später wurden dort die besten der international beachteten Teheraner Filme gemacht. Es gab Werkstätten für Kunsthandwerk, Kraftfahrzeugtechnik, Kalligraphie, eine Schule der Teheraner Dichtung, Zeitungen, Tanz-und Theaterwerkstätten, man konnte Malerei, Bildhauerei, Videokunst oder Fotografie studieren sowie alle möglichen Sportarten.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-7972621211492673943?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/7972621211492673943/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=7972621211492673943' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7972621211492673943'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7972621211492673943'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/04/wunderland-26.html' title='Wunderland 26'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-3xfp5lVQN78/TbSN8I4qfcI/AAAAAAAAATc/o6TQPLWNkc4/s72-c/Colascione.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-6733771834606435573</id><published>2011-01-15T14:01:00.009+01:00</published><updated>2011-04-11T23:02:49.454+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TTGdjLLBM-I/AAAAAAAAAQk/P_zI_EAFm8c/s1600/Semmel%2B2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5562400242399261666" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TTGdjLLBM-I/AAAAAAAAAQk/P_zI_EAFm8c/s400/Semmel%2B2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;div&gt;&lt;strong&gt;Warum wir über &lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;den Islam nicht &lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;reden können &lt;/strong&gt;(&lt;strong&gt;9&lt;/strong&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;"DEN Islam gibt es nicht!" - und DIE Semmel schon gar nicht&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Abwehrmechanismen, die das Reden über den Islam zu unterbinden versuchen, erschöpfen sich nicht in diversen Anwendungen des&lt;br /&gt;Dodo-Prinzips. Am häufigsten werden kritische Äußerungen über den Islam – und seien sie noch so zart formuliert – mit der Formel „&lt;em&gt;Den &lt;/em&gt;Islam gibt es nicht!“ gekontert. Wahrscheinlich der häufigste Satz in deutschsprachigen Islam-Debatten. "&lt;em&gt;Den&lt;/em&gt; Islam gibt es nicht!" meint vordergründig, daß der Islam kein monolithisches Phänomen ist, daß es verschiedene Lesarten des Islams geben kann, daß Moslems in Bosnien einen „liberaleren Islam“ leben als jene in Saudi-Arabien usw. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Der Hinweis auf diese Selbstverständlichkeiten scheint die Ermahnung zu enthalten, nicht über „&lt;em&gt;den&lt;/em&gt; Islam“ zu reden, da der Begriff &lt;em&gt;Islam &lt;/em&gt;zu abstrakt, resp. zu allgemein sei – eine harmlose Ermahnung, möchte man meinen.&lt;br /&gt;Es stellt sich aber die Frage, ob es in unserer Sprache überhaupt Begriffe gibt, auf die eine solche Formel &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; zutrifft. Denn mit demselben Recht - oder Unrecht -, mit dem ich sagen kann: „&lt;em&gt;Den&lt;/em&gt; Islam gibt es nicht!“ kann ich natürlich auch sagen: „&lt;em&gt;Das&lt;/em&gt; Fahrrad/ &lt;em&gt;den&lt;/em&gt; Fisch/ &lt;em&gt;die&lt;/em&gt; Frau/ &lt;em&gt;die&lt;/em&gt; Demokratie usw. … gibt es nicht!“. So daß ich auch über alle diese Begriffe nicht reden dürfte - d.h. über überhaupt keinen Begriff. Mehr noch: Dieses Verbot müßte nicht bloß für Begriffe, sondern auch für konkrete Personen oder Gegenstände gelten – sodaß wir überhaupt aufhören müßten zu reden. Folge ich der Logik von "&lt;em&gt;Den&lt;/em&gt; Islam gibt es nicht!" könnte ich auch über Freund Erwin und diese Semmel auf dem Teller nicht reden. Denn auch "&lt;em&gt;den&lt;/em&gt; Erwin" gibt es nicht: In zehn Jahren wird "&lt;em&gt;der&lt;/em&gt; Erwin" ein ganz anderer sein - ganz zu schweigen von "&lt;em&gt;der&lt;/em&gt; Semmel" auf dem Teller.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um der Absurdität solcher Konsequenzen zu entkommen, könnte ein Verteidiger der Formel "&lt;em&gt;Den&lt;/em&gt; Islam gibt es nicht!" argumentieren, es ginge darum, über den Islam in differenzierter Weise zu reden. Man solle eben nicht über "&lt;em&gt;den&lt;/em&gt; Islam" reden - das sei nicht konkret genug -, sondern zum Beispiel über den bosnischen Islam oder den saudiarabischen Islam. In diesem Fall würde sich allerdings die Frage stellen, ob die Einheiten „bosnischer Islam“ und „saudiarabischer Islam“ klein genug bzw. die Begriffe „bosnischer Islam“ und „saudiarabischer Islam“ konkret genug sind, um sinnvoll über sie reden zu können. Denn, wenn es "&lt;em&gt;den&lt;/em&gt; Islam" nicht gibt, könnte es ja sein, daß es auch "&lt;em&gt;den &lt;/em&gt;bosnischen" und "&lt;em&gt;den&lt;/em&gt; saudiarabischen Islam" nicht gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entscheidender ist aber, daß wir über die Begriffe „bosnischer Islam“ und „saudiarabischer Islam“ überhaupt nichts sagen können, solange wir über „&lt;em&gt;den &lt;/em&gt;Islam“ nichts wissen, d.h. solange wir nicht wissen, was diese beiden Varianten des Islams - neben ihrer Unterschiedlichkeit – gerade &lt;em&gt;verbindet&lt;/em&gt;. Über „&lt;em&gt;den &lt;/em&gt;Islam“ müßten wir also erst recht reden, also über jenen allgemeineren Begriff, der den spezielleren Begriffen „bosnischer“ und „saudiarabischer Islam“ zugrunde liegt – über genau jenen „&lt;em&gt;den &lt;/em&gt;Islam“, den es angeblich nicht gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vertreter der Formel "Den Islam gibt es nicht!“ spechen im Übrigen unter bestimmten Umständen sehr wohl über "&lt;em&gt;den &lt;/em&gt;Islam im allgemeinen". Wenn zum Beispiel in einem Online-Forum der Satz auftaucht: &lt;em&gt;Der Islam hat ein grundsätzliches Problem mit Demokratie, weil Islam Unterwerfung (unter dem Willen Allahs) bedeutet – wohingegen Demokratie auf der Souverenität des Volkswillens gründet&lt;/em&gt;, wird früher oder später jemand antworten: „&lt;em&gt;Den &lt;/em&gt;Islam gibt es nicht!“, um dann, in einem anderen posting, zu sagen: "&lt;em&gt;Der&lt;/em&gt; Islam läßt sich auch liberal interpretieren“, oder „&lt;em&gt;Der&lt;/em&gt; Islam ist eine tolerante Religion. Das hat sich während der islamischen Herrschaft über Spanien gezeigt.“ u.ä.&lt;br /&gt;Diese hochselektive Anwendungspraxis weist „&lt;em&gt;Den&lt;/em&gt; Islam gibt es nicht!“ als klassische Abwehrformel aus, die nur dann in Stellung gebracht wird, wenn es gilt, Kritik am Islam zu unterbinden – niemals, wenn „positive Aspekte des Islams“ zur Sprache kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;… hat nichts mit dem Islam zu tun &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Genauso zielgerichtet – und für ihre Zielgerichtetheit blind - verfährt die andere Abwehrformel der Islam-Debatte: „Das hat doch mit dem Islam nichts zu tun!“. Auch sie kommt nur dann zum Einsatz, wenn es um "negative" bzw." als „negativ“ empfundene Aspekte des Islams geht. Etwa in Debatten über die Stellung der Frau. Die Stellung der Frau im Islam &lt;em&gt;habe überhaupt nichts mit dem Islam zu tun&lt;/em&gt;, so ein gängiges „feministisches“ Argument, sehr wohl aber - und sehr viel - mit dem „Patriarchat“ (Interessant wäre an dieser Stelle der Einwand: "&lt;em&gt;Das &lt;/em&gt;Patriarchat gibt es nicht!").&lt;br /&gt;Und auch hier gilt, daß die Formel "Das hat ja mit dem Islam nichts zu tun!" ihre Gültigkeit in anderen, „positiven“ Zusammenhängen auf einmal verliert. Wenn man zum Beispiel vom mittelalterlichen Transfer antiken Wissens durch die „islamische Wissenschaft“ nach Europa spricht, hat dieser Transfer auf einmal &lt;em&gt;alles&lt;/em&gt; mit dem Islam zu tun – und es würde niemandem einfallen zu sagen: "Das hat ja mit dem Islam nichts zu tun!".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Was aber verwundert. Nicht bloß, weil es sich hier um den Transfer antiken – und eben nicht „islamischen“ – Wissens handelt. Zu bezweifeln ist auch die Charakteriserung der Träger dieses Transfers als „islamisch“. Jemanden, wie den iranischen Philosophen und Naturwissenschaftler &lt;em&gt;Zacharias Rases &lt;/em&gt;„islamisch“ zu nennen, ist genauso absurd, wie die Bezeichnung von Marx, Nietzsche oder Freud als „christliche Denker“. Rases war zwar Theist, aber kein Moslem. Er lehnte das Konzept der göttlichen Offenbarung gänzlich ab. Andere für diesen Zusammenhang wichtige Denker, wie etwa &lt;em&gt;Avicenna &lt;/em&gt;oder &lt;em&gt;Farabi&lt;/em&gt;, waren zwar Moslems - ob ihr Beitrag zum besagen Transfer antiken Wissens mit dem Islam zu tun hatte, darf aber bezweifelt werden. Beide versuchten (verzweifelt) die antike Philosophie mit den Lehren des Islams in Einklang zu bringen. Vergebens, wie der – in diesem Fall zu Recht - als islamisch zu bezeichnende Denker &lt;em&gt;Ghazali &lt;/em&gt;in seiner &lt;em&gt;Destructio philosophorum &lt;/em&gt;mit durchaus nachvollziehbaren Argumenten darlegt: In ihrem Bemühen die Lehren des Islams an die Philosophie der Griechen anzupassen, wären Avicenna, Farabi und die anderen „islamischen Philosophen“ vom Islam abgefallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während sie also Phänomene, die tatsächlich nichts mit dem Islam zu tun haben - oder bei denen der Islam eher die Rolle eines Hindernisses gespielt hat, wie bei jenem Kulturtransfer - , mühelos dem Islam einverleiben, behaupten Vertreter der Formel „Das hat doch mit dem Islam nichts zu tun!“ auf der anderen Seite, die Stellung der Frau im Islam habe nichts mit dem Islam zu tun.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Von solchen Abwehrformeln geht gerade wegen ihrer Absurdität eine hypnotische Kraft aus, die für das Offensichtliche blind macht, das Denken vernebelt und den Diskurs über den Islam, wo sie ihn nicht gänzlich verunmöglicht, lahmlegt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Notwendigkeit, über den Islam zu reden, bedarf keiner Begründung. Die Bedingungen der &lt;em&gt;Un&lt;/em&gt;möglichkeit dieses Redens zu analysieren, ist die Bedingung seiner Möglichkeit.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Ende&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-6733771834606435573?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/6733771834606435573/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=6733771834606435573' title='7 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6733771834606435573'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6733771834606435573'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/01/warum-wir-uber-den-islam-nicht-reden_15.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TTGdjLLBM-I/AAAAAAAAAQk/P_zI_EAFm8c/s72-c/Semmel%2B2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>7</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-6401328199235771462</id><published>2011-01-09T22:41:00.021+01:00</published><updated>2011-04-13T11:16:35.019+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TSovvcozaoI/AAAAAAAAAP8/HtIEVB-xM9E/s1600/dodo.gif"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5560309182129990274" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 321px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TSovvcozaoI/AAAAAAAAAP8/HtIEVB-xM9E/s400/dodo.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Warum wir über den Islam &lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;nicht reden können &lt;/strong&gt;(&lt;strong&gt;8&lt;/strong&gt;) &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Dodo-Vogel (Raphus cucullatus), 1598 entdeckt, ausgerottet 1681 &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Religionsgleichheit: Alle haben gewonnen und alle sollen Preise erhalten&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Religionsfreiheit hat die grundsätzliche Gleichheit aller religiösen Gemeinschaften vor dem Gesetz zur Voraussetzung – seit der Aufklärung ein Grundprinzip demokratisch verfasster Gesellschaften, das auch dort gilt, wo einzelne Staaten, wie z.B. England, eine bestimmte Religionsgemeinschaft institutionell bevorzugen. Ähnlich wie der Begriff &lt;em&gt;Religionsfreiheit&lt;/em&gt; hat auch die Idee der Gleichheit aller Religionen (vor dem Gesetz) eine Wandlung durchlaufen, hin zu einer neuen, in der heutigen Debatte dominierenden Parallelbedeutung, die ich &lt;em&gt;Religionsgleichheit&lt;/em&gt; nennen will: Die Vorstellung, daß man, wenn man so verschiedene Phänomene wie etwa den Voodoo-Kult oder den Zen-Buddhismus mit der einen Etikette "Religion" versieht, auch schon etwas über sie weiß: Daß sie nämlich alle „irgendwie gleich“ sind.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Im Dritten Kapitel von &lt;em&gt;Alice im Wunderland&lt;/em&gt; findet auf Anregung des Dodo-Vogels ein Wettrennen statt, das sogenannte &lt;em&gt;Caucus-Rennen&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Erst bezeichnete er die Bahn, eine Art Kreis, und dann wurde die ganze Gesellschaft hier und da auf der Bahn aufgestellt. Es wurde kein: „eins, zwei, drei, fort!“ gezählt, sondern sie fingen an zu laufen wenn es ihnen einfiel, hörten auf wie es ihnen einfiel, so daß es nicht leicht zu entscheiden war, wann das Rennen zu Ende war. Als sie jedoch ungefähr eine halbe Stunde gerannt waren, rief der Dodo plötzlich: „Das Rennen ist aus!“ und sie drängten sich um ihn, außer Atem, mit der Frage: „Aber wer hat gewonnen?“ Diese Frage konnte der Dodo nicht ohne tiefes Nachdenken beantworten … Endlich sprach er: „Jeder hat gewonnen, und alle sollen Preise haben.“&lt;/em&gt; (4)&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Gerade wer - wie die Teilnehmer am &lt;em&gt;Caucus-Rennen&lt;/em&gt; über dessen Spielregeln - über einzelne zur Debatte stehende Religionen nichts weiß, weiß eines bestimmt: Daß alle Religionen gewonnen haben, und alle Preise verdienen. Eine Devise, die unter umgekehrten Vorzeichen ihre Gültigkeit noch verstärkt: Wenn &lt;em&gt;eine&lt;/em&gt; Religion kritisiert wird, gebietet &lt;em&gt;Religionsgleichheit&lt;/em&gt;, daß &lt;em&gt;alle &lt;/em&gt;verloren haben und &lt;em&gt;alle &lt;/em&gt;Schelte verdienen. In der beschriebenen Islam-Diskussion (siehe: Warum wir über Islam nicht reden können, 6.Teil) kam nach dem Auftritt des „Koranzitierers“ diese verkehrte Dodo-Regel umgehend zur Anwendung: Dem „Koranzitierer“ wurden nacheinander Karlheinz Deschners &lt;em&gt;Kriminalgeschichte des Christentums&lt;/em&gt;, die Kreuzzüge und der Umstand entgegengehalten, daß auch die Bibel einen gewalttätigen und opferfordernden Gott kenne. Dieser Automatismus, der religionskritische Argumente verwendet, um Religionskritik im Keim zu ersticken, hat sich in der Islam-Debatte als wirksames Instrument zur Aufrechterhaltung unartikulierter Redeverbote bewährt.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Religionsgleichheit &lt;/em&gt;begegnet übrigens nicht nur in Diskussionsrunden und Online-Foren im Westen. Auch im islamischen Raum ist sie als unausgesprochenes Dogma weit verbreitet - etwa bei den „islamischen Neudenkern“ Irans, deren Hauptvertreter, Abdolkarim Sorush, gerne als „islamischer Luther“ bezeichnet wird - verbunden mit der Vorstellung, man könne den Islam (weil eben alle Religionen "irgendwie gleich" sind), genauso wie das Christentum, einer lutherischen Reformation unterziehen, um ihn mit der Moderne kompatibel zu machen. &lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Religionsgleichheit, aber manche sind gleicher&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Bei genauerem Hinsehen scheint die verkehrte Dodo-Regel („Wird eine Religion gescholten, haben alle Religionen verloren“) aber ausschließlich für den Islam zu gelten. Umgekehrt würde es niemandem einfallen, jegliche Kritik am Christentum damit zu kontern, daß auch der Islam „verloren habe und Schelte verdiene“. Diese Sonderstellung, die der Islam vor allem in liberalen und „linken“ Debatten des Westens genießt, hat mit einer Art Beißhemmung zu tun. Man will – nicht zuletzt angesichts der Hetze gegen Menschen aus mehrheitlich moslemischen Ländern – nicht dem Eurozentrismus das Wort reden und überheblich scheinen, indem man die „eigene“ über die „fremde Kultur“ stellt. Das scheint nachvollziehbar. Wer will sich schon mit Figuren vom Schlage eines Berlusconi und seiner Aussage gemein machen, die „christlich-europäische Kultur“ sei der „islamischen“ überlegen. Problematisch dabei ist jedoch, daß nichtreligiöse Liberale und “Linke“ sich hier unversehens als „doch irgendwie christlich“ outen. Denn gäbe es keine Identifizierung mit dem Christentum, wäre die Sorge, den Eindruck der &lt;em&gt;eigenen &lt;/em&gt;Überheblichkeit ausgerechnet dadurch zu erwecken, daß man in den Verdacht kommt, das Christentum als (dem Islam) überlegen darzustellen, gegenstandslos. Und: Abgesehen davon, daß in einem solchen &lt;em&gt;Diskurs der Schonung&lt;/em&gt; eine gehörige Portion Geringschätzung mitschwingt („Ich schone Dich, weil Du schwach bist und die ganze Wahrheit nicht vertragen würdest“), stellt sich die Frage, inwieweit der moslemische Andere unserer Schonung überhaupt bedarf. Denn möglicherweise sitzen wir, die wir unseren eigenen unbewußten Glauben verleugnen, einem weiteren Mißverständnis auf, wenn wir - auf der anderen Seite - dem traditionellen Moslem eine umso lückenlosere Identifikation mit seinem Glauben zuschreiben. Wie Robert Pfaller (5) nachgewiesen hat, ist der direkte, unmittelbare Glaube kein traditionelles, sondern im Gegenteil ein modernes Phänomen. Wohingegen der traditionelle, vormoderne Gläubige, der die Möglichkeit hat, seinen Glauben - etwa durch Rituale - gewissermaßen aus sich auszulagern, diesen keineswegs als etwas unmittelbares erlebt.&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;(4) Lewis Caroll: Alice im Wunderland. Frankfurt am Main, 1998, S. 30&lt;br /&gt;&lt;div&gt;(5) Rober Pfaller: Die Illusionen der Anderen. Frankfurt am Main, 2002 &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-6401328199235771462?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/6401328199235771462/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=6401328199235771462' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6401328199235771462'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6401328199235771462'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/01/warum-wir-uber-den-islam-nicht-reden.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TSovvcozaoI/AAAAAAAAAP8/HtIEVB-xM9E/s72-c/dodo.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-2805140061342289291</id><published>2011-01-03T23:13:00.041+01:00</published><updated>2011-03-31T21:18:09.879+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#ff6666;"&gt;Wunderland, 25&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt; &lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TS9YyspVunI/AAAAAAAAAQc/QVo1odJ3pgw/s1600/Farblichtspiele.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5561761692827105906" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 288px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TS9YyspVunI/AAAAAAAAAQc/QVo1odJ3pgw/s400/Farblichtspiele.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TS9YchClCoI/AAAAAAAAAQU/oQmqw9qoWk0/s1600/Farblichtspiele.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TS9VF74PQ7I/AAAAAAAAAQM/zLVOs4BEgYE/s1600/Farblichtspiele.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;color:#ff6666;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ff6666;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:78%;color:#ffffff;"&gt;Der Bauhaus-Licht-Raum-Modulator (gebaut von László Moholy-Nagy)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;"Als sie mir die Augenbinde abnahmen, war es schon dunkel. Sie hatten mich aus dem Auto gezerrt und auf eine Wiese gestellt. Ich war allein. Die Landschaft, in die sie mich hingestellt hatten, schien nicht mehr Teheran zu sein, und hätten die Menschen dort nicht Teheranisch gesprochen, ich hätte geglaubt, ich sei in Kanada. Ich stand auf einer Wiese, vor mir eine Hügellandschaft, die teils - wie es sich bei Tageslicht, herausstellen sollte – aus kahlen Hügeln bestand, teils aus grünen, mit Tannen und Föhren, ich drehte mich um, und sah, etwas tiefer gelegen, eine Ansammlung flacher Gebäude, die an die Campus von Universitäten erinnerte. Von dort her war eine Musik zu hören, oder mehrere, die ich nicht einordnen konnte, weder handelte es sich um klassische noch um moderne westliche, noch auch um Musik aus Teheran, zwischen den Gebäuden waren allerlei Lichter, als wäre dort unten ein Fest. Ich schaute hinauf. Auch der Himmel war ein anderer als über Teheran, ich hatte Sterne am Himmel noch nie so leuchten gesehen, und im Licht der Sterne schienen sich die Lichter von unten zu spiegeln. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;Von der Wiese führten Stufen zu einem Sportplatz hinunter, einem Basketballfeld, umgeben von niedrigen Häusern, Speise- und Schlafsäle, wie sie mir später erklärten, und vom Sportplatz weitere Stufen zu einem schmalen Asphaltweg, zwischen Föhren und Tannen, ich gelangte zu noch einer Wiese, in einem Park. Der Abend war lau. An den Bäumen hingen Glühbirnen und Laternen. Links von der Wiese war ein modernes Gebäude, ein Veranstaltungssaal, wie sie mir später erzählten - Amphitheater genannt. Auf der Wiese standen Reihen von Klappstühlen, auf denen Mädchen und Jungen saßen, die aussahen wie Mädchen und Jungen im Teheran der 70er Jahre, zum Teil wie Hippies, keinswegs wie religiöse Faschisten, die Atmosphäre war wie bei einem Happening, aber feierlich, alle sprachen und schauten zugleich gebannt auf einen leuchtenden Kubus, eine Art Leinwand, auf dem sich Formen und Farben im Rhythmus einer Musik ineinander verschoben. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;Ich setzte mich. Irgendwann hatte sich ein Mädchen neben mich gesetzt, oder sie war schon dort, als ich mich hingesetzt hatte, was wahrscheinlicher ist, und ich hatte sie in der Halbdunkelheit nicht bemerkt. &lt;em&gt;Was ist das - hier?&lt;/em&gt;, fragte ich. Das Mädchen, das meine Frage auf die Darbietung auf dem Kubus bezog, nahm einen Zettel zur Hand, und begann vorzulesen: &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;Reflektorische Farblichtspiele&lt;em&gt;: Der von &lt;/em&gt;Kurt Schwerdtfeger&lt;em&gt;, einem Bildhauer am &lt;/em&gt;Weimarer Bauhaus &lt;em&gt;konstruierte Lichtspielapparat besteht aus einer Anzahl dimmbarer Scheinwerfer, Farbfiltern und Masken in geometrischen Grundformen. Masken und Filter werden vor die Scheinwerfer geschoben, welche ebenfalls auf einem Gestänge beweglich angebracht sind ...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;- Und warum bist Du hier?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;- Wegen Freud.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;- Wegen Freud … ich wegen Marx.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;- Und - was ist das hier überhaupt?&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;- Das? Ein Lager-Versuch.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;- Ein Lager-Versuch?&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;- Lager-Versuch - wie es Schul-Versuche gibt. Ein Umerziehungslager. Aber ein besonderes. Wir haben Glück. Hier experimentieren die Reformer unter den religiösen Faschisten - sie nennen sich religiöse Avantgardisten - mit neuen, reformpädagogischen und ganzheitlichen Methoden der Umerziehung von großteils jungen, politisch irregeleiteten Menschen - wie du und ich. So dumm sind die religiösen Faschisten nämlich nicht, wie wir glauben.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;em&gt;Eh nicht&lt;/em&gt;, sagte ich. Oder hätte ich gesagt, hätten wir uns nicht auf Teheranisch unterhalten, sondern auf Deutsch, und hätte ich schon damals, den Provinz-Dialekt der Deutschsprachigen Berge gesprochen, wie jetzt."&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;wird fortgesetzt&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-2805140061342289291?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/2805140061342289291/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=2805140061342289291' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/2805140061342289291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/2805140061342289291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2011/01/wunderland-25-der-bauhaus-licht-raum.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TS9YyspVunI/AAAAAAAAAQc/QVo1odJ3pgw/s72-c/Farblichtspiele.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-5193653184952247547</id><published>2010-12-26T20:49:00.020+01:00</published><updated>2011-10-30T19:22:27.626+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TRecfBtm-MI/AAAAAAAAAPs/IIiWyFvAXpA/s1600/lafayette.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5555080722234407106" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 291px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TRecfBtm-MI/AAAAAAAAAPs/IIiWyFvAXpA/s400/lafayette.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;strong&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können &lt;/strong&gt;(&lt;strong&gt;7&lt;/strong&gt;)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wenn Gott tot ist, ist alles verboten &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hinter der entspannten Haltung des heutigen „Ungläubigen“ gegenüber der Religion steckt also Angst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Marquis de La Fayette, Mitverfasser der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aber kann man sich vor etwas fürchten, woran man nicht glaubt? Gott, sagt Jaques Lacan, ist nicht tot, sondern unbewußt. Um Mißverständnisse zu vermeiden: Für den Psychoanalytiker - und Atheisten - Lacan ist Gott nichtsdestotrotz tot. „Gott ist unbewußt“ ist denn auch zusammen mit einer anderen Lacan’schen Formel zu lesen: „Wenn Gott tot ist, ist alles verboten“. Gottes Tod hat keineswegs zur Folge, daß nun – wie Dostojewski Iwan Karamasow sagen läßt – alles erlaubt wäre. Im Gegenteil. Der tote Gott lebt als Untoter in unserem Unbewußten und reguliert mit einer Fülle von Ge- und Verboten alle Lebenbereiche. Von der Politik über die Sexualität bis zur Ernährung. Und knechtet uns weit effektiver als es der „lebendige“ je vermochte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;Dieser unbewußte, untote Gott, der uns in das Korsett sexueller und politischer Korrektheiten zwängt, der uns gebietet, aus unseren Körpern schöne und schlanke Hochleistungsmaschinen zu machen - dieser selbe Gott verbietet es uns auch, ernsthaft (und ernsthaft ist ein anderer Name für &lt;em&gt;kritisch&lt;/em&gt;) über Religion zu reden. Religionskritik, eines der Leitmotive der Moderne, erscheint in Zeiten religiöser Nonchalance als überholt.&lt;br /&gt;Daß es so gekommen ist, hat nicht zuletzt mit einer eigentümlichen Dialektik der Aufklärung - der Wiege der modernen Religionskritik – zu tun. Die Absage der von den Aufklärern formulierten Religionskritik am Absolutheitsanspruch der Religion mündete nicht etwa in die &lt;em&gt;Freiheit von Religion&lt;/em&gt;, sondern in sogenannte &lt;em&gt;Religionsfreiheit&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Niemand soll wegen seinen Anschaungen, selbst religiöser Art, belangt werden, solange deren Äußerung nicht die […] öffentliche Ordnung stört&lt;/em&gt;,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;heißt es in der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, verabschiedet von der französischen Nationalversammlung wenige Wochen nach dem Sturm auf die Bastille. Die Religionsfreiheit, die hier gemeint ist, ist die Freiheit des Einzelnen in religiösen Dingen, die selbstverständlich auch die Freiheit &lt;em&gt;von&lt;/em&gt; Religion mit einschließt. Aber von Anfang an scheint im Begriff „Religionsfreiheit“ eine andere – dieser Vorstellung entgegengesetzte - Bedeutung mitzuschwingen: Religionsfreiheit nicht als &lt;em&gt;Freiheit des Einzelnen gegenüber der Religion, &lt;/em&gt;sondern als die &lt;em&gt;Freiheit der Religion gegenüber dem Einzelnen&lt;/em&gt;, als Anrecht der Religion (und das heißt spätestens seit der Aufklärung: aller möglichen religiösen Überzeugungen) nicht nur auf Toleranz, sondern auf Respekt, Anerkennung, Achtung. Und unmerklich scheint es hier in den letzten zweieinhalb Jahrhunderten zu einer Akzentverschiebung gekommen zu sein. Von ersterer zu zweiterer Bedeutung. Von hier aus – dem Anspruch aller möglichen religiösen Überzeugungen auf Anerkennung und Achtung - ist es nicht weit zu der heute vorherrschenden Tendenz, religiöse Überzeugungen aller Art, ohne Rücksicht darauf, ob und wie sehr sie zu den Grundlagen der Demokratie und der Menschenrechte im Widerspruch stehen mögen, sakrosankt zu stellen. Wenn Gott tot ist, ist jede Religion heilig. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Religionsfreiheit heute&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im April 2007 gab die deutsche Bundesregierung in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage die Anzahl der Moslems in Deutschland mit rund 3,4 Millionen an. Als Moslems werden alle Migranten gezählt, die aus einem „mehrheitlich moslemischen Land“ stammen - bzw. alle deutschen Staatsbürger mit einem entsprechenden Migrationshintergrund. Die Existenz von aus „mehrheitlich moslemischen Ländern“ stammenden Anhängern anderer Religionen sowie nicht-religiöser Menschen wird in Deutschland also von Amts wegen verleugnet. In Österreich ist die Zähl-Praxis der Behörden nicht anders. Was dabei zusätzlich unter dem Tisch - und noch weit mehr ins Gewicht - fällt: Eine Untersuchung der &lt;em&gt;Forschungsgruppe Weltanschaungen in Deutschland &lt;/em&gt;ergab, daß über 60% aller in Deutschland Lebenden, die sich selbst als „Moslems“ bezeichnen, in Wahrheit &lt;em&gt;nicht &lt;/em&gt;religiös sind. Für diese Menschen hat die Selbstzuschreibung „moslemisch“ offenbar eine rein ethnisch-kulturelle Dimension. In etwa so, wie wenn ein norddeutscher Atheist von sich selbst sagen würde, er sei von seiner Arbeitsethik her „protestantisch“. Religionsfreiheit bedeutet heute, daß in Deutschland Lebende aus „mehrheitlich moslemischen Ländern“ auf der Ebene amtlicher Statistiken nicht die Freiheit besitzen, einer anderen Religion als dem Islam, oder gar keiner Religion, anzugehören - während sich die säkulare deutsche Bundesregierung die Freiheit nimmt, gleichsam stellvertretend für den Islam, Nicht-Moslems, die aus islamischen Ländern stammen, sowie nichtreligiöse „ethnisch-kulturelle“ Moslems zu islamisieren. Zwar auf der fiktiven Ebene der Statistik, aber mit handefsten, religionspolitischen Folgen - &lt;em&gt;cuius regio, eius religio &lt;/em&gt;(1).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;(1) Wes der Fürst, des der Glaub‘&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-5193653184952247547?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/5193653184952247547/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=5193653184952247547' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/5193653184952247547'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/5193653184952247547'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/12/warum-wir-uber-den-islam-nicht-reden_26.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TRecfBtm-MI/AAAAAAAAAPs/IIiWyFvAXpA/s72-c/lafayette.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-1119674701519140728</id><published>2010-12-17T11:56:00.045+01:00</published><updated>2011-04-11T23:07:35.637+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TQtLdCEpg0I/AAAAAAAAAPg/UxjRSIJg8Ok/s1600/pollock_easter-totem.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5551613927808926530" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 276px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TQtLdCEpg0I/AAAAAAAAAPg/UxjRSIJg8Ok/s400/pollock_easter-totem.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff6666;"&gt;Warum wir über &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff6666;"&gt;den Islam nicht &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="color:#ff6666;"&gt;&lt;strong&gt;reden können &lt;/strong&gt;(&lt;strong&gt;6&lt;/strong&gt;)&lt;/span&gt; &lt;em&gt;Das religiöse Empfinden der Nichtreligiösen&lt;/em&gt; &lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;/em&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;Jackson Pollock, Easter and the Totem &lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;Ob sie ihr nun mit Toleranz, Respekt oder auch gleichgültig begegnen – heute scheinen „Ungläubige“ der Religion gegenüber eine entspannte Haltung einzunehmen. Religion wird als Teil der „kulturellen Tradition“ akzeptiert, und daß Nichtreligiöse Ostern oder Weihnachten feiern, oder sich kirchlich trauen lassen, wird als selbstverständlich empfunden. Religion, so scheint es, wird heute von den „Ungläubigen“ nicht als Feind angesehen - aber auch nicht ernst genommen. Der Schein trügt. Während einer Podiumsdiskussion, an der ich unlängst teilnahm, und bei der auch das Thema „Islam und Gewalt“ zur Sprache kam, meinte ein Teilnehmer aus dem Publikum, daß Moslems, die sich an den Koran orientierten, niemals Kriege führen oder Gewalt anwenden könnten. Daraufhin erhob sich ein anderer Teilnehmer und zitierte – ohne jeden weiteren Kommentar - mehrere Koranverse. Unter anderem diesen: &lt;em&gt;Wahrlich in die Herzen der Ungläubigen werfe ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab&lt;/em&gt;. (Sure 8, Vers 12). Die Expertenrunde bestand, wie vermutlich auch der Großteil des Publikums, aus nicht (oder nicht ausgesprochen) religiösen Personen. Die Diskussion war denn auch von der geschilderten nonchalanten Haltung der Religion – hier dem Islam - gegenüber geprägt. Als die Koranverse zitiert wurden, änderte sich die Atmosphäre mit einem Schlag. Die Gelassenheit wich einem Gefühl des Unbehagens und einer seltsamen Anspannung, die sich dann in kritische bis feindselige Wortmeldungen gegen den „Koranzitierer“ entlud, der schließlich als Rassist beschimpft wurde. Offensichtlich hatte der „Koranzitierer“ - im präzisen Sinne des Wortes - ein Tabu verletzt. Nicht, indem er den Islam in ein schlechtes Licht gerückt hätte – er hatte ja bloß aus dem Koran zitiert. Vielmehr hatte er den Islam zu nahe - unzulässig nahe - an uns herangerückt. Was da in offene Aggression umschlug, war jene Tabu-Angst, die Angehörige archaischer Gesellschaften befällt, wenn sie sich in der Nähe eines heiligen und gefährlichen Bezirks wähnen. Dieselbe Tabu-Angst, die das „Ferkelbuch“, indem es Kindern von der alttestamentarischen Sintflut erzählte, bei der deutschen Familienministerin, Ursula von der Leyen, ausgelöst hatte. Die entspannte Haltung (post)moderner „Ungläubiger“ der Religion gegenüber ist Fassade. Dahinter steckt das genaue Gegenteil - nämlich Angst. Tabu-Angst. Man kann sich aber nicht vor etwas fürchten, woran man nicht glaubt. Gott, so der Psychoanalytiker - und Atheist - &lt;em&gt;Jaques Lacan&lt;/em&gt;, ist nicht tot, sondern unbewußt. &lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt; &lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-1119674701519140728?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/1119674701519140728/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=1119674701519140728' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1119674701519140728'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1119674701519140728'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/12/warum-wir-uber-den-islam-nicht-reden_17.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TQtLdCEpg0I/AAAAAAAAAPg/UxjRSIJg8Ok/s72-c/pollock_easter-totem.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-3483341356717546053</id><published>2010-12-11T16:41:00.018+01:00</published><updated>2011-08-24T16:45:17.091+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TQOcZbXx8AI/AAAAAAAAAPQ/Vg6lrcZb87w/s1600/don%2Bcamillo.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5549451126508744706" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 320px; CURSOR: hand; HEIGHT: 256px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TQOcZbXx8AI/AAAAAAAAAPQ/Vg6lrcZb87w/s320/don%2Bcamillo.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff6666;"&gt;Warum wir&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff6666;"&gt; über &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff6666;"&gt;den&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff6666;"&gt;Islam nicht &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff6666;"&gt;reden können&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="color:#ff6666;"&gt;(&lt;strong&gt;5&lt;/strong&gt;)&lt;/span&gt; &lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher war der Sex tabu, heute die Religion, sagte Don Camillo&lt;/em&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gymnasium war ich als Nicht-Christ vom Religionsunterricht befreit. Dennoch besuchte ich regelmäßig den katholischen Unterricht &lt;em&gt;Don Camillos&lt;/em&gt;, eines rundlichen Pfarrers, der seinen Spitznamen seiner Schlagfertigkeit und seiner Streitlust verdankte. Bei Don Camillo hatte jede Unterrichtstunde einen Titel, den er zu Stundenbeginn an die Tafel schrieb. Einmal trug die Stunde den Titel &lt;em&gt;Früher war der Sex tabu, heute die Religion &lt;/em&gt;- und Don Camillo leitete sie mit den Worten ein: „Sie dürfen heute alles sein: Kommunist, Atheist, Anarchist, Sadist, Masochist – aber sagen Sie mal: &lt;em&gt;Ich bin fromm!&lt;/em&gt;“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Don Camillo hatte recht. Die Behauptung, daß Religion tabu sei, hat heute sogar noch mehr Berechtigung als damals, in den Achtziger Jahren, als er sie formulierte. Heute ist Religion allerdings &lt;em&gt;in einem ganz anderen Sinn &lt;/em&gt;tabu als es Don Camillo im Sinn hatte. &lt;em&gt;Tabu &lt;/em&gt;stammt aus dem Sprachraum Polynesiens und bedeutet "heilig" in einem spezifischen Sinn. Orte, Gegenstände oder Personen, die im Sinne des Tabus heilig sind, müssen streng gemieden werden. Von ihnen geht eine gefährliche Kraft aus. Diese Verknüpfung des Heiligen mit dem Unantastbaren, weil gefährlichen, kennen wir auch aus der christlichen Tradition und der Mythologie der Griechen. Als sich Zeus der sterblichen Semele in seinem vollen Glanz zeigt, verbrennt sie. Und der Auferstandene hält dem Johannesevangelium zufolge Maria Magdalena mit dem Ausruf „Berühr mich nicht!“ („Noli me tangere“) davon ab, ihn zu umarmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Eines Tages, sagte der Rabbi, ärgerte sich Gott so sehr über die Menschen, daß er beschloß , alles Leben auf der Erde zu vernichten. ‚Alles Leben?‘, fragte das Ferkel erschrocken, ‚alle Menschenbabys, alle Omas und alle Tiere?‘ ‚Ja, alles Leben‘, antwortete der Rabbi&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgrund dieser Stelle machte der Indizierungsantrag des deutschen Familienmisteriums dem Ferkelbuch den Vorwurf des „Antisemitismus“, da es die jüdische Religion als „menschenverachtend, grausam und mitleidslos“ darstelle. Ursula von der Leyen, die - damalige – deutsche Familienministerin und ihr Familienmisterium zeigten hier exakt dasselbe Tabuverhalten wie die Angehörigen jener polynesischer Gesellschaften, in denen das bloße Aussprechen bestimmter Namen als Tabubruch gilt. Für diese Ministerin im Dienste eines säkularen Staates ist Religion – hier die jüdische – offensichtlich tabu - heilig und zugleich unantastbar. Sie und ihr Ministerium verhielten sich in der Ferkelbuch-Affäre so, als steckten in „der Religion“ tatsächlich gefährliche Kräfte, die beim bloßen Benennen bestimmter religiöser Inhalte freigesetzt werden könnten. Religion ist also heute tabu. Und das nicht nur für das deutsche Familienministerium. Wer heute ernsthaft über Religion redet, ist entweder religiöser Fundamentalist oder fundamentalistischer Religionskritiker. Weshalb man über Religion besser &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; reden sollte. Konsequenterweise forderte die Familienministerin das de-facto-Verbot eines Buches, weil es schlicht nacherzählt, was im Alten Testament (dort allerdings drastischer) über die Sintflut steht: „Ich will den Menschen … von der Fläche des Erdbodens auslöschen, vom Menschen bis zu den kriechenden Tieren, bis zu den Vögeln im Himmel“ (Genesis 6:7).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Demselben Tabu-Verhalten begegnen wir beim (Nicht-)Reden über den Islam. In Diskussionen über den Islam wird bekanntlich über alles mögliche geredet (Migranten, Deutschkenntnisse, Terrorismus), außer über den Islam. In jenen seltenen Fällen, wo jemand dieses Sprechverbot durchbricht und tatsächlich etwas über den Islam sagt - indem er zum Beispiel aus dem Koran zitiert – entsteht eine seltsam peinliche Atmosphäre, als hätte jemand ein obszönes Gehemnis verraten. In weiterer Folge wird dann dem Tabubrecher mitgeteilt, daß es "den"Islam gar nicht gebe, was die niemals ausgesprochene, aber umso wirksamere Konsquenz hat, daß man über diese nicht Existente auch nicht sprechen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück zum Ferkelbuch: Im März 2008 sprach die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien das Ferkelbuch vom Vorwurf des Antisemitismus frei, und lehnte dessen Indizierung ab. Da es ihr ausschließlich um Fragen der Jugendfährdung gehe, sei es des weiteren irrelevant - so die Bundesprüfstelle -, ob das Buch das religiöse Empfinden der Gläubigen verletze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was hier, wie in der gesamten Ferkelbuch-Debatte, ausgeklammert bleibt, ist der eigentliche- verborgene - Kern der Affäre: Die religiösen Empfindungen der &lt;em&gt;Ungläubigen&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-3483341356717546053?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/3483341356717546053/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=3483341356717546053' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3483341356717546053'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3483341356717546053'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/12/warum-wir-uber-den-islam-nicht-reden_11.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TQOcZbXx8AI/AAAAAAAAAPQ/Vg6lrcZb87w/s72-c/don%2Bcamillo.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-6005988384128768825</id><published>2010-12-05T09:43:00.012+01:00</published><updated>2011-05-15T18:16:25.512+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TPtRB9JsVHI/AAAAAAAAAPI/NYcMa7JiO2g/s1600/ferkelbuch%2B2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5547116460073833586" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 280px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TPtRB9JsVHI/AAAAAAAAAPI/NYcMa7JiO2g/s400/ferkelbuch%2B2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff9966;"&gt;Warum wir über den &lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="color:#ff9966;"&gt;&lt;strong&gt;Islam nicht reden können&lt;/strong&gt; (&lt;strong&gt;4&lt;/strong&gt;)&lt;/span&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Wo bitte geht’s zu Gott, fragte das kleine Ferkel &lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Zwischen 1970 und 2008 hat sich die Zahl der Konfessionslosen in Deutschland verzehnfacht. Von 3,9% im Jahre 1970 auf 34,1% im Jahr 2008 – Tendenz steigend. In den neuen Bundesländern bezeichnen sich bis zu 80% der Bevölkerung als konfessions- bzw. religionslos (die beiden Begriffe sind nicht identisch). Somit stellen Konfessionslose bereits die Mehrheit - Protestanten und Katholiken kommen jeweils auf rund 30%. In ebendiesem mehrheitlich konfessionslosen Deutschland erschien im Oktober 2007 das religionskritische Kinderbuch „Wo bitte geht’s zu Gott, fragte das kleine Ferkel“ des Philosophen Michael Schmidt-Salomon. Darin wird die Geschichte eines Igels und eines Ferkels erzählt, die sich, angeregt durch ein Plakat mit der Aufschrift: „Wer Gott nicht kennt, dem fehlt etwas“, auf die Suche nach Gott begeben. Sie treffen auf einen Rabbi, der ihnen erzählt, Gott hätte den Menschen, weil sie an eingebildete, falsche Götter geglaubt hätten, die Sintflut geschickt. Sie fragen ihn, ob er sich sicher sei, daß nicht auch jener Gott, an den er, der Rabbi, glaube, eine Einbildung sei. Daraufhin wirft er sie aus seinem Gotteshaus. Mit dem christlichen Bischof und dem moslemischen Mufti machen sie ähnlich schlechte Erfahrungen. Der Mufti droht ihnen mit der Hölle, weil sich das Ferkel weigert, sich fünf mal am Tag zu waschen, vor dem christlichen Bischof flüchten sie, nachdem er erklärt, daß es sich bei den „Keksen“, die das Ferkel in der Kirche gefunden und sogleich in den Mund gesteckt hatte, um den Leib Christi handle. Sie halten ihn für einen Kannibalen. In weiterer Folge geraten sich Mufti, Rabbi und Bischof über die Frage, wessen Hölle heißer sei, in die Haare. Am Ende ändern der Igel und das Ferkel die Aufschrift auf dem Plakat. Nun heißt es: „Wer Gott kennt, dem fehlt etwas – nämlich da oben“. „Wo bitte geht’s zu Gott, fragte das kleine Ferkel“ - mittlerweile als das „Ferkelbuch“ bekannt - war Gegenstand heftiger Kontroversen. Wenige Wochen nach seinem Erscheinen beantragte die deutsche Familienministerin es auf den Index jugendgefährdender Medien zu setzen. Die &lt;em&gt;Süddeutsche Zeitung&lt;/em&gt; begrüßte das Indizierungsverfahren und bezeichnete das „Ferkelbuch“ als „fundamentalistisch“. &lt;em&gt;Die Zeit &lt;/em&gt;lehnte die Indizierung zwar ab, nannte aber Michael Schmidt-Salomon einen „selbstgerechten und eindimensionalen Religionshasser“. Die &lt;em&gt;Neue Zürcher Zeitung&lt;/em&gt; befand das „Ferkelbuch“ für „platt“.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Weder bei der &lt;em&gt;Zeit&lt;/em&gt;, noch bei der &lt;em&gt;Neuen Zürcher Zeitung&lt;/em&gt;, noch auch bei der &lt;em&gt;Süddeutschen &lt;/em&gt;handelt es sich bekanntlich um Kirchenblätter. Alle drei gelten als liberal, die &lt;em&gt;Südeutsche&lt;/em&gt; als eher links-, die &lt;em&gt;Neue Zürcher Zeitung &lt;/em&gt;als bürgerlich-liberal. Und das deutsche Familienministerium ist - wenn auch von Christdemokraten geführt - keine Kirchenbehörde. Waren es beim Aufruf „Schluß mit der Integrationsdebatte“ liberale, durchwegs nicht-religiöse Intellektuelle, die den Islam vehement in Schutz nahmen, so sahen sich bei der Debatte über das „Ferkel-Buch“ liberale Medien und Organe eines säkularen Staates veranlaßt - in ungewohnt aggressiver Weise - „die Religion als solche“ in Schutz zu nehmen. Die „Ferkelbuch“-Debatte und der Aufruf „Schluß mit der Integrationsdebatte“ sind (&lt;em&gt;bei Gott&lt;/em&gt; möchte man sagen) keine kuriosen Einzelerscheinungen, sondern symptomatisch. Sie zeigen auf, wie wir es zu Beginn des 21. Jahrhunderts „mit der Religion halten“. In einem tendentiell religionslosen Europa wird Religion immer heiliger. Wer’s nicht glaubt - und ich spreche diejenigen an, die sich als nichtreligiös, agnostisch oder sogar als atheistisch bezeichnen -, möge sich seine Reaktion vor Augen führen, als er in diesem Artikel, oder wo sonst immer, zum ersten Mal von der Existenz eines religionskritischen oder - um das das Kind beim Namen zu nennen - religionsfeindlichen Kinderbuches erfahren hat.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Offensichtlich stellt heute ein religionsfeindliches Kinderbuch einen ungleich größeren Tabubruch dar – und zwar auch für Nichtreligiöse, Agnostiker, häufig sogar für Atheisten - als Kinderbücher, die sich der sexuellen Aufklärung annehmen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-6005988384128768825?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/6005988384128768825/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=6005988384128768825' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6005988384128768825'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6005988384128768825'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/12/warum-wir-uber-den-islam-nicht-reden.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TPtRB9JsVHI/AAAAAAAAAPI/NYcMa7JiO2g/s72-c/ferkelbuch%2B2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-3883810451591266911</id><published>2010-11-28T23:48:00.011+01:00</published><updated>2011-07-23T17:11:19.136+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TPLdiQ8GRGI/AAAAAAAAAPA/DVDTLbcAV6A/s1600/voodoo-doll.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5544737671978828898" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 300px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TPLdiQ8GRGI/AAAAAAAAAPA/DVDTLbcAV6A/s400/voodoo-doll.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können&lt;/strong&gt; (&lt;strong&gt;3&lt;/strong&gt;) &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Seid nett zu der Voodoo-Puppe&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Wer den Islam sakrosankt stellt und dem Mißverständnis erliegt, er handle dabei antirassistisch, gleicht einem Lehrer, dem man berichtet, in seiner Schule würde ein türkischer Schüler aus rassistischen Motiven gemobbt, u.a. würde - stellvertretend für ihn - eine Voodoo-Puppe mit Nadeln durchbohrt - und der daraufhin die rassistischen Schüler ermahnt, sie mögen bitte nett zu der Puppe sein, Feindschaft gegen Voodoo-Puppen sei rassistisch. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Solch Denken in Kurzschlüssen verstellt den Blick auf das Wesentliche. Der „linksliberale“ Diskurs über &lt;em&gt;kulturellen Rassismus&lt;/em&gt; bezeichnet das Reden des Kultur-Rassisten über Religion und Kultur („unsere Leitkultur“, „das christliche Abendland“, „der Islam“) als biologisierend bzw. pseudo-biologisch. "Biologisch" meint hier, daß kulturelle und religiöse Phänomene als verdinglicht, unabänderlich und in fixer Verknüpfung mit bestimmten Ethnien präsentiert werden. So weit so richtig. Die Vorstellung, biologische Merkmale stünden für das Fixe und Unveränderliche, entbehrt in Zeiten der Bio- und Gentechnik allerdings nicht der Ironie. Weit davon entfernt, das Unabänderliche zu repräsentieren, ist Biologie heute jener Schauplatz, an dem uns die grenzenlose Manupulierbarkeit der Grundlagen unserer Existenz vor Augen geführt wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Kann es sein, daß der Wunsch, eigene und fremde „Kulturen“ oder Religionen als etwas unveränderliches, unantastbares anzusehen, auch mit Verunsicherungen dieser Art zu tun hat? Nix ist fix, alles scheint auf unheimliche Art in Bewegung (die sozialen Sicherungssysteme, die Arbeitswelt, die Demografie) oder manipulierbar (unsere natürliche Umwelt, unsere Gene), und weil wir das Gefühl haben, wo immer wir hintreten, den Boden unter den Füßen zu verlieren, brauchen wir – und „wir“ meint nicht nur die (Kultur-)Rassisten unter uns - etwas, das und woran wir uns festhalten können, und dieses „etwas“ nennt sich aus irgendeinem Grund heute wieder „Kultur“ oder auch „Religion“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;So weit so banal. Aber mit dem Festhalten ist es so eine Sache. Greifen wir hin, um uns festzuhalten, ist da nichts greifbares. Wer z.B. fragt, was das sein soll „unsere Leitkultur“ oder „das christliche Abendland“, erhält als Antwort im besten Fall weitere, inhaltsleere Worthülsen, im schlimmsten Fall Lächerlichkeiten &lt;em&gt;- &lt;/em&gt;oder Gehässigkeiten. Aber ihrer Substanzslosigkeit zum Trotz beherrschen „Leitkultur“, "christliches Abendland" und Co. (und auch das Unwort „Integration“ gehört hierher) seit Jahren nicht nur die politische Debatte, sondern auch das Denken und Handeln der politischen Akteure. Ersatz-Begriffe eines Ersatz-Diskurses, und eine Ersatz-Politik mit Ersatz-Politikern, die aufgehört haben, politisch zu denken und zu handeln. Es ist, als wunderte man sich über einen Lastwagen, den jemand zum Fliegen bringt, indem er ihn an ein paar Luftballons anbindet, bis man begreift, daß der Lastwagen selbst ein gigantischer Lufballon ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;In ihrer Wirkmächtigkeit, ihrer Unbestimmtheit und ihrer Abwehrfunktion gegen Verunsicherungen aller Art spielen „Leitkultur“ und Co. in der öffentlichen Sphäre eine ähnlich unheilvolle Rolle wie das Gebot des „positiven Denkens“ in der privaten Ideologie postmoderner Erfolgsmenschen. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„&lt;em&gt;Bei den Nazis, da war es noch die Rasse, an die nun schon der Dümmste nicht mehr glaubt. Ich würde denken, daß in der nächsten Stufe der regressiven Ideologie es &lt;/em&gt;das Positive &lt;em&gt;sein wird, an das die Menschen glauben sollen, etwa in dem Sinn, wie man in Heiratsannoncen die Formulierung ‚&lt;/em&gt;positive Lebenseinstellung&lt;em&gt;‘ als etwas ganz besonders Empfohlenes empfindet&lt;/em&gt;.“ (Theodor W. Adorno: Vorlesungen zur Negativen Dialektik. Frankfurt, 2007, S. 33ff., Hervorhebungen von mir)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Nun sag, wie hast Du‘s mit der Religion&lt;/em&gt;? &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Für Kultur-Rassisten (und vergessen wir nicht, solche finden sich mittlerweile auch in den Reihen der Grünen, von den Konservativen und Sozialdemokraten reden wir lieber nicht) funktionieren Begriffe wie „unsere (Leit)kultur“ immer nur als Gegen-Begriffe – vor allem eben gegen „den Islam“, ein Begriff, der seinerseits inhaltsleerer und unbestimmter nicht sein könnte. Über die üblichen medialen Schlagworte hinaus wissen wir über „den Islam“ noch weniger zu sagen, als über „unsere (Leit)kultur“. Mehr noch: Wir &lt;em&gt;dürfen&lt;/em&gt; über den Islam nichts (wirklich relevantes) sagen, und dieses unausgesprochene und dennoch sehr wirkmächtige Tabu hat noch andere Gründe als die unglückselige Gleichsetzung der Ablehnung des Islams mit Rassismus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Um diese Gründe zu verstehen, müssen wir uns - wieder einmal - der Gretchenfrage stellen: „Nun sag, wie hast Du’s mit der Religion?“ &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-3883810451591266911?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/3883810451591266911/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=3883810451591266911' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3883810451591266911'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3883810451591266911'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/11/warum-wir-uber-den-islam-nicht-reden.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TPLdiQ8GRGI/AAAAAAAAAPA/DVDTLbcAV6A/s72-c/voodoo-doll.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-6635136397655883387</id><published>2010-11-24T17:41:00.032+01:00</published><updated>2011-02-01T23:32:04.901+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TO1Agm35TfI/AAAAAAAAAO4/V40qoeDALuQ/s1600/hegel%2B2.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5543157645297929714" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 309px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TO1Agm35TfI/AAAAAAAAAO4/V40qoeDALuQ/s400/hegel%2B2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="color:#ff9966;"&gt;&lt;strong&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können&lt;/strong&gt; (&lt;strong&gt;2&lt;/strong&gt;)&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;Denn sie wissen nicht was sie sagen&lt;/div&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;br /&gt;G.W.F. Hegel &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="left"&gt;Ich gehe nicht davon aus, daß die Verfasser des Aufrufs „Schluß mit der Integrationsdebatte“ den Unterschied zwischen Religion und „Rasse“ nicht kennen. Auch wird es nicht in ihrer Absicht gelegen sein, mit der Gleichsetzung von Islamfeindlichkeit und Rassismus ihrerseits eine rassistische Aussage zu treffen. Der Aufruf stellt, im Gegenteil, den ehrenwerten Versuch dar, der rassistischen Normalität unserer Tage in aller Schärfe entgegenzutreten. Was die Verfasser des Aufrufs &lt;em&gt;meinen&lt;/em&gt;, steht aber im Widerspruch zu dem, was sie - über die Islamfeindlichkeit - &lt;em&gt;sagen&lt;/em&gt;. &lt;em&gt;Die Sprache aber&lt;/em&gt;, würde Hegel hier sagen (also das was wir sagen, im Unterschied zu dem, was wir meinen), &lt;em&gt;ist das Wahrhaftere&lt;/em&gt;; &lt;em&gt;in ihr widerlegen wir selbst unsere &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Meinung (&lt;/em&gt;2). Anders gesagt, handelt es sich hier um eine Art Freud’scher Fehlleistung, die für "liberale" Positionen in der Islamdebatte (oder besser Nicht-Debatte) allerdings typisch - und daher wert ist, näher untersucht zu werden. &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Gleichung "Islamfeindlichkeit ist gleich Rassismus" geht offenbar vom Konzept des &lt;em&gt;kulturellen Rassismus &lt;/em&gt;aus. Von der richtigen These also, daß heute, da der Begriff &lt;em&gt;Rasse &lt;/em&gt;diskreditiert ist, fremdenfeindliche Ressentiments in Begriffen der „Kultur“ oder der Religion transportiert und politisch salonfähig gemacht werden („Leitkultur“, „christliches Abendland“, „Kampf der Kulturen“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statt aber gegen die unausgesprochenen Grundannahmen eines solchen Ersatz-Rassismus anzuschreiben, statt mit allem Nachdruck darauf hinzuweisen,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- daß weder Religionen noch „Kulturen“ unauflöslich mit einer bestimmten Ethnie/Nation/„Rasse“ verbunden sind,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- daß Religionen und "Kulturen" keine starren Formationen bilden,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- daß Menschen ihre Religion auch ändern, daß Religionen, wie im Lauf der Geschichte immer wieder der Fall, schlicht aussterben können,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- vor allem aber, daß Individuen nicht auf ihre „Kultur“ oder ihre Religion reduzierbar sind,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;stattdessen werden Religionen und „Kulturen“ – hier eben der Islam – in einer fatalen Kurzschlußreaktion quasi heiliggesprochen, und so jeglicher Kritik und jeglicher substantieller Debatte entzogen:&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="center"&gt;Kritik am Islam = Islamophobie = Rassismus.&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="left"&gt;Der „linke“ Kritiker des rechten Rassisten, der angetreten war, dessen als Islamfeindlichkeit getarnten Rassismus in Schranken zu weisen, überholt diesen also am Ende noch rechts – &lt;em&gt;Hegel schau oba …&lt;/em&gt;!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Augenfällig wird diese versteckte Heiligsprechung des Islams etwa am Argwohn, der den organisierten Ex-Muslimen entgegenschlägt. In liberalen und "linken“ Medien des deutschen Sprachraums werden Ex-Muslime häufig als schrille HysterikerInnen dargestellt, deren persönliche Betroffenheit ihnen ein angemessenes Reden über den Islam verunmöglicht.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Während man also im Iran über den Islam redet, indem man &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; über ihn redet (sondern über "die Araber"), man in Europa (nur scheinbar) über den Islam redet, und die Araber (und Türken) meint, oder aber jedes substantielle Reden über den Islam verunmöglicht, indem man ihn sakrosankt stellt, werden Iraner (oder Türken oder Araber), die sich in Europa kritisch über den Islam äußern, oder sich gar von ihm abwenden, als Menschen wahrgenommen, die nicht (angemessen) über den Islam reden können – und es daher am besten unterlassen sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Iran selbst, wie in einigen anderen islamischen Ländern, steht auf die Abkehr vom Islam im übrigen die Todesstrafe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;wird fortgesetzt&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;(2) G.W.F. Hegel: Phänomenologie des Geistes. Stuttgart, 1988, S. 82 &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-6635136397655883387?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/6635136397655883387/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=6635136397655883387' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6635136397655883387'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6635136397655883387'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/11/warum-man-uber-den-islam-nicht-reden_24.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TO1Agm35TfI/AAAAAAAAAO4/V40qoeDALuQ/s72-c/hegel%2B2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-3820030706664101908</id><published>2010-11-21T16:59:00.027+01:00</published><updated>2011-08-24T16:28:22.649+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TOlCC9tHCeI/AAAAAAAAAOw/h7o6ji-Dop0/s1600/Age_of_Caliphs.png"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5542033435147045346" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 205px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TOlCC9tHCeI/AAAAAAAAAOw/h7o6ji-Dop0/s400/Age_of_Caliphs.png" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color:#ffcc66;"&gt;&lt;strong&gt;Warum wir über den Islam nicht reden können &lt;/strong&gt;(&lt;strong&gt;1&lt;/strong&gt;) &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Als Rassismus getarnte Ablehung des Islams – oder: Warum gerade die Araber?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Nicht-Iraner, der einen Iraner als Araber bezeichnet, macht diesen Fehler kein zweites Mal. Zu verstörend ist dessen, für den ahnungslosen Nicht-Iraner ganz unerwartete Reaktion. Zu sagen: &lt;em&gt;Iraner mögen keine Araber&lt;/em&gt; wäre untertrieben. Man kann durchaus von einem hasserfüllten Ressentiment sprechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Würde es unser nicht-iranischer Gesprächspartner wagen, nach den Ursachen dieses Ressentiments zu fragen (in der Realität würde er es, nach der Reaktion seines iranischen Gesprächspartners, eher nicht), würde er dahingehend aufgeklärt, daß der kulturell hochstehende Iran im 7. Jahrhundert von den „primitiven“ Arabern erobert wurde. Würde der Nicht-Iraner an dieser Stelle nicht das Thema wechseln (was in der Realität wohl der Fall wäre), würde er erfahren, daß der Iran auch von Alexander dem Großen und den Mongolen erobert wurde, daß der Mongolensturm im 13. Jahrhundert stattfand, also jüngeren Datums ist als die arabische Eroberung. Daß die Mongolen bei ihrer Eroberungszügen ungleich brutaler vorgingen als die Araber (die auch nicht zimperlich waren). Daß es aber im Iran weder ein Ressentiment gegen Mongolen noch gegen Griechen gibt. Unser nicht-iranischer Gesprächspartner müßte sich daher die Frage stellen: &lt;em&gt;Warum gerade die Araber&lt;/em&gt;? &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Die Antwort auf diese Frage wird die Tatsache berücksichtigen müssen, daß – im Unterschied zu den Griechen und den Mongolen – die Araber den Iranern den Islam „gebracht haben“ - und man muß kein Psychoanalytiker sein, um daraus zu schließen, &lt;em&gt;daß die Iraner den Islam meinen, wenn sie die Araber bashen&lt;/em&gt;. Bewußt oder – in den meisten Fällen – unbewußt scheint die Chiffre &lt;em&gt;Araber&lt;/em&gt; für den Islam zu stehen: Die tiefsitzende, meist unbewußte Abneigung gegen die eigene Religion tarnt sich als rassistisches Ressentiment. (1) &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;em&gt;Ist – umgekehrt - die Ablehnung des Islams Rassismus?&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;In Europa gibt es dazu ein interessantes Pendant, allerdings unter umgekehrten Vorzeichen: Recht(sextrem)e Parteien, die mittlerweile bis tief in die sogenannte politische Mitte hinein die Diskurshoheit erobert haben, reden über den Islam und meinen die Türken, wie z.B. in Österreich, oder - wie etwa in Frankreich - die Araber. Auch hier handelt es sich, wie im Falle des iranischen Anti-Arabismus, nicht um einen bewußten, rein taktisch motivierten Etikettenschwindel. Der Anti-Islamismus der europäischen Rechten (und Konservativen und Teilen der Sozialdemokratie ...) ist durchaus authentisch. Als es zum Beispiel anläßlich der Erstürmung der sogenannten Gaza-Flotte durch israelisches Militär im Mai 2010 in Wien zu antiisraelischen Demonstrationen kam, an denen vorwiegend Muslime teilnahmen, und bei denen auch offen antisemitisch gehetzt wurde („Hitler erwache!“), war es ausgerechnet die traditionell antisemitische FPÖ, deren Repräsentanten sich häufig an der Grenze zur nationalsozialistischen Wiederbetätigung bewegen, die sich darüber am lautesten echauffierte. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Bis hierher scheinen die Debattenlage, und auch mögliche Lösungsansätze, klar auf der Hand zu liegen: Man müßte den Rassisten einfach die Anti-Islam-Maske (gerade auch, wenn sie diese selbst verinnerlicht haben) vom Gesicht reißen, und das rassistische Ressentiment in all seiner Erbärmlichkeit bloßstellen. In der Realität der politischen Debatte erscheint die Sache aber nicht so einfach. Mittlerweile scheint es sich nämlich nicht mehr um eine simple Vertauschung (&lt;em&gt;Ablehnung des Islams &lt;/em&gt;statt &lt;em&gt;Rassismus&lt;/em&gt;) zu handeln, sondern um eine seltsame Verschmelzung der beiden Diskurse, die, nachdem sie nun einmal passiert ist, irreversibel erscheint. Und die sich - paradoxerweise - am besten an den Reaktionen deklarierter Gegner rassistischer Hetze ablesen läßt. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Etwa in dem Anfang November publizierten (an sich unterstützenswerten) Aufruf deutscher und österreichischer Intellektueller „Schluß mit der Integrationsdebatte“. Es heißt dort:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„Islamfeindlichkeit bietet eine wesentlichen Anknüpfungspunkt für mediale Auseinandersetzungen, &lt;em&gt;denn Islamfeindlichkeit wird nicht als Rassismus anerkannt&lt;/em&gt;“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;Für die Verfasser des Aufrufs &lt;em&gt;ist&lt;/em&gt; Islamfeindlichkeit also Rassismus. Statt die Vertauschung der beiden Diskurse (des Anti-Islam-Diskures mit dem Diskurs der Rassisten) zu kritisieren - was zur Voraussetzung hätte, zur Kenntnis zu nehmen, daß es sich um zwei &lt;em&gt;grundverschiedene&lt;/em&gt; Debatten handelt - und den Anti-Islam-Diskurs als &lt;em&gt;Ersatz-Diskurs für Rassismus&lt;/em&gt; zu entlarven, werden, ganz im Gegenteil, Anti-Islam-Diskurs und Rassismus &lt;em&gt;miteinander identifiziert &lt;/em&gt;– und der Diskurs der Rassisten damit zementiert: Wer Islamfeindlichkeit mit Rassismus gleichsetzt, erklärt die Zugehörigkeit zum Islam zu einem unabänderlichen, quasi-"rassischen" Merkmal. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt &lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;(1) Den in diesem Absatz ausgeführten Gedangkengang verdanke ich dem brillanten Aufsatz "Warum die Feindschaft zu den Arabern?"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;"چرا دشمنی با عرب"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;a href="http://www.aramesh-dustdar.com/index.php/article/69/"&gt;http://www.aramesh-dustdar.com/index.php/article/69/&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;des iranischen Philosophen Aramesh Dustdar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-3820030706664101908?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/3820030706664101908/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=3820030706664101908' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3820030706664101908'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3820030706664101908'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/11/warum-man-uber-den-islam-nicht-reden.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TOlCC9tHCeI/AAAAAAAAAOw/h7o6ji-Dop0/s72-c/Age_of_Caliphs.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-8296139293224898012</id><published>2010-11-14T11:08:00.016+01:00</published><updated>2010-11-14T15:35:41.435+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TN-2F_sHU9I/AAAAAAAAAOo/X-KNp1NwiEs/s1600/Wunderland%2B24.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5539346280801063890" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 286px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TN-2F_sHU9I/AAAAAAAAAOo/X-KNp1NwiEs/s400/Wunderland%2B24.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;span style="color:#33ffff;"&gt;&lt;strong&gt;Wunderland, 24&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Psychoanalyse, sagte der Geistliche, ist die Schule der Perversion&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;"Plötzlich standen vier Personen im Zimmer, ein Mann in der Klerikerrobe sowie drei Blaue, die Blauen nahmen meinen Kameraden ihre pornografischen Hefte und mir die &lt;em&gt;Drei Abandlungen zur Sexualtheorie &lt;/em&gt;von Freud&lt;em&gt; &lt;/em&gt;aus der Hand, ich kannte die Blauen damals noch nicht, aber es fiel mir auf, daß sie Jeanshemden trugen, und nicht viel älter sein konnten als wir. Der Blaue, der mir die &lt;em&gt;Abhandlungen&lt;/em&gt; aus der Hand genommen hatte, las laut - und fast feierlich - den Titel und den Namen des Autors: &lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie, Sigmund Freud&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als der Geistliche, der etwas abseits stand, &lt;em&gt;Sigmund Freud &lt;/em&gt;hörte, kam er näher, nahm dem Blauen die &lt;em&gt;Abhandlungen zur Sexualtheorie&lt;/em&gt; aus der Hand, und sagte, er kenne das Buch. Während seines Studiums der Theologie in Süd-Teheran hätte er auch Freud und andere Philosophen gelesen. Ich wußte von Vater, der gerne über Freud sprach, daß Freud kein Philosoph, sondern Arzt war, das sagte ich auch, was den Geistlichen überraschte, ich war ja erst 17, aber er überging meinen Einwand, und sagte, ich hingegen, in meinem Alter, sollte keine pornografischen Bücher studieren. Ich sagte, daß Freud alles mögliche wäre, aber kein Pornograf - ich war ein vorlauter, altkluger Junge -, der Geistliche schien verärgert, schlug das Buch auf, um eine bestimmte Stelle zu suchen, die er dann vorlas, ich habe die Stelle später gefunden und immer wieder gelesen, und kann sie mittlerweile auswendig:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Ärzte, welche die &lt;/em&gt;Perversionen&lt;em&gt; studieren, sind geneigt, ihnen den Charakter der &lt;/em&gt;Degeneration &lt;em&gt;zuzusprechen. Indes ist es leicht, dies abzulehnen. Bei keinem Gesunden dürfte ein &lt;/em&gt;pervers&lt;em&gt; zu nennender Zusatz zum normalen Sexualziel fehlen, und diese Allgemeinheit genügt, um die Unzweckmäßigkeit einer vorwurfsvollen Verwendung des Namens &lt;/em&gt;Perversion &lt;em&gt;darzutun.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;‚Psychoanalyse‘, sagte der Geistliche, ‚ ist die Schule der Perversion‘, und daß in Teheran unter dem Kaiser die Psychoanalytiker wie die Pilze aus dem Boden geschossen wären, und von den Amerikanern den Auftrag hätten, die Perversionen in Teheran zu fördern. Wenn ein Teheraner sich auf die Couch lege, werde er hypnotisiert und zur Perversion und zu einem Leben voller Parties und Sex und Drogen ermuntert. Der Geistliche hatte eine sonore Stimme, und während er sprach betonte er Worte wie &lt;em&gt;Pilze&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Perversion&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Parties&lt;/em&gt;, seine Hände machten seltsame Bewegungen, z.T. geschwungen, z.T. ausladend, z.T. verschlungen, die Blauen und die Kameraden und der Buchhändler, der wie ein Türsteher aussah, lauschten mit offenen Mündern – ich dachte, er wäre, hätte er nicht Theologie studiert, als Theaterschauspieler oder Sänger an der Teheraner Oper geeignet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wartete bis er fertig war. Dann stellte ich mich hin und sagte: ‚Sie irren‘. Daß ich altklug und vorlaut war, sagte ich schon, in der Schule hatte ich mehrere Redewettbewerbe gewonnen, und liebte es, vermeintlichen oder tatsächlichen Autoritäten zu widersprechen, vor allem hatten mich unsere Eltern als Ungläubigen erzogen, und als solcher wollte ich mir von einem Pfaffen nichts vormachen lassen, zumal in Gegenwart der Kameraden, und schon gar nicht, wenn es um Freud ging, den der Vater so liebte. Ich erklärte, daß es in Teheran zwar tausende Psychologen und Psychiater gäbe, und Psychoterapeuten, Analytiker aber nur einen, einen Lacanisten in Teheran-Nord, der übrigens später flüchten mußte, nach Buenos Aires natürlich, und daß folglich die Perversionen und Parties Geschöpfe seiner, des Geistlichen, Phantasie wären.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Die Hände des Geistlichen machten eine Bewegung, als wäre er eine Frau mit ausladenden und abnehmbaren Brustprothesen, die er packte und ruckartig abnahm. Dann öffnete er den Mund, als wollte er etwas sagen, auf einmal drehte er sich weg, ging zu dem kräftigsten der drei Blauen, und sagte ihm etwas ins Ohr. Dieser packte mich an den Schultern, schob mich mithilfe seiner Kollegen aus der Buchhandlung, man verband mir die Augen, und ich wurde an den Händen gefesselt und in ein Auto gesetzt".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-8296139293224898012?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/8296139293224898012/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=8296139293224898012' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/8296139293224898012'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/8296139293224898012'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/11/wunderland-24-psychoanalyse-sagte-der.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TN-2F_sHU9I/AAAAAAAAAOo/X-KNp1NwiEs/s72-c/Wunderland%2B24.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-3585515087193879637</id><published>2010-11-06T18:13:00.007+01:00</published><updated>2010-11-06T20:31:50.337+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TNWNZBnypfI/AAAAAAAAAOg/LXKfHEapOpA/s1600/Die+blinde+Eule.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5536486777993471474" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 269px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TNWNZBnypfI/AAAAAAAAAOg/LXKfHEapOpA/s400/Die+blinde+Eule.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#99ffff;"&gt;Wunderland 23. Teil&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Die Blinde Eule&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;(Aegolius acadicus)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;„Dieser Mann“, sagte der Junge, offenbar an den Groben gewandt, aber er sah ihn nicht an, sein Blick war vielmehr auf einen Punkt im Raum, zwischen dem Groben und dem Feinen, fixiert, „dieser Mann, den Kambiz &lt;em&gt;hatte&lt;/em&gt;, war ein politischer Häftling.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Feine wollte etwas sagen, schien aber so überrascht, daß er schwieg, der Grobe schüttelte den Kopf, und sagte nichts, draußen dämmerte es, und auch an den anderen Tischen der &lt;em&gt;Deutschsprachigen Gemütlichkeit&lt;/em&gt;, an denen mittlerweile lauter Teheraner saßen, herrschte Stille.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich muß etwas sagen“, sagte der Junge, „was ich noch nie gesagt habe, auch den Eltern nicht, Gott habe sie selig.“ Der Junge schien jetzt ein anderer zu sein, nicht mehr der Fröhliche von vorhin, „ich war einmal, nach der Revolution, mit zwei Kameraden in den Straßen von Teheran, auf der Suche nach Büchern“, der Junge suchte jetzt meinen Blick, als wollte er mir etwas erklären - als ich seinen Blick erwiderte, schaute er in sein Bierglas, „nach dem Sieg der Revolution waren überall auf den Straßen von Teheran die unter dem Kaiser verboten gewesenen Bücher, und wenn ich sage &lt;em&gt;auf den Straßen von Teheran&lt;/em&gt;, meine ich es wörtlich. Die besten Bücher lagen auf den Trottoirs, ich weiß nicht, wo die Bücher alle herkamen, ganz Teheran war im Buchfieber, so wie meine Kameraden und ich, wir gingen an den vielen, auf den Trottoirs liegenden Büchern entlang, da fiel mir ein Buch mit dem Bild einer Eule auf, und ich wußte sofort, es ist &lt;em&gt;Die Blinde Eule &lt;/em&gt;des Dichters &lt;em&gt;Hedayat&lt;/em&gt;, ein Roman, den Vater liebte, und immer hat er ihn, Gott habe ihn selig, zitiert - &lt;em&gt;Es gibt Wunden im Leben, die dem Aussatz gleich usw.&lt;/em&gt;, Die Blinde Eule war unter dem Kaiser nicht verboten gewesen, unter den Klerikern aber schon, allerdings nicht gleich nach der Revolution, seltsamerweise besaß Vater kein Exemplar davon, so daß ich von der &lt;em&gt;Eule &lt;/em&gt;zwar immer gehört, sie aber niemals gesehen hatte, ich sah also am Boden &lt;em&gt;Die Blinde Eule&lt;/em&gt;, und langte zu, und auch die Kameraden hatten je ein Buch in der Hand, der Buchhändler, ein bulliger Typ, der aussah, wie ein Türsteher, fragte, ob wir Geld hätten, keiner von uns war schließlich älter als 17, wir bejahten, er sagte ‚Ich habe etwas für Euch‘ und wir gingen in den Buchladen, auf der anderen Seite der Straße, ich &lt;em&gt;Die Blinde Eule&lt;/em&gt; in der Hand, der Bullige führte uns in ein Zimmer voller pornografischer Bücher und Magazine, die mich nicht interessierten, aber die beiden anderen sehr, in einer Ecke fand ich ein paar wenige,&lt;br /&gt;nicht-pornografische Bücher, in ihrer Mehrzahl von &lt;em&gt;Freud&lt;/em&gt;. Vater liebte Freud, genauso wie, oder wahrscheinlich mehr als Hedayat, obwohl Mutter ihn hasste, als wir mit der Revolution kamen, sagte Vater: 'Wir brauchen keine Revolution. Wir brauchen Freud. Er soll kommen - dabei faltete er, wie die AnhängerInnen der Teheraner Religion, seine Hände, und schaute nach oben - er soll kommen und unser neurotisches Elend in gemeines Unglück verwandeln. Und dann: &lt;em&gt;Neurotisches-Elend-in-gemeines-Unglück-verwandeln&lt;/em&gt; sag nicht ich, sondern Freud - und er zeigte mit dem Finger zum Himmel.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/blockquote&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-3585515087193879637?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/3585515087193879637/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=3585515087193879637' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3585515087193879637'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3585515087193879637'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/11/wunderland-23.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TNWNZBnypfI/AAAAAAAAAOg/LXKfHEapOpA/s72-c/Die+blinde+Eule.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-6585422382198840157</id><published>2010-10-30T22:50:00.016+02:00</published><updated>2010-11-06T19:02:10.600+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TMyFqFkP1HI/AAAAAAAAAOY/B2uHJVgCRLc/s1600/Michael-juengstes_Gericht.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5533945000226706546" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 316px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TMyFqFkP1HI/AAAAAAAAAOY/B2uHJVgCRLc/s400/Michael-juengstes_Gericht.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-size:130%;color:#66ffff;"&gt;Wunderland 22. Teil&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Hans Memling: Michael beim Jüngsten Gericht&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„Das war‘s?“, sagte der Grobe, „Und Sam hast Du nie mehr gesehen?“&lt;br /&gt;„Sage ich doch“, sagte der Feine, „er war tot. Es war ein Anschlag. Ein oder zwei Tage vor jenem Abend. Ich hab’s dann in der Zeitung gelesen.“&lt;br /&gt;„Die Volksfront war’s aber nicht“, sagte der Grobe, „Dein Freund …“&lt;br /&gt;„Er war nicht mein … “&lt;br /&gt;„Er wurde von … Ich habe eher die Blauen im Verdacht. Es gab ja damals diesen Machtkampf zwischen der Fraktion von … und …“, es fielen zwei Namen, in der Sprache Teherans, an die ich mich nicht mehr erinnere, „Schade um ihn. Er war talentiert … “, der Grobe unterbrach sich. Offenbar wollte er sich nicht, wie man in der Provinz hier gesagt haben würde, &lt;em&gt;verplaudern&lt;/em&gt;, und schaute aus halb zugekniffenen Augen argwöhnisch auf den Feinen: „Hast Du nicht gestanden, daß Du bei den Blauen warst?“&lt;br /&gt;„Ich habe bei den Blauen - einen Reitkurs gemacht. Du weißt schon, in der ehemaligen Hofreitschule des Kaisers. Das war‘s. Und lange nach dem Tod von Sam. So einen Kurs kann jeder belegen, d.h. wer sich den Kursbeitrag leisten kann.“&lt;br /&gt;Der Grobe seufzte, „Dann bleibt mir also nichts übrig“, und es war offensichtlich, daß er diesen Ausgang bedauerte, „als Dich freizusprechen - und die Sitzung für beendet zu erklären.“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;Der Grobe, der bei dieser seltsamen Verhanldung offenbar die Rolle des Richters spielte, wandte sich an mich: „Wir sind bei dieser Art der Gerichtsbarkeit auf die Aussagen des Angeklagten angewiesen sowie auf die Schlüsse, die das Gericht aus diesen Aussagen zieht. Weitere Untersuchungen kann es nicht geben. Ein Angeklagter, der von einem Familiengericht freigesprochen wird, muß also nicht unbedingt unschuldig sein.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fragte mich, was mich das alles anging, und erinnerte mich, daß ich die Brüder wegen ihrer Freundlichkeit in das Wirtshaus begleitet hatte, und um ihnen meine - bis zu jenem Zietpunkt immer noch nicht gestellte - Frage über Teheran zu stellen. Vielleicht hatte ich die Begegnung mit den Brüdern auch nur gesucht, um nicht jener Frau zu begegnen, die, den Kopf an die Mauer des Landhauses gelehnt, von den Politikern Teherans sprach – aber wie konnte ich mir das gedacht haben, resp. neben den Brüdern in der &lt;em&gt;Deutschsprachigen Gemütlichkeit&lt;/em&gt; sitzend, von der Existenz jener Frau überhaupt wissen? Denn der Frau mit dem an die Mauer gelehnten Kopf hätte ich ja nur dann begegnen können, wenn ich den Brüdern &lt;em&gt;nicht &lt;/em&gt;begegnet, und sie &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; in die &lt;em&gt;Deutschsprachige Gemütlichkeit&lt;/em&gt; begleitet hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ich gehe davon aus“, der Grobe sprach noch immer zu mir, „daß sich mein Bruder nach unserem Sieg, d.h. nach dem Sieg der zweiten und wahren Revolution, vor einem ordentlichen Gericht wird verantworten müssen. Immerhin steht er im Verdacht, über die Vermittlung seines Schulkameraden, Sam Aschtiani, mit dem Regime kollaboriert und Verbrechen begangen zu haben, u.a. indem er bei den Schauprozessen als Dichter die Geständnisse der Angeklagten verfaßt hat. Auf andere Gerüchte in diesem Zusammenhang will ich nicht eingehen – und die Sitzung hiermit definitiv für geschlossen erklären …“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;div&gt;„Ich erhebe Einspruch“ sagte der Junge, der aussah, als hätte man ihn es aus dem Schlaf aufgeschreckt. Er war blass wie die Wand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-6585422382198840157?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/6585422382198840157/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=6585422382198840157' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6585422382198840157'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6585422382198840157'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/10/wunderland-22.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TMyFqFkP1HI/AAAAAAAAAOY/B2uHJVgCRLc/s72-c/Michael-juengstes_Gericht.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-4016539080136631360</id><published>2010-10-25T16:59:00.020+02:00</published><updated>2010-10-26T11:18:16.583+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#33ff33;"&gt;&lt;span style="color:#66ff99;"&gt;Wunderland, 21. Teil&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#33ff33;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TMXq3M30B9I/AAAAAAAAAOQ/DZbVGAcQOW0/s1600/Picasso,+Im+blauen+Bett+legender+Akt.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5532085951363549138" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 266px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TMXq3M30B9I/AAAAAAAAAOQ/DZbVGAcQOW0/s400/Picasso,+Im+blauen+Bett+legender+Akt.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;Pablo Picasso, Liegender Akt im blauen Bett&lt;/span&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;"Das Mädchen verschwand in der Tiefe des Raumes, und bald waren hinter jener Türe Geräusche zu hören - Schritte, womöglich auch Stimmen -, als wäre noch jemand dort, oder mehrere. Schließlich kam das Klopfzeichen. Ich zählte bis zehn und stand auf, das Versunkensein hatte mich schwindlig gemacht, aber ich zögerte nicht, als ich bei der Türklinke war, sie zu drücken, und betrat ein Zimmer, das noch dunkler war, ich konnte nichts sehen, auf einmal stolperte ich und kam auf etwas mehr oder weniger weiches zu liegen. Es war das Mädchen. Es lag offenbar auf einem Bett, auf dem Bauch, und ich auf ihr. Sie griff mit ihren Armen nach hinten, hielt mich fest und bewegte meinen Körper – daß sie kräftig war, wunderte mich -, als wäre ich ein Ding, und lenkte mich so, daß ich sie ... “, der Feine hustete, „&lt;em&gt;haben konnte&lt;/em&gt;, wie sie gesagt hatte, aber so, daß sie ihre Jungfräulichkeit nicht verlor, Ihr versteht, was ich meine, und während ich sie ... “, der Feine hob sein leeres Glas Bier und hustete wieder, „und während ich sie hatte, bemerkte ich, daß es nicht das Mädchen war, ich meine, es war überhaupt keine Frau, sondern, wie soll ich sagen, ein Mann“.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Der Junge stand auf, war blaß, und ging aufs Klo, wie ich annahm, als er zurückkam, war er blasser. „War das alles?“, fragte der Grobe. „Ich gestehe“, sagte der Feine und hustete, „daß ich nicht aufhören konnte ... d.h. ich konnte, nachdem ich gemerkt hatte, daß es ein Mann war, nicht aufhören, ihn, wie das Mädchen gesagt hatte, zu haben“.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Und weiter?“ fragte der Grobe. Der Junge sah ihn an, aber abwesend, als würde, was der Grobe sagte, ihn nicht erreichen, resp. nicht interessieren. „Als ich mit dem Mädchen fertig war“, der Feine hustete, immer heftiger „d.h. mit dem Mann, zwang ich mich, aufzustehen, wie einer, der sich aus einem Traum herausreißt, mittlerweile hatten sich meine Augen an das Dunkel gewöhnt, aber es fiel mir nicht ein, das Mädchen, d.h. den Mann, zur Rede zu stellen, ich stand auf und lief aus der Villa. Ich habe das Mädchen nie mehr gesehen, und daß Sam an jenem Abend schon tot war, erfuhr ich erst später“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-4016539080136631360?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/4016539080136631360/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=4016539080136631360' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/4016539080136631360'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/4016539080136631360'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/10/wunderland-21.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TMXq3M30B9I/AAAAAAAAAOQ/DZbVGAcQOW0/s72-c/Picasso,+Im+blauen+Bett+legender+Akt.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-1038867471561863669</id><published>2010-10-18T12:11:00.014+02:00</published><updated>2010-10-22T17:22:57.129+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;blockquote&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TLwfjq63XXI/AAAAAAAAAOI/iEKJ5BPXXbc/s1600/wunderland+20+b.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TLwfjq63XXI/AAAAAAAAAOI/iEKJ5BPXXbc/s1600/wunderland+20+b.jpg"&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#99ff99;"&gt;Wunderland 20. Teil&lt;/span&gt; &lt;/strong&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5529329140181196146" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 266px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TLwfjq63XXI/AAAAAAAAAOI/iEKJ5BPXXbc/s400/wunderland+20+b.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;"Jetzt hörte ich ein Geräusch, es schien von hinten zu kommen&lt;/a&gt;, aber ich war mir nicht sicher. Das Mädchen stand auf, stand da, und fixierte einen Punkt am Ende des Raumes, wo in der Halbdunkelheit eine Tür war. Nun fing sie an, sich zu drehen, sehr langsam, und während sie sich drehte, legte sie ihre Finger an ihre Lippen, als wäre sie unschlüssig, dann leckte sie ihre Finger, einen nach dem anderen, und fuhr sich, wieder sehr langsam, mit ihren Fingern über den Körper - dabei bückte sie sich, das kann sie nicht sein, dachte ich, aber sie war es, außer daß ihre Haare jetzt kurz waren, hatte sie sich überhaupt nicht verändert, sie bückte sich also, und im Bücken, und halb von mir abgewandt, sagte sie: ‚Du - kannst mich haben‘.&lt;br /&gt;‚Ich kann Dich … Und Sam?‘&lt;br /&gt;- … ich bin aber Jungfrau…&lt;br /&gt;- Wo ist Sam?&lt;br /&gt;- ... und ich will es bleiben …&lt;br /&gt;- Und Sam?&lt;br /&gt;- Er ist da. Er beobachtet uns.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich stand auf, und wollte das Mädchen und Sam und die Villa verlassen, da warf sie sich vor mir auf den Boden. Ich versank wieder in jenem Fauteuil, als hätte mich jemand gerempelt, resp. in eine Trance, aus der mich erst die Stimme des Mädchens herausriß, sie sagte „Bitte“, ich sah in ihre Augen hinunter - sie war noch immer am Boden - und hatte auch jetzt kein Gefühl, &lt;em&gt;whatsoever&lt;/em&gt;, was mich wunderte, wo ich doch jung und Dichter und Revolutionär war, in den Augen des Mädchens war aber Angst. Sie zeigte auf jene Tür am anderen Ende des Raumes, sagte: ‚Du kannst mich haben‘, und schüttelte, wieder sehr langsam, den Kopf und stand auf - auch ich wollte aufstehen, ‚Bleib sitzen‘, sagte das Mädchen, und zeigte wieder auf jene Tür. ‚Ich gehe vor. Warte noch. Wenn Du mich von innen an die Tür klopfen hörst, zähl bis zehn - und komm nach.‘"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-1038867471561863669?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/1038867471561863669/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=1038867471561863669' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1038867471561863669'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1038867471561863669'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/10/wunderland-20.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TLwfjq63XXI/AAAAAAAAAOI/iEKJ5BPXXbc/s72-c/wunderland+20+b.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-6560028048931463988</id><published>2010-10-10T21:19:00.039+02:00</published><updated>2010-10-19T11:41:09.454+02:00</updated><title type='text'>Deportation von Kindern aus Österreich</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Wir klagen an!&lt;/strong&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TLIZPRbf-BI/AAAAAAAAAOA/kGCPRWTLLFA/s1600/Gegen_Abschiebung.gif"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5526507442904496146" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 229px; CURSOR: hand; HEIGHT: 320px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TLIZPRbf-BI/AAAAAAAAAOA/kGCPRWTLLFA/s320/Gegen_Abschiebung.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;p align="left"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Der folgende offene Brief wird an ausgewählte europäische Medien sowie an Repräsentanten europäischer Zivilgesellschaften verschickt. Bitte unterschreiben Sie, um unserem Protest gegen die unerträglichen Zustände im österreichischen Asylwesen das nötige Gewicht zu verleihen. &lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;p align="left"&gt;Um zu "unterschreiben", klicken Sie bitte auf "Kommentare" (bzw. "Kommentar veröffentlichen"). Dann klicken Sie am besten auf "Anonym", schreiben den farbigen Schriftzug nach und tragen dann Ihren Namen und Ihre e-mail-Adresse in das Kommentarfeld ein. Wer darüber hinaus auch einen Kommentar verfassen will, ist herzlich willkommen. Danach auf "Veröffentlichen" (gleich unter "Anonym") klicken.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="right"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;em&gt;***&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="right"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;em&gt;Die große Mehrheit der Menschen ist spontan moralisch. Gegen ihre elementare Empfindlichkeit gegenüber dem Leiden der anderen muß sie erst immunisiert werden. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Slavoj Zizek&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;An die europäische Öffentlichkeit und die Zivilgesellschaften in den europäischen Ländern&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;strong&gt;Wir klagen an! &lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Am 6.Oktober 2010 wurden die achtjährigen Zwillinge Dorentina und Daniela Komani – ihre schwerkranke Mutter befindet sich in stationärer Behandlung einer psychiatrischen Klinik in Wien - zusammen mit ihrem Vater von Österreich in den Kosovo abgeschoben. Eine vollbewaffnete Polizeieinheit holte die Mädchen frühmorgens ab und nahm sie, unter Zurücklassung ihres gesamten Besitzes - auch ihrer Stofftiere -, in Schubhaft. Die beiden Mädchen leben seit ihrem zweiten Lebensjahr in Österreich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser Vorfall stellt den bisherigen Höhepunkt einer besorgniserregenden Tendenz in der Asylpolitik Österreichs – und auch anderer europäischer Länder - dar: Unausgesprochen, doch immer schamloser wird der Unteilbarkeit der Menschenrechte zuwidergehandelt: Die Repräsentanten einer solchen Asylpolitik scheinen Menschenrechte für bestimmte Bevölkerungsgruppen nicht mehr gelten zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Maßgebliche politische Kräfte haben in Österreich eine gesellschaftliche Atmosphäre geschaffen, in der jene Ressentiments entstehen, auf die dieselben Kräfte dann glauben reagieren zu müssen („Wir müssen die ‚Ängste der Bevölkerung‘ ernst nehmen.“). Sie tun das durch die Verabschiedung von immer restriktiveren, in ihren Konsequenzen oft menschenrechtswidrigen „Fremdengesetzen“. Auf diese Gesetze verweisen sie wiederum, wann immer die brutalen Auswirkungen ihrer Asylpolitik kritisiert werden („Recht muß Recht bleiben!“).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Uns - das sind Österreicherinnen und Österreicher, die diese Tendenzen in der (Asyl)politik ihres Landes mit zunehmender Sorge verfolgen – hat die Nachricht von der Deportation zweier achtjähriger Mädchen, getrennt von ihrer zur Zeit schwerkranken Mutter, mit Wut und Entsetzen erfüllt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Verantwortlichen für die Asylpolitik in Österreich, allem voran das österreichische Innenministerium, verweigern jeglichen substanziellen Dialog mit ihren Kritikern. Kritik wird mit Diffamierung begegnet -"Beratermafia“, „Betroffenheitsindustrie“,&lt;br /&gt;„Kampagnenjournalismus“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir wenden uns daher an die Europäische Öffentlichkeit, um sie - anläßlich der Tragödie der Familie Komani - auf den alarmierenden Zustand des österreichischen Asylwesens aufmerksam zu machen. Und die für diese Politik Verantwortlichen öffentlich anzuklagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir klagen&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;das politische Establishment Österreichs, insbesondere &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;die österreichische Innenministerin,&lt;br /&gt;die österreichische Fremdenpolizei,&lt;br /&gt;die Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ),&lt;br /&gt;die österreichische Volkspartei (ÖVP)&lt;br /&gt;und die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;an,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- „Fremdengesetze“ verabschiedet zu haben, die unweigerlich zu humanitären Katastrophen, wie im Fall der achtjährigen Komani-Mädchen, führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- im Fall der beiden kosovarischen Mädchen – wie in zahlreichen anderen Fällen – sogar diese Gesetze mit Füßen zu treten: Die bevollmächtigte Rechtsvertreterin der Familie Komani wurde etwa vor laufenden Kameras und völlig rechtswidrig von ihren Klienten getrennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- eine Situation geschaffen zu haben, in der Unrecht, das jeglichem zivilisatorischen Standard Hohn spricht, in der Wahrnehmung der österreichischen Öffentlichkeit zur Selbstverständlichkeit zu werden droht. Unrecht wird in der öffentlichen Wahrnehmung als Recht zu etablieren versucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein solches Vorgehen gegenüber Kindern ist in keinem Land der Erde und durch nichts zu rechtfertigen. Schon gar nicht in Österreich, wo „Kindertransporte“ noch vor einigen Jahrzehnten Bestandteil der nationalsozialistischen Mordindustrie waren. Wer sich in Österreich derart mutwillig gegen die Erfahrungen der Vergangenheit blind stellt, nimmt in Kauf, daß sich diese Vergangenheit oder Aspekte derselben wiederholen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir appellieren an die europäische Öffentlichkeit und an die Zivilgesellschaften in den Ländern Europas,&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;p align="left"&gt;- bei der österreichischen Bundesregierung gegen den skandalösen Kindertransport aus Österreich zu protestieren - oder ihre jeweiligen Regierungen aufzufordern, dies zu tun.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- die österreichische Regierung aufzufordern, die sofortige Heimkehr der Komani-Kinder und ihres Vaters nach Österreich zu veranlaßen, wo die beiden Mädchen seit ihrem zweiten Lebensjahr zuhause sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- die österreichische Regierung aufzufordern, Familie Komani für das an ihnen begangene Unrecht zu entschädigen, und sich bei ihr dafür öffentlich zu entschuldigen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;- die politisch Verantwortlichen in Österreich aufzufordern, dafür Sorge zu tragen, daß Kinder in diesem Land nie wieder in Haft genommen, deportiert oder gewaltsam von ihren Eltern getrennt werden.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-6560028048931463988?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/6560028048931463988/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=6560028048931463988' title='135 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6560028048931463988'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6560028048931463988'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/10/deportation-von-kindern-aus-osterreich.html' title='Deportation von Kindern aus Österreich'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TLIZPRbf-BI/AAAAAAAAAOA/kGCPRWTLLFA/s72-c/Gegen_Abschiebung.gif' height='72' width='72'/><thr:total>135</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-1398798258804615499</id><published>2010-10-07T23:48:00.019+02:00</published><updated>2010-10-17T12:17:26.314+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 19.Teil</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TK5CCds9OYI/AAAAAAAAAN4/dAkywG_oIkA/s1600/Gartentor.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5525426402930538882" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 290px; CURSOR: hand; HEIGHT: 380px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TK5CCds9OYI/AAAAAAAAAN4/dAkywG_oIkA/s400/Gartentor.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;p&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;"Ein paar Tage nach dem Treffen im &lt;em&gt;Naderi&lt;/em&gt;, war ich bei Sam zum Abendessen geladen. Daß ich bis zum Schluß nicht wußte, ob ich hingehen soll, brauche ich nicht zu erzählen, ich will Euch mit meinem &lt;em&gt;Seelenzustand&lt;/em&gt; nicht langweilen, nur soviel: Ich ging wegen des Mädchens zu Sam, das ich aber im Grunde nicht sehen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sams Villa, d.h. die Villa, die ihm dem Vernehmen nach sein Vater geschenkt hatte, lag im Norden von &lt;em&gt;Elahiyeh&lt;/em&gt;, in Nord-Teheran, zu deutsch dem &lt;em&gt;Viertel der Götter&lt;/em&gt;. Ich war mit dem Bus gekommen, das letzte Stück mußte ich zu Fuß - und bergauf - zurücklegen. Es war kalt, und wenn ich mich richtig erinnere, Anfang April, man hätte aber glauben können, es sei Herbst, resp. es war eine undefinierbare Jahreszeit. Es dämmerte, aber in meiner Erinnerung ist ein weißes Licht, das mit dem weißen Marmor der Außenfassade der Villa verschmilzt, so daß die Villa unsichtbar ist.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;p&gt;Ich kam zu einem Tor, das wie ein Gartentor in London aussah, aber es paßte nicht zu der Gartenmauer aus Beton. Eine Stimme aus der Gegensprechanlage sagte 'Herein!', aber so sehr ich rüttelte, das Tor blieb verschlossen. Ich kletterte schließlich über die Mauer, sie war nicht hoch, es war mehr ein Überspringen als ein Klettern, der Garten war länglich und schmal, und die hohen und dichten Bäume verbargen die Villen der Nachbarschaft, sofern es sie gab. Ich kam zu einer Türe aus Holz, und läutete wieder, diesmal passierte nichts. Ich wartete, und läutete, und wieder nichts, ich drückte die Türklinke, die übrigens aus Gold war, die Türe war offen - und ohne nachzudenken trat ich in einen Salon voller Stilmöbel. Über einen Wandspiegel brannte ein kleines Licht. Ich fragte: ‚Ist da wer?‘, und kam mir vor wie in einem dieser Filme von Hitchcock, auf einmal versank ich in ein Fauteuil, ich kann mich aber nicht erinnern, daß ich mich in das Fauteuil &lt;em&gt;hineingesetzt &lt;/em&gt;hätte, ich saß, auf dem Sitzpolster, aber das Versinken ging weiter - und auch als eine Stimme ‚Tut mir leid‘, sagte, immer noch weiter, es war die Stimme des Mädchens. Ich war weder erstaunt, noch erfreut, noch hatte ich ein anderes Gefühl &lt;em&gt;whatsoever&lt;/em&gt;, so wie der Führer der Klerikalen, als er von seinem Exil in Chicago nach Teheran zurückflog, '&lt;em&gt;Nichts&lt;/em&gt;‘ sagte, als man ihn fragte, was er denn fühle. Das Mädchen saß neben mir, auch sie in einem Fauteuil, wir sahen einander nicht an, als wären wir nebeneinander im Kino gesessen.&lt;br /&gt;'Tut mir leid‘, sagte das Mädchen,&lt;br /&gt;und ich: ‚Macht nichts‘. Gut möglich, daß auch aus mir schon, wie jene Stimme aus Sam, ein anderer sprach.&lt;br /&gt;‚Ich war wütend -‘, sagte das Mädchen,.&lt;br /&gt;- Und Sam?, wo ist Sam?&lt;br /&gt;- Und dann ... es gab kein Zurück.&lt;br /&gt;- Kein Zurück …&lt;br /&gt;Und sie: ‚ Er ist da‘,&lt;br /&gt;und ich: ‚Wer?‘,&lt;br /&gt;und sie: ‚Sam. Er beobachtet uns‘.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;wird fortgesetzt&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-1398798258804615499?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/1398798258804615499/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=1398798258804615499' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1398798258804615499'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1398798258804615499'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/10/wunderland-19teil.html' title='Wunderland 19.Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TK5CCds9OYI/AAAAAAAAAN4/dAkywG_oIkA/s72-c/Gartentor.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-256439480365912816</id><published>2010-10-07T10:40:00.042+02:00</published><updated>2011-10-30T11:01:13.645+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TK2OpADbMkI/AAAAAAAAANw/iDbqmBQgjTM/s1600/Plakat+Protestlesung+1.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5525229152893612610" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 283px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TK2OpADbMkI/AAAAAAAAANw/iDbqmBQgjTM/s400/Plakat+Protestlesung+1.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;span style="color:#ffffff;"&gt;&lt;strong&gt;Revolution im Iran - Literarische Solidarität&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#000000;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="color:#ff9900;"&gt;Renate Welsh&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="color:#ff9900;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Julya Rabinowich &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;Vladimir Vertlib &lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="color:#ff9900;"&gt;Sama Maani&lt;/span&gt; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Iranische und nicht-iranische Autorinnen und Autoren lesen und diskutieren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Freitag, &lt;strong&gt;22. Oktober 2010, 19:30&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;echoraum wien, Sechshauser Straße 66, 1150 Wien&lt;/strong&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.echoraum.at/" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;http://www.echoraum.at/&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Eintritt: €10/€5&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Der Erlös der Veranstaltung fließt an „Ärzte für Menschrechte im Iran - Wien“ &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.iran-scientists.net/" target="_blank"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;http://www.iran-scientists.net/&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;Wie erlebt man die Revolution in der Heimat aus der Perspektive des Exils?&lt;/span&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;Für jene Iraner, die schon im Exil waren, als 1979 im Iran eine Revolution ausbrach, berühren die Ereignisse nach den iranischen Präsidentschaftswahlen im Juni 2009 in mehrfacher Weise das Thema Rückkehr: Rückkehr der Erinnerungen an jene Zeit, in der sich,angesichts der durch die 1979er Revolution ausgelösten Hoffnungen, viele von ihnen für die Rückkehr in die Heimat entschieden - um kurz daraufwieder die Rückkehr ins Exil antreten zu müssen. Die Rückkehr der Vergangenheit findet aber nicht nur in der Erinnerung der Exilierten statt. Die aktuelle iranische Protestbewegung als solche wird häufig als eine Reinszenierung der 1979er Revolution wahrgenommen – und es erhebt sich die Frage wie dieser Rückbezug zu bewerten ist: Muss sich die Geschichte immer nur als Farce wiederholen? Oder kann eine revolutionäre Bewegung gerade durch die Reinszenierung ihrer Vorgänger-Revolution diese rückwirkend von ihren Traumen befreien? Solche und ähnliche Fragen - u.a. auch die Frage nach Gemeinsamkeiten und Differenzen zwischen der „Grünen Bewegung“ im Iran und den Revolutionen 1989 in Osteuropa – bilden den thematischen Horizont einer Lesung, mit der ein iranischer Autor und drei nicht-iranische AutorInnen ein Zeichen der Solidarität mit der iranischen Protestbewegung setzen möchten. Im Anschluss an die Lesung ist eine Publikumsdiskussion geplant.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;strong&gt;echoraum&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Sechshauser Straße 66&lt;br /&gt;A-1150 Wien&lt;br /&gt;Tel 812 02 09 30&lt;br /&gt;echo at echoraum.at&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.echoraum.at/"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:85%;"&gt;http://www.echoraum.at/&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-256439480365912816?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/256439480365912816/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=256439480365912816' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/256439480365912816'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/256439480365912816'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/10/reminder-revolution-im-iran.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TK2OpADbMkI/AAAAAAAAANw/iDbqmBQgjTM/s72-c/Plakat+Protestlesung+1.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-4101008849103520394</id><published>2010-09-25T18:05:00.015+02:00</published><updated>2010-10-07T11:34:33.833+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 18.Teil</title><content type='html'>&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TJ4ecwjhnTI/AAAAAAAAANY/ApoIlBbQs_0/s1600/Hoelle.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5520883672621882674" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 297px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TJ4ecwjhnTI/AAAAAAAAANY/ApoIlBbQs_0/s400/Hoelle.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;"... ob &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;das alles - Gott, die Hölle, die &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Bestrafung - nicht auch&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;funktionieren könnte,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;wenn man nicht daran glaubt ?"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="right"&gt;Herrad von Landsberg, Die Hölle&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Und da erst wurde mir klar, daß sich seine Stimme verändert hatte, und ich fragte ihn, um das Unheimliche zu überspielen, noch einmal, wie er als revolutionärer Frommer ‚&lt;em&gt;Gott und die Scheiße&lt;/em&gt;‘ sagen und Schnaps trinken konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er wäre ungläubig aufgewachsen, sagte Sam, und dennoch hätte er sich immer, oder gerade deshalb, vor dem Gott der Religion Teherans gefürchtet. Als Kind wäre er in der Nacht aufgewacht, und sich nicht weiterzuschlafen getraut, weil er geträumt hätte, als Ungläubiger in der Hölle gefoltert zu werden, und wann immer er später ein Mädchen, Sie verzeihen, gevögelt, oder Alkohol konsumiert hätte, hatte er ein schlechtes Gewissen, obwohl er, bevor er das Glaubensbekenntnis aufgesagt hätte, weder an Gott geglaubt hätte, noch an den Teufel, noch an die grausamen Strafen der Hölle, er hätte sich aber immer gefragt, ob das alles - Gott, die Hölle, die Bestrafung - nicht auch funktionieren könnte, wenn man &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt; daran glaubt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit sich jedoch jene Stimme - während des Aufsagens des Teheraner Glaubensbekenntnisses - in ihn eingeschlichen hätte, wäre er ein Anderer. Wann immer er mit der Stimme spreche - aber er hätte die Stimme nicht immer -, sei er &lt;em&gt;gläubig&lt;/em&gt; und sage dann, resp. die Stimme sage seltsame Dinge, daß &lt;em&gt;nur der Glaube zähle, der reine Glaube, und nichts als der Glaube&lt;/em&gt;, und mittlerweile wären ihm Gott sowie die Religion Teherans, immer wenn er mit der Stimme spreche, wie man in der Provinz hier gesagt haben würde, &lt;em&gt;ganz Plunzn&lt;/em&gt;, er habe dann vor nichts und niemandem Angst, auch vor Gott nicht - mich wunderte nicht mehr, daß mein Versuch, ihn zu töten, ihn so kalt gelassen hatte -, und als Glaubender - oder Die-meiste-Zeit-Glaubender, denn er habe ja die Stimme nicht immer – sei es ihm möglich, was ihm als Ungläubiger undenkbar war, nämlich Gott zu verfluchen. 'Ich habe zum Beispiel überhaupt kein Problem, aufzustehen‘, er stand auf, ‚und hier in der Öffentlichkeit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;Gott ist Scheiße&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="left"&gt;zu rufen, das tat er ein paar Mal, und jedesmal lauter, bis er fast brüllte.&lt;br /&gt;Der armenische Kellner kam, mit einem Lächeln, in dem sich Amüsement und Verlegenheit mischten, ‚Ich weiß schon - ein blasphemisches Stück. Aber leise, bitte. Teheran ist schließlich eine Klerikalrepublik‘.&lt;br /&gt;Sam nickte, und leerte im Stehen die Kaffeetasse Schnaps. ‚Ich muß jetzt. In das Hauptquartier‘, er meinte wohl das Hauptquartier der Blauen, und indem er mir seine Karte mit seiner neuen Funktion als Generalsekretär übergab, lud er mich zum Abendessen ein. ‚Meine Frau würde sich freuen‘. Und wieder verkrampfte sich mir - wegen der Art, wie er &lt;em&gt;meine Frau&lt;/em&gt; gesagt hatte - meine Hand um das Messer, aber das Messer war ja, wie ich möglicherweise jetzt erst bemerkte, verschwunden".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-4101008849103520394?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/4101008849103520394/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=4101008849103520394' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/4101008849103520394'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/4101008849103520394'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/09/wunderland-18teil.html' title='Wunderland 18.Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TJ4ecwjhnTI/AAAAAAAAANY/ApoIlBbQs_0/s72-c/Hoelle.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-8113614510823837790</id><published>2010-09-16T23:58:00.031+02:00</published><updated>2010-10-17T17:16:29.151+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 17. Teil</title><content type='html'>"... sondern&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TJKV56Dva-I/AAAAAAAAANQ/eAq9nTKk8fg/s1600/Bauchredner+-+Henry-Rox.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5517637315552308194" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 253px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TJKV56Dva-I/AAAAAAAAANQ/eAq9nTKk8fg/s400/Bauchredner+-+Henry-Rox.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; meine eigene Stimme&lt;br /&gt;wurde zu dieser Stimme aus meinem Bauch."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Der Bauchredner &lt;em&gt;Fedor Wittkowsky &lt;/em&gt;alias &lt;em&gt;Henry Rox&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;"&lt;em&gt;Wuschelkopf-Hippie-religiöser-Faschist-Wuschelkopf-Hippie-religiöser-Faschist-Wuschelkopf-Hippie &lt;/em&gt;… versetzte mich in Trance, und diese muß Sam ausgenützt haben, um das Messer verschwinden zu lassen. Als ich zu mir kam, war es jedenfalls verschwunden, und im weiteren Verlauf des Gesprächs versuchte mich Sam zu überreden, mich ihm und seinen religiösen Faschisten anzuschließen. Die Aussicht berühmt zu werden, reizte mich, ich sagte es schon, dennoch machte ich ihm klar, daß ich mich dem religiösen Faschismus, mochte unsere Revolution auch gescheitert sein, nie und nimmer anschließen würde. Ich stand auf, dann setzte ich mich wieder, um ihn zu fragen, wie ausgerechnet er zu den &lt;em&gt;Revolutionären Frommen&lt;/em&gt; gekommen sei – statt zu fragen, wie ausgerechnet er zu dem Mädchen gekommen sei, resp. das Mädchen zu ihm, wo doch das Mädchen mit ihm während unserer Schulzeit nie ein Wort gesprochen hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;‚Es ist uns nichts anderes übrig geblieben, sagte Sam, ‚ich meine meiner Familie und mir. Vater war ein enger Vertrauter des Kaisers, jeder hat es gewußt, und der Wurstlieferant der Teheraner Armee, die Schwester der Kaiserin war die Freundin von Mutter usw. Als klar war, daß der Kaiser gehen würde, flog Vater zusammen mit einer Abordnung der Großindustrie zum Führer der Klerikalen, damals noch im Exil, in Chicago, um sich ihm öffentlich zu unterwerfen – der Verräter“.&lt;br /&gt;„&lt;em&gt;Der Verräter&lt;/em&gt; sagte wer? Du?“, fragte der Junge.&lt;br /&gt;„Nein, Sam. Und ich war wieder verwundert, daß er so freimütig sprach. ‚Einen Tag nach seiner Rückkehr von Chicago‘ sagte Sam, ‚rief mich mein Vater zu sich und erklärte: &lt;em&gt;Wir müssen religiös werden&lt;/em&gt; - so als würde er sagen: &lt;em&gt;Wir müssen expandieren &lt;/em&gt;oder &lt;em&gt;nach Amerika exportieren, &lt;/em&gt;oder so. &lt;/em&gt;&lt;em&gt;Wie soll das gehen?&lt;/em&gt;, fragte ich ihn'. Im Gästesalon wartete ein Kleriker auf Sam und seinen Vater, beide sagten das Glaubensbekenntnis auf, und das ganze wurde auf Video aufgezeichnet. Sam erklärte mir dann das Glaubensbekenntnis, als wäre ich kein Teheraner, sondern ein Bewohner, sagen wir, der Deutschsprachigen Berge: 'Du weißt schon', sagte er, 'diese Formel, die ohnehin kein Schwein versteht, auf Arabisch, mit den vielen O’s u L’s und Gott und die ganze Scheiße“. „&lt;em&gt;Gott und die ganze Scheiße&lt;/em&gt; - sagte wer?", fragte der Junge, "Du?“.&lt;br /&gt;„Nein, Sam“, sagte der Feine, „Und ich war wieder verwundert -“,&lt;br /&gt;„ – daß er so freimütig sprach“.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;„Ja, und ich fragte ihn, wie er als Vorsitzender der Revolutionären Frommen ‚&lt;em&gt;Gott und die ganze Scheiße&lt;/em&gt;‘ sagen und Schnaps trinken könne. Während er das Glaubensbekenntnis aufgesagt hätte, sagte Sam, sei ihm etwas passiert. ,Die ganze Scheiße‘, sagte er, er meinte wohl Gott und die Teheraner Religion, bzw. den Gott der Teheraner Religion, ‚die ganze Scheiße hat auf einmal von mir Besitz ergriffen. Unzwar, wie soll ich sagen, von innen. Es war … es ist mir peinlich ...‘, er senkte den Kopf und schien sich tatsächlich zu schämen, ich hatte Sam noch nie sich schämen gesehen, das paßte nicht zu ihm. ‚Ich spürte auf einmal so ein - Ding im Bauch', er zeigte auf jene Stelle, die die Messerspitze berührt hatte, so was dichtes, kompaktes, glattes, und dieses Ding stieg zu meinem Hals hinauf, und steckte dort fest, und wurde - zu einer Stimme, ich weiß nicht wie, oder war die ganze Zeit schon eine Stimme, keine innere Stimme - sondern meine eigene Stimme wurde zu dieser Stimme aus meinem Bauch“. "Ein Bauchredner“, sagte der Junge, und versuchte zu lachen.&lt;br /&gt;„'Seither habe ich eine andere Stimme', sagte Sam. Und da erst wurde mir klar, daß sich seine Stimme verändert hatte“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-8113614510823837790?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/8113614510823837790/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=8113614510823837790' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/8113614510823837790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/8113614510823837790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/09/wunderland-17-teil.html' title='Wunderland 17. Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TJKV56Dva-I/AAAAAAAAANQ/eAq9nTKk8fg/s72-c/Bauchredner+-+Henry-Rox.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-3448787671095603273</id><published>2010-09-10T13:56:00.019+02:00</published><updated>2010-10-12T10:30:22.342+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 16. Teil</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TIofc-ywWuI/AAAAAAAAAM4/i-PQ-rLtAvI/s1600/wedding+tehran.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5515255276421274338" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 267px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TIofc-ywWuI/AAAAAAAAAM4/i-PQ-rLtAvI/s400/wedding+tehran.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;"Wuschelkopf-Hippie, religiöser Faschist,&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Wuschelkopf-Hippie, &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;religiöser Faschist &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;und so weiter …" &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;div align="right"&gt;Hochzeit in Teheran &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;„‚Und das Mädchen‘, fragte ich, ‚was ist mit dem Mädchen‘? Sam senkte den Kopf. Es wäre ein Fehler gewesen, sie zu heiraten, er liebe sie nicht - nicht mehr, und wahrscheinlich habe sie ihn niemals geliebt, und nur wegen dieses Streits, sagte Sam, im Poesieclub, geheiratet.&lt;br /&gt;„Die haben mit neunzehn geheiratet?“, fragte der Junge, „Warum?“&lt;br /&gt;„Sam war etwas älter, er ist einmal sitzengeblieben, oder zweimal, ich weiß es nicht mehr, aber mit neunzehn, oder zwanzig, zu heiraten, war im Teheran der 70er Jahre nicht üblich, zumindest in der Mittelschicht nicht. Weil die Eltern des Mädchens aber aus dem Süden stammten, ich sagte es schon, und konservativ waren, mußten sie heiraten, wenn sie zusammen sein wollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;Sam sprach abwechselnd - oder gleichzeitig - über die Poesie und die Politik und die Liebe, alles Dinge, die ihn noch nie interessiert hatten, wie ich ihn kannte, er stellte mir noch weitere, noch wichtigere Posten bei den Faschisten in Aussicht, vor allem wollte er mich berühmt machen, als &lt;em&gt;unseren Dichter&lt;/em&gt;, wie er sagte, was die Liebe betrifft, meinte er, er und das Mädchen hätten sich am Anfang leidenschaftlich geliebt, was zu seiner Aussage, das Mädchen hätte ihn niemals geliebt, im Widerspruch stand - meine Hand verkrampfte sich um den Griff des japanischen Messers -, aber wie es in der Liebe so sei, wäre dann die Leidenschaft rasch verflogen“, an dieser Stelle hätte Sam ein Gedicht zitiert, so der Feine, über das Verfliegen der Leidenschaft, das in Teheran bekannt sei, d.h. der Feine übersetzte das seinerzeit von Sam in der Sprache Teherans zitierte Gedicht in deutsche Verse, ich bedankte mich höflich, aber ich erinnere mich nur an Bruchstücke: &lt;em&gt;Erst Vulkan &lt;/em&gt;- &lt;em&gt;Dann Balkan,&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Balkan&lt;/em&gt;, dessen zweite Silbe, so der Feine, in der Sprache Teherans betont wird - &lt;em&gt;Balkán&lt;/em&gt; -, steht in Teheran, so wie in den Deutschsprachigen Bergen, für &lt;em&gt;Elend&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Ein Gedicht zu zitieren, &lt;em&gt;schaute Sam&lt;/em&gt;, wie man in der Provinz hier gesagt haben würde, &lt;em&gt;nicht ähnlich&lt;/em&gt;, und überhaupt schien er wesensverändert. Während er das Gedicht zitierte, hatte er in die Luft geschaut, und ich betrachtete seinen Wuschelkopf und den Bart und dachte, daß er mit dem Wuschelkopf und dem Bart aussah wie ein Teheraner Hippie, und dann, daß er mit dem Bart und dem Hemd, das er bis oben zugeknöpft hatte, und dem braunen Sakko, und ohne Krawatte, aussah wie ein religiöser Faschist, dann wieder wie ein Wuschelkopf-Hippie, dann wieder wie ein religiöser Faschist, Wuschelkopf-Hippie, &lt;/div&gt;&lt;div&gt;religiöser Faschist, &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Wuschelkopf-Hippie, &lt;/div&gt;&lt;div&gt;religiöser Faschist &lt;/div&gt;&lt;div&gt;und so weiter …&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-3448787671095603273?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/3448787671095603273/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=3448787671095603273' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3448787671095603273'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3448787671095603273'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/09/wunderland-16-teil.html' title='Wunderland 16. Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TIofc-ywWuI/AAAAAAAAAM4/i-PQ-rLtAvI/s72-c/wedding+tehran.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-5674389877198612831</id><published>2010-09-06T16:49:00.017+02:00</published><updated>2010-10-12T10:32:50.868+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 15. Teil</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5513813114337105826" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 336px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TIT_0GX0F6I/AAAAAAAAAMg/24PR-THZh58/s400/Jap.+Messer.jpg" border="0" /&gt;„Der &lt;em&gt;Kackl&lt;/em&gt;, Du weißt schon, dieser Schmierige, der Reimer von der Faschistenpartei". &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;"Sam hob seine Kaffeetasse: ‚Auf die Revolution‘, sagte er. Ich stieß, wie reflexartig, mit ihm an, aber sagte nichts. Um anzustoßen verwendeten wir beide die Linke - weil ich ja mit der Rechten immer noch den Griff des japanischen Messers umfaßt hielt, resp. Sam mit der Rechten mein Handgelenk - und unsere Arme überkreuzten sich. Sam sagte etwas über unsere Schuldirektorin, die &lt;em&gt;Lawasani&lt;/em&gt;, die erschossen worden war. Dann sagte er: ‚Wir haben‘, er meinte die religiösen Faschisten, ‚wir haben keine Intelligenz‘. ‚Intelligenz‘ “, der Feine wandte sich an den Jungen, „‚wie man ‚russische Intelligenz‘ sagt, also Intellektuelle - aber daß die religiösen Idioten keine Intelligenz hätten, kann man wohl im doppelten Sinne behaupten. Die Religiösen hätten also keine Intellektuellen, so Sam, und wären in anderen politischen Lagern auf der Suche nach solchen, um sie von dort ab- und für ihre Zwecke anzuwerben. Es wunderte mich, daß er über diese Dinge so freimütig sprach. Ich sollte mich noch mehr wundern. ‚Und Du', sagte er, 'bist überhaupt der wichtigste. Was wäre die Revolution ohne die revolutionären Parolen, und daß die Parolen nicht vom Himmel fallen, brauche ich nicht zu erzählen‘. Ich hatte mich schon immer gefragt“, sagte der Feine, „wer die Parolen überhaupt macht, so wie man sich fragt, wer die Witze überhaupt macht. Die Parolen würden nicht vom Himmel fallen, sagte also Sam, ‚Und weil alle Teheraner Dichter sind, brauchen wir den besten aller Dichter‘ Sam hob die Kaffeetasse, und der Kellner brachte ihm eine neue, ich hatte bloß einen winzigen Schluck aus der Tasse genommen, den ersten Schluck Alkohol meines Lebens‚ ‚und nachdem die Teheraner alle Dichter sind', sagte Sam, 'brauchen wir den besten, denn die Parolen, die müssen sitzen‘“. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Der Junge lachte: „Er wollte aus dir einen &lt;em&gt;Kackl&lt;/em&gt; machen“. Bei &lt;em&gt;Kackl&lt;/em&gt; schaute der Grobe irritiert, so wie der Junge bei &lt;em&gt;Intelligenz&lt;/em&gt; irritiert geschaut hatte - der Junge wandte sich an den Groben: „Du weißt schon, &lt;em&gt;Kackl&lt;/em&gt;, dieser Schmierige, der Reimer von der Faschistenpartei“. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;„So was in der Art“, sagte der Feine, „Sam meinte, daß ich, ohnehin keine Wahl hätte, als mich auf die Seite der Faschisten zu schlagen, denn die religiösen Faschisten - und sein Ton wurde an dieser Stelle verschwörerisch – denn die religiösen Faschisten würden alle anderen politischen Lager früher oder später liquidieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;'Und das Mädchen'?, fragte ich, 'was ist mit dem Mädchen?'"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-5674389877198612831?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/5674389877198612831/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=5674389877198612831' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/5674389877198612831'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/5674389877198612831'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/09/wunderland-14-teil_06.html' title='Wunderland 15. Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TIT_0GX0F6I/AAAAAAAAAMg/24PR-THZh58/s72-c/Jap.+Messer.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-149511129253766998</id><published>2010-09-03T00:01:00.017+02:00</published><updated>2010-09-29T21:18:51.698+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 14. Teil</title><content type='html'>&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Eine &lt;/span&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TIAe_SwHHyI/AAAAAAAAAMY/YOOdtIYV6vU/s1600/kaffee,+schnaps.bmp"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5512440016615710498" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 280px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TIAe_SwHHyI/AAAAAAAAAMY/YOOdtIYV6vU/s400/kaffee,+schnaps.bmp" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Kaffeetasse Schnaps&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;„Sam hatte das Messer auf den Tisch gelegt - neben die&lt;br /&gt;Kaffeetasse mit dem Schnaps. Als er sagte, er wäre nicht mehr der Chef der &lt;em&gt;Revolutionären&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Frommen&lt;/em&gt;, sondern ich, fiel mir ein, daß ich gekommen war, ihn zu töten. Ich langte nach dem Griff des japanischen Messers. Sam packte mich am Handgelenk.&lt;br /&gt;- &lt;em&gt;Du gehörts jetzt zu uns&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;- &lt;em&gt;Zu uns ...?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;- &lt;em&gt;Zu mir und den &lt;/em&gt;Revolutionären Frommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die &lt;em&gt;Revolutionären Frommen&lt;/em&gt; waren eine Organisation im Vorfeld der &lt;em&gt;Blauen.&lt;/em&gt; Man hatte Sam angeboten, Generalsekretär bei den &lt;em&gt;Blauen&lt;/em&gt; zu werden, so daß der Posten des Vorsitzenden der &lt;em&gt;Frommen&lt;/em&gt; vakant war. Wenige Stunden vor unserem Treffen hatte Sam den Vorstand seiner &lt;em&gt;Revolutionären Frommen &lt;/em&gt;über seine Berufung zum General der &lt;em&gt;Blauen&lt;/em&gt; unterrichtet, und als seinen Nachfolger mich vorgeschlagen.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich sagte, Du seiest der Bruder mit der Parole - und sie waren begeistert&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Du spinnst&lt;/em&gt;, sagte ich. Sam lächelte und begann mir meine Aufgaben als Vorsitzender der &lt;em&gt;Frommen&lt;/em&gt; auseinanderzusetzen, dabei fuhr er fort, meine Hand festzuhalten, die ihrerseits den Griff des japanischen Messers umfaßt hielt. Auf einmal hörte ich mich brüllen: &lt;em&gt;Was hast Du mit dem Mädchen gemacht&lt;/em&gt;? Es war das erste Mal, daß ich in Sams Gesicht -  nicht Angst, aber so etwas wie Irritation sah, resp. Sorge.&lt;br /&gt;- &lt;em&gt;Ich ... geheiratet habe ich sie&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Der dicke, vom Akzent her armenische Kellner war wieder da, und zwinkerte uns zu: &lt;em&gt;Ich weiß schon - Liebesdrama&lt;/em&gt;, und servierte auch mir eine Kaffeetasse Schnaps“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-149511129253766998?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/149511129253766998/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=149511129253766998' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/149511129253766998'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/149511129253766998'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/09/wunderland-14-teil.html' title='Wunderland 14. Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TIAe_SwHHyI/AAAAAAAAAMY/YOOdtIYV6vU/s72-c/kaffee,+schnaps.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-2688943252302077437</id><published>2010-08-30T18:35:00.028+02:00</published><updated>2010-09-08T11:52:38.283+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 13. Teil</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/THvfsHL-y0I/AAAAAAAAAMQ/hpsJIju53NE/s1600/Cafe_Naderi+4.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5511244517954472770" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 300px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/THvfsHL-y0I/AAAAAAAAAMQ/hpsJIju53NE/s400/Cafe_Naderi+4.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;div align="right"&gt;Café Naderi, Teheran&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;div align="right"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Ich entschied mich für das Messer“, der Feine wandte sich an seine Brüder, „das die Eltern aus Japan mitgebracht hatten, und das Mutter immer &lt;em&gt;mein bestes Stück &lt;/em&gt;nannte. Ich wollte ihm das Messer ein paar Mal direkt und mit voller Wucht ins Herz stechen, dann müßte er sofort tot sein, und ich hätte genug Zeit, um zu fliehen. Es war mir klar, daß meine Chancen, nach dem Mord davonzukommen, praktisch Null waren, aber das ließ mich kalt. Sollte ich doch davonkommen, wollte ich nach Japan. Warum gerade Japan, weiß ich nicht mehr, wegen des Messers wahrscheinlich. In Japan wollte ich japanisch studieren, und die Werke klassischer, japanischer Dichter in die Sprache Teherans übersetzen. Ich schrieb Sam, daß ich ihn gerne treffen wollte, und schlug einen Termin vor, den er ein paar Tage später bestätigte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An einem kalten, aber sonnigen Tag im März betrat ich zur vereinbarten Zeit das &lt;em&gt;Naderi&lt;/em&gt;, übrigens zum ersten Mal. Das Messer befand sich in einer alten Schultasche, die ich auch als Student gelegentlich noch benützte. Ich schaute mich um, Sam war nirgends zu sehen, bis ein Mann mit Vollbart von seinem Tisch aufstand, zu mir kam - es war Sam - und mich überschwenglich begrüßte, und mir die Wangen küsste. Das irritierte mich, so daß ich meinen Plan, ihn zu töten, vergaß, ich begrüßte ihn meinerseits und setzte mich an seinen Tisch.&lt;br /&gt;Sam begann zu reden – ich weiß nicht mehr was -, da fiel mir meine Tötungsabsicht wieder ein. Ich öffnete die Tasche, zog das Messer, und tötete ihn mit mehreren -“. „Was?“, rief der Junge laut, und erregt, und alle in der &lt;em&gt;Deutschsprachigen Gemütlichkeit&lt;/em&gt; drehten sich zu uns um. Der Feine lachte. „Nein. Ich zückte das Messer, richtete es auf Sam, und wollte es in seine Brust rammen, auf einmal schien die Luft zwischen meiner Faust und Sam, wie soll ich sagen, aus einem Medium zu bestehen, das weich war, wie &lt;em&gt;Nivea-Crème&lt;/em&gt;, dann immer zähflüssiger und härter wurde, wie hartes Plastilin - in diesem Medium bewegte sich das Messer wie in Zeitlupe, bis die Messerspitze Sams Brust erreicht hatte, genauer, einen Punkt unterhalb seines Brustbeins. Ich hatte in Mutters Anatomiebüchern“, der Feine wandte sich an mich, „unsere Mutter hatte eine Zeit lang, bevor sie sich für die Montanistik entschied, Medizin studiert, und ich hatte in einem ihrer Bücher ein Kapitel über die Anatomie des Herzens studiert, und war zu dem Schluß gekommen, daß man, wenn man das Herz treffen will, das Messer nicht direkt in den Brustkorb, sondern, von einem Punkt unterhalb des Brustbeins aus, schräg nach oben stechen muß. Die Messerspitze berührte also diesen Punkt, unterhalb von Sams Brustbein, aber ich konnte das Messer nicht weiterbewegen - das Medium war jetzt steinhart.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Sam hatte die ganze Zeit zugschaut, ganz entspannt, wie mir schien, und fragte schließlich: &lt;em&gt;Was führst Du auf?&lt;/em&gt; In diesem Moment erschien ein alter und dicker Kellner, vom Akzent her Armenier, und fragte uns, was wir treiben würden.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Wir sind Künstler&lt;/em&gt;, sagte Sam, &lt;em&gt;vom Theater. Schauspieler. Wir proben eine Szene, in der ein Dichter seinen Förderer umbringen will&lt;/em&gt;. Der Kellner lachte: &lt;em&gt;Und warum will er seinen Förderer umbringen?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Weil er Dichter ist&lt;/em&gt;, sagte Sam. Der Kellner lachte wieder und servierte Sam eine Kaffeetasse, in der sich kein Kaffee befand, sondern Schnaps.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Du trinkst Schnaps?&lt;/em&gt; Sam nahm die Klinge vorsichtig zwischen die Finger und entzog mir das Messer. Das Medium zwischen Sam und mir hatte sich in Luft aufgelöst, und auch ich öffnete meine Faust ohne Widerstand. &lt;em&gt;Klar&lt;/em&gt;, sagte Sam, in Bezug auf meine Schnaps-Frage, &lt;em&gt;weißt Du‘s nicht mehr?&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Doch&lt;/em&gt;, sagte ich - in der Schule galt Sam schon mit sechzehn als trinkfest, ich hingegen hatte noch nie Alkohol konsumiert -, &lt;em&gt;aber Du bist doch der Vorsitzende der &lt;/em&gt;Revolutionären Frommen. &lt;em&gt;Ich nicht mehr&lt;/em&gt;, sagte Sam, &lt;em&gt;aber Du"&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-2688943252302077437?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/2688943252302077437/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=2688943252302077437' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/2688943252302077437'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/2688943252302077437'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/08/wunderland-13.html' title='Wunderland 13. Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/THvfsHL-y0I/AAAAAAAAAMQ/hpsJIju53NE/s72-c/Cafe_Naderi+4.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-3089203648022004451</id><published>2010-08-27T14:55:00.031+02:00</published><updated>2010-09-29T21:56:37.671+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 12.Teil</title><content type='html'>&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/THe5kyHHg8I/AAAAAAAAAMI/Z5bsqM3qlEA/s1600/Soviet_guerilla.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5510076710689145794" style="FLOAT: right; MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 264px" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/THe5kyHHg8I/AAAAAAAAAMI/Z5bsqM3qlEA/s400/Soviet_guerilla.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;strong&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/strong&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;"... und der Beschluß, zu töten, war das Gegengift gegen die üble &lt;em&gt;Melange&lt;/em&gt;".&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="right"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="right"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="right"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="right"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="right"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="right"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="right"&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align="right"&gt;Proletarische Volksfront&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Aber wie kam Sam, der Antirevolutionär und Sohn eines Wurstfabrikanten, zu den &lt;em&gt;Revolutionären Frommen&lt;/em&gt;, resp. das Manuskript meines &lt;em&gt;Frauenhassers&lt;/em&gt; zu Sam, resp. Sam zu dem Mädchen?&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;/p&gt;&lt;/em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Du wirst Dich fragen&lt;/em&gt;, schrieb Sam, &lt;em&gt;wie ich zu Deinen Versen gekommen bin. Meine Frau hat sie mir zum Lesen gegeben – sie sagte: 'Lies mal, das ist was für Dich'&lt;/em&gt;. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich brauchte Minuten, ich schwöre es, bis ich kapierte, daß mit &lt;em&gt;‚meiner Frau‘ &lt;/em&gt;natürlich das Mädchen gemeint war, und als ich es endlich kapierte … aber ich will Euch mit der Beschreibung meines Seelenzustands nicht langweilen, es ging mir, wie es einem Zwanzigjährigen halt geht, den sein Mädchen ohne Abschied und Erklärung verläßt, und der dann erfährt, daß sie geheiratet hat, nicht irgendwen, sondern seinen &lt;em&gt;Klassenfeind &lt;/em&gt;- im doppelten Sinne des Wortes&lt;em&gt;. &lt;/em&gt;Um es komplizierter zu machen, ist der Verlassene ein unbekannter, junger Dichter, und der Klassenfeind macht ihm das Angebot, ihn berühmt zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;In den wenigen Zeilen&lt;/em&gt;, so Sam, &lt;em&gt;die meine Frau mir gezeigt hat - mehr wollte sie mir nicht zeigen, so sehr ich sie darum bat - habe ich eine tiefe Verwandschaft zu den Idealen und Prinzipien von uns &lt;/em&gt;Revolutionären Frommen &lt;em&gt;entdeckt&lt;/em&gt; - und weil er davon ausgehe, daß es von solchen Versen mehr geben müsse, schlage er, &lt;em&gt;zur Besprechung unserer Zusammenarbeit zu beiderseitigem Nutzen&lt;/em&gt;, ein Treffen im &lt;em&gt;Naderi &lt;/em&gt;vor, einem bekannten Künstler-Kaffeehaus in Teheran-Mitte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich beschloß, den Brief zu vernichten, dann ihn an die &lt;em&gt;Proletarische Volksfront&lt;/em&gt; zu schicken, die auf Anschläge auf Kleriker und deren Anhängerschaft spezialisiert war, ein paar kannte ich ja von der Volksfront“, der Feine wandte sich an den Groben, der, aber widerwillig, nickte, „Schließlich beschloß ich, es selbst zu erledigen. Zu dem Treffen, das er vorgeschlagen hatte, hinzugehen, und ihn grußlos zu töten. Sobald ich den Beschluß gefaßt hatte, fühlte ich mich, wie soll ich sagen, ganz frei. Es war der schönste Moment. Alles, was mich je geplagt hatte, schien nie existiert zu haben - die Sache mit Mutter“, der Feine wandte sich an den Groben, der wieder nickte, „die Geschichte mit dem Mädchen, der Konflikt mit dem Vater, und daß ich dünn war, und Brillenträger, und unsportlich, und die Zweifel, ob meine Dichtung es wert war, sie Dichtung zu nennen - und das ganze Persönliche verschmolz mit der Enttäuschung über die Revolution, die längst nicht mehr die unsere war, und, um ehrlich zu sein, sie war es niemals gewesen, sondern von Anfang an eine Revolution der religiösen Faschisten – das Persönliche verschmolz mit der Enttäuschung über die Revolution zu einer üblen, wie man in der Provinz hier gesagt haben würde, &lt;em&gt;Melange&lt;/em&gt;, die meine Dichterseele vergiftete - und der Beschluß, zu töten, war das Gegengift gegen diese Melange. Bloß hatte ich mich, trotz der ganzen Revolution, nie mit dem Töten beschäftigt. Bei der Revolution hatte es natürlich Tote gegeben, aber das eigentliche Töten kam erst später. Auch kannte ich niemanden, der sich mit dem Töten auskannte, d.h. ich kannte die von der &lt;em&gt;Volksfront&lt;/em&gt;, aber wiederum nicht so gut, daß ich mich ihnen hätte anvertrauen wollen - ich mußte mir selbst helfen. Zuerst dachte ich an einen Revolver. Da ich aber in praktischen und vor allem technischen Dingen sehr ungeschickt bin, ein weiterer Bestandteil jener üblen &lt;em&gt;Melange&lt;/em&gt;, und den Umgang mit einem Revolver erst hätte lernen müssen, ich Sam aber so schnell wie möglich töten wollte - der Gedanke nicht &lt;em&gt;so schnell wie möglich&lt;/em&gt; töten zu können, wäre unerträglich gewesen -, mußte ich auf den Revolver verzichten. Vergiften erschien mir zu weiblich, Erwürgen kam, weil Sam sportlicher und kräftiger war, nicht in Frage. Blieb das Messer". &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-3089203648022004451?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/3089203648022004451/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=3089203648022004451' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3089203648022004451'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3089203648022004451'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/08/wunderland-12.html' title='Wunderland 12.Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/THe5kyHHg8I/AAAAAAAAAMI/Z5bsqM3qlEA/s72-c/Soviet_guerilla.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-889815049176176357</id><published>2010-08-17T17:16:00.023+02:00</published><updated>2010-08-24T21:29:46.401+02:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGqoSTrY2oI/AAAAAAAAALw/mAo-Iynb4ls/s1600/M%C3%A4nnerdemo.bmp"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5506398526887221890" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 310px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGqoSTrY2oI/AAAAAAAAALw/mAo-Iynb4ls/s400/M%C3%A4nnerdemo.bmp" border="0" /&gt;&lt;/a&gt; &lt;div&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Wunderland 11. Teil&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;"Aber wie kam Sam zur &lt;em&gt;Vereinigung zur Förderung der revolutionären Frömmigkeit revolutionärer Männer&lt;/em&gt;, resp. das Manuskript meines &lt;em&gt;Frauenhassers&lt;/em&gt; zu Sam, resp. Sam zu dem Mädchen? "&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:78%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-family:courier new;font-size:78%;"&gt;Vereinigung zur Förderung der revolutionären Frömmigkeit revolutionärer Männer&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;div&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;"Das Mädchen konnte es nicht gewesen sein, andrerseits &lt;em&gt;mußte&lt;/em&gt; sie es gewesen sein, niemand außer ihr – und mir - hatte das Manuskript, außer das Manuskript wäre ohne ihr Wissen, resp. gegen ihren Willen in andere Hände geraten. Aber wie - &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;in so kurzer Zeit?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war sechs Tage her, daß ich dem Mädchen das Manuskript geschickt hatte. Sollte sie geantwortet haben, könnte ihre Antwort schon eingelangt sein, dachte ich, und ging zum Briefkasten - wo mich die zweite Überraschung erwartete. Ich hatte einen Brief, allerdings von Sam. Er entschuldigte sich beim &lt;em&gt;hochverehrten und lieben Kollegen&lt;/em&gt;, daß er sich, so lange nicht gemeldet hätte, das wunderte mich, wir waren niemals Freunde gewesen, ich verachtete ihn wegen seines Vaters und wegen &lt;em&gt;AC/DC&lt;/em&gt;, er wäre ein Bewunderer meiner Dichtung, das wunderte mich noch mehr, während unserer Schulzeit hätte er sich niemals getraut, es zu sagen, vor allem würde er jene in der &lt;em&gt;Beschaulichkeit&lt;/em&gt; publizierte Stelle meines Jahreszeitengedichts bewundern,&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;Bald kommt der Frühling,&lt;br /&gt;Dann sind wir frei,&lt;br /&gt;Nicht ewig währt die Tyrannei,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;die er den Auftakt &lt;em&gt;unserer Revolution &lt;/em&gt;nannte, das wunderte mich am meisten, weil Sam die Revolution, die er, wie wir alle, für eine proletarische hielt, immer nur verächtlich gemacht hatte. &lt;em&gt;Ihr Weicheier&lt;/em&gt;, Sie verzeihen&lt;em&gt;“&lt;/em&gt;, der Feine wandte sich wieder an mich,&lt;em&gt; „&lt;/em&gt;ich zitiere nur Sam,&lt;em&gt; Eure Revolution bringt die ganze Proleten-Bagage aus Süd-Teheran an die Macht &lt;/em&gt;-&lt;em&gt; und dann habt Ihr nichts mehr zu lachen, Ihr Salon-Revoluzzer.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Nachdem er nun einige Verse meines, wie er schrieb, &lt;em&gt;genialen Frauenhassers&lt;/em&gt; hätte lesen dürfen, könnte er mit seiner Bewunderung nicht länger an sich halten, vor allem der Vers&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Du mußt sie bezwingen!&lt;br /&gt;Du mußt sie erziehen!&lt;br /&gt;usw. &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;hätte es ihm angetan, und in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der &lt;em&gt;Vereinigung zur Förderung der revolutionären Frömmigkeit revolutionärer Männer&lt;/em&gt; hätte er sich erlaubt, dem Vorstand derselben den Vorschlag zu machen, diesen meinen Vers als &lt;em&gt;Parole&lt;/em&gt; für eine von jener Vereinigung orchestrierten Demonstration Teheraner Männer gegen die Demonstrationen privilegierter, vom Ausland gesteuerter Frauen der amerikanisch orientierten Teheraner Oberschicht zu verwenden. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Der Vorschlag wäre angenommen worden, und &lt;em&gt;Lawasani&lt;/em&gt;, der besagte Dirketor des Teheraner Rundfunks - Gott habe ihn selig -, und &lt;em&gt;ein Freund&lt;/em&gt;, so Sam, &lt;em&gt;der Familie&lt;/em&gt;, hätte ihm zugesagt, &lt;em&gt;Deine Parole&lt;/em&gt; zur besten Sendezeit auszustrahlen - und danach immer &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;wieder -, um der schrillen Propaganda der Imperialisten, &lt;em&gt;die sonore männliche Stimme Teherans&lt;/em&gt; entgegenzuhalten. &lt;em&gt;Wenn mir darüber hinaus gelungen sein sollte, Dir im ganzen Teheran zur Berühmtheit zu verhelfen, wäre mir das eine Ehre&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Mir schwirrte der Kopf und ich war absurderweise geschmeichelt, obwohl mir die &lt;em&gt;Vereinigung der revolutionären Frommen&lt;/em&gt; mitnichten zur Berühmtheit verholfen hatte - wie gesagt, meinen Namen hatte niemand genannt. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Aber wie kam Sam, ein Antirevolutionär und Sohn eines Wurstfabrikanten, zu den &lt;em&gt;Revolutionären Frommen&lt;/em&gt;, resp. das Manuskript meines &lt;em&gt;Frauenhassers&lt;/em&gt; zu Sam, resp. Sam zu dem Mädchen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-889815049176176357?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/889815049176176357/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=889815049176176357' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/889815049176176357'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/889815049176176357'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/08/wunderland-10_17.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGqoSTrY2oI/AAAAAAAAALw/mAo-Iynb4ls/s72-c/M%C3%A4nnerdemo.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-478927881813861964</id><published>2010-08-16T00:17:00.024+02:00</published><updated>2010-08-31T09:23:29.297+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 10. Teil</title><content type='html'>&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5505764788041754722" style="FLOAT: left; MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 267px" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGhn52gVKGI/AAAAAAAAALo/YORFTLbgJ-8/s400/high_five_large.jpg" border="0" /&gt; &lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;"There is nothing as practical as a good theory"&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;&lt;em&gt;&lt;p&gt;High Five&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;"Die Schülerinnen hatten ihre Schuhe ausgezogen, obwohl es sehr kalt war, Teheran liegt“, der Feine wandte sich wieder an mich, „am Fuße des Elburz, und im Gegensatz zu den Vorstellungen der Menschen bei uns, in den Bergen, sind die Winter in Teheran sehr kalt. „Wir hatten im Winter oft schneefrei“, sekundierte der Junge. Der Grobe fuhr fort, abwechselnd auf den Feinen zu schauen - voller Grimm -, resp., an dem Feinen vorbei, in die Luft. „Trotz des Winters hatten die Schülerinnen also ihre Schuhe ausgezogen, weil der, nach der Revolution eingesetzte neue Fernseh-Direktor einige Tage zuvor diesen berühmt gewordenen Satz gesagt hatte - in welchem Zusammenhang, weiß ich nicht mehr -, &lt;em&gt;er fühle sich ausschließlich den &lt;/em&gt;Bloßfüßigen &lt;em&gt;verpflichtet&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Ich schweife ab. An und für sich war ich ja, wie man in den Bergen hier sagt, darauf &lt;em&gt;erpicht&lt;/em&gt;, berühmt zu werden, wozu dichtet man sonst?, aber nicht anläßlich einer Demo von Unrasierten und Schnauzbärtigen gegen Frauenrechte und für die Kleiderordnung der Klerikalrepublik. Übrigens fragte ich mich, und nicht erst bei dieser seltsamen Demo, woher all diese Schnauzbärtigen und Unrasierten auf einmal herkamen. Aus unserem Teheran doch nicht. Seltsam, daß ich angesichts meines plötzlichen Berühmtwerdens ausgerechnet diesen Gedanken hatte, und keinen anderen - bei genauer Betrachtung war ich jedoch überhaupt nicht berühmt - die unrasierte und schnauzbärtige“, der Feine wandte sich wieder an mich, „Sie verzeihen, &lt;em&gt;Bagage &lt;/em&gt;hatte ja bloß meinen Vers skandiert: &lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;Du mußt sie bezwingen!&lt;br /&gt;Du mußt sie erziehen!&lt;br /&gt;usw.,&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="left"&gt;ohne den Verfasser zu nennen. An jenem Tag waren die meinen Vers skandierenden Unrasierten - vermutlich als Gegengewicht gegen die Frauenproteste - so oft im Fernsehen zu sehen, und auch an den folgenden Tagen, daß mein Vers in Teheran bald in aller Munde war, vor allem bei der pubertierenden Jugend war sie äußerst beliebt, die ein Begrüßungsritual daraus machte: Der erste Jugendliche schlägt mit der Handfläche seiner erhobenen Rechten - wie beim amerikanischen &lt;em&gt;High Five&lt;/em&gt; - auf die Handfläche der ebenfalls erhobenen Rechten des anderen, und sagt: &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;Du mußt sie bezwingen!&lt;/em&gt;, &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;woraufhin der zweite Jugendliche seine Linke erhebt und auf die - nun ebenfalls erhobene - Linke des Ersten schlägt und sagt: &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;Du mußt sie erziehen!&lt;/em&gt;, &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;woraufhin der Erste wiederum seine Rechte erhebt, auf die nun ebenfalls erhobene Rechte des Zweiten schlägt und sagt: &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;Wir sind in Teheran!&lt;/em&gt;, &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;wonach der Zweite wieder seine Linke erhebt und auf die, ebenfalls erhobene Linke des Ersten schlägt, und sagt: &lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;Und nicht in Berlin!&lt;/em&gt; &lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="left"&gt;Daraufhin brechen beide in schallendes Gelächter aus, welches in der Regel gekünstelt wirkt, aber manchmal durchaus authentisch.“ &lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;Während der Feine das Begrüßungsritual beschrieb, hatte der Junge mehrmals enthusiastisch genickt, der Grobe einmal, und widerwillig, beide kannten das Ritual offenbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„&lt;em&gt;Wie &lt;/em&gt;die Schnauzbärtigen auf meinen Vers gekommen waren - diese Frage stellte ich mir erst nach der Frage, woher die ganze religiöse&lt;em&gt;,&lt;/em&gt; Sie verzeihen, &lt;em&gt;Bagage&lt;/em&gt;, dahergekommen war, dann aber stellte sich die Frage umso heftiger, da nur ich von jenem Vers wußte, nicht einmal die Kollegen vom Poesieclub, mit denen ich kaum mehr Kontakt hatte, wußten davon, nur ich – und das Mädchen. Also mußte das Mädchen den Vers an die religionsfaschistische“, der Feine wandte sich wieder an mich, „Sie verzeihen, &lt;em&gt;Bagage&lt;/em&gt; weitergegeben haben, was ich mir aber nicht vorstellen konnte. Das Mädchen war alles andere als eine religiöse Faschistin, auch nicht ihre Eltern. Zwar waren ihre Eltern, die aus dem Süden stammten, konservativ, wie gesagt, aber keine Faschisten, und nicht einmal religiös - ich hatte ja mit den Eltern des Mädchens nur ganz selten gesprochen, da ich mich wegen meiner Liebe zu ihrer Tochter vor ihnen genierte, in diesen seltenen und eher kurzen Gesprächen hatten mich beide davor gewarnt, mich mit der Politik nur oberflächlich zu befassen, &lt;em&gt;There is nothing as practical as a good theory&lt;/em&gt;, hatte die Mutter gesagt, die Amerikanistik studiert hatte, und der Vater: &lt;em&gt;Ohne eine gute Theorie führt die Revolution in den Abgrund&lt;/em&gt;.“&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-478927881813861964?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/478927881813861964/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=478927881813861964' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/478927881813861964'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/478927881813861964'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/08/wunderland-10.html' title='Wunderland 10. Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGhn52gVKGI/AAAAAAAAALo/YORFTLbgJ-8/s72-c/high_five_large.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-8502316324842135643</id><published>2010-08-12T00:35:00.023+02:00</published><updated>2010-11-28T12:21:25.556+01:00</updated><title type='text'></title><content type='html'>&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;strong&gt;Wunderland 9. Teil&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;"Wie wunderte ich mich,&lt;br /&gt;als ich im Fernsehen tausende&lt;br /&gt;Unrasierte, resp. Schnauzbärtige&lt;br /&gt;einen Vers aus meinem &lt;em&gt;Frauenhasser&lt;/em&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;rezitieren hörte ..."&lt;/span&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s1600/Frauendemo+1979.jpg"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s1600/Frauendemo+1979.jpg"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s1600/Frauendemo+1979.jpg"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s1600/Frauendemo+1979.jpg"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s1600/Frauendemo+1979.jpg"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s1600/Frauendemo+1979.jpg"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s1600/Frauendemo+1979.jpg"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s1600/Frauendemo+1979.jpg"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/a&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s1600/Frauendemo+1979.jpg"&gt;&lt;/a&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s1600/Frauendemo+1979.jpg"&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s1600/Frauendemo+1979.jpg"&gt;&lt;p&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5504289679884756930" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 225px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s400/Frauendemo+1979.jpg" border="0" /&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;"Trotz meiner Beschäftigung mit dem zweiten Teil des &lt;em&gt;Frauenhassers&lt;/em&gt; war ich, wie gesagt, ein Wrack - oder gerade weil: Die Arbeit am &lt;em&gt;Frauenhasser&lt;/em&gt; hatte meine Sehnsucht und meinen Hass und mein Bedürfnis nach Rache, statt sie zu besänftigen, überhaupt erst entfacht, und nur die dramatische Zuspitzung der Revolution lenkte mich von meinem Liebesleid ein wenig ab. Es war die Zeit als der Kaiser Teheran verließ. Wenig später brach sein Regime zusammen und wir hatten gesiegt. Unmittelbar nach dem Sieg der Revolution begannen aber die Klerikalen ihre MitstreiterInnen eine nach der anderen kalt zu stellen. Die Liberalen und Bürgerlichen, die Nationalreligiösen, dann die Religionsmarxisten und Kommunisten. Als allererste mußten aber die Frauen daran glauben, die Seite an Seite mit den Männern - wie schon bei der konstitutionellen Revolution vor hundert Jahren - gekämpft und den entscheidenden Anteil am Sieg gehabt hatten. Einen Monat nach der Flucht des Kaisers brachte das &lt;em&gt;Komitee für Frauen und Sittengefährdung&lt;/em&gt; mehrere Erlässe heraus, in denen den Teheranerinnen extrem strenge und, wie ich sagen muß, kuriose Bekleidungsvorschriften gemacht wurden. Seitdem sind den Teheranerinnen nur blaugraue, graue oder schwarze Kleider erlaubt. Über Dunkelbraun wurde lange debattiert. Nicht nur im Komitee, sondern auch im Revolutionsrat. Nach dem plötzlichen Ableben zweier säkularer Mitglieder des Revolutionsrats wurde Dunkelbraun abgelehnt, und ihre Haare dürfen die Teheranerinnen entweder nur kurz oder hochgesteckt tragen, blondes Haar ist ihnen verboten, den Männern aber nicht. Bei uns, in Teheran“, der Feine wandte sich wieder an mich, „sind - entgegen der falschen Vorstellung, bei uns hier in den Bergen, daß wir in Teheran alle schwarz seien - blonde Haare gar nicht so selten. Wie man bei Ihnen ja auch sieht.“ „Zu mir sagen sie in der Deutschsprachigen Provinz &lt;em&gt;semmelblond&lt;/em&gt;“, sagte ich, im Tonfall von Menschen, die sich über ein Unrecht beklagen.&lt;br /&gt;„Nach der Bekanntmachung der Erlässe“, sagte der Feine, ohne auf &lt;em&gt;semmelblond &lt;/em&gt;einzugehen, „gingen hunderttausende Teheranerinnen auf die Straße, um gegen diese zu protestieren. Sie skandierten: &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;Keine Bekleidungs-Fad-ess-e!&lt;br /&gt;Wir pfeiffen auf Eure Er-lässe!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;bzw.: &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;Wir sind die falsche Adresse&lt;br /&gt;Für Eure Bekleidungs-Fad-ess-e&lt;/em&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Als ich die Frauen-Demo im Fernsehen sah - das Fernsehen war damals noch nicht gleichgeschaltet, oder noch nicht ganz - mußte ich an das Mädchen denken. D.h. ich hatte die ganze Zeit schon an das Mädchen gedacht, und mein Studium an der Schöngeistigen Fakultät, das ich jenem Herbst vor dem Sieg der Revolution begonnen hatte, war mir, wie man in der Provinz hier gesagt haben würde, &lt;em&gt;ganz Blunzn&lt;/em&gt;, aber als ich die Frauen-Demo im Fernsehen sah, mußte ich noch mehr an das Mädchen denken, als ohnehin schon - ich war sicher, daß sie dabei war, sie hatte sich ja immer als RevolutionärIn gefühlt, wie alle in der Klasse, ausgenommen den Sam und jenen &lt;em&gt;den Proleten&lt;/em&gt; genannten Kameraden, wir waren zusammen - das Mädchen und ich – bei allen Demonstrationen gewesen, hatten Flugblätter verteilt, unter Lebensgefahr usw. Als ich jene Frauen-Demo im Fernsehen sah, bei der das Mädchen, wie ich sicher war, dabei gewesen sein mußte, wurde mein Liebesleid, wie soll ich sagen, unerträglich, ich beschloß ihr zu schreiben, und da ich wußte, daß sie vorgehabt hatte, sobald sie zum Studieren anfangen würde, von ihren Eltern auszuziehen, sah ich im Telefonbuch nach – und fand tatsächlich ihre Adresse. &lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ich setzte mich hin, um dem Mädchen zu schreiben, und all die Dinge, die ein junger und empfindsamer Revolutionär, der mitten in der Revolution von seinem Mädchen verraten und verlassen worden ist, diesem schreiben würde, gingen mir durch den Kopf, auf einmal beschloß ich, ihr gar nicht zu schreiben, stand auf, nahm das unfertige Manuskript meines &lt;em&gt;Frauenhassers&lt;/em&gt; zur Hand, ging in ein Fotogeschäft, ließ es kopieren und schickte die Kopie an die Adresse des Mädchens. Jene Verse, die ich Ihnen vorhin“, der Feine wandte sich an mich, „ins Deutsche übersetzte, hatte ich mit Leuchtstift markiert:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Versuche sie also nicht zu verstehen.&lt;br /&gt;Wie soll das auch gehen?&lt;br /&gt;Sie versteht sich ja selbst nicht,&lt;br /&gt;Und bevor sie dich bricht&lt;br /&gt;Komm zum Verstand -&lt;br /&gt;Und nimm ihr, bitte, das Heft aus der Hand&lt;br /&gt;Du mußt sie bezwingen, Du mußt sie erziehen,&lt;br /&gt;Wir sind in Teheran – und nicht in Berlin!&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Wie wunderte ich mich, als ich, nach nicht einmal einer Woche, im Teheraner Fernsehen tausende unrasierte, resp. schnauzbärtige Männer einen Vers aus meinem &lt;em&gt;Frauenhasser&lt;/em&gt; rezitieren hörte, als wäre dieser, wie soll ich sagen, eine Parole:&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Du mußt sie bezwingen! &lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Du mußt sie erziehen,&lt;br /&gt;Wir sind in Teheran!&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;em&gt;Und nicht in Berlin!&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Es handelte sich um eine Gegendemo von religiösen Faschisten, die sich gegen eine Demo von Schülerinnen richtete, die gegen die Bekleidungs-Erlässe protestieren - wie die Teilnehmerinnen der Massendemo einige Tage zuvor -, aber diesmal vor dem Gebäude der Fernsehanstalt." &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-8502316324842135643?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/8502316324842135643/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=8502316324842135643' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/8502316324842135643'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/8502316324842135643'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/08/wunderland-9teil.html' title=''/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TGMqTQZhJ8I/AAAAAAAAALg/Km5FKtfbGgQ/s72-c/Frauendemo+1979.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-3675350779426682751</id><published>2010-08-08T17:21:00.014+02:00</published><updated>2010-11-28T12:07:55.542+01:00</updated><title type='text'>Wunderland 8. Teil</title><content type='html'>&lt;em&gt;Und bevor sie dich bricht/ Komm zum Verstand -/ Und nimm ihr, bitte, das Heft aus der Hand&lt;/em&gt; ...&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TF7PBdoN5mI/AAAAAAAAALY/WtYdgRUjVm8/s1600/tehran-map.gif"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5503063418733454946" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 383px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TF7PBdoN5mI/AAAAAAAAALY/WtYdgRUjVm8/s400/tehran-map.gif" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Teheran&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;"Mittlerweile war ich übrigens selber ein Wrack. Und mußte einsehen, daß man - entgegen der Aussage Antschenanis -, wenn einem Liebesleid widerfährt, &lt;em&gt;sowohl&lt;/em&gt; zum Dichter werden &lt;em&gt;als auch&lt;/em&gt; brechen kann.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;Aber ich will meinen &lt;em&gt;Frauenhasser&lt;/em&gt; fertig erzählen. Die Kunde, daß ein junger Revolutionär aufgrund einer Frauengeschichte der Revolution verloren gegangen sei, macht in Teheran die Runde. Eines Tages erscheint eine Abordnung eines Süd-Teheraner Revolutionskomitees im Elternhaus des Jungen, um den Unwilligen zu ihrem Führer - einem alten und, wie soll ich sagen, weisen Revolutionär - zu schleppen, den ich in Anlehnung an Antschenani &lt;em&gt;Intschenini &lt;/em&gt;genannt hatte. Der Alte geht mit dem Jungen in eine von Revolutionären frequentierte Wirtschaft, wo sie eine Flasche &lt;em&gt;Hunde-Arak&lt;/em&gt; zu trinken begrinnen, den Teheraner National-Schnaps, aus Rosinen, und als der Junge besoffen ist, sagt der Alte: &lt;em&gt;Du hast ein &lt;/em&gt;Pussyproblem. &lt;em&gt;Pussyproblem&lt;/em&gt;“, der Feine wandte sich wieder an mich, „war damals in Teheran - oder vielmehr auf gut Teheranisch &lt;em&gt;Pussi-po-rob-lem&lt;/em&gt; - ein aus Amerika importierter, unter männlichen Intellektuellen Teherans verbreiteter Ausdruck, v.a. bei Studenten und Gymnasiasten, für das Liebesleid eines Mannes, und die Obszönität dieses Ausdrucks war ein Ausdruck der Solidarität mit dem männlichen Proletariat in Süd- Teheran. Daß &lt;em&gt;Pussyproblem&lt;/em&gt; ausgerechnet aus Amerika stammte, erscheint paradox, noch paradoxer ist, daß die prominentesten Revolutionäre in ganz Teheran TeheranerInnen waren, die in Amerika studiert hatten.&lt;br /&gt;Und &lt;em&gt;Pussyproblem&lt;/em&gt; ist das Stichwort, auf das der Junge gewartet zu haben scheint - wie eine Eiterbeule bricht sein Liebesleid aus ihm heraus. &lt;em&gt;Die Frau mußt Du Dir holen&lt;/em&gt;, sagt der Alte. &lt;em&gt;Wir helfen Dir&lt;/em&gt;. Der Junge ist perplex, resp. glaubt, der Alte, der - wie man in den Bergen hier gesagt haben würde - auch schon angeheitert ist, scherze mit ihm. Als er bemerkt, daß es der Alte ganz ernst meint, muß er lachen, und kann nicht aufhören zu lachen, &lt;em&gt;Wir sind Revolutionäre&lt;/em&gt;, sagt er schließlich, &lt;em&gt;und keine Banditen&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;Natürlich sagen der Junge und der Alte das alles in Versform, aber ich habe die meisten Verse von damals vergessen, und es gelingt mir während des Erzählens nur selten“, der Feine wandte sich wieder an mich, „sie in deutsche Verse zu übertragen, wie es z.B. vorhin der Fall war, mit ‚&lt;em&gt;Dichter &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;bricht er&lt;/em&gt;‘. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;Aber zurück zum &lt;em&gt;Frauenhasser&lt;/em&gt;. Der Alte sagt dann: &lt;em&gt;Ich sage Dir was&lt;/em&gt;, und beginnt eine Predigt zu halten, und am Ende der Predigt ist mein &lt;em&gt;Frauenhasser&lt;/em&gt; auch schon zu Ende - wie gesagt, ich habe ihn niemals zu Ende geschrieben. Das wahre Ziel einer Revolution, so der Alte, bestünde nicht in der Zerschlagung eines Regimes, sondern in der Zerstörung der Moral. Man müsse die bestehende Moral komplett zerstören und einstampfen – nur dann könne eine neue, revolutionäre Moral entstehen. Aus der Sicht der revolutionären Moral sei es z.B. ein Verbrechen, wenn ein Revolutionär wegen eines &lt;em&gt;Pussyproblems&lt;/em&gt; der Revolution den Rücken kehre, resp. müsse. Hingegen sei es nicht nur kein Verbrechen, sondern ein Gebot der revolutionären Moral, wenn ein“, der Feine wandte sich wieder an mich, „Sie verzeihen, ich zitiere ja bloß aus meinem &lt;em&gt;Frauenhasser Teil 2&lt;/em&gt;, wenn ein &lt;em&gt;hübsches Stück Arsch&lt;/em&gt; entführt, vorübergehend seiner Freiheit beraubt, und zu seinm Glück gezwungen werden würde. Der Ausdruck &lt;em&gt;Hübsches Stück Arsch&lt;/em&gt; war vom Amerikanischen abgeleitet - &lt;em&gt;a nice piece of ass&lt;/em&gt;, und es gilt für &lt;em&gt;Das hübsche Stück Arsch &lt;/em&gt;genau dasselbe, was ich Ihnen vorhin“, der Feine wandte sich wieder an mich , „über &lt;em&gt;Pussy-po-rob-lem&lt;/em&gt; gesagt habe. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Denn es gehe aus den Ausführungen des Jungen unmißverständlich hervor, so der Alte weiter, daß ihn das Mädchen ohnehin liebe - nur aus weiblichem Trotz habe sie sich dem Sohn des Textilschweins an den Hals zu geworfen, und am Ende seines Sermons erklärt der Alte, daß die Frauen ohnehin nicht wüßten, was sie wollten, daß sie nicht nur für den Mann ein Rätsel seien, sondern vor allem für sich selbst, daß man sie zu ihrem Glück daher zwingen müsse, daß der revolutionäre Mann seine Frau, oder Frauen, in die Hand nehmen, und keinen &lt;em&gt;nonsense&lt;/em&gt; von ihr, oder ihnen, akzeptieren dürfe, daß die Frau den Mann, der sie bezwinge und zähme - entgegen dem Unsinn, den die kaiserlichen Medien verbreiten würden -, dankbar sei, weil sie nur als Gezähmte und Bezwungene glücklich sein könne, daß aber eine Frau, deren Mann nicht imstande sei, sie zu zähmen, diesen versklaven oder zerstören würde.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Predigt des Alten endet - das weiß ich noch – mit den folgenden Versen:&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;Versuche sie also nicht zu verstehen.&lt;br /&gt;Wie soll das auch gehen?&lt;br /&gt;Sie versteht sich ja selbst nicht,&lt;br /&gt;Und bevor sie dich bricht&lt;br /&gt;Komm zum Verstand -&lt;br /&gt;Und nimm ihr, bitte, das Heft aus der Hand&lt;br /&gt;Du mußt sie bezwingen, Du mußt sie erziehen,&lt;br /&gt;Wir sind in Teheran – und nicht in Berlin!"&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-3675350779426682751?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/3675350779426682751/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=3675350779426682751' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3675350779426682751'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3675350779426682751'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/08/wunderland-8-teil.html' title='Wunderland 8. Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TF7PBdoN5mI/AAAAAAAAALY/WtYdgRUjVm8/s72-c/tehran-map.gif' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-8147199890844372214</id><published>2010-08-04T19:08:00.015+02:00</published><updated>2010-08-07T12:54:00.062+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 7.Teil</title><content type='html'>&lt;em&gt;Wie soll ein Wrack für die Revolution kämpfen können ...?&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;/em&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TFmet-Xee6I/AAAAAAAAALQ/FEVJici7XmA/s1600/reza+motori+3.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5501602932482538402" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 300px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TFmet-Xee6I/AAAAAAAAALQ/FEVJici7XmA/s400/reza+motori+3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;"Soweit &lt;em&gt;Der Frauenhasser&lt;/em&gt;. Ich beschloß, zum Dichter zu werden, resp. es zu bleiben, statt am Verlust des Mädchens, wie es &lt;em&gt;Antschenani&lt;/em&gt; formuliert hatte, zu &lt;em&gt;brechen&lt;/em&gt;, und - um meiner Existenz als Dichter einen Auftrieb zu geben - eine Fortsetzung von Antschenanis &lt;em&gt;Der Frauenhasser &lt;/em&gt;zu schreiben.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;p&gt;Dieser zweite Teil des &lt;em&gt;Frauenhassers&lt;/em&gt; war natürlich ebenfalls in Versen verfaßt, und sollte in der Gegenwart spielen, d.h. in der Gegenwart von damals, d.h. im Teheran der 70er Jahre, und erzählte von einem jungen, empfindsamen Revolutionär, der ein Mädchen aus Süd-Teheran liebt. Seine Geliebte, die er - wie ich in jenen Teilen meines Werkes, die ich tatsächlich fertig gestellt habe, immer wieder betone - über alles liebt, seine Geliebte sollte ihn daran hindern wollen, die Revolution, wie soll ich es sagen, auszuüben - ich wußte allerdings nicht, &lt;em&gt;warum&lt;/em&gt; sie ihm bei der Ausübung der Revolution im Weg stehen wollte. Die Varianten, die mir eingefallen waren – sie wäre aus Gründen der Zugehörigkeit ihrer Eltern zur Oberschicht eine Feindin der Revolution, oder sie hätte Angst, daß ihrem Geliebten beim Ausüben der Revolution etwas zustoßen könnte - schienen mir zu abgedroschen. Davon abgesehen, kann ein Mädchen aus Süd-Teheran“, der Feine wandte sich wieder an mich, „wo die Unterschicht haust, nicht gut aus Gründen der Zugehörigkeit ihrer Familie zur Oberschicht gegen die Revolution sein. Eine dritte Variante fiel mir aber nicht ein, und ich beschloß, die Arbeit an jenen Teilen meines &lt;em&gt;Frauenhasser Teil 2&lt;/em&gt;, in denen die Gründe, &lt;em&gt;warum&lt;/em&gt; die Geliebte unseren Revolutionär bei der Ausübung seiner Revolution im Weg stehen möchte, hätten behandelt werden sollen, vorerst beiseite zu lassen - und verfaßte zunächst jene Passagen, die davon handeln, daß das Mädchen, unseren Revolutionär, der von der Revolution auf keinen Fall lassen will, zugunsten des Sohnes eines Teheraner Textilfabrikanten verläßt, und daß dieser Verrat den jungen Revolutionär natürlich erschüttert - unzwar mehr, als er sich einzugestehen bereit ist. Bei diesen Passagen blieb es dann auch. Ich habe den &lt;em&gt;Frauenhasser&lt;/em&gt; niemals fertig geschrieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Jedenfalls kann unser Revolutionär nicht mehr schlafen, und ständig muß er daran denken, wie er zuschauen mußte, wie das Mädchen auf dem Motorrad jenes Kapitalistensohnes davonfährt - ich hatte jene Szene, die ich, neben dem Kiosk, im Schanigarten sitzend, erlebt hatte, in mein Epos übernommen – in Wirklichkeit wußte ich natürlich nicht, wer der Motorradfahrer, der mir das Mädchen weggenommen hatte, war. Im &lt;em&gt;Frauenhasser Teil 2&lt;/em&gt; hatte ich ihn – angelehnt an Sam - zum Sohn eines Teheraner Industriekapitalisten gemacht.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Für unseren jungen Revolutionär wird die Situation schließlich unerträglich - er muß einsehen, daß es, wie die Bewohner der Berge hier gesagt haben würden, &lt;em&gt;so nicht weitergehen kann&lt;/em&gt;. Er hatte sein Mädchen geopfert, um der Revolution zu dienen, jetzt war er dabei, auch die Revolution zu verlieren, denn er konnte weder essen noch schlafen noch einen Gedanken fassen – und wie soll ein Wrack für die Revolution kämpfen können?"&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-8147199890844372214?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/8147199890844372214/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=8147199890844372214' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/8147199890844372214'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/8147199890844372214'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/08/wunderland-7teil.html' title='Wunderland 7.Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TFmet-Xee6I/AAAAAAAAALQ/FEVJici7XmA/s72-c/reza+motori+3.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-3906492564863011307</id><published>2010-07-25T19:12:00.015+02:00</published><updated>2010-08-04T22:15:26.205+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 6.Teil</title><content type='html'>&lt;em&gt;Widerfährt ihm Liebesleid&lt;br /&gt;Dann bricht er&lt;br /&gt;Oder wird zum Dichter&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TExw4zSMYwI/AAAAAAAAALI/wXG_5IEWhUw/s1600/Der+Harem.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5497893366254035714" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 304px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TExw4zSMYwI/AAAAAAAAALI/wXG_5IEWhUw/s400/Der+Harem.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;Pablo Picasso, Der Harem &lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;„Wie auch immer – ich saß eine Woche lang, oder länger, ich weiß es nicht mehr, Tag für Tag in der Hitze - allerdings ist die Hitze bei uns, in Teheran“, der Feine wandte sich wieder an mich, „nicht schwül, wie bei uns, in den Deutschsprachigen Bergen, sondern trocken, und leichter zu ertragen, ich saß also Tag für Tag im &lt;em&gt;Schanigarten&lt;/em&gt;, in der Hitze, neben dem Kiosk, und las die Zeitung - ich kaufte immer mehrere Zeitungen auf einmal, und das Problem war, daß mich, als Revolutionär, alles, was in den Zeitungen stand - und die Zeitungen waren ja voll von Revolution -, das mich alles was in den Zeitungen stand, natürlich sehr interessierte, und ich fürchtete das Mädchen - versunken in meiner Zeitungslektüre -nicht aus dem Haustor treten zu sehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich passierte es. D.h., daß ich das Mädchen aus dem Haus treten sah. Sie hatte jene Jeanshose an, die sie angehabt hatte, als ich auf der Bank gesessen, und meine Wurstsemmel gegessen, und sie auf einmal vor mir gestanden, und gesagt hatte, sie schreibe Gedichte, und ob sie beitreten dürfe - jene Jeanshose deren Blau dunkler war, und wie man in der Deutschsprachigen Provinz gesagt haben würde, &lt;em&gt;fader&lt;/em&gt; als die Jeanshosen der Mädchen aus Nord-Teheran -, sie trat aus dem Haus und ehe ich mich versehen hatte, wie man so sagt, saß sie auf dem Rücksitz eines Motorrades - und weg. Also gab es einen anderen. Ich bezahlte mein &lt;em&gt;Cola&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;Canada Dry&lt;/em&gt;, ich weiß es nicht mehr, und ging nach Hause, seither habe ich weder die Schule, noch die Buchhandlung noch überhaupt die &lt;em&gt;Kühlschrankstraße&lt;/em&gt; gesehen, übrigens wurde die Schule nach der Revolution zugesperrt, resp. in eine Bildungsanstalt für angehende Religionspädagoginnen umgewandelt.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ich fuhr nach Hause und beschloß, das Dichten für immer zu lassen, so sehr war das Dichten für mich mit dem Mädchen verknüpft, resp. mit der Liebe zum Mädchen, ich war dabei, meinen Kameraden vom Poesieclub zu schreiben, und ihnen meinen Austritt zu erklären, da fiel mir ein Vers ein, aus dem Traktat &lt;em&gt;Instruktionen für alle Lebenslagen&lt;/em&gt; eines &lt;em&gt;Antschenani&lt;/em&gt; genannten Teheraner Poeten des elften Jahrhunderts, es heißt dort, im Kapitel &lt;em&gt;Pubertät und junges Erwachsenenalter&lt;/em&gt;:&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="center"&gt;Widerfährt ihm Liebesleid,&lt;br /&gt;Dann bricht er -&lt;br /&gt;Oder wird zum Dichter&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;und ich beschloß, &lt;em&gt;jetzt erst recht&lt;/em&gt; - wie es die Bewohner der Berge anläßlich jener Präsidenschaftswahlen zu ihrem Motto gemacht hatten, jener Wahlen, bei denen sie einen Angehörigen der Mörder-Armee jenes Mörderregimes, das vor Jahren einmal hier in den Deutschsprachigen Bergen geherrscht hatte, zu ihrem Präsidenten wählten -, ich beschloß &lt;em&gt;jetzt erst recht&lt;/em&gt; Dichter zu sein, resp. zu bleiben, und wieder fiel mir &lt;em&gt;Antschenani &lt;/em&gt;ein, jener Meister des elften Jahrhunderts, der neben den &lt;em&gt;Instruktionen&lt;/em&gt; auch ein Epos verfaßt hat, in Versen natürlich, dessen Titel vom deutschen Übersetzer mit &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;Der Frauenhasser &lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;nur unzulänglich übersetzt worden ist, eigentlich müßte es heißen: &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;Der von der Frauenkrankheit&lt;/em&gt;, resp. &lt;em&gt;von der Frauenstörung&lt;/em&gt; &lt;em&gt;Erfaßte&lt;/em&gt;. &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="left"&gt;Wie auch immer - &lt;em&gt;Der Frauenhasser&lt;/em&gt; handelt von einem Teheraner Potentaten des zehnten Jahrhunderts, der erfährt, daß seine Geliebte einen schwarzen Sklaven liebt. Er läßt beide, die Geliebte und den Sklaven, hinrichten, und nimmt sich eine Andere, die ihn natürlich wieder betrügt, diesmal mit dem chinesischen Konditor am Hof, ihre Nachfolgerin betrügt ihn mit seinem syrischen Astronomen, die vierte wieder mit einem afrikanischen Sklaven, und als er von der Affäre seiner fünften Geliebten mit seinem sarazenischen Hofstallmeister erfährt, befiehlt er neben seiner Residenz ein Gehege zu errichten, alle jungen Frauen des Reiches einzufangen und in das Gehege zu sperren und wie wilde Tiere zu halten.“ Die Augen des Grobe schienen auf einmal wieder zu leuchten, wie vorhin, aber das Leuchten vermochte das Grimmige in seinem Gesicht auch diesmal nicht zu verdrängen.&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Hin und wieder“, sagte der Feine, „erlaubt er einer der Frauen, ihm persönlich zu dienen, die er beim geringsten Anzeichen von Unbotmäßigkeit aber hinrichten läßt - mitunter auch ohne jeden ersichtlichen Grund. Eines Tages verliebt er sich dann in eines seiner armen Opfer, eine junge, schöne Tscherkessin. &lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;Ihre Schönheit",&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;offenbar zitierte er jetzt wieder jenen Poeten, und gestikulierte - auf eine Art, die mir für Teheran typisch erschien, auch wenn ich keine Erinnerung mehr an Teheran habe,&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="center"&gt;&lt;em&gt;„Ihre Schönheit raubte jedem&lt;br /&gt;Den Verstand und die Ruhe - Jenem aber,&lt;/em&gt; &lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;gemeint ist natürlich der König", sagte der Feine,&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;"Jenem aber&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="center"&gt;&lt;em&gt;Brachte sie beides zurück.&lt;/em&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div&gt;Der König behandelte die Tscherkessin mit zunehmender Zuneigung immer liebevoller, und menschenwürdiger, nicht wie das Tier, zu dem er sie – und alle anderen jungen Frauen im Königreich Teheran - mit jenem im Zorn erlassenen Dekret gemacht hatte. Aber natürlich mußte sich auch diese, sechste, Geliebte in einen Anderen verlieben - einen am Hof beschäftigten, aus Griechenland gebürtigen Waffenschmied. Anders als bei ihren Vorgängerinnen erfuhr der König von der Untreue seiner Tscherkessin aber nicht von einem Dritten, vielmehr war er selbst Zeuge, als die Tscherkessin und der Grieche sich küssten. Der König, der, wie soll ich es sagen, im Töten seiner Ehefrauen und ihrer Liebhaber schon ziemlich routiniert war, der König hatte sein Schwert schon gezogen, da bemerkte er zu seiner Überraschung, daß ihn der Anblick der beiden, wie sie sich küssten, eigentlich sehr faszinierte - und er beschloß, die beiden zunächst gewähren zu lassen, und sie erst später zu töten. So kam es, daß er - den das Schauspiel, das man ihm unwissentlich darbrachte, immer mehr in den Bann zog - die beiden nicht nur in jener Nacht, sondern auch in den folgenden Nächten gewähren ließ. Schließlich mußte er sich eingestehen, daß er den Anblick einer Geliebten in den Armen eines Anderen ungleich mehr genoß, als wenn sich diese ihm selbst hingab. Folglich heiratete er die Tscherkessin unter der Bedingung, daß sie ihren griechischen Liebhaber auch als Königin beibehalten möge – und/oder andere Liebhaber -, daß sie aber damit zu rechnen habe, daß er sie, wann immer er wolle, beim Liebesakt beobachten würde - und so lebten beide, der König und die junge Königin, resp. alle drei oder vier oder fünf, oder wieviele es immer gewesen sein mochten, glücklich und zufrieden, bis ans Ende - wie man in den Deutschsprachigen Bergen zu sagen pflegt - ihrer Tage.“&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;strong&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-3906492564863011307?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/3906492564863011307/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=3906492564863011307' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3906492564863011307'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/3906492564863011307'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/07/wunderland-6teil.html' title='Wunderland 6.Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TExw4zSMYwI/AAAAAAAAALI/wXG_5IEWhUw/s72-c/Der+Harem.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-1741484382369461038</id><published>2010-07-22T15:21:00.011+02:00</published><updated>2011-01-30T19:53:19.893+01:00</updated><title type='text'>شب ها برپشت بامهای تهران.  جنبش سبز وشعارالله اکبر</title><content type='html'>&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TEhGvgRmMgI/AAAAAAAAALA/loHMy5FSo08/s1600/Nachts+in+Teheran+2.jpg"&gt;&lt;span style="font-size:180%;"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5496721127137227266" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 267px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TEhGvgRmMgI/AAAAAAAAALA/loHMy5FSo08/s400/Nachts+in+Teheran+2.jpg" border="0" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;سما معانی&lt;br /&gt;ترجمه فارسی‌: ایرج هاشمی زاده&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;span style="font-size:78%;"&gt;مقاله‌ای را که میخوانید ترجمه زیبای فارسی دوست خوبم ایرج هاشمی زاده از متنیست که در ژوئن ۲۰۰۹ چند روز پس از انتخابات ریاست جمهوری ایران به زبان آلمانی نوشتم. این مقاله در شماره اخیر کیهان لندن به چاپ رسیده&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;وقتی دردهه ٔ هفتاد با پدرومادرم ازآلمان به تهران بازگشتم، بزرگترها درهرموقعیت وفرصتی سخن خودرا بااین جمله باتمام می رساندند: «…برای همینه این مملکت عقب مونده … »&lt;br /&gt;آن زمان &lt;strong&gt;۶&lt;/strong&gt; ساله بودم.&lt;br /&gt;چندباردرهفته بعدازظهرها پیش مادربزرگم بودم. یک روز که بامادربزرگ پیاده عازم خانه پدرومادرم بودیم، تنگ غروب بود و آسمان پرازستاره. مادربزرگ شروع کرد ازستاره ها وصورت‌های فلکی برایم تعریف کردن. این اولین بارنبودکه ازستاره ها برایم سخن می گفت. پرسیدم: «مادربزرگ ازکجا اینها را یاد گرفته ای؟»&lt;br /&gt;گفت: «تابستانها تهرونی ها روی پشت بام می خوابند».&lt;br /&gt;«روی پشت بام؟ می خوابند؟»&lt;br /&gt;پاسخ مادربزرگ گیجم کرد. پشت بامهای شهردوسلدورف، شهری که قبل از بازگشت به تهران درآن زندگی می کردیم، جلوی چشمانمان ظاهرشد وتصویرمادربزرگ را، خوابیده برپشت بام پرشیب خانه های دوسلدورف، می دیدم واین جمله آهسته وآرام برزبانم آمد: «…برای همینه این مملکت عقب مونده…»&lt;br /&gt;یادش بخیر! آنزمان پسربچه ای بودم که اغلب پای درکفش بزرگترها می کردم.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;دراین روزهای تابستانی* درتهران مردم شب ها برپشت بامها می روند، ولی نه برای خوابیدن. ازپشت بام ها شب به شب بانگ «الله اکبر» به صدا درمی آید؛ خدابزرگ است. بانگ نبرد اپوزیسیون با رژیم حاکم ، رژیمی که مصمم است با تقلب درانتخابات وبا حضوراراذل وخشونت بی رحمانه صدای مردم را برای کمی آزادی و حفظ عزت وشرف خفه کند.&lt;br /&gt;اما چرا «الله اکبر»؟ مگر ۳۰ سال پیش درست همین «الله اکبر» نبود که زنگهای انقلاب را به صدا درآورد ومنتهی به همین سیستمی شد که مردم امروز برعلیه آن برخاسته اند؟ چرا مردم شب ها برپشت بامها بانگ «مرگ بردیکتاتور» سرنمی دهند یا ساده تر، چربا کلمه ساده«آزادی» خواسته خودرا بیان نمی کنند؟&lt;br /&gt;البته مردم فریاد«آزادی» و «مرگ بردیکتاتور» را هم سرمی دهند اما آهسته تر و اکثرا درروزروشن ونه درشب.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;آیا مردم ایران به نوعی قربانی تکرارناخواسته تاریخ اند که گوئی ازغیب دستی آنها رارهبری می کند تا مکرردرمکرراشتباهی را تکرارکنند؟&lt;br /&gt;می دانیم برای «فروید» تکراراجباری نشانه غریزه مرگ است. آیا ایرانی ها ملتی خسته اززندگی اند و کشش وتمایل به خودکشی دارند؟&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;بسیاری معتقدند بانگ «الله اکبر» فاقد پیامی خاص وفقط نقل قولی است از انقلاب ۱۳۵۷، که با تکرارآن مردم می خواهند ظلم وستم حاکم برروح وجان خویش را به گوش حاکمین برسانند؛ پیامی است به علی خامنه ای: « آن زمان را به یاد می آوری؟، دوباره در همان شرایط هستیم».&lt;br /&gt;حقیقتی دراین استدلال نهفته است، برپایه چنین استدلالی، نقل قول&lt;br /&gt;بودن بانگ «الله اکبر» به‌ این اعتراض کاراکتری نه کهنه ومهجور، بل برعکس پست&lt;br /&gt;مدرن میبخشد.&lt;br /&gt;اما آیا مردم با بکارگرفتن زبان سرکوبگران ــ حتی اگرفقط هدفشان رساندن پیام به سرکوبگران باشد ــ در«تورعلاج ناپذیرزبان حاکمان» گرفتارنمی شوند؟&lt;br /&gt;به زبان دیگر: آیا بافریاد «الله اکبر» ادامه فشار وظلم حاکم را فریاد نمی زنند؟&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;.اما شاید بانگ «الله اکبر» کمترنقل قول است تا نوعی یادگارتاریخی.&lt;br /&gt;اسلاوی ژیژک درکتاب «خلع سیاسی اخلاق»(1) ازیک کمونیست وانقلابی اسلونی&lt;br /&gt;یاد می کند که درسال ۱۹۴۳دراردوگاه اسیران سیاسی وقومی دولت فاشیستی ایتالیا درجزیره « راب»(2) شورش زندانیان یوگسلاوی را رهبری کرد وبربیش از۲۰۰۰&lt;br /&gt;سرباز مسلح ایتالیائی پیروزگردید. کمونیست ها پس ازپایان جنگ این مرد انقلابی را دستگیرودراردوگاهی درجزیره ای زندانی کردند وسپس درسال ۱۹۵۳وادارش کردند با سایر زندانیان مجسمه ای بمناسبت دهمین سال شورش جزیره « راب» بناکند.&lt;br /&gt;به زبان ساده تر، مجسمه ای برای خودش وبه یادبود خودش.&lt;br /&gt;ژیژک درسرنوشت این انقلابی، سرنوشت مشابهی ازمیلیون ها انسانی‌ را میبیند که ابتدا درمبارزات انقلاب سرخ روسیه شرکت می کنند و سپس دردوران فرمانروائی استالین به برده هایی تبدیل می شوند که به اجبار درساختن مجسمه یادبودگذشته انقلابی خود محکوم می گردند.به گفته ژیژک یک نوع « ظلم شاعرانه».&lt;br /&gt;ما ایرانی ها برای شعروشاعری، از ذوق وقریحه بالائی برخورداریم -وحال بنظر می آید برای « ظلم شاعرانه».&lt;br /&gt;ما با بانگ «الله اکبر» مجسمه خود، مجسمه انقلاب ۵۷ یا بهتربگویم، گذشته انقلابی&lt;br /&gt;مادران و پدرانمان را بنا می کنیم.&lt;br /&gt;بااین تفاوت با آن انسانهایی که ژیژک ازآنها نام می برد، که ما بر عکس آنها بدلخواه خود این کار را انجام میدهیم - ودرزمانی که امید به رهائی از دیکتاتوری مذهبی جلوی چشمانمان قرارگرفته.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;آیا روزی به یادبود «الله اکبر» امروزمان- « ظلم شاعرانه»ای که بسوی&lt;br /&gt;خودمان نشانه گرفته ایم - آیا روزی به یادبود «الله اکبر» امروزمان خواهیم گفت: «…برای همینه این مملکت عقب مونده …» ؟&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*این مقاله درژوئن 2009&lt;br /&gt;خرداد۱۳۸۷&lt;br /&gt;نوشته شده&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1) Slavoi Zizek, &lt;em&gt;Die Politische Suspension des Ethischen&lt;/em&gt;. Frankfurt am Main 2005&lt;br /&gt;2) Raab&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-1741484382369461038?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/1741484382369461038/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=1741484382369461038' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1741484382369461038'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/1741484382369461038'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/07/blog-post_22.html' title='شب ها برپشت بامهای تهران.  جنبش سبز وشعارالله اکبر'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TEhGvgRmMgI/AAAAAAAAALA/loHMy5FSo08/s72-c/Nachts+in+Teheran+2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-6893173849570371117</id><published>2010-07-17T16:39:00.011+02:00</published><updated>2010-08-04T22:16:45.792+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 5. Teil</title><content type='html'>&lt;em&gt;Scham in der Kühlschrank-Straße &lt;/em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TEHAyfqqMzI/AAAAAAAAAKw/r31BMbmKNco/s1600/wunderland+5.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5494884994095133490" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 266px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TEHAyfqqMzI/AAAAAAAAAKw/r31BMbmKNco/s400/wunderland+5.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;„Während der Ferien versuchte ich mit dem Mädchen in Kontakt zu treten, ich schrieb ihr Briefe an die Adresse der Buchhandlung ihrer Eltern, und gab als Absender den &lt;em&gt;Club der Toten Dichter&lt;/em&gt; an. Das Mädchen ließ meine Briefe unbeantwortet – ich vermutete daß ihre Eltern trotz des unverfänglichen Absenders Verdacht geschöpft und die Briefe abgefangen hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schräg vis à vis des Hauses, in dem sich die Buchhandlung der Eltern des Mädchens befand, und dessen ersten Stock sie mit ihren Eltern bewohnte, oder den zweiten, ich weiß es nicht mehr, war ein Kiosk, da konnte man Zeitungen oder Snacks kaufen, Bücher, kalte und heiße Getränke, im Sommer standen neben dem Kiosk Tische und Stühle, an denen aber nie jemand saß, und, weil ich dem Mädchen auflauern wollte, wurde ich der erste Gast dieses, wie man in der Deutschsprachigen Provinz gesagt haben würde, &lt;em&gt;Schanigartens&lt;/em&gt;. Ich saß dort, Tag für Tag, und Stunde für Stunde, als einziger Gast, und wie ich es aus Agentenfilmen kannte, versteckte ich mein Gesicht hinter einer schwarzen Sonnenbrille, die ich von unserem Vater ausgeborgt hatte, aus den Fünfziger Jahren, sowie hinter großformatigen Teheraner Zeitungen, von denen es in jenem Sommer täglich neue gab – der Kioskbesitzer war schließlich gezwungen, die Zeitungen vor dem Kiosk auf dem Trottoir aufzulegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Die Zeitungen waren in jenem Sommer voll von Revolution und forderten die politische Öffnung Teherans und soziale Reformen, immer dreister wurden auch die Repräsentanten des Regimes kritisiert, und oft diffamiert, wie jener Ministerpräsident, Gott habe ihn selig, er wurde nämlich von den Klerikalen später erschossen, die Zeitungen unterstellten ihm damals - wie es sich herausstellen sollte, völlig zu Unrecht -, er wäre ein Anhänger jener Glaubensgemeinschaft, die seit der Revolution von den Klerikalen in Teheran verfolgt wird, wie seinerzeit jene Glaubensgemeinschaft in den Deutschsprachigen Bergen von jenem Mörderregime verfolgt und fast vernichtet wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Interesse an den Zeitungen und was sie über die Revolution zu berichten hatten, erleichterte das Sitzen in jenem Schanigarten ein wenig, und das Warten, das mir peinlich war, weil ich mich genierte. Ich genierte mich vor dem Kioskbesitzer - was mochte er sich denken, über einen Achtzehnjährigen, der in den Ferien nichts anderes zu tun wußte, als Tag für Tag stundenlang in der prallen Sonne zu sitzen, Zeitungen lesend, und &lt;em&gt;Coca Cola&lt;/em&gt; zu trinken? Ich schämte mich vor dem Mädchen, wenn sie mich entdecken sollte, ohnehin wird sie mich von ihrem Fenster aus irgendwann einmal entdeckt haben, ich schämte mich vor den Anrainern der &lt;em&gt;Yachtschal-Straße&lt;/em&gt;, in der sich der Kiosk und das Gymnasium und die Buchhandlung und die Wohnung des Mädchens befand“, der Feine wandte sich an mich „&lt;em&gt;Yachtschal&lt;/em&gt; heißt &lt;em&gt;Kühlschrank&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Kühlschrank-Straße&lt;/em&gt; also – ich schämte mich also vor den Anrainern der Yachtschal-Straße, die hinter ihren Fenstern stehen und auf mich herabschauen mochten, tatsächlich gab es niemanden, der an seinem Fenster gestanden und auf mich herabgeschaut hätte“, der Feine wandte sich wieder an mich, „es war damals in Teheran nicht üblich, im Unterschied zu den Deutschsprachigen Bergen hier, sich ans Fenster zu stellen und stundenlang auf die Straße zu schauen, was sich nach der Revolution aber änderte - nach der Revolution, resp. der Installierung der Instanzen der Sondermoral hatten die Mädchen und Jungen in Teheran keine Möglichkeit mehr, sich zu treffen und kennenzulernen, weder gab es Diskos noch Parties, noch war es möglich, wie unter dem Kaiser der Fall, einander in Parks zum Beispiel kennenzulernen, das Kennenlernen wurde zum Problem, und in den auf die klerikale Revolution folgenden Jahren wurde es üblich, daß sich die Jungen an das Fenster stellten und stundenlang auf die Straße herabschauten und vorbeigehende Mädchen herbeipfiffen - folgte das Mädchen dem Pfiff kam es zu einem kurzen Gespräch, und bevor die Sittenpatrouille auftauchte, wurden Telefonnummern ausgetauscht. Diese Praxis änderte sich erst als das Internet“, der Feine zeigte auf den Jungen als wäre dieser das Internet, „eingeführt wurde.“ &lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;strong&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/blockquote&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-6893173849570371117?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/6893173849570371117/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=6893173849570371117' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6893173849570371117'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/6893173849570371117'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/07/wunderland-5-teil.html' title='Wunderland 5. Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TEHAyfqqMzI/AAAAAAAAAKw/r31BMbmKNco/s72-c/wunderland+5.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-7541526373132861356</id><published>2010-07-10T11:29:00.020+02:00</published><updated>2010-08-04T22:20:10.292+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 4. Teil</title><content type='html'>&lt;em&gt;Wie ein Bewohner eines fernen Planeten in das Revolutions-Teheran gebeamt ... &lt;/em&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt; &lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TDig19pZefI/AAAAAAAAAKo/RYtlc3EvgO0/s1600/AC-DC+1977.jpg"&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5492316594520029682" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 297px; CURSOR: hand; HEIGHT: 400px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TDig19pZefI/AAAAAAAAAKo/RYtlc3EvgO0/s400/AC-DC+1977.jpg" border="0" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:130%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:100%;"&gt;"Ich begab mich auf die Suche nach den Kollegen vom Poesie-Club, es war der erste Tag des Projekt-Unterrichts, und der Jahreszeit entsprechend fanden fast alle Projekte im Freien statt. Die meisten Kameraden fand ich bei einem Öko-Projekt, auf der Suche nach Schnecken, und bald hatte ich alle zu einer Sondersitzung in unserem Sonderbüro, das uns die Teherani zur Verfügung gestellt hatte, versammelt, inklusive des Mädchens. Ich berichtete von den Vorkommnisen und meinem Auftritt bei Teherani und Lawasani, und wie ich die Teherani gezwungen hätte, unser Anrecht auf den großen Pausenhof zu bestätigen – und daß ich mit dieser meiner &lt;em&gt;Intervention&lt;/em&gt; den Angriff von AC/DC, dieses Symbols des Amerikanismus, auf den großen Pausenhof abgewehrt hätte.&lt;br /&gt;Die Kameraden schwiegen und ich wunderte mich, daß sie schwiegen und nicht in Jubel ausbrachen, kaum daß ich diesen Gedanken hatte, passierte genau das: Einer nach dem anderen stand auf und äußerte sich zustimmend bzw. lobend über meine Intervention, der Enthusiasmus steigerte sich und gipfelte beim letzten der Kameraden in eine Lobeshymne. Nur das Mädchen hatte nichts gesagt.&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Und Du?&lt;/em&gt;, fragte ich, &lt;em&gt;Was meinst Du?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;- Ich bin dagegen.&lt;br /&gt;- Wogegen?&lt;br /&gt;- Daß wir das Poesiefest am großen Pausenhof abhalten. Die Teherani hat recht. Und AC/DC - ich meine die richtige Band - ist nicht amerikanisch. Sondern australisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Mädchen hatte mir noch nie widersprochen, oder sie hatte es schon, d.h. sie widersprach mir fast immer, aber sie hatte es nie in Gegenwart meiner Kollegen vom Poesie-Club getan. Ich widersprach ihr meinerseits, sie wiederum mir, und die Situation eskalierte. Keiner der Kameraden wagte es, für einen von uns Partei zu ergreifen, schließlich stand ich auf und bedeutete dem Mädchen, mir nach draußen zu folgen, was sie - zwar widerwillig - auch tat. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Draußen wollte ich sie zur Rede stellen, sie war aber schneller, zumal ich, wegen der Art, wie sie im Club widersprochen hatte, noch fassungslos war, und als sie ihre Argumente, die sie vor den Kameraden schon vorgebracht hatte, zu wiederholen begann, sagte ich nichts mehr. Im Grunde sagte sie dasselbe, was die Teherani auch schon gesagt hatte, daß - wenn das Fest im großen Pausenhof stattfinden sollte -, es auffallen würde, wenn niemand käme, sie sagte &lt;em&gt;niemand&lt;/em&gt;, das werde ich niemals vergessen, und zweitens, daß wir wegen des höllischen Lärms von AC/DC nicht imstande sein würden, beim Vortragen unserer Poesie unsere eigenen Worte zu hören, und wir würden uns drittens nur unbeliebt machen, und lächerlich, wenn sich auf dem kleinen Hof die Fans von Sam die Füße zertreten müßten, während wir - falls uns überhaupt jemand käme - den ganzen großen Pausenhof zur Verfügung haben würden.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich hatte das Mädchen noch nie so erregt gesehen, sie war rot im Gesicht, aber nicht aus Scham, wie es oft der Fall gewesen war, und mit jedem Satz, den sie sprach, resp. jedem Wort, wurde sie wütender, sie beendete ihre Brandrede mit einer Drohnung: Falls wir das Fest tatsächlich am Donnerstagabend und am großen Pausenhof abhalten sollten, würde sie der Veranstaltung fernbleiben und überhaupt aus dem Poesie-Club austreten, mit Idioten wolle sie nichts zu tun haben, das sagte sie - und ging.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Ich stand da, wie ein Bewohner eines fernen Planeten, den man ganz unerwartet in das Revolutions-Teheran des Jahres 1978 gebeamt hat – wir alle schauten damals mit Begeisterung &lt;em&gt;Raumschiff Enterprise&lt;/em&gt;, und auf die Idee, die Serie, weil sie aus Amerika stammt, als kapitalistisch zu bezeichnen, wäre keiner gekommen. Dann schüttelte ich den Kopf und dachte mir: &lt;em&gt;Weiberei&lt;/em&gt;, und ging zurück in das Sonderbüro, um das weitere Vorgehen in Sachen AC/DC zu besprechen, resp. mich von den Kameraden weiter feiern zu lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir hielten unser Poesiefest am Donnerstagabend, und natürlich im großen Pausenhof ab, Sams AC/DC traten am kleinen Pausenhof auf, und wie das Mädchen und die Teherani vorausgesagt hatten – und wie eigentlich jeder vernünftige, nicht durch poetische, resp. proletarisch-revolutionäre Verschrobenheit, Sturheit und Trotz Verblendete wissen hätte sollen -, kamen die Massen zu Sams AC/DC, im kleinen Pausenhof, wo sie sich gegenseitig die Füße zertraten, und uns verfluchten - zu uns kamen, abgesehen von unseren Clubmitgliedern, nur drei, lauter Kameraden, die einen Text für unseren Literaturwettbewerb eingeschickt hatten. Die Verfasser der drei Siegertexte waren aber erst gar nicht gekommen, sie waren alle, wie ich später erfahren sollte, im kleinen Pausenhof, bei Sam.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;p align="left"&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-family:arial;font-size:100%;"&gt;Das Mädchen war, wie angekündigt, nicht zum Poesiefest gekommen, und da jener Donnerstag der letzte Schultag war, und noch dazu für unseren Jahrgang – habe ich es schon erwähnt? - der letzte Schultag des letzten Schuljahres, wußte ich nicht, wie ich sie kontaktieren sollte. Ich hatte nicht einmal ihre Telefonnummer – sie meine glaube ich schon, ich hätte natürlich im Telefonbuch nachschauen können – „Das wollte ich gerade sagen“, sagte der Junge, der auch schon sein zweites Bier bestellt hatte, „ - aber ich fürchtete“, sagte der Feine „ihre, aus dem Süden stammenden Eltern“.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:100%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div align="left"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:100%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;span style="font-family:Arial;font-size:100%;"&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/blockquote&gt;wird fortgesetzt&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6467282345071436228-7541526373132861356?l=samamaani.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://samamaani.blogspot.com/feeds/7541526373132861356/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=6467282345071436228&amp;postID=7541526373132861356' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7541526373132861356'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6467282345071436228/posts/default/7541526373132861356'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://samamaani.blogspot.com/2010/07/wunderland-4-teil.html' title='Wunderland 4. Teil'/><author><name>Sama    Maani</name><uri>http://www.blogger.com/profile/10998578781203986444</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='24' src='http://4.bp.blogspot.com/-dm-wlmnljA4/TZXP2Q-_nMI/AAAAAAAAASY/JhnlD3BYPtM/s220/Sama%2Bblog%2Balt.bmp'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TDig19pZefI/AAAAAAAAAKo/RYtlc3EvgO0/s72-c/AC-DC+1977.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6467282345071436228.post-4956302518262370665</id><published>2010-07-03T16:10:00.016+02:00</published><updated>2010-09-04T20:06:31.640+02:00</updated><title type='text'>Wunderland 3. Teil</title><content type='html'>&lt;em&gt;Machte dennoch keine Anstalten, mich mit Rockmusik zu befassen ...&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TC9FGWcE4iI/AAAAAAAAAKY/Pfxzy7jtGug/s1600/Wunderland+3.jpg"&gt;&lt;img id="BLOGGER_PHOTO_ID_5489682446192796194" style="DISPLAY: block; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; CURSOR: hand; HEIGHT: 342px; TEXT-ALIGN: center" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_8uA69qZtA84/TC9FGWcE4iI/AAAAAAAAAKY/Pfxzy7jtGug/s400/Wunderland+3.jpg" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;„Fangen wir an.“, sagte der Grobe.&lt;br /&gt;„Fangen wir an.“, sagte der Feine und er hielt, zum Zeichen, daß er noch ein Bier bestellen wollte, sein Glas in die Höhe. „Ich werde alles erzählen“, und zum Groben: „Du kannst Dich an &lt;em&gt;Shirwani&lt;/em&gt; erinnern? &lt;em&gt;Sam Shirwani?&lt;/em&gt;“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ich war, als ich den Feinen &lt;em&gt;Sam&lt;/em&gt; sagen hörte, überzeugt, daß sich die Tatsache, daß man einen Teheraner Sam nannte, dem Einfluß der Amerikaner verdankte, dem Teheran ja nach den Angaben des Feinen vor der klerikalen Revolution ausgesetzt war - dem Einfluß der Amerikaner verdankte sich übrigens auch meine Frage über Teheran, die ich den Brüdern noch stellen wollte. Später erfuhr ich, daß &lt;em&gt;Sam&lt;/em&gt; der Name eines Teheraner Helden der Mythologie sei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Sam“, sagte der Feine, an den Jungen, resp.  an mich gewandt, „war mein Schulkamerad in der &lt;em&gt;Parastu-Schule&lt;/em&gt;, in Nord-Teheran - Sam war alles andere als ein Freund, aber für mein Leben sollte er, wie soll ich sagen, wichtiger werden als alle Freunde zusammen. Sam war der Sohn eines Nord-Teheraner Wurstfabrikanten, dessen Produkte“, der Feine wandte sich jetzt an mich, „in Teheran jeder Greissler und jeder Supermarkt im Angebot hatte, und auf allen Fernsehstationen, und als Leuchtreklame an Hochhäusern und Verkehrsknotenpunkten und Autobahn-Ausfahrten waren die Wurtsprodukte von Sams Vater präsent, und ich glaube ohne zu übertreiben behaupten zu können, daß die Wurstprodukte von Sams Vater die in der Geschichte Teherans am besten beworbenen Produkte darstellen. &lt;a name="OLE_LINK2"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a name="OLE_LINK1"&gt;Dennoch wurde Sam nicht, wie zu erwarten gewesen wäre, wegen den Wurstprodukten seines Vaters von uns, seinen Klassen- und Schulkameraden, gehänselt, im Gegenteil – er war der beliebteste Schüler im ganzen Gymnasium. &lt;em&gt;Wie zu erwarten gewesen wäre &lt;/em&gt;sage ich nicht wegen der in Teheran, wie auch in den Deutschsprachigen Bergen der Wurst inhärenten Lächerlichkeit, sondern weil der Gedanke an eine &lt;em&gt;proletarische Revolution&lt;/em&gt; uns damals beherrschte&lt;/a&gt; - wir alle, die wir aus Familien der Mittel- und Oberschicht stammten, wie alle Gymnasiasten in allen Gymnasien Teherans, wir empfanden uns alle als proletarisch und infolgedessen als revolutionär - dennoch war die Revolution die ja bald darauf tatsächlich stattfand, keineswegs proletarisch - sondern klerikal. Was ich sagen wollte: In Anbetracht unseres proletarisch-revolutionären Bewußtseins wäre zu erwarten gewesen, daß Sam, dessen Vater einer der größten Kapitalisten im ganzen Teheran war, bei uns, seinen Mitschülern, unbeliebt gewesen wäre, was aber, wie schon gesagt, überhaupt nicht der Fall war, er war im Gegenteil der beliebteste aller Schüler. Mag sein, daß Sam's Beliebtheit mit der Tatsache im Zusammenhang stand, daß er einer der besten Fußballer in unserer Schule war, wenn nicht überhaupt der beste, obwohl damals in Teheran der Fußball keineswegs als proletarischer Sport galt, wie es z.B. hier, in den Bergen, der Fall ist, sondern im Gegenteil als amerikanisch und kapitalistisch, was natürlich lächerlich ist, weil man den Fußball in Amerika weit weniger liebt als bei uns. Dann war Sam – und auch das muß man, was seine Beliebtheit betrifft, in Rechnung stellen - Rockmusiker, er hatte als Kind schon E-Gitarre gelernt - und mit fünfzehn gründete er eine Band, die sich in Anlehnung an die Originalband aus Australien AC/DC nannte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Ich kannte mich mit Rockmusik nicht aus, was ich sehr bedauerte, ich hätte mich gerne mit Rockmusik ausgekannt, weil sich mit Rockmusik auszukennen bei uns in der Schule als cool galt, ich machte dennoch keine Anstalten, mich mit Rockmusik zu befassen, wohingegen ich mich intensiv mit der Teheraner Lyrik befaßte - vor allem mit der traditionellen, weniger mit der modernen –, ich hatte schon in der ersten oder zweiten Unterstufe begonnen, Gedichte zu schreiben, also mit zehn oder elf. Je älter ich wurde, desto häufiger schrieb ich Liebesgedichte - und dann kam &lt;em&gt;das Mädchen&lt;/em&gt;“ - und bis zum Ende sagte der Feine &lt;em&gt;das Mädchen&lt;/em&gt;, ohne einen Namen zu nennen. „Das Mädchen hatte ein schmales Gesicht, das ihrem schmalen Körper entsprach, dunkle Haare und eine dunkelbraune Haut, im Unterschied zu der lhellen bis sehr hellen Haut der anderen Mädchen unserer Schule, die alle aus Nord-Teheran stammten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Das Mädchen stammte aus einer im Süden von Teheran angesehenen Buchhändlerdynastie, sowohl ihre Mutter als auch ihr Vater waren BuchhändlerInnen, die, als ich die vierte Klasse besuchte, in unser Viertel gezogen waren, wo sich auch unser Gymnasium befand, um vis à vis unseres Gymansiums eine Buchhandlung zu eröffnen. Diese Buchhandlung werde ich niemals vergessen, d.h. den Geruch, die Buchhandlung bestand aus einem schmalen, länglichen Raum, mit einem Holzboden, und ich glaube, der Geruch der Buchhandlung war der Geruch jenes Holzbodens, der übrigens dem Holzboden dieser Gaststube hier ähnelte …“ „Das ist ein Schiffsboden“, sagte ich, und es war, als hätte der Schiffsboden wieder zu schwanken begonnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;„Die Buchhandlung hatte einen Vertrag mit unserem Gymnasium, wir durften dort Bücher entlehnen, und wenn jemand ein entlehntes Buch behalten wollte, wurde die Entlehngebühr vom Kaufpreis abgezogen.&lt;br /&gt;Vor der Eröffnung der Buchhandlung kannte ich nur die Bücher unserer Eltern, Gott habe sie selig, obwohl ich auch schon vor der Eröffnung der Buchhandlung, wie soll ich sagen, ein Bücherfanatiker war, unsere Mutter“, der Feine wandte sich an mich, „war Bergbau-Ingenieurin, und besaß viele Sachbücher, die mich nicht sonderlich interessierten, aber der Vater“, der Feine suchte den Blickkontakt, zuerst mit dem Jungen, und dann mit dem Groben, der ihn aber verweigerte, „erinnert Ihr Euch, der Vater hatte, neben seinen Romanen - übrigens auch etliche deutschsprachige - zahllose Werke unserer alten Teheraner Meister. Wie die meisten meiner Teheraner Altersgenossen schrieb ich damals Gedichte, und wie ich meine, gar nicht so schlechte, einmal hatte &lt;em&gt;Die Beschaulichkeit&lt;/em&gt;, das Teheraner TV-Magazin, über die Vermittlung einer Kousine der Mutter, einer Sportjournalistin, ein Gedicht von mir publiziert, das sich vordergründig mit dem Jahreszeitenwechsel befaßte, und mit den Worten endete:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bald kommt der Frühling,&lt;br /&gt;Dann sind wir frei,&lt;br /&gt;Nicht ewig währt die Tyrannei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war im letzten oder vorletzten Jahr der Herrschaft des Kaisers. Dennoch wurde das Gedicht unzensiert abgedruckt, vermutlich waren die Redakteure der &lt;em&gt;Beschaulichkeit&lt;/em&gt;, wie wir alle in Teheran, vom Virus der Revolution infiziert, die als proletarische anfing und in eine klerikale mündete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Nach der Veröffentlichung meines Jahreszeitengedichts wurde ich plötzlich berühmt. Nicht im ganzen Teheran, aber ich galt in der Schule fortan als Poet, und gründete zusammen mit einigen anderen Jungen einen Poesie-Club, den &lt;em&gt;Club der Toten Dichter&lt;/em&gt;. Ich weiß schon“, sagte der Feine, nachdem er meinen irritierten Blick registriert hatte, „ich weiß, der Film ist erst später entstanden, da gab es unseren Poesie-Club nicht mehr, und nicht einmal mehr das Gymnasium, aber der Film hat mich derart beeindruckt, und so sehr an unseren Poesie-Club erinnert, daß ich ihn im Nachhinein &lt;em&gt;Club der Toten Dichter&lt;/em&gt; genannt habe, und wie wir ihn damals tatsächlich genannt hatten, habe ich wieder vergessen. Der Club hatte außer mir noch vier Mitglieder, glaube ich, lauter unsportliche Brillenträger. Um die Poesie der alten Teheraner Meister zu fördern, schrieben wir Gedichte im Stil jener Alten, die wir einander in der Teeküche der Buchhandlung der Eltern des Mädchens vorlasen. Wir hatten auch eine Wandzeitung, &lt;em&gt;Die Welt im Wort &lt;/em&gt;oder &lt;em&gt;Das Wort in der Welt&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;blockquote&gt;&lt;/blockquote&gt;Einmal saß ich auf einer Bank, im Pausenhof des Gymnasiums, und aß mein Wurstbrot &amp;shy;- auf Anraten unseres Kinderarztes gab mir unsere Mutter, weil ich so dünn war, täglich ein Wurstbrot, das mußte ich essen -, da stand auf e
